Umgeweiselte Völker Stärker als Ableger?

  • Hallo zusammen,



    eine bescheidene Frage, all meine umgeweiselten Völker sind auf den ersten Blick viel Stärker als meine diesjährigen Ableger.
    die umgeweiselten sehen alle so aus:



    Bei den Ablegern sieht man keine Bienen für den Oberträgern. Erst wenn man in die Wabengassen leuchtet erkennt man die Traube, diese ist von der Ausdehnung her wie auf dem Bild oben, also 6-7 Wabengassen und ähnlich lang, nur eben Tiefer unten.



    Daher meine Frage, ist das normal das umgeweiselte Völker Stärker in den Winter gehen als Ableger, oder kann es einfach sein, dass der Wintersitz anders ist und manchen am Anfang des Winters einfach noch nicht die Oberträger belagern, oder gäbe es sogar Grund zur Sorge?



    vielen Dank schon mal für eure Antworten.


    Grüsse,


    Maxikaner

  • Hallo Max,


    bei der Abschätzung der Völksstärke im Wintersitz kann man sich leicht verschätzen. Da hast Dir ja offenbar auch schon Deine Gedanken dazu gemacht. Wenn ich solche weit oben sitzenden Völker sehe, dann hebe ich zuerst die Kiste an, um den Winterfutterstatus zu prüfen. Vielleicht haben sie im Herbst stärker gebrütet.


    Gruß Jörg, gerade vom Rundgang zurück

  • Hallo Max,
    sehe ich genauso, die sind nicht unbedingt wirklich stärker, die sitzen anders und sehen nur auf den oberflächlichen Blick (im wahrsten Sinne des Wortes) auf die OTs so aus.
    Bei denen ist die Futterkappe schon weniger/weg. Sie ziehen ab jetzt bereits seitlich ihr Futter. Auch muss da nicht unbedingt weniger sein.
    Gab es sonst noch Unterschiede in der Betriebsweise? sicher oder?
    Ohnehin sitzt nicht jedes Volk gleich.
    Nur mit Liebefelder Schätzmethode könntest Du dazu jetzt was sagen aber das willst Du sicher gar nicht :wink:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo


    ich sehe die Antwort schon in der Fragestellung. Denn eine umgeweiselte Königin versucht im "fremden" Volk sich so schnell und soviel wie möglich eigene Nachkommen zu schaffen und das sind junge langlebige Bienen. Während in den anderen Völkern im Herbst genug Bienen vorhanden sind, aber ein großer Teil Altbienen, die nach und nach das Volk verlassen,weil sie verbraucht sind.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Max,
    wie schon beschrieben, das Winterfutter könnte Interessant werden,
    Die Wintertraube sitzt nicht auf dem Futter sondern am Futter, die Zerrung geht im Allgemein von Unten nach Oben,
    deine Wintertraube sitzt aber schon Oben,
    Schlussfolgerung, Unten wird nicht mehr viel sein,
    volle Traube über mindestens 7 Waben, sehr gut, da ist nur zu hoffen das Du die 12 wer Zargen hast, und der Rest voll Futter.
    Wichte prüfen. notfalls Futterwanen von anderen Völkern als Ausgleich austauschen,
    Aber Du wirst es schon Richten.:daumen:
    Nein denke ich, einen regulären Stärkenunterschiet bei gleichaltrigen Kös. von jung zu Altvolk gibt es nicht,
    die Leistung ist Endscheidend für die Entwicklung des Volkes.


    Gruß Jürgen

  • Hallo Zusammen,



    Vielen lieben Dank schon mal für die vielen Antworten.
    Die Ableger standen das Ganze Jahr am selben Stand im Wald, halbschattig und windgeschützt. Von der Betriebsweise her wurde bei den umgeweiselten Völkern eine TBE gemacht.
    Futter passt noch denke ich, eines dieser Völker ist ein Waagvolk und das wiegt ca. 48 Kg auf 2 ganz Zargen Zander.
    Ich behalt die auf jedenfall mal im Auge, nicht das im Frühjahr doch etwas knapp werden könnten.



    Vielen Dank euch allen für die Einschätzung.



    Grüße,


    Maxikaner

  • Hallo Imkerfreunde, ich verstehe nicht wie ihr bei dem dargestellten Bild auf die Idee mit dem Futter kommt.Mein schwächstes Volk in den Segebegern sitzt als einziges in den Waben. Ich gehe davon aus das die Völker bei höheren Minusgraden sich vielleicht weiter in die Waben zurück zieht. Aber grundsätzlich sitz ein Volk immer dort wo es am wärmsten in der Beute ist. Es ist doch viel optimaler für ein Volk wenn das Futter über ihm schon angewärmt ist. So sehe ich das trotz gegenteiliger Meinung.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • ... wurde bei den umgeweiselten Völkern eine TBE gemacht...


    Aha, das also ist das Zauberwort. Das ist wie KS mit frischer Königin und schon was anderes als die Bezeichnung "umgeweiseltes Volk", wo man ja eher an ein Wirtschaftsvolk mit lediglich Austausch der Königin denkt.
    Die Starten durch, sind milbenarm, gesund und auf frischem Wabenwerk, und in Sachen Brutgeschäft auch noch ein bißchen länger in der Nachwirkung als ein früh erstellter Ableger.


    Und zu obiger Bemerkung/Fragestellung:
    Es ist vielleicht ein und dasselbe gemeint, denn kleine Pupsvölckchen oder Geschrumpfte sitzen oft als kleine Traube tiefer, die haben in Relation gesehen viel Futter um sich und auch noch über Kopf.
    Ein fettes Volk bildet nun mal einfach eine größere Traube und der Abstand zu den OTs ist ein dünnerer. Bei gewissen Außentemperaturen sind bei so vielen Bienen außerdem beim Öffnen dann auch flott viele oben zum Dichtmachen der Wabengassen.
    Bei Schwächlingen kommt da leider wenig und später was.
    Diese großen Wintertrauben sind aber auch schneller mit dem Futter über Kopf fertig, sitzen also noch höher, haben dann allerdings auch wenig Probleme, sich um die seitlichen Vörräte zu kümmern. Und mit der Futtermenge per se sehe ich da keine Probleme.
    Die Traube an sich sitzt generell eher oben in den Wabengassen.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo beetic,
    Nein so ist es nicht, zu mindest nicht im 2 Zargen Magazin
    es tut mir Leid aber deine Aussage kann ich so nicht stehen lassen,
    Meine Völker sitzen in der Regel im Winter erst einmal alle Unten, zerren sich bis zum Frühjahr nach Oben unter den Deckel,
    Und nun bitte ich schon einmal um Entschuldigung,
    Die kleinen Pupser, dann hab ich leider nur welche,
    Nimm Dir mal die Zeit und schau den Jürgen zu.

    Zitat

    Das war 2013

    Zitat

    Das war 2014
    Nun bilde Dir dein Urteil selbst !!


    Gruß Jürgen

  • Hallo zusammen,


    ich stimme mit Jürgen zu, obwohl ich kaum ein Wort auf sein Video verstanden habe :lol:


    Also die meisten Völker sitzen im Spätherbst untem hinterm Flugloch. Das ist wichtig zur Verteidigung. Selbst im flachen Dadant finde ich zur Restentmilbung kaum Völker, die an der Decke kleben. Wo die Völker genau sitzen hat weniger mit der Volksstärke zu tun, als mit dem Futtervorrat. Bei vollen Waben hängen sowohl starke als auch normal starke etwa durch, schwache sollte man zu dieser Jahreszeit ja nicht mehr haben :)

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Hallo Jürgie,

    deine Aussage kann ich so nicht stehen lassen,
    Meine Völker sitzen in der Regel im Winter erst einmal alle Unten, zerren sich bis zum Frühjahr nach Oben unter den Deckel,


    Jürgie, lies nochmal genau hin, was ich umschrieben habe, ich denke, Du missverstehst mich.
    Auch in (meinen) einzargigen Dadant sitzen die Völker unter einer Honigkappe.
    Ich schrieb zu den kleinen Völkern: "...haben in Relation gesehen viel Futter um sich und auch noch über Kopf." Schwächlinge haben relativ viel Futterverbrauch, absolut gesehen aber wenig.
    Und relativ zur Wintertraubengröße ist der Abstand eines großen Volkes zu den OTs ein geringerer.
    Wenn man im Winter öffnet, sind die dicken Völker schneller oben in den Wabengassen und auf den OTs als die Kleinen und täuschen manchmal einen hohen Sitz ohne Futterkranz vor (bei Plusgraden). Die Kleinen sitzen außerdem oft enger zusammengezogen. Um sich herum dann Areale, die sie nicht besetzen können. Oder eben auch noch Futterkränze drüber. Die sind nicht so schnell oben zu sehen beim Öffnen.


    In der Eingangsfrage ging es doch um ein aktuelles Foto eines geöffneten Volkes jetzt. Und um die Sorge des hohen Sitzes und des Zehrweges, der Futtersituation.
    Das deckt sich doch mit Deinen Aussagen und meinen und anderen Befürchtungen,
    die Bienen sitzen erst unter einer Futterkappe, wünschenswert seitlich in der Dadant (um die ging es hier), der Weg ist dann aufwärts und seitwärts.
    Eine große Wintertraube ist schneller oben als ein kleines Volk.
    Die dicke des Futerkranzes kann Max jetzt nur wirklich beurteilen, wenn er reinsieht.
    Und zweizargig ist nicht einzargig.


    Leider kann ich nur das erste Video anschauen, (der Ton bringt mir leider auch nichts, ich versteh nix)
    und auch hier frage ich mich, wo jemand Dich persönlich angegangen hat, wo Du Dich rechtfertigen müßtest,


    ich frage mich auch, wo der Vergleichsfaktor ist, denn im Video trägst Du ein T-Shirt und es ist Frühjahr, die Wabengassen sind voller Bienen, von Wintertraube und Futterkranz und Wintersitz sind diese Völker doch bereits weit entfernt.
    Wie starke Völker ausschauen, das weiß ich auch mittlerweile, Dankeschön:wink: keiner schrieb, dass Du keine hättest.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper