Völkerzahl, wonach richtet ihr euch ?

  • Hallo alle zusammen,
    Ich würde gerne von den erfahrenen Imkern wissen was bei euch dazu führt nicht weiter zur vergrößern ? Ich meine dass Ihr euch sagt jetzt habe ich genug Völker.
    Liegt es vielleicht daran dass es zuviel mit der Pflege der Völker wird, habt Ihr nicht mehr genug Platz um die Völker aufzustellen oder werdet ihr den Honig nicht mehr los ?
    Ich bin sehr auf eure Antworten gespannt und Danke im Voraus.

  • Bei mir ist es der Zeitaufwand.


    habe damals gesagt: 2 reichen
    habe dann gesagt: 4 sind nicht schlecht...
    habe vor 3 Jahren gesagt: bei 6 ist schluss
    habe vor 2 Jahren gesagt: bei 10 ist schluss
    habe letztes Jahr gesagt: bei 14 ist schluss


    ..halte dieses Jahr die Klappe...

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • So ähnlich ging es mir auch:
    also 10 kann man allein bewältigen
    naja 15 gehen auch
    aber bei 20 ist Schluss
    nun sind es 35 plus 4 Völker der AG plus 2 Anfänger mit 7 Völkern. Es läppert sich halt. Ein Anfänger meint fast täglich, ich wäre spätestens in 2 Jahren bei 60, aber ich habe fest vor, vorher Schluss zu machen. Denn noch immer stemme ich alles allein, also incl. Honigverarbeitung, Abfüllung, eigener Wachskreislauf usw. Da wir es jetzt langsam eng, allerdings hilft besagter "Imkersklave" mir.
    Aber inzwischen fiel auch die Entscheidung zum Nebenerwerb, denn derzeit ist die Nachfrage nach meinem Honig noch immer größer als mein Angebot.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo, die Völkergrenze ist dann erreicht, wenn man von einem Honigaufkäufer die 2 € pro Kilo als Superangebot annimmt.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Moin!


    Komische Frage. Das führt zu einer Endlossammlung an individuellen Begründungen. Im Prinzip jedesmal anders.
    Die möglichen Begrenzungsgründe wurden bereits vom Fragesteller selbst aufgeführt.


    Gruß


    Marion,
    Individuelle Grenzzahl niedrig.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • Warum findest du die Frage komisch ? Es ist nun mal so das jeder anderen Fragen hat, die vielleicht den einen oder anderen nicht Interessieren und dennoch von anderen gerne gelesen und beantwortet werden.
    Ich habe mich sehr über die bisherigen Antworten gefreut und würde mich auch über weitere freuen.

  • Die Völkerobergrenze richtet sich bei mir nach dem Bedürfnis oder Nicht-Bedürfnis nach Restschlafstunden im Mai.


    Genau! Das ist auch bei mir der limitierende Faktor! Aaaaber ich halte gaaaanz laaange durch!


    Also im Ernst: Ich hatte dieses Jahr nach der letzten Honigernte, incl. TBE und erster Auffütterung wirklich mal 2 Wochen nix gemacht und bewusst die normalen Nachtruhezeiten eingehalten. Aber jetzt kribbelt es schon wieder in den Fingern und ich werde anfangen Bienenzeugs für das nächste Jahr zu bauen...



    Gruß Jörg

  • Warum willstn das wissen?


    Bei mir richtet sich die Volksobergrenze vor allem am sozialverträglichen Zeitaufwand...und natürlich am Material.


    Nach 2 honigärmeren Jahren werde ich schon wieder leichtsinnig...:wink:


    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Also bei mir ist es einfach die Frage der Freude.
    Wenn ich keinen Spass mehr habe und dennoch Voelker durchschauen "muss", dann laufe ich in Gefahr unachtsam und lieblos mit meinen Bienen umzugehen weil eben eigentlich keine Lust mehr und schnell "muss" ich dann auch noch fertig werden.


    Dann wird aus einem Hobby eine laestige Pflicht und das mag ich nicht - ich will das nicht "machen muessen", sondern gerne machen.
    Meine Schmerzgrenze liegt bei 20, darueber geht gar nichts mehr...aber ich habe auch mal gesagt, mehr als 6 werden es nie ;-)


    Melanie

  • Also ich wollte vor 4 Jahren nur eines zum gucken haben. Die Bienen Bienen sein lassen, etwas für die Umwelt tun :-)
    Dann wurden es 2, dann 5 und nun waren es schon mal elf.
    Es kommt halt drauf an wieviel Zeit man noch vernünftig investieren kann und will, neben dem Job, Familie usw.


    Gruß,
    Carsten

  • Hallo


    in der Regel kann man sagen, das sich die Völker jedes Jahr verdoppeln. Bis man gelernt hat die Verdoppelung auf 20% zu reduzieren und das kann lange dauern. Dann kann ich von mir sagen, das man bei Vollbeschäftigung mit Montage, bis zu 10 Völkern voll zu tun hat, Anfängern würde ich nicht so viel raten. Der Honigabsatz ist auch wichtig, er sollte kostendeckend sein und später auch einen Gewinn erzielen, dazu ist ein Kundenstamm wichtig, der sich bei Konkurenz nur langsam aufbaut.
    Die größten Imkerväter waren Pfarrer, weil sie Zeit hatten und die braucht man für die Bienen, neben der Familie, auch.
    Wichtig ist meiner Meinung nicht die Zahl der Völker, sondern die Liebe zu den Bienen und die Freude an der Haltung.
    Ich habe dieses Jahr, ich bin jetzt zu Hause, in einer Woche bei Arbeiten mit den Bienen, 2 kg abgenommen und hatte noch Freude dran, aber es war für mich die Grenze erreicht.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Drobi,


    du hast mein Problem genau beschrieben: meine Völkerzahl verdoppelt sich jedes Jahr, jetzt bin ich bei 38 und kann mir nicht vorstellen, wie das nächste Jahr laufen soll. Hoffentlich finde ich Käufer!


    Verrate mir Drobi: wie geht das, die Vermehrung auf 20% zu reduzieren??!!


    Danke :)