Einsatz von Kameras am Außenstand und deren Nutzen bei der Polizei

  • Werbung

    Es ist mitnichten so, dass erkannt = erkannt ist. Es gibt durchaus auch Beweiserhebungs- und verwertungsverbote. Die dann nach sich ziehen, dass das Beweismittel eben nicht verwendet werden darf. Man lese sich nur mal in die Dashcam-Problematik ein.


    Edit:

    Grundsätzlich kann man nicht einfach öffentliche Bereiche filmen. Auch in nichtöffentlichen Bereichen gilt es einiges zu berücksichtigen. Ich empfehle nachzulesen: Orientierungshilfe Videoüberwachung Oder mal nach dem Urteil des EuGH suchen, das sich mit dem Mann in Tschechien befasst: DLF - bezieht sich darauf.

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  • Wichtig ist, ob der Staatsanwalt mitspielt und es an erkennt. Die blaue Truppe ist kein Problem (mein Bruder ist einer davon).

    Auf jeden Fall kennt dann wenigstens die blaue Truppe einen weiteren Pappenheimer/Kunden.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Bandwurm ()


  • Problematisch daran ist meinem Kenntnisstand nach nur, dass du als Aufsteller ebenfalls Konsequenzen in Kauf nehmen musst, wenn die Kamera nicht ordnungsgemäß aufgestellt war.

    Das müssten wir wohl sicherheitshalber schon klären. Die Polizei haben
    wir hierzu noch nicht informiert, die wird uns gewiss noch paar Hinweise dazu geben.


    hornet schrieb:

    Du schreibst "Privatgrundstück" - ist es denn Eures oder, falls
    nicht, sind die Eigentümer informiert und einverstanden? Dann ist das
    sicher kein Problem.



    Ja, die Eigentümer haben die Ausrüstung sogar selbst finanziert. Sie waren völlig schockiert über den Fall und haben uns auch motiviert, zur Polizei zu gehen. Personen am Wegrand sind übrigens komplett verpixelt - da sieht man nicht mal mehr ob Männlein oder Weiblein :D

  • Selbstjustiz ist verboten und wenn man viel zu verlieren hat dazu noch sehr dumm. Jedoch fällt mir dazu eine Geschichte ein :


    "Vor 20 Jahren gab es an meiner Schule eine Geschichte über einen Lehrer der die Schüler immer sehr schlecht behandelte. Eines morgens wurde er von vermummten mit Stöcken oder Stange abgefangen und richtig durchgeprügelt. Seither hat er sich normal verhalten."


    Evtl. würden Ausdrucke der Fotos im Ort aufgehängt den Sozialen Druck erhöhen damit es nicht mehr vorkommt? Ist aber bestimmt auch nicht erlaubt....

  • Sehr Richtig,

    Das aufhängen von Fotos von einem Dieb, Randalierer und Wüstling verletzt die Persönlichkeitsrechte des Strolches und wird hart bestraft und gehört zum staatlich geförderten Täterschutz.

    Böse Zungen behaupten, dass man das mit aufkommen der Dashcams eingeführt hat, damit die Bonzen mit ihren dicken Schlitten weiter ungestört machen können was sie wollen.

    Scherz beiseite, für den Fall, dass der Täter verurteilt und bestraft ist, macht das sogar Sinn.

    Der Täter soll schliesslich nicht doppelt bestraft und eine Chance zur Wiedereingliederung haben

    Um aber Straftäter zu überführen (Diebstahl ist eine Straftat) ist das für mich persönlich nicht zu begründen.

    Schliesslich wird dem kleinen Mitarbeiter in der Firma fristlos gekündigt, wenn er ein Bleistift in der Firma klaut.

    So kann ich es bis heute nicht verstehen, dass sich ein erster Vorsitzender eines Imkerverins trotzt fehlender Entlastung auf der Jahreshauptversammlung, sich mit Segen des Registergerichts aus dem Staub macht.

    Da kann man schon manchmal verstehen, dass es Reichsbürger, Radikale, Religionsfanatiker gibt, die diesen Staat nicht mehr Ernst nehmen.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • (OT on)

    Schliesslich wird dem kleinen Mitarbeiter in der Firma fristlos gekündigt, wenn er ein Bleistift in der Firma klaut.

    Der hat dann aber auch die Möglichkeit auf Wiedereinstellung zu Klagen. Der Ausgang des Verfahrens ist dann abzuwarten.

    So kann ich es bis heute nicht verstehen, dass sich ein erster Vorsitzender eines Imkerverins trotzt fehlender Entlastung auf der Jahreshauptversammlung, sich mit Segen des Registergerichts aus dem Staub macht.


    Die fehlende Entlastung hatte dann auch hier eine gerichtliche Fortsetzung und seine Schuld wurde nicht festgestellt.

    So ein gericht ist nicht unbedingt dafür da jemanden schuldig zu sprechen. Freisprüche sind durchaus erlaubt.


    Offensichtlich bist Du doch nicht so neutral und unbelastet wie Deine Signatur glauben lässt. Ich wünsche Dir, dass Du dein diesbezügliches Traum bald aufarbeiten kannst.

    (OT off)

  • Wie du schon geschrieben hast, das Veröffentlichten von Fotos von Tätern ist nicht deine Aufgabe. Das hat auch nichts mit den Dashcams und Bonzenkarren (Nissan Micra ist meiner Erfahrung nach das schlimmste beim Fahrverhalten, gefolgt vom Cayenne), zu tun, sondern hat einmal die Persönlichkeitsrechte vor allem aber das staatliche Gewaltmonopol als Ursache. Veröffentlichst du die Bilder geht das ganze sehr schnell in die Richtung Selbst/Lynchjustiz.

  • Definitiv nicht.

    Das Trauma bleibt solange bestehen, bis in diesem Punkt Rechtssicherheit besteht.

    Solange bleiben die Unterlagen im Tresor und die Adresse vom Anwalt in der Geldbörse.


    Das ist die dunkle Seite, die bei den schönen Werbespots über das Ehrenamt nicht erwähnt werden. Ich kann, solange der Gesetzgeber nichts ändert, nur absolut abraten.


    Da.baut einer Mist und andere werden bestraft.


    Ähnliches gilt mit den Kamerafotos und -videos.

    Da wird jemand erwischt, der Mist baut, und du wirst bestraft, weil er nur von dir gefilmt wurde.

    Dabei wird man in Deutschland an vielen Plätzen gefilmt. Nur der kleine Mann darf sich nicht wehren.

    Wer ist da nun neutral und unbelastet?


    Derjenige mit der Rosa Brille oder derjenige, der offen die Missstände aufzeigt.


    Ich gebe offen zu, dass meine Erfahrungen immer einfliessen.


    Ich gebe mal ein kleines Beispiel:

    In einer schönen Ecke wohnte mal ein Richter mit einem schönen Haus.

    Der war bekannt für seine laschen Urteile auch gegenüber Diebe.

    Eines Tages war es sein Haus, dass leergeräumt wurde.

    Danach war Schuss mit den milden Urteilen.


    Moral von der Geschichte: Es ist etwas anderes, wenn es einen selbst trifft.


    Wer das Anders sieht, dem Wünsche ich, dass es Ihn mal selbst trifft!

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  • Leider können "die da oben" nicht auf alle "kleinen Männer" aufpassen!

    Ich würde es abenteuerlich finden, wenn Lieschen Müller oder so ein Reichsbürger heimlich Leute filmen dürfte und danach (ungeprüft) einen Fahndungsaufruf in der Öffentlichkeit startet.


    Außerdem kenne keinen Fall, in dem der Geschädigte eine Geldbuße wegen der Überwachung des öffentlichen Raumes (Ordnungswidrigkeit) zahlen musste, nachdem Beweisbilder in einem Strafverfahren (Diebstahl = Straftat) an die Ermittlungsbehörden übergeben wurden.

    Zudem führen unrechtmäßig gefertigte Aufnahmen nicht automatisch zu einem Beweisverwertungsverbot.


    P.S.: Die Geschichte mit dem Richter habe ich auch gesehen, die kam auf SAT1 / "Auf Streife", oder?

    Die Storry aus Beitrag #35 ist vermutlich von RTL II ("Krass Schule") :rolleyes:

    Die Moral von der Geschichte: Nicht ohne Aluhut fernsehen, sonst glaubt man den ganzen Mist.

  • Leider stehe ich abgelegen im Wald, ohne Stromanschluss und mit miserablem Handyempfang. Aber die technische Umsetzung von Gregor würde mich auch interessieren.

    Da gibt's heute schon jede Menge nützlicher Helfer, gerade ohne Strom und mit schlechtem Netz. Wildkameras sind da nur bedingt geeignet, da sie nur im Nahbereich scharf aufnehmen. Wenn man Glück hat wird die Kamera nicht entdeckt, aber aufgrund der Positionierung bekommt man kaum brauchbare Aufnahmen. Und wenn sie entdeckt wird, ist man nicht nur sein Volk los, sondern dazu die Kamera. Und stromunabhängig sind die (billigen) auch nicht...


    Ich habe es bei mir mit einer drahtlosen Überwachungskamera mit einem Solarpanel gelöst, ähnlich wie dort beschrieben. Die Kamera selbst habe ich an einem Baum in der Nähe angebracht und schön umbastelt. Selbst wenn man sie aktiv sucht, siehe danach, findet man sie nur schwer. Selbst wenn ich die Gegensprechfunktion verwende, sofern nicht dauernd, nicht.
    Der Platz ist eingefriedet durch dichte Hecken - und von zwei Seiten zugänglich. An den Eingängen habe ich jeweils ein Hinweisschild nach DSGVO angebracht und die Eingänge per Maskierungsfunktion (siehe Artikel) ausgeblendet.


    Noch habe ich außer der lokalen Tierwelt keine eigentumsverändernden Spießgesellen festhalten dürfen oder ansprechen dürfen. Vorher hatte ich immer mal wieder mit Vandalismus zu kämpfen und mir wurden auch schon Völker samt Beuten geklaut. Keine Ahnung ob's an der spontanen Besserung meiner Mitmenschen lag oder der abschreckenden Wirkung von so einem Schildchen/der Kamera. Und die paar Euro im Monat, die mich die Karte kostet...


    P.S.: Mit dem Solarmodul lädt meine Kamera auch an Wolkentagen auf, bisher war sie nur einmal komplett entladen und ich musste danach eben alles neu anlegen. Da hatte es mir beim Sturm das Solarpanel aus der Baumkrone geweht. Der Handyempfang ist auch äußerst bescheiden (1 Balken LTE), aber trotzdem ausreichend für die langsame Datenübertragung oder einen nicht-HD Stream.