Bezahlbare Lagereimer aus Edelstahl

  • Hallo allerseits,


    alle Imker hier bei uns lagern ihren Honig in Kunstoffeimern. Das will ich so aber auf keinen Fall!
    Aufgrund zahlreicher Tipps hier in älteren Beiträgen, würde ich mich gern mit Lagereimern ausstatten, die zwischen 10 und 15kg fassen. Die wären dann recht gut handhabbar und leicht in meinem Weck-Automaten erwärmbar sein. Trotz doch recht gründlicher Recherche ist es mir nicht gelungen, irgendwo bezahlbare Edelstahleimer mit dicht schließendem Deckel zu finden. Mit 70,- Euro aufwärts pro Eimer ist dieser Wunsch sicherlich aber nicht nur für mich absolut unmöglich zu realisieren.


    Wie habt Ihr das für Euch gelöst?


    Danke im Voraus


    DOMMY

  • Vermutlich weil im Kunststoff genug Zusätze eingearbeitet sind, die in den Honig diffundieren (Weichmacher etc.).
    Mir ist es auch ein Dorn im Auge, aber wirklich bezahlbare Lösungen hab ich auch noch keine gefunden.


    Da kann der Plastekübel noch so Lebensmittelecht sein, bei den PET Flaschen wurde ja schon mehrfach auf die Diffusion hingewiesen.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Da kann der Plastekübel noch so Lebensmittelecht sein, bei den PET Flaschen wurde ja schon mehrfach auf die Diffusion hingewiesen.


    PET Flaschen werden aber nicht ausgewaschen, die werden aufgeblasen, soweit ich weiß,und dann gleich gefüllt.
    Ausserdem: bei 3l Mineralwasser aus ner PET Flasche am Tag, da bin ich dabei, aber 3l Honig täglich, da streike ich!


    Und nicht zu vergessen: bei einem 25kg Eimer ist die Kunststofffläche zum Volumen viel kleiner als bei einer Wasserflasche.


    Übrigens: wer sagt, dass aus einem Edelstahleimer keine Verbindungen in den Honig übergehen? Honig ist ja bekanntlich eine saure Angelegenheit (sehr geringer pH-Wert).


    "Umweltgifte" kann man leider nicht 100% vermeiden, nirgends. Aber solange man auf herkömmlichen Weg z.B. 200µg aufnimmt, muss man sich um weitere z.B. 0,1µg keine Sorgen machen bzw sollte die anderen vermeiden.


    Stefan


  • Übrigens: wer sagt, dass aus einem Edelstahleimer keine Verbindungen in den Honig übergehen? Honig ist ja bekanntlich eine saure Angelegenheit (sehr geringer pH-Wert).


    Eben weil es Edelstahl ist. Und außerdem: Chemisch ist Stahl Eisen und das ist nicht nur ungiftig, sondern sogar lebensnotwendig.
    Zudem gibt es nicht den Kunststoffabrieb, wenn man die Dinger auch als Rührbehälter nutzt


    Aber zur Ausgangsfrage. Das Problem ist die Größe, die Du Dir vorstellst. Ich benutzte 50-kg-Behälter aus Edelstahl. Die beziehe ich bei einem Ebay-Händler für rund 80 Euro (plus Versandkosten). Das geht von den Kosten her und die Qualität ist sehr ordentlich.
    Ich taue Honig aber nicht auf, sondern fülle immer sofort nach den Rühren ab.


    So kleine Gefäße, wie Du sie haben möchtest, sind natürlich bezogen auf die Lagermenge unverhältnismäßig teuer.
    Vielleicht nimmst Du lieber größere Lagergefäße und investierst das eingesparte Geld in ein dazu passendes Auftaugerät?


    Gruß Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Eben weil es Edelstahl ist. Und außerdem: Chemisch ist Stahl Eisen und das ist nicht nur ungiftig, sondern sogar lebensnotwendig.


    Hallo Wolfgang ein anderes Wort für Edehlstahl ist auch noch Chrom Nickelstahl. Also ist da außer Eisen, noch Chrom und Nickel drin.....
    Kannst du bitte mal den Link für die Edelstahleimer posten ?
    Heute dachte ich auch, wieso gibt es nur Abfüllkübel, davon brauche ich meist nur einen, viel praktischer wären preiswertere Edelstahlbehälter, wo man den Hahn nicht mitbezahlt.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo Dommy


    ich kann dir nur raten dein angebliches Problem, so sachlich zu betrachten, wie es Drops in seinem Beitrag schreibt. Wenn du nicht viel Geld ausgeben möchtest, wirst du Wohl oder Übel, Plastebehälter aus dem Imkerhandel verwenden müssen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Meine Güte, ist hier was los! Kann es sein, das all die Imker hier gerade Däumchen drehen? ;-)


    Vermutlich weil im Kunststoff genug Zusätze eingearbeitet sind, die in den Honig diffundieren (Weichmacher etc.).
    Mir ist es auch ein Dorn im Auge, aber wirklich bezahlbare Lösungen hab ich auch noch keine gefunden.


    Da kann der Plastekübel noch so Lebensmittelecht sein, bei den PET Flaschen wurde ja schon mehrfach auf die Diffusion hingewiesen.


    McFly, Du sprichst mir aus der Seele!



    Aber zur Ausgangsfrage. Das Problem ist die Größe, die Du Dir vorstellst. Ich benutzte 50-kg-Behälter aus Edelstahl. Die beziehe ich bei einem Ebay-Händler für rund 80 Euro (plus Versandkosten). Das geht von den Kosten her und die Qualität ist sehr ordentlich.
    Ich taue Honig aber nicht auf, sondern fülle immer sofort nach den Rühren ab.


    So kleine Gefäße, wie Du sie haben möchtest, sind natürlich bezogen auf die Lagermenge unverhältnismäßig teuer.
    Vielleicht nimmst Du lieber größere Lagergefäße und investierst das eingesparte Geld in ein dazu passendes Auftaugerät?


    Hallo Wolfgang, gegen größere Gefäße sprechen meiner Meinung nach zwei Sachen:
    Erstens wird die Handhabung dieser Teile dann mit zunehmendem Alter immer schwieriger. (Und ich würde die Möglichkeit vorsehen, bis weit ins hohe Alter hinein zu imkern... ;-).
    Und wäre da noch das Problem einer meist eingeschränkten Lagerfläche. Kleine Eimer kann ich beliebig irgendwohin stapeln. Wenn ich 50-kg-Eimer habe, wird das recht schnell sehr gefährlich für die Bandscheibe.


    Ich kann mich erinnern, das mein Schwiegervater, als es noch keine Plastikeimer für Honig gab, solche https://www.dosenprofi.com/Leb…ig-Konfituere/Honigeimer/
    "Dosen" für die Honiglagerung nutzte. Aber das war vor über 20 Jahren. Ob das Blech "lebensmittelechter" ist als der moderne Kunststoff kann ich nicht bewerten.


    Hallo Martin, Gefäße aus Weißblech taugen wohl nur solange zur Lagerung von Honig, wie auch nicht einmal der allerkleinste Kratzer in der Beschichtung ist. Dort, wo die Beschichtung nicht mehr unversehrt ist, verfärbt sich der Honig schwarz.


    Hallo Dommy, ich kann dir nur raten dein angebliches Problem, so sachlich zu betrachten, wie es Drops in seinem Beitrag schreibt. Wenn du nicht viel Geld ausgeben möchtest, wirst du Wohl oder Übel, Plastebehälter aus dem Imkerhandel verwenden müssen.


    Hallo Drobi, und gerade die Reaktionen auf meine Frage zeigen mir doch sehr deutlich, dass ich keineswegs der erste bin, der sich mit der Thematik beschäftigt. Und normalerweise sagt man doch wohl: Die Nachfrage bestimmt den Markt. Oder?
    Die günstigsten Edelstahleimer mit 10 bis 15 kg Fassungsvermögen glaube ich ab etwa 18,- Euro gesehen zu haben. Warum ist aber bisher offensichtlich noch kein Händler auf die Idee gekommen, dafür Deckel mit einer Dichtlippe aus Silikon anzubieten? Selbst wenn solch ein Deckel etwas teuer, als der Eimer sein würde, wäre das doch echt interessant!



    Auch wenn sich für mein "angebliches Problem" bisher noch keine Lösung finden ließ, finde ich die spontane Resonanz von Euch große Klasse. Danke und bitte weiter so!


    DOMMY

  • Die günstigsten Edelstahleimer mit 10 bis 15 kg Fassungsvermögen glaube ich ab etwa 18,- Euro gesehen zu haben. Warum ist aber bisher offensichtlich noch kein Händler auf die Idee gekommen, dafür Deckel mit einer Dichtlippe aus Silikon anzubieten?


    Hier wird man fündig:
    http://www.imkereigeraete-forthofer.com/index.php?site=artikel_direct&themeid=3&artid=19
    http://www.giordaninox.it/deu/prodotto-dettaglio.asp?qi=edelstahleimer-25-kg-mit-deckel-und-spannring&pid=000809daac6a8b458069b35e3c0cf5a0


    Und für alle Freunde der Plastehoniggefäße dieser Bericht:
    http://www.srf.ch/player/tv/ka…82-44f7-881b-b65b989896e2
    Mahlzeit!

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • Kompromiss: Nachfragen, ob es für die günstigen Edelstahleimer passende Plastikdeckel gibt? Ob der Deckel dann mit dem Honig in Berührung kommt, kannst Du durch Füllhöhe und Handling selbst bestimmen.


    Kikibee

    With lots of room for improvement.

  • Hier der Link zum Ebay-Händler: Zum Festpreis kosten sie 129 Euro. In der Auktion gehen sie zur Zeit für um die 80 Euro weg (Ich beobachte das immer ein wenig und warte auf saisonal niedrige Meistgebote).
    Ich habe mittlerweile vier von den Behältern und bin damit recht zufrieden.
    Ich finde es sehr praktisch, den Honig direkt aus der Schleuder in die Behälter laufen zu lassen, nicht mehr umfüllen zu müssen und daraus dann direkt abzufüllen.
    Da ich direkt abfülle und die Ernten ja nicht so dicht aufeinander folgen, brauche ich kein Behältervolumen für die gesamte Jahresernte
    Selbst für den Transport sind sie gut geeignet und ich mische auch noch das Winterfütter drin an.


    Der Hinweis auf die Bandscheiben ist natürlich richtig. Man muss die Behälter aber nicht ganz voll machen und fährt immer noch günstiger als mit manch kleinerem. Außerdem gibt es ja auch Sackkarren u.ä.


    Gruß Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)


  • Hallo Immenheger, das italienische Angebot ist schonmal Klasse! Selbst wenn dort offensichtlich noch 20% Märchensteuer und dann noch Versand (in noch unbekannter Höhe) dazukommen.
    Danke sehr!


    Kompromiss: Nachfragen, ob es für die günstigen Edelstahleimer passende Plastikdeckel gibt? Ob der Deckel dann mit dem Honig in Berührung kommt, kannst Du durch Füllhöhe und Handling selbst bestimmen.


    N´abend Kikibee, auch das wäre selbstverständlich absolut machbar. Wie kommst Du auf diese Idee? Offensichtlich hast Du eine Idee für diese Kombination?


    Hier der Link zum Ebay-Händler: Zum Festpreis kosten sie 129 Euro. In der Auktion gehen sie zur Zeit für um die 80 Euro weg (Ich beobachte das immer ein wenig und warte auf saisonal niedrige Meistgebote).
    Ich habe mittlerweile vier von den Behältern und bin damit recht zufrieden.
    Ich finde es sehr praktisch, den Honig direkt aus der Schleuder in die Behälter laufen zu lassen, nicht mehr umfüllen zu müssen und daraus dann direkt abzufüllen.
    Da ich direkt abfülle und die Ernten ja nicht so dicht aufeinander folgen, brauche ich kein Behältervolumen für die gesamte Jahresernte
    Selbst für den Transport sind sie gut geeignet und ich mische auch noch das Winterfütter drin an.


    Der Hinweis auf die Bandscheiben ist natürlich richtig. Man muss die Behälter aber nicht ganz voll machen und fährt immer noch günstiger als mit manch kleinerem. Außerdem gibt es ja auch Sackkarren u.ä.


    Hallo Wolfgang: Danke auch Dir für Deinen Tipp!
    Genau solch einen Hobbock habe ich auch bereits hier zu stehen, welchen ich vor Monaten für ca. 75,- Euro plus Versand ersteigern konnte. Nur passt der durch den Hahn leider nicht in den WECK-Automaten, weshalb er wirklich nur zum sofortigen Abfüllen geeignet ist.


    Übrigens: Der Verkäufer dieses Hobbocks ist der Nisalashop. Bei denen kannst Du ->hier im Shop seit dem Herbst sicherlich beliebig viele dieser Teile zum Festpreis von 77,90 Euro zzgl. Versand ordern.


    Schönen Feierabend Euch Allen


    DOMMY