Verwendung flüssiger Oxalsäure

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    Frage mich wann und wie bei diesem Wetter die OX flüssig angewendet werden soll?

    Kommt doch auf die Örtlichkeit und das dort vorherrschende Wetter an.

    Hier habe ich gestern morgen bei -0,6 Grad die OX geträufelt, alle Völker saßen schön kompakt in der Traube. Das ganze 22 Tage nach Nachtfrost - sollte passen.

  • Hallo AC,

    Frage mich wann und wie bei diesem Wetter die OX flüssig angewendet werden soll?


    Danke für Deine Frage:


    Gegenfrage, wo sind Deine bedenken ?


    Bei der sicheren und erfolgereichen Träufelbehandlung werden empfohlen:


    Einsatztemperatur für Oxalsäure >3°C ....

    so schreibt es das Serumwerk Bernburg in Ihre:

    Gebrauchsinformation Oxalsäuredihydrat-Lösung 3,5% (m/V) ad us. vet. [LINK]


    das LWG Bayern empfiehlt: 3-10°C


    varroawetter.de zeigt bei derzeitigen Temperaturen (hier bei uns 0°C - 9°C in den kommenden 7 Tagen) für die Träufelbehandlung ein "+" an


    Wenn nicht jetzt Träufeln ? Wann dann ?


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo,


    AC ,

    habe gerade gesucht, aber auf die Schnelle kein Bild für Dich gefunden.


    Muß ich halt Worte machen:

    Den Oxalsäurebehälter einfach im warmen Wasserbad in einem größeren Eimer mit Deckel transportieren, mache ich bei bis zu drei Ständen hintereinander so.


    Ein Kollege von mir macht das in den kleinen Kühlbehältern wo 6 Coladosen reinpassen, da legt er auf dem Boden die wiederverwertbaren Wärmepads.

    Hier meine ich die, welche man knicken kann und dann warm machen, gibt es hier immer mal wieder im Winter als Werbegeschenk.

    Und dann die vorgwärmten OX Behälter draufstellen.


    Also Möglichkeiten gibt es viele Denk Dir eine aus ....

    Hinweis:

    Wir behandelt - wie man ja weiß, wenn man hier im IF liest - nach Schadschwelle und das bedeutet eigentlich werden NIE alle Stände / Völker behandelt.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Noch eine Frage: Wie halte ich meine OS zum Träufeln auf Temperatur wenn ich meine Aussenstände besuche?

    Für eure Hilfe Danke!

    Wärmflasche in ner Kühlbox.

    Abdecken gegen eventuelle Säurespritzer.

    Ich habe da eine billig -werbungs- Kühltasche, die ich nur dafür verwende. Ich lege auch die Spritze mit rein: kaltes Plastik ist so störrisch.

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Warum verwendet ihr eigentlich keine ganz stinknormalen Thermoskannen?!? Ich nehme dafür sogar auch die, die ich sonst im Jahr für mich selbst verwende. Spülmittel & Co sind giftiger als Oxalsäurelösung, aber eh egal, weil beides lässt sich doch danach vollständig ausspülen. Wer das trotzdem nicht mag, wird sich ja wohl auch ein paar Thermoskannen extra für diesen Zweck leisten können, müssen ja keine Luxusteile sein.


    Oxalsäurelösung anmischen, auf +-40°C aufwärmen, parallel Thermoskannen vorwärmen (z.B. durch temporäres Einfüllen von heißes Wasser) damit die kalte Thermoskanne die Lösung nicht gleich beim Einfüllen unnötig runterkühlt und dann die warme Lösung einfüllen und ab damit zu den Bienen. Hält den ganzen Tag.


    Die erste Ladung kommt gleich in die klassische Perizinflasche, die enthält 500ml, sobald sie leer ist, aus den Thermoskannen nach Bedarf weiter nachfüllen und weiter geht's.


    Bei größerer Kälte (ich z.B. ziehe Temperaturen von 0°C bis -3°C beim Träufeln vor) kann man die Perzinflasche ihrerseits in so ein Isolierdings für Flaschen reinstecken, aber die 500ml sind ja meistens eh ruck-zuck geleert.


    Habe so meinen ganzen Bestand erst vorgestern wieder an einem Tag geschafft - ohne Zwischenstopp zu Hause und die letzte Ladung war immer noch nicht kalt und ohne schlechtes Gewissen träufelbar. Man könnte sogar die Thermoskannen im Auto gut einpacken, dann geht fast gar keine Wärme verloren in diesen paar Stunden.

  • Hier bei uns in Norddeutschland brüten die Völker schon oder noch seit einigen Wochen wieder, nur wenige kleine, schwache Völker sind (noch) brutfrei. Bei verdeckelten Brutflächen in den Völker ist der Schaden durch das OS träufeln größer als der Nutzen.


    LG Frank

  • Wenn du die Milben im Vorfeld in den Griff bekommen hast, Stimmts!

    Gibt ja immerhin Dampf, (der Bienendarm bleibt wie er ist) sollte Behandlung nötig sein;)

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Frank Osterloh

    bei uns gerade umgekehrt. Hier ist zur Sonnwende haben wir regelmäßig die größte Chance, dass die Völker brutfrei werden. Früher behandeln im Novemer oder Anfang Dezember geht manchmal, wenn es früh massiv kalt geworden ist. War heuer aber nicht der Fall, die paar leichten Frostphasen bisher reichen meiner Erfahrug nach nicht, dass die Königin das Legen einstellt. Aber Ende Dezember ging das Träufeln bei uns in Oberbayern bisher praktisch immer und im Nachhinein war es bisher auch immer mit der beste Zeitpunkt.


    Sonnwend, d.h. 21.12. und die 2 Wochen drumherum sind ja auch der Termin, zu dem die Bienen das Brutgeschäft in der Regel spätestens wenigstens für einige Tage/Woche einstellen, wenn nicht extreme Wärme dagegenhält. Die Tageslichtlänge ist schließlich der Hauptfaktor, die Temperatur nur ein zusätzlicher Beeinflusssungsfaktor, der das Brutgeschäft zusätzlich bremst (oder auch mal anfeuert).

    Klar, wenn man wartet wie ich und dann kommt ab Weihnachten die richtig große Wärme, dann hat man ein Problem. In so einer Ausnahmesituation würde ich aber durchaus auch noch in der ersten Januarhälfte behandeln.


    Aber bis vor ca. 1-2 Wochen waren eine ganze Reihe von Völkern laut Gemüllbild bei mir definitiv noch nicht brutfrei. Letzte Woche dagegen waren praktisch alle Gemüllbilder so wie es bei vollkommen brutfreien, ruhig in der Wintertraube sitzenden Völkern typisch ist. Bin daher guter Dinge, auch heuer wieder den optimalen Behandlungszeitpunkt erwischt zu haben.

    Im kontinentaleren Klima bei uns ist das wahrscheinlich deutlich leichter als bei euch im ozeanischen Teil.

  • Bei uns kommen die OxS. Flaschen in den Deckelwachsschmelzer zum wärmen. Dann den Zucker rein und mit einem kleinen Farbrührer mit dem Akkuschrauber untergerührt. Funktioniert sauber und schnell. Dann packe ich die Flaschen in eine Styroporbox und fülle diese dann mit warmem Wasser zur Hälfte auf. Da kann man dann wenn es sein muss viele Stunden lang immer wieder die Perizinflasche oder Spritze davon füllen und es ist genug Wärmeenergie in der Box, dass auch zig mal auf und zu, keine Rolle spielt. Positiver Nebeneffekt, es ist automatisch gleich warmes Wasser da zum klebrige Handschuhe und Flasche abwaschen. Ich behandle übrigens am liebsten Nachts. Da schiebe ich von unten eine LED Stabfunzel rein und von oben mit Stirnlampe. Da kann man alle Wabengassen tip top sichten und die Bienenkugel wunderbar sehen. Auch ob unten außergewöhnlicher Totenfall oder Maus oder sonst was drin ist, ganz nebenbei.

  • Ich behandle übrigens am liebsten Nachts.

    Top, das kann ich voll bestätigen! Das ist mir auch schon aufgefallen, die letzten Völker am Abend in der Dunkelheit gehen immer am besten. Weil man sieht von oben mit der LED-Lampe viel besser, wo und wie die Bienen in den Gassen sitzen und wenn es mal wärmer ist, fliegen sie trotzdem nicht auf, eben weil es dunkel ist, sie die Öffnung gar nicht so drastisch wahrnehmen wie am Tag und auch weil das LED-Licht wohl nicht so stark reizt wie das ganz alte Glühlampenlicht.


    Ich nehme mir jedes Mal vor, nächstes Mal eher nachts zu behandeln, aber der innere Schweinehund sagt dann 1 Jahr später beim Blick durch's Fenster ins Dunkle zuverlässig, och neee....und dann mache ich es doch wieder tagsüber.