Richtiger Refraktometer für Anfängerimker

  • Hallo liebe Imker Freunde,


    ich habe einiges an Honig noch übrig und würde gerne wissen welche Wasserdichte es hat und der Zuckeranteil. Ich weiß nicht welcher Refraktometer für den Kauf der richtige wäre. Die Frage ist, was muss es können und was darf er kosten?
    Es gibt viele Möglichkeiten im Internet von 30€ bis 300€. Natürlich wäre eine günstige aber nicht billige Variante vom Vorteil.


    Bitte um Empfehlung.


    Danke und liebe Grüße

  • für etwas über 50 Euro bekommst du Refraktometer die um die 18% Wassergehalt gut auflösen. Schau dir die Skala an. Die billigen um die 30 Euro sind da zu grob. Du solltest 0,1% auflösen können und idealer Weise sollte es ein ATC Refraktomter sein, das benötigt keine Temperaturkompensation. Einfach Honig und Refraktometer einen Tag im gleichen Zimmer Lagern und dann messen.
    Gruß
    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.

  • Hallo !


    Wir haben ein günstiges ATC für rund 50,-€ ....
    ... damit waren wir nicht zufrieden, deshalb gabe es vor ein paar Jahren ein feines Digitales.



    Was vorallem insb. in Lagerbehältern wichtig ist:


    die richtige Probenentnahme
    zu finden in


    DIN 10742 - Untersuchung von Honig; Leitfaden zur Probennahme


    habe mir von unserer Honigobfrau erzählen lassen,
    das man das jetzt bei der Prämierung im DIB Glas schon genau macht mit der Probenziehung.


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Ehrlich gesagt, weiss ich nicht wofür ein Hobbyimkeranfänger ein Refraktometer braucht, mit dem man den Wassergehalt auf 1/10 genau ablesen kann.
    Auch die DIN-Norm mit der man in Lagerbehältern misst war mir bisher nicht bekannt.
    Ich persönlich benutze das Refraktometer nur um sicher zu gehen, dass der Honig vor dem Schleudern unter 18% Wasser hat. Davon gehe ich aus, wenn das Refraktometer ca. 17,5 anzeigt. Hat er unter 17% werde ich ihn in den nächsten Jahren zur Honigbewertung einreichen.
    Eine Skalierung in ich auf 5/10 genau ablesen kann reicht mir zu diesem Zweck. Ich ärgere mich dann auch nicht sooo sehr, wenn es mal runterfällt, was bei meiner Tollpatschigkeit auf Dauer kaum vermeidbar ist :) Mir persönlich reicht also ein 30 € Messwerkzeug.


    Gruß
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Grundsätzlich ist das korrekt. Wenn man die "Stoß-" oder "Spritzprobe" verstanden hat, bräuchte man es nicht. Auch die Bienenflucht zur Honigernte nicht.
    Ich habe eins aus dem Sortiment großen Händler mit H geschenkt bekommen, war vom Sohn gut gemeint. Aber es gibt günstigere mit exakteren Skalierungen und meiner Meinung nach besserer Ausstattung. Und ich sach noch jedes Jahr: "keine Messgeräte oder Werkzeuge, die suche ich selbst aus..."
    :roll: Jedes Jahr dasselbe Trauerspiel, sie hören einfach nicht zu. Aber diesmal gehts zurück und ich werde mir stattdessen selbst eins aussuchen.


    Das Gerät mit Namen "Catania" macht zwar einen robusten und guten Eindruck, aber als Werkzeugmacher stehe ich nunmal auf Zehntel und Hundertsel. Nichtmal eine Gebrauchsanweisung die diesen Namen auch verdient, ist dabei. Nur ein farbiges, schlecht kopiertes Papier mit minimaler Beschreibung. Wäre prinzipiell auch nicht nötig, aber durch solche Kleinigkeiten wird der Werteindruck doch ganz schnell in den Keller gedrückt. Die Kunststoffbox ist OK, macht aber nicht den Gebrauchswert eines optischen Messgeräts aus. Von daher ist das andere, empfohlene Model von der Firma Arcada namens "Arcada" wohl die bessere Wahl. In der Bucht stehen noch andere zur Auswahl, die ebenfalls bessere Eindrücke hinterlassen und günstiger sind, da ist sogar noch das eine oder andere Buch als Beigabe drin...


    Gruß Andreas - der von der blöden, gutgemeinten Sinnlosschenkerei zu Geburtstagen und Weihnachten unendlich genervt ist...

  • Hallo !


    Auch die DIN-Norm mit der man in Lagerbehältern misst war mir bisher nicht bekannt.


    Ach wenn man Honig wie Du zur Prämierung einreichen möchte,
    ist das doch ganz gut von Nutzen, wenn man weiß wie die Verhältnisse in einem Honig-Lagerbehälter sind.
    ... und dümmer wird man davon auch nicht.


    Ich persönlich benutze das Refraktometer nur um sicher zu gehen, dass der Honig vor dem Schleudern unter 18% Wasser hat. Davon gehe ich aus, wenn das Refraktometer ca. 17,5 anzeigt. Hat er unter 17% werde ich ihn in den nächsten Jahren zur Honigbewertung einreichen.


    Verstehe ich das richtig ?
    Du möchtest heute aus diesem Jahr im nächsten Jahr zur Prüfung einrichen ?
    Das ist zumindest in Hessen und NRW nicht statthaft.
    Da darf man nur Honige aus dem Präierungsjahr einriechen,
    ist ja auch sinnvoll im Hinblick auf Enzyme und HMF ...


    Gruß
    Holger


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.


  • Ach wenn man Honig wie Du zur Prämierung einreichen möchte,
    ist das doch ganz gut von Nutzen, wenn man weiß wie die Verhältnisse in einem Honig-Lagerbehälter sind.
    ... und dümmer wird man davon auch nicht.


    Ich wollte nur meiner Meinung Ausdruck geben, dass nicht jeder Imkeranfänger die Kenntnisse über DIN 10742 und/oder ein digitales Refraktometer unbedingt braucht. Unnötiges macht einen nicht dümmer. Den Nutzen stelle ich aber in Frage, weil man ja Ressourcen für alles aufwendet was man lernt und kauft.



    Verstehe ich das richtig ?
    Du möchtest heute aus diesem Jahr im nächsten Jahr zur Prüfung einrichen ?


    Nein, tust Du nicht.
    Eigentlich ist das noch nicht einmal ein deutscher Satz, glaub ich :confused:
    Gemeint habe ich jedenfalls, dass ich den Honig des jeweiligen Jahres zur jeweiligen Honigbewertung einreichen werde, wenn mein Low Budget Refraktometer mir im jeweiligen Jahr angezeigt hat, dass unter 17 % Wasser drin sind.
    Dieses Jahr bin ich gut damit gefahren. Angezeigt wurden währen der diesjährigen Ernte ca 15,5%. Die Offizielle Messung (bei der diesjährigen Honigbewertung) ergab 15,2 %. Endergebnis: 6. Platz beim flüssigen Honig in Westfalen-Lippe.
    Es geht also auch ohne DIN xyz und ohne teures Refraktometer. Mehr wollte ich gar nicht gesagt haben.


    Gruß
    Holger
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    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Hallo Leute,


    braucht man wirklich ein Refraktometer?


    Ich dachte eigentlich, dass die Bienen mir mit der Verdeckelung zeigen, dass der Honig fertig ist. Also abwarten bis alles verdeckelt ist und messen sollte nicht nötig sein - so hatte ich es mal in der Schule von nem Opa gelernt, als es am Wandertag zu nem Imker ging...


    Stimmt die Aussage?


    Gruß GM