Waben "kleben" an Zarge beim Hochheben

  • Hallo!


    Ich bereite gerade die Bestellungen für das nächste Imkerjahr vor und dabei möchte ich einige Probleme aus meinem 1. Jahr korrigieren.


    Ein Problem, was ich habe ist, dass beim Hochheben der oberen (Zander) Zarge immer einige Rähmchen kleben, die man lösen muss und dabei werden die Bienen immer geschubst und fallen von der Wabe. Die bleiben immer am Ende kleben, wo die Abstandshalter sind.
    Ich benutze Zander nicht Hoff. nicht Modifiziert, mit Plastik-Abstandsklemmen. Ich habe immer regelmäßig gereinigt von Wachs. :Biene:


    Nun möchte ich gerne wissen, ob mir jemand sagen kann, ob das vielleicht an meinen Abstandsklemmen liegt und ob das Problem mit Hoffmann-Seitenteilen vielleicht behoben werden kann.
    Hat da jemand Erfahrungen? :confused:

  • immer am Ende kleben, wo die Abstandshalter sind.
    ....ob das vielleicht an meinen Abstandsklemmen liegt


    Jou, das hört sich verdächtig danach an, gelle? :wink:


    Ich habe da nun leider keine Erfahrungen persönlich, weil bei mir nix klebt und ich in einem Brutraum imkere und keine Abstandsklemmen, sondern Polsternägel verwende.


    Jedoch kenn ich die Dinger von meinem Imkerpatenkind. Die geh`n nun mal obendrüber und daher verringern sie den Abstand und bieten logischerweise einen Verklebe-Ansatzpunkt. bzw. Wenn eng, dann Bau...


    Ich rate zum Gegentest, Du machst mal eine Zarge mit anderer Lösung für die Abstände fertig und vergleichst. Oder glaubst es.


    Ich ganz persönlich (wieder mal) rate von Hoffmann Rähmchen ab bzw. will die nie wieder haben: Klebe-Anpapp-System in horizontaler Version - aber stimmt vielleicht: dann klebt es oben nicht mehr. :lol:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Danke für die Antwort!


    Ich würde natürlich gerne bei den "normalen" Rähmchen bleiben.
    Nägel haben natürlich das problem, dass das eher so in RIchtung "permanent" geht. Aber ich glaube, dass du recht hast, was das Problem mit dem Überbau angeht, wenn man Klemmen nimmt, wie ich.
    Wären die "Erlanger Abstandhalter" vielleicht eine Alternative?

  • Danke für die Antwort!


    Ich würde natürlich gerne bei den "normalen" Rähmchen bleiben.
    Nägel haben natürlich das problem, dass das eher so in RIchtung "permanent" geht. Aber ich glaube, dass du recht hast, was das Problem mit dem Überbau angeht, wenn man Klemmen nimmt, wie ich.
    Wären die "Erlanger Abstandhalter" vielleicht eine Alternative?


    Schau mal hier>>> http://www.holtermann-shop.de/index.php/cPath/107_39<<< Art. Nr. 3203


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Genscher,


    Ich habe bei Kollegen sowohl Hoffmannseitenteile, als auch Erlanger Abstandhalter gesehen. Bzw. in meinen Anfangsjahren auch einige dieser Rähmchen in meinen Beuten gehabt. Ich halte es wie beetic - Polsternägel als Abstandhalter. (Allerdings 2 Bruträume Zander mit modifiziertem Rähmchen und geraden Seitenteilen)


    Gruß
    Ludger

  • Nun möchte ich gerne wissen, ob mir jemand sagen kann, ob das vielleicht an meinen Abstandsklemmen liegt und ob das Problem mit Hoffmann-Seitenteilen vielleicht behoben werden kann.


    Es kann an den Abstandsklemmen liegen, das Problem an sich wird durch Hoffmannrähmchen aber vermutlich nicht gelöst werden. Stattdessen würden Hoffmannrähmchen neue Probleme erzeugen.


    Der Abstand zwischen den Zargen muß stimmen, das ist die erste Voraussetzung für weniger Verbauen. Zweitens spielt die Genetik/Abstammung der Bienen eine Rolle. Es gibt Herkünfte, die mehr verbauen als andere. Selektion ist hier möglich und auch nötig.


    So verzweifelt, kann ich gar nicht mehr sein, daß ich irgendwelche Abstandhalter an Rähmchen nageln würde. :wink: Ich stehe auf nackte Rähmchen (ohne Hoffmannseiten). Wenn Du nicht wanderst, würde ich auf alle Abstandhalter verzichten und mit den Fingern maßnehmen. Funktioniert gut. Da ich wandere, bin ich nach vielen Versuchen mit allen möglichen Abstandhaltern bei Abstandsrechen gelandet. Die Rechen werden in die Zarge genagelt und halten immer den gleichen Abstand, ein Garant für gleichmäßige Waben. Für mich gibt es nichts Besseres! (Geschmackssache.)


    Für das Verbauen der Zargen gibt es verschiedene Lösungen. Das kann an der Art der Drahtung liegen (senkrecht vs. waagrecht), an den Zargen und dem Bienenabstand, an der zu unregelmäßigen Kontrolle des Brutnestes in Verbindung mit dem Rückenkratzen (Säubern der Oberträger). Und so weiter und so fort.


    Es soll helfen, die Oberträger an den betroffenen Stellen einzufetten (mit Vaseline oder so), das habe ich aber noch nicht probiert. Erstens weil ich kein Fett in der Beute haben will, und zweitens ist das Problem zu klein, als daß ich eine Verschlimmbesserung herbeiführen wollte. Einfach Stockmeißel in die Zarge, kurz anknacken, bei Widerstand durch verbaute Rähmchen mit dem Stockmeißel die betroffenen Rähmchen runterziehen, fertig.


    Viele Grüße


    Bernhard

  • Hallo !


    Es kann an den Abstandsklemmen liegen, das Problem an sich wird durch Hoffmannrähmchen aber vermutlich nicht gelöst werden. Stattdessen würden Hoffmannrähmchen neue Probleme erzeugen.


    Ja, an der Rähmchen Abstandregelung liegt es meineserachtens nicht,



    Der Abstand zwischen den Zargen muß stimmen, das ist die erste Voraussetzung für weniger Verbauen.


    Eben, der Beespace macht hier viel aus,
    kann man an den Herold Beuten oft sehr gut sehen ....
    .... da machen sich die 3mm Unterschied im Verbau zwischen den Zargen unschön bemerkbar.



    Bernhard


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Ich hatte anfänglich auch die Zander-Klammern drin, imkere heute komplett ohne (...mit Hoffmannseiten). Meine Damen bauen auch die Magazine zusammen, obwohl der Beespace auf den Millimeter genau stimmt.


    Wie hier schon geschrieben wurde, liegt es auch meiner Meinung nach an der Zuchtlinie - manche Völker haben eben einen stärkeren Bautrieb.


    Gruß hh