Robinienwald pflanzen

  • @Rubiwahn und alle Anderen:
    Bin gerade so am planen und hab mich mal nach Lieferanten für die Bäumchen umgeschaut.
    Nun hätte ich da noch 2 Fragen:
    Werde geldtechnisch erst mal klein anfangen und möchte mal eine Versuchsfläche von ca. 25mx25m bepflanzen, da Zaunpfähle stets willkommen sind und ich gerne gerade Stangen hätte dachte ich ich Pflanze die Bäumchen erstmal relativ dicht und dünne dann nach und nach aus. Wie dicht sollte man die Bäumchen pflanzen? Dachte so an 2m Abstand zum Anfang?
    Und welche Größe empfiehlt sich zu pflanzen? Habe mal bei denen von der forstpflanze geschaut und bin mir nicht sicher ob ich lieber kleine Einjährige oder schon etwas größere 2Jährige nehmen soll. Logo größere sind schon größer und blühen daher besser- hab aber irgendwo mal gelesen das kleinere besser anwachsen sollen!? Für die Größeren würde auch sprechen das ich sie besser gegen die Rehe schützen kann!?
    Tip wäre super!
    Schönen 3.

  • Ich habe die 1+1 zweijährig verpflanzt, 80-120cm schon mehrmals gepflanzt. Dazu Akazienstäbe vom Grube als Halt. Und wenn es ein Wald werden soll, kauf dir noch eine Wiederhopfhaue dazu. Damit pflanzt du 60 Bäume in der Stunde (wenn der Boden stimmt).

  • Hallo zusammen,


    ich habe gerade 2 dicke Robinien gefällt, um für einen Bienenbaum (Euodia) etwas mehr Licht zu schaffen. Das hat ein paar schöne Zaunspfähle ergeben und die Äste sind in meine Benjeshecke gewandert.


    Gruß Jörg, Robinienföster

  • 25mx25m bepflanzen, da Zaunpfähle stets willkommen sind und ich gerne gerade Stangen hätte dachte ich ich Pflanze die Bäumchen erstmal relativ dicht und dünne dann nach und nach aus. .


    Hallo Robert,


    dicht pflanzen heißt 1 x 1 m. Bei 2 x 2 m brauchst du die nächsten 10 Jahren ausser ausmähen nichts machen.


    Gruß
    Werner

  • N'Abend


    Je dichter, desto besser hast du eine natürliche Astreinigung und ein gegenseitiges Hochschieben der Pflanzen. Früher wurde tlw. mit Reihenabständen von 1,5m und Abständen in der Reihe von 30cm gepflanzt, das war dicht ;-). Wird so heute aber auch nicht mehr gemacht, weil da der Aufwand zum Rausschneiden der dünnen Stangen in den Folgejahren zu groß war. Also bist du mit den von Werner empfohlenen 1x1m schon auf nem guten Pfad. Bei 2x2 gehen die Pflanzen am Anfang zu sehr in die Breite und werden buschiger, außerdem ergibt sich nicht so schnell eine geschlossene Blattdecke (was in dieser Zeit zu genug Lichteinfall für Graswachstum und somit zu mehr Arbeit für dich führt)


    Bei der Frage ob 1- oder 2-jährig scheiden sich die Geister. Es ist wirklich so, das jüngere Pflanzen besser anwachsen, dafür ältere Pflanzen tlw. schon aus dem Äser gewachsen sind. Es ist eine Abwägungssache: Wenn du z.B. jetzt noch pflanzt (solange es noch frostfrei ist), haben die Wurzeln über den doch rel. feuchten Winter die Möglichkeit anzuwachsen und damit sinkt die Ausfallwahrscheinlichkeit im Frühjahr bzw. bei einem evtl. trockenen Sommer. Würde für die älteren Pfl. sprechen.
    Andererseits sind die jüngeren Pflanzen billiger und du kannst bei selben Kosten mehr kaufen (oder auch Ausfälle ausgleichen). Und die jüngeren Pfl. haben tendenziell die kleineren Wurzeln, was das Pflanzen einfacher macht. Je nachdem, wie die Verbisssituation in deiner Gegend ist, wären evtl. die kleinen Pfl. ausreichend. Tja, hat beides Vor- und Nachteile, wahrscheinlich kann man auch ne Münze werfen ;-).


    Für Pfähle musst du wahrscheinlich etwas länger als für Blüten warten, letztere habe ich schon nach 4-5J. an Robinien gesehen, Pfahldicke (ca. 12cm) erst so nach 8-10J.


    Aber wenn du deinen Kiefernwald wirklich für die Bienchen optimieren willst und nebenbei für dich eine interessante Baumartenmischung anstrebst, würde ich wirklich auch noch andere Baumarten in Betracht ziehen, z.B. Bergahorn, Baumhasel, Strauchhasel, Esskastanie, Elsbeere, Wildkirsche, Wildapfel, Linden, Weiden und für die Waldränder noch Kornelkirsche, Schlehe, Weißdorn und ein paar andere Sträucher.


    Grüße, Robert

  • Hallo Robert,


    da Du gerne gerade Bäume haben möchtest, solltest Du neben Alter und Pflanzabstand auch einen Blick auf die Genetik der Pflanzen werfen. Schau mal hier: http://www.waldwissen.net/wald…robinie_wachstum/index_DE



    Grüße von Herrn Rübengrün :p_flower01:

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.

  • Also hier mal meine Meinung:


    Ich sehe die Robinie ganz klar als Neophyt und würde nie auf den Gedanken kommen, sie auszupflanzen.
    Auch ist sie forstwirtschaftlich eigentlich uninteressant. Noch nicht einmal das Heizen mit ihr macht Spaß, weil ihr dichtes Holz eher wie Brikett brennt als wie Holz.
    Pflanze doch lieber verschiedene Lindenarten.


    Andreas

  • Ähem, vielleicht solltet ihr eurem Feuer mal ordentlich Luft geben ;-)


    Ich verbrenne seid ca. 15J. ne Mischung aus Robinie, Birke, Roteiche und ein bisschen Kiefer, mal "sortenrein", mal gemischt und hatte noch nie Probleme, das Holz zu Asche zu verwandeln und mich am warmen Kachelofen zu erfreuen.


    Grüße, Robert

  • .......das habe ich auch schon gemerkt, obwohl schon 10 Jahre im Schuppen, sie brennt nicht vernünftig.


    Hallo Marcus,


    dann machst du ganz bestimmt was falsch. Oder es ist keine Robinie ;-)


    Robinie ist vergleichbar mit Eiche, was Brennwert und -qualität angeht! Besser geht also fast nicht.
    Je dichter und schwerer das Holz, desto besser für den Ofen.


    Aber mit folgender Einschränkung: Mit so schweren, dichten Hölzern wie Eiche oder Robinie sollte man den Ofen NICHT anschüren - denn DANN (und nur dann) brennen sie tatsächlich etwas schlecht und es braucht länger mehr Luft, bis es richtig brennt. Schwere Hölzer geben viel Energie, brauchen aber auch anfangs etwas mehr bis sie richtig brennen, daher vielleicht dein Eindruck, sie würde schlecht brennen.


    Also: Anheizen mit leichten Hölzern und erst, wenn der Ofen richtig warm ist mit den guten Hölzern nachlegen, dann nutzt du das vorhandene Holz und seine verschiedenen Eigenschaften optimal aus!
    Probier es aus!


    Gruß
    hornet

  • Trotzdem,
    mir ging es hier nicht um den Brennwert, sondern um die "Verbrennungseigenschaften.
    Ich bekomme mit Robinienholz nie eine so schöne Flamme im Ofen hin, wie mit z.B. Buchenholz.


    da kann ich nicht mitreden - mein Ofen hat kein Fenster und mir kommt es auch nur auf die Wärme und Effizienz an und das ist für mich auch die mit Abstand wichtigste "Verbrennungseigenschaft".
    Wenn heutzutage aber sogar schon beim schnöden Heizen dass Aussehen wichtiger als die eigentliche Funktion geworden ist, solltest du mal Birke probieren, die soll eine besonders schöne blaue Flamme bilden.
    Verwunderte Grüße :confused:
    hornet

    Ja, spinn' i oder bien i?

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