24 Volt Antriebe für Honigschleudern?

  • Hallo Bienenfreunde,
    vorneweg. Ich habe im Forum gesucht aber zu diesem Thema nichts gefunden. Ich hoffe trotzdem, dass diese Frage nicht schon zum xxten mal gestellt wurde.
    Das hier ist mein erster Beitrag im Forum und daher stell eich mich kurz vor: Mein Name ist Matthias und ich muss zugeben, dass ich mich mit der Imkerei nur teilweise auseinandergesetzt habe. Ich besitze zwar eine Streuobstwiese, aber mit deren Bewirtschaftung bin ich derzeit schon ausgelastet.
    Ein Freund von mir hat aber schon seit ca. 3 Jahren einige völker und ich war auch schon bei diversen Imkerarbeiten dabei. Dazu zählt auch das Honigschleudern und hier ist der Punkt wo ich meinen Freund unterstützen will und auf Tipps von Euch hoffe.


    Er hat sich nämlich eine preiswerte handgetriebene Schleuder gekauft. Dass das Schleudern von Hand nicht optimal -da zu ungleichmäßig- ist, wurde dann auch schnell mit beschädigten Rähmchen quittiert.
    Daher ist nun die Idee die Schleuder mit einem elektrischen Antrieb aufzurüsten. Hierbei möchte ich aber Spannungen von 230V nach möglichkeit umgehen. Wesentlich einfacher erscheint mir daher der Antrieb über 12V oder 24 Motoren. Ich sehe hier den Vorteil, dass die Drehzal relativ einfach über die Spannung geregelt werden kann und das sich das Ganze für (mehr oder weniger) Laien in der Elektrotechnik eher bewerkstelligen lässt.
    Daher meine Frage an Euch: Hat das schonmal jemand realisiert oder ist dieser Ansatz völlig daneben? Welche Drehzahlen sollten den ungefähr eingehalten werden?
    Sollte der Antrieb realisiert werden, wird hier natürlich ausführlich dokumentiert.
    Ich danke schonmal für Eure Antworten.
    Grüße, Matthias

  • e.
    Dass das Schleudern von Hand nicht optimal -da zu ungleichmäßig- ist, wurde dann auch schnell mit beschädigten Rähmchen quittiert.


    Hallo Matthias, das liegt nicht am ungleichen Drehen. Du hast einfach zu schnell gedreht, oder nicht zwischendurch gewendet.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo Matthias!


    Warum wollt ihr das Rad denn neu erfinden. Es gibt doch Motoren mit Drehzahlsteuerung zum Nachrüsten für Schleudern in den Imkershops zu kaufen. Die laufen zwar auf 230 V, aber du hast ja nichts davon geschrieben, dass die nicht zur Verfügung stehen, sondern dass du dir die Steuerung über Gleichspannung einfacher vorstellst. Und wenn du sowieso vorhast, irgend einen Antrieb auf die Schleuder zu adaptieren, wird dir das mit solch einem Motor bestimmt auch gelingen, falls die Aufnahme der Schleuderwelle von Haus aus nicht passen sollte.
    Viel Erfolg

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • ...ist dieser Ansatz völlig daneben?


    Daneben. Handschleuder verkaufen und dann entweder direkt eine motorisierte Schleuder kaufen, oder eine Radschleuder mit Kurbelbetrieb kaufen.

  • Daneben. Handschleuder verkaufen und dann entweder direkt eine motorisierte Schleuder kaufen, oder eine Radschleuder mit Kurbelbetrieb kaufen.


    genau, denn Kaufpreis Antrieb +Verkaufspreis alte Schleuder ergibt schon fast die neue Schleuder mit Motor die auch funktioniert
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)


  • Schau einmal hier,
    Das war bzw ist ein 12 v. Scheibeinwischermotor,
    Antrien erfolgte über eine 12 v. Autobaterie
    Wurden breitgefächert zu DDR Zeiten als Antrieb verwand,
    habe ich heute noch, sie schafft problemlos eine 12 Waben Sternschleuder,
    Versuch es doch einmal über den Imkermarkt, manchmal hat jemand noch so eine liegen.
    Die Dinger sind unverwüstlich, meine arbeitet schon über 40 jahre.


    Gruß Jürgen

  • Oder,
    und das ist die billigste Variante, schleudern üben. Es ist nicht die Handkurbel, die Rähmchen zerbricht, es ist das unterschiedliche Gewicht der einzelnen Rähmchen bzw. die für dieses Gewicht ungeeignete Geschwindigkeit bzw. Fehler oder Schwächen der Rähmchen. Weil nicht alle Rähmchen gleich sind, ist eine elektronisch geregelte Geschwindigkeit erst von Vorteil, wenn die Elektronik selbstständig erkennt, dass es jetzt für das dritte von vier Rähmchen gefährlich wird.
    Böse Zungen behaupten, dass ein geübter Kurbeldreher das hören kann.
    Für alle Anfänger, die sich wegen drei Völkern nicht gleich eine 128-Waben Selbstwendeschleuder mit entsprechendem Motor, Elektronik und Servicemitarbeiter leisten wollen hier einige Grundsätze.
    Langsam anfangen und die Geschwindigkeit langsam steigern.
    Bei der ersten Seite besonders vorsichtig sein, nicht zu schnell.
    Dann Wabe umdrehen. Diese Seite verträgt jetzt schon mehr, man kann sie schneller drehen. Aber Achtung, ihr kommt nicht ins Guinnesbuch der Rekorde für schnelles Kurbeln, muss wirklich nicht sein, dass man Kondensstreifen am Griff sieht.
    Jetzt nochmal die Rähmchen umdrehen und erneut drehen. Auch hier kann jetzt etwas schneller vorgegangen werden.
    Wenn es mal schief gegangen ist, genau aufschreiben, bei welcher Geschwindigkeit und in Zukunft vermeiden.
    Bei der Ursachenforschung aber als erstes nachsehen, ob es ein Warreebrett war, oder ein Drohnenrahmen :-).
    Deshalb, Rähmchen drahten, Mittelwände verwenden, oder, wenn aus religiösen Gründen nicht möglich, einen Caipirinhastößel zur Honigernte verwenden und die Vierwaben-Edelstahl-Kurbel-Schleuder hier im Imkermarkt günstig einstellen.
    Viele Grüße
    Wolfgang, was soll ich sagen, Vierwaben-Edelstahl-Kurbel-Schleuder, deren 12V-Autobatt.-Motor samt selbstgebastelter ( nicht von mir, ich könnte das garnicht ) elektronischer Steuerung nach dem ersten Jahr versagt hat, sodaß ich auch die eigens dafür angeschaffte Autobatt mit Ladegerät auch wieder weiterverkaufen konnte.
    Ja Jürgen, es war der gleiche Motor.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Bienenköniggibmirhonig () aus folgendem Grund: Zusatz für Jürgen

  • Hallo,
    Lyson in Polen hat so eine Schleuder im Katalog.
    Die soll mit 12 V bzw. auch mit Solarpaneln funktionieren.
    Finde ich schlau für die Leute, die vor Ort ohne Stromanschluss schleudern.
    Viele Grüße
    apirita

  • Hallo Forumgemeinde,
    wow, vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Ich werde da nochmal mit meinem Freund Rücksprache halten müssen wie wir weiter vorgehen. Wie gesagt, ich bin
    ja (noch) nicht der geübte Imker.


    Marcus Göbel : Naja, das ist nicht so einfach die richtige Drehzahl rauszufinden. Der Unterschied zwischen frischen und älteren Rähmchen muss ja auch unbedingt berücksichtigt werden, soviel habe ich noch inm Erinnerung :)
    Kuden-Imker :
    Ja, das stimmt, dass es Nachrüstsätze für die Schleudern gibt. Diese sind preislich aber nicht so in unserem Interesse, vor allem wenn die 24V Motoren + elektronisches Zubehöhr für einen Bruchteil zu haben sind...
    Bernhard Heuvel: Diesem Gedankenanstoß werde ich ihm geben :)
    @Juergie: So etwas wäre natürlich auch genial.
    @Bienenköniggibmirhonig:Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung.
    apirita : Werden wir ebenfalls weiterverfolgen


    Vielen Dank an alle für die Infos und die interessanten Ideen. Es scheint auf jeden Fall Sinn zu machen die händische Drehzahl nochmals zu überprüfen und einen 2. Anlauf zu nehmen bevor man sich zu sehr auf die elektronische Hilfe verlässt. Die Saison ist ja jetzt leider vorbei und bis zum nächsten Versuch ist es noch ein wenig hin. Sofern es etwas Neues gibt lasse ich es Euch wissen.
    Beste Grüße, Matthias