Treu Deutsch

  • Bei uns im Wald wird jetzt aufgeräumt, unser neuer Förster ist ein 100%er, die Robinie hat hier nichts verloren. Im Zuge der Bombardierung im zweiten Weltkrieg sind viele einstige Schuttflächen flächig mit Robienen bestanden, insbesondere längs der Bahntrassen. Da Robinien für benachbarte Gehölze 'schwierig' sind, gab das dauerhafte Bestände mit Brombeere als Unterwuchs. UND JETZT SÄGT DER VOLLHORST DIE ALLE UM!? Weil die gehört hier nicht hin. Last es Euch gesagt sein! :-(


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich kann den Schwachsinn auch nicht mehr hören. Es gibt genügend Holz das in den deutschen Forst nicht rein gehört aber merkwürdiger Weiße interessiert das kaum einen.


    Es gibt vieles das man nicht verstehen kann. Bei uns in der Kreisstadt haben sie Kastanien gefällt da Krank und so. Was pflanzen sie wieder hin weise Kastanie . Sollen die doch einfach die rotblühende nehmen. Öffentliche Nachfragen beim Bürgermaster : "gestammel...bla bla...Vorgabe Denkmalschutzbehörde, Stadtbild...bla bla... " Darufhin wurde beim Denkmalschutz nachgefragt:" Wat? Wir wissen von garnix ob rot oder weiß is wurst...."


    Naja da wachsen die ne Weile, werden braun, Krank und in ein paar Jahren werden die wieder umgelegt.


    rase :Es gibt Sachen die muss man nicht verstehen da kann man echt nur mitm Kopp schütteln.

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • die Lärchen im gleichen Jahr der Pflanzung auch wieder umgesägt, weil die Nadelbäume im Herbst braun wurden und ihre Nadeln abgeworfen haben...


    naja, schlichte Dummheit oder Ideologie sind für mich dabei schon noch Unterschiede. Bekommt man ja leider oft im Doppelpack. Unser Förster weiß halt, ab wann eingewanderte Pflanzen hier heimisch sind, die anderen sind halt böse. Er ist der Gute. Klare Geschichte.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Vollrodung von Hängen ergibt Erosionsgefahr. Das verstieße gegen forstfachliche Grundsätze und - bei Bahndämmen - gegen Verkehrssischerungspflichten. An Bahnstrecken wurden Robinien als Hangsicherung angesiedelt, das darf nicht so einfach entfernt werden. Zum Glück hat die Bahn noch ein altes, zumeist aus dem 19. Jhd. stammendes Regelwerk. Wer dort sucht, findet bestimmt was gegen wilde Kahlschläge auf den Hängen. Aber auch andere Kahlschlag-Hänge können erodieren, was forstfachlich zu verhindern ist. Robinie dürfte als klimawandelnde Alternative immer mehr Bedeutung bekommen. Erwachsene Robinien dürfen (müssen ggf. sogar) im Rahmen einer Durchforstung geerntet werden, um eine nachhaltige Bestandspflege (-verjüngung) zu gewährleisten.
    Wem gehört der Wald/wem fließt der Einschlagserlös zu? Wer übt die forstfachliche Aufsicht aus? Mit denen ist zu reden, wenn man mit Horst, dem Förster nicht mehr reden kann.


    In den Wald hineinrufend - Gottfried

  • Guten Tag zusammen!


    Ob er wohl auch gegen die Douglasie, Schwarznuß und amerikanische Roteiche ist?


    Der Förster einer hiesigen Behörde zieht über die Imker her, die den Neophyt Springkraut im Schwarzwald verbreitet hätten (übrigens mit Genehmigung der Forstbehörde), findet aber, daß sich die Douglasie super in die waldbauliche Umgebung einpassen würde. Der ökologischer Wert einer Douglasie dürfte allerdings den eines Telegraphenmastes kaum überschreiten. (Dort können sich Vögel auch aufhalten, wenn sie denn wollen.)


    Mit freundlichen Grüßen

  • Ich wiederhole es noch einmal, es gibt im Grunde keinerlei biologische Begründung, außer dem finanziellen Erlös aus dem passenden Holzeinschlag. Alles andere wäre so inkonsequent durchgeführt, dass man schon über Verschwendung von Steuergeldern sprechen müsste.


    Anders formuliert, ich gehe nicht davon aus, dass das Holz als Pellet enden wird :-)

  • Vollrodung von Hängen ergibt Erosionsgefahr. Das verstieße gegen forstfachliche Grundsätze und - bei Bahndämmen - gegen Verkehrssischerungspflichten. An Bahnstrecken wurden Robinien als Hangsicherung angesiedelt, das darf nicht so einfach entfernt werden. Zum Glück hat die Bahn noch ein altes, zumeist aus dem 19. Jhd. stammendes Regelwerk. Wer dort sucht, findet bestimmt was gegen wilde Kahlschläge auf den Hängen.


    Danke für diese Argumente. Damit werd ich mal mein Glück probieren!


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Weil die gehört hier nicht hin. Last es Euch gesagt sein! :-(


    Hallo Ralf, genau der gleiche dumme Spruch von der Naturschutzbehörde, die bei uns auf der Wiese waren, wegen Quelltopf und schöner Sumpf. Auf der Wieso sitzen 15 Mammutbäume, da meinte der von den Ökos, die müssen weg, die gehören da nicht hin.
    Darauf frag mein Vater ihn, ob er wüßte, woher die Braunkohle im Westerwald gekommen ist, bestimmt nicht von der Fichte. Zudem wäre man ja auch gegen Leute freundlich die auch nicht einheimisch sind..... damit war das Thema erledigt.
    Der Rest wird nächstes Jahr voller Bienenbäume gepflanzt......
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)