Winterbehandlung?

  • Tach allerseits,zunächst einmal muss ich wohl den Titel korrigieren: das muss wohl "Weihnachtsbehandlung" heissen, denn vom Winter ist (zumindest bei uns im Rheintal) nichts zu sehen.An Frost sind wir noch nicht einmal näherungsweise herangekommen und die Zeit drängt: in zwei Tagen ist Sonnenwende :eek:Das mit der Brutfreiheit wird wohl nichts mehr werden, und die Winterbehandlung vermutlich wirkungslos sein. :eek:Jetzt spiele ich mit dem Gedanken, vor der OS-Behandlung die verdeckelten Waben (in der Hoffnung, es ist nur eine) zu entnehmen.Da habe ich aber die Bedenken, dass die herunterfallenden Bienen bei der Kälte nicht mehr zur Traube (die ja durch solch eine Aktion zerrissen wird) zurückkommen.Wer hat Tipps/Anregungen/Vorschläge?

  • Jetzt mal nicht den Overkill anstreben. Wenn ein paar Milben mehr überleben, bedeutet das ja nicht das Ende des Volkes. Es bedeutet nur, daß Du zum Sommer 2015 Probleme bekommst. Mehr nicht. Wenn Du das aber weißt, kannst Du dich entsprechend vorbereiten. Jetzt also nicht in Panik verfallen, nur weil eine Milbe überlebt. Im Volk rumrühren kannst Du besser im Sommer.


    Viele Grüße


    Bernhard

  • Ich habe auch bei nicht kompletter brutfreiheit letzte Woche behandelt. Auch wenn nicht alle Milben erwischt werden, so reduziert man doch die Anzahl. Und im Sommer fleißig drohnenbrut schneiden wird helfen. Also keine Panik.

  • Leg doch einfach mal die Windel für ein paar Tage ein, dann siehst Du sehr schnell, wie es ausschaut. Bei meinen Überlebenden fallen momentan gerade mal 0-2 Milben pro Woche. Und das obwohl ich die Völker lediglich ein einziges mal bedampft hab im Verlauf des Jahres. Werde da wohl nix weiter tun. Wenn 10 pro Tag fallen, kann man drüber nachdenken, im Volk rumzuwurschteln. Eine Ladung Dampf ist da deutlich unproblematischer.


    Gruß Sven

  • Habe vorgestern behandelt. Bis jetzt kann ich noch keine Verluste verzeichnen. Drei Völker waren aggresiv, es besteht also Verdacht auf Weisellosigkeit. Wollte das aber nicht kontrollieren, um die Völker nicht weiter zu stören. Was wäre denn jetzt eine vernünftige Vorgehensweise? Jetzt vereinigen ohne genaue Nachprüfung? Oder erst im März überprüfen und erst dann vereinigen? Ohne Überprüfung zu vereinigen könnte problematisch sein, denn ich weiss ja nicht wie lange die Weisellosigkeit besteht und ob evtl schon ein Drohnenmütterchen ihr Werk verrichtet... Also doch bis Frühjahr warten und dann bei gutem Flugwetter prüfen und auflösen?

  • Die waren schon am Flugloch aggressiv.


    Ein anderes Volk hingegen, bei dem die Traube in den Gitterboden hing und ich beim Herauskratzen des Totenfalls versehentlich auch einige Bienen von der Traube mitgenommen hatte, war im Vergleich deutlich ruhiger.

  • Nichts ist unmöglich aber auch das die Dich angeflogen haben kann daran liegen, das du einfach eine natürliche Wärmequelle darstellst.
    Was ich dagegen nicht verstehe, warum man tote Bienen immer entfernt. Für die Bienen ist zu dieser Zeit jeder Eingriff ein Störer und das sollte man auch vermeiden. Lediglich werfe ich alle 1-2 Wochen mal ein Blick aufs und über das Flugbrett. Tote Bienen liegen dabei kaum auf dem Gitterboden.

  • ...warum man tote Bienen immer entfernt. Für die Bienen ist zu dieser Zeit jeder Eingriff ein Störer und das sollte man auch vermeiden. ...


    Sehe ich auch so :daumen:
    Ich schaue nur von vorn, ob das Flugloch frei ist - mehr nicht. Kenne aber auch einige, die ihre Finger nicht von den Kästen lassen können und immer wieder mal nachsehen, "wie's den Bienen geht".


    zum Thema:
    Ich behaupte, die Brutentnahme wird in 5...10 Jahren der Standard sein. Klimawandel lässt grüßen. Aber immer noch besser wie der Blödsinn, die verdeckelte Brut mit dem Stockmeisel oder der Entdeckelungsgabel zu öffnen, damit die Bienen ausräumen. Klasse wenn bei 5°C die Bienen anfangen sollen abgestorbene Brut auszuräumen - da möchte ich nicht wissen wieviel Arbeiterinnen das kostet...


    Und tun sie's nicht, ist der Nährboden für Krankheitserreger schon vorbereitet. Die Milben freuen sich sicher auch, wenn man ihnen den Zellendeckel öffnet :evil:


    Selbst Hohenheim schreibt sowas auf ihrer Internetseite als Empfehlung. Wenn ich sowas lese, da geht mein Zeiger ruck-zuck auf 180 :evil:

  • Sehe ich auch so :daumen:
    Ich schaue nur von vorn, ob das Flugloch frei ist - mehr nicht. Kenne aber auch einige, die ihre Finger nicht von den Kästen lassen können und immer wieder mal nachsehen, "wie's den Bienen geht".


    Nah! Ich war seit Anfang Oktober nicht mehr am Stand! Von "nachsehen" kann also keine Rede sein.


    Und freigemacht habe ich nicht für die Bienen. Schau mal auf die Überschrift!


    Zitat

    Ich behaupte, die Brutentnahme wird in 5...10 Jahren der Standard sein.


    Das glaube ich eher nicht. Dazu ist der Arbeitsaufwand noch zu hoch. Damit das Standard werden kann, muss noch am Aufwand optimiert werden.