Strategie digitaler Auftritt

  • Hallo,


    ich organisiere grade meinen digitalen Auftritt. Ich bin da völlig unschlüssig. Geplant sind eine HP und begleitend ein FB-Auftritt. Mein 'Produkt' ist, brutal verkürzt, heile Welt im Glas.


    Frage (für mich!): auf der HP kann ich die ganze PSM/Bienensterbennummer (die ein großer Teil meiner Lebenswirklichkeit darstellt) indiziert poste, bei der die einzelnen Links oder Beiträge aktuell einfach in meiner Timeline mitlaufen und später, bei Interesse(!), über eine Kategoriefunktion gefunden werden könnten. Dominieren sollen aber natürlich die tollen Aspekte von Bienen und Honig. Bei FB passiert alles in der Gegenwart. Postet Ihr im Hinblick auf 'Kundenpräferenzen'? Man will ja als der Imker des Vertrauens nicht primär als Heulboje wahrgenommen werden. Postet Ihr Bpw. regelmäßig Wissenschaftliche Artikel zum Bienensterben? In meiner Timeline tauchen die auf, aber kurz gesagt, würdet Ihr den Auftritt eher aus Eurer Perspektive oder vom potentiellen Kunden her gestalten?


    Sensible Frage, ich weiß. Antworten deswegen gerne auch als PM.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von rase () aus folgendem Grund: Spezifiziert

  • Hallo Ralf!


    Sicher gibt es für beide Sichtweisen gute Argumente. Wenn du "heile Welt im Glas" vermarkten willst, würde ich es besser finden, nicht zu sehr zu problematisieren. Ich habe schon Webauftritte für unterschiedliche Organisationen entwickelt. Dabei finde ich es immer gut, wenn man ein bekanntes Ziel gradlinig verfolgt. Wenn am Anfang das Ziel eher unklar ist, entsteht manchmal so ein merkwürdiges "rum-ge-eiere" - nicht Fisch und nicht Fleisch. Als Besucher einer Website sucht man i.d.R. nach der Botschaft, die dort transportiert werden soll. Manche Sites wirken auf mich als Besucher, als ob ein Sonderling dort allerlei Sonderbares zusammengetragen hätte. Solche "verschrobenen" Sites sind meines Erachtens nicht verkaufsfördernd.


    In meinem Imkerverein wurde vereinzelt schon mal laut über eine Vereins-HP nachgedacht. Da würde ich den problematischen Teil der Imkerei stärker thematisieren, als auf einer Imker-HP mit Honig-Vermarktungsabsicht. Im letzteren Fall finde ich regionale Infos und Besonderheiten über Tracht und Völkerentwicklung ganz nützlich.


    Gruss vom Sammler

  • Mein 'Produkt' ist, brutal verkürzt, heile Welt im Glas.


    Frage (für mich!): auf der HP kann ich die ganze PSM/Bienensterbennummer (die ein großer Teil meiner Lebenswirklichkeit darstellt)


    Soll das Agentur-Sprech sein oder nur normale Verbitterung?

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Ich würde mein Augenmerk eher auf die Perspektive des Kunden legen. Wer sich nicht wohlfühlt, verweilt nicht. Deswegen musst du die PSM-Problematik ja nicht völlig ausklammern, nur eben nicht den permanent erhobenen Zeigefinger präsentieren.
    Ich persönlich habe mich jetzt erstmal für die Facebook-Variante entschieden, weil erstmal weniger Aufwand und zweitens denke ich, dass man präsenter ist. Wenn ich was poste, erscheint, zumindest bei den Leuten, die geliked haben, der Post in ihrer Timeline und sie können sich den brandaktuell ansehen.Wenn ich ne HP habe und die aktualisiere, bekommt das ja erstmal keiner mit. Die Kunden schauen ja nicht täglich vorbei :wink:

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • Die Frage des Bienensterbens gehört in die FAQ bzw. zu den häufig gestellten Fragen. Und dazu Deine Antwort.


    Damit ist es nicht über-thematisiert, aber sinnvoll vorhanden und sichtbar für diejenigen, die sich dafür interessieren.

  • Definitiv ein Auftritt auf FB, mehr nicht. Die Zugriffe werden immer mehr außerhalb des PC und mehr mit portablen Einrichtungen erfolgen. Insoweit sucht man schnell verfügbare Informationen, die leicht geteilt werden können.


    Gejammer über Pestizide, Bienensterben, etc. gehören nicht in einen Werbeauftritt. Mitleid ist kein guter Verkäufer. Die Leute wollen bestärkt werden und etwas verkauft bekommen. Ein gutes Gefühl, ein gutes Produkt.


    Homepage ist zwar nett, aber verursacht viel Arbeit, kostet Geld und mehr und mehr eine Spielerei.

  • Die Frage des Bienensterbens gehört in die FAQ bzw. zu den häufig gestellten Fragen. Und dazu Deine Antwort.
    Damit ist es nicht über-thematisiert, aber sinnvoll vorhanden und sichtbar für diejenigen, die sich dafür interessieren.


    Hallo Elias, die Idee, das genau so umzusetzen, finde ich Klasse!


    Frostige Grüße aus Brandenburg


    DOMMY

  • Zitat

    Homepage ist zwar nett, aber verursacht viel Arbeit, kostet Geld und mehr und mehr eine Spielerei.


    Selten so gelacht....
    Dann könnten wir ja das ganze Internet auf FB reduzieren....
    Keine Arbeit soll es machen, nichts kosten soll es, aber ein Maximum an Gewinnen einfahren.
    Geiz ist doch immer wieder Geil.


    Beste Grüße
    Hartmut


    Nachtrag:
    Eines stimmt:

    Zitat

    Die Zugriffe werden immer mehr außerhalb des PC und mehr mit portablen Einrichtungen erfolgen


    Aber dazu gibt es auch die mobilen Webseiten, diese passen sich dem Viewport, der Displaygröße, automatisch an und reduzieren sich inhaltlich auf das Wesentliche.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von hartmut ()

  • Marketingtechnisch würde ich mal ganz frech anmerken: Sogar die Katastrophenhilfeorganisationen haben sich von der Mitleidsnummer verabschiedet (schwarze Kinder mit Hungerbäuchen).
    Wenn Du also wirklich Honig verkaufen willst und nicht Spenden sammeln, ist die Antwort klar.
    Merke: Tote Bienen liefern keinen Honig.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Hartmut, aus Deiner Sicht hat es mit Gewinn zu tun, aus meiner Sicht geht es um das Kundenverhalten einer Generation, die mehr und mehr portabel agiert.


    Ich finde eine Homepage auch schöner und habe meine auch gerne betrieben, aber um Ankündigungen zu machen, oder Honig zu verkaufen, reicht FB vollkommen aus und das war ein Bestandteil der Anfrage.


    Es geht darum, was die Kunden wollen und nicht was man unbedingt selbst möchte. Dass mag jetzt einem Anbieter von Homepages nicht schmecken....


    Gar nicht gelacht, ernst gemeint.

  • Japp. Alte Marketingweisheit: "Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler."
    Aber verstehen wir wirklich die Fische?


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Buckfastimker :
    wenn du davon ausgehst, dass der typische Honigkäufer zwischen 13 und 24 Jahre alt ist, dann mag deine Theorie zutreffen. In dieser Altersgruppe liegt nämlich die Abdeckung von Facebook bei 70-80%. Ab einem Alter von 40 sehen die Zahlen aber ganz anders aus, es sind nicht einmal mehr 10%.
    Oder anders ausgedrückt: 90% deiner potentiellen Kunden sind nicht bei Facebook!


    Und was hat denn Facebook mit mobiler bzw. portabler Nutzung zu tun? Jede Homepage kann heute an die Nutzung mit Smartphone oder Tablet angepasst werden. Eine Homepage bzw. ein Online-Shop kann von jedem Internet-User erreicht werden, für eine FB-Seite muss man hingegen dort angemeldet sein.