Im November MIlbenfall

  • Hallo


    wie sieht das bei euch auch im Moment mit de dem täglichrn Milbenfall?


    Wieviel ist normal und was kann man machen sollte mehr fallen?


    Bei fallen bei einigen Völker ca 5-7 Milben pro Tag, ich denke das ist relativ viel. Zwar werden sie den Winter überleben aber dann dafür mit erhöter Milbenzahl in neue Jahr starten.


    was kann ich da machen genügt die Winterbehandlung.
    Falls nicht könnte ich noch mit Perizin behandeln was ich aber nicht unbendingt möchte. Über eine alteernativ Möglichkeit wäre ich dankbar!


    Grüsse
    Tobias


  • was kann ich da machen?


    Hoffen (und beten), dass die Winterbienen nicht zu sehr geschädigt sind.
    Man kann jetzt nix mehr machen.... man hätte im Juli/August noch was tun können.
    Jetzt kann man nur hoffen und - wenn sie noch leben - die Winterbehandlung um Weihnacht machen.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • was kann ich da machen genügt die Winterbehandlung.
    Falls nicht könnte ich noch mit Perizin behandeln was ich aber nicht unbendingt möchte. Über eine alteernativ Möglichkeit wäre ich dankbar!


    Grüsse
    Tobias


    Mach die Winterbehandlung auf alle Fälle! Musst ja nicht Perizin nehmen. Oxalsäurelösung 3,5% ad us vet ist auch zugelassen. Wird genauso geträufelt und wirkt genauso.


    Gruß
    Reiner

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Tobias,
    ich habe die Tage noch 2 Völker mit 85% AS 50ml Schwammtuch von unten behandelt und dann bei allen das Bodenbrett entfernt, damit sie aus der Brut gehen.
    Normal sollte die Restentmilbung mit OX im Dez. reichen aber bei mir sind noch an den zweien ganz gut gefallen.
    Ob das richtig war wird sich zeigen.
    Ich hab genug Völker es ist mir lieber ich mache ein Volk dicht oder werfe es zusammen als ich eine Milbenschleuder am Stand hab.
    Tipp ist OX verdampfen da das weniger schadet.

    Grüßle
    Franky ( Erfinder des Apinaut-Systems )

  • Ja die Winterbehandlung wollte ich auf jeden fall machen, mit Oxalsäure.
    Mir wurde eben auch geraten vorher, also jetzt eine Behandlung mit Perizin zu machen.
    Mich würde interessien ob z.B.irgend eine Behandlung im Frühjahr bekannt ist und wie gut oder wie der Wirkungsgrad der Oxalsäure ist.


    Wie viel Milben fallen bei euch im Moment?

  • Nein, bitte nicht!!
    Bitte nicht schon wieder diese Gerüchteküche mit der schlimmen verdampften OS - alle verdampfenden Österreicher und Schweizer sind krank oder was? :lol:


    Guckst Du hier


    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Und hier nochmal eindrucksvoll, was man mit anderen Varroabehandlungsmitteln so anrichten kann:


    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hi,


    letzte Woche wollte ein Imker im Kanton Bäärlino es genauer wissen und hat nach Erichs Art etwas Dampf abgelassen. An der ersten Testeinheit sind danach innerhalb einer Woche wohl so an die 1000 Milben gefallen. Bei den anderen Testobjekten sah es wohl kaum anders aus. Dabei herrscht noch gar keine Brutfreiheit, wie man so hört...
    Ameisensäurebehandlungen mittels Nassenheider Prof im August und September haben diesmal offenbar nicht ausreichend gewirkt.


    Möglicherweise wird er es im Dezember nochmal wiederholen, dann hoffentlich bei Brutfreiheit. Jetzt herrschen ja noch flugtaugliche Temperaturen, und Dampf sollte auch etwas besser verträglich sein als Soße. (Richtig?)


    Das ist bei ihm dieses Jahr nicht gut gelaufen... :-(



    Grüße,
    Robert

  • Ist auch klar wie die Nebenwirkungen der Behandlung auf dem imker ist, Nieren usw?..


    Nein, ist nicht klar. Erzähl mal. Fallberichte? Studien?


    Zitat

    sollte hier vielleicht auch angesprochen werden.


    Ja, aber bitte mit Belegen. Müssen auch keine Doppelblindstudien sein, aber wenigstens irgendetwas, was über Geraune hinausgeht. Bitte. Ich habe bisher noch nichts konkretes gefunden. Würde aber gerne in der Richtung besser informiert sein.


    Danke,
    Robert

  • Bei mir persönlich gab es an einem meiner Stände an die 70% Ausfall. Die letzten Jahre wurde immer nur mit Schwammtuch und AS 60% behandelt -immer ohne Probleme und mit meist gutem Ergebnis.


    Dieses Jahr war komplett anders. Die Kontrollen der Windel brachten im Juli 15-30 Milben die pro Woche gefallen sind, eine Steigerung erfolgte nicht und nach der Behandlung kam es kaum zu einem erhöhten Fall jedoch nach 14 Tagen wurde es dann sichtbar weniger. Im August/September lag der Milbenfall unter 3 Milben pro Tag und ich ging davon aus, es ist alles gut. Ende Oktober/Anfang November dann der Schlag ins Genick. Etwa 50% der Völker waren leer und 30% waren sehr schwach und wurden vereinigt (nach 14 Tagen zeigte jedoch die Kontrolle, dass auch die vereinigten sich weiterhin leer geflogen haben).


    Da es jetzt zu spät für AS war wurde dank einem Bekannten alles mit OS nachbehandelt. 3 mal mit je ca. 1 Woche Abstand je 1gr pro Volk und es kam zu Tage was man jetzt nicht mehr sehen will... Milben in Mengen die nicht mehr zu den wenigen Restbienen passen. Ich spreche hier von mehreren Hundert die nach jeder Behandlung gefallen sind. Demzufolge musste hier fast jede Biene mit einer Milbe besetzt gewesen sein.


    Aufgrund diesem Ergebnis werden nun auch alle anderen Stände mit der genannten Methode behandelt um zu sehen wie es da aussieht.
    Ich frag mich nur, warum in Deutschland die Verdampfung nicht zugelassen ist, in der Schweiz und glaub Österreich hingegen schon (zumal es ja in Deutschland entwickelt wurde) und zudem nun unser Dr. Liebig selbigen Tipp mittels Teelichtverdampfung zu geben scheint.


    Mein bisheriges Ergebnis aus allen Beobachtungen sieht so aus, dass sämtliche Völker/Ableger die mindestens 2 Wochen aus der Brut waren aktuell am besten da stehen und teils keinerlei Schwächung zeigen. Nächstes Jahr werde ich mal jedes Umweiseln mit einer mindestens 14 Tägigen Legepause verbinden. Ein Volk was dieses Jahr 4 Wochen ohne legende Königin war, steht aktuell an dem betroffenen Stand wie eine 1 da und erstreckt sich in lockerer Traube sitzend noch über 8 Rähmchen.


    Die ganze AS Langzeitverdampfung macht doch nichts anderes, als die Königin davon abzuhalten, weiter zu stiften. Ich vermute der Haupterfolg stellt sich dadurch ein, dass eine gewisse Brutlücke entsteht, jedoch macht die verringerte Temperatur im Brutnest das meiste zunichte indem die Entwicklungszeit verlängert wird und sich somit mehr Milben mit entwickeln können -was dann auch nach einigen Wochen zum eindruck einer Reinvasion führen kann.


    Bin mal auf die Ergebnisse der anderen Stände gespannt, stehen optisch gut da aber ich trau dieses Jahr keiner Milbe mehr.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Was ich nicht verstehe ist, warum man immer bis Weihnachten warten soll?


    Bei mir hat ein Volk (von vier) ungebremst weiter Milben fallen lassen, so als hätten die AS-Behandlungen fast gar nicht stattgefunden. Am Wochenende habe ich dann die Notbremse gezogen. Alles eingepackt zur Notamputation (=Brut entfernen), Volk bei 10 °C aufgemacht, erstaunt festgestellt, dass es sowieso gerade aus der Brut gegangen ist, und mit Milchsäure eingesprüht. Daraufhin sind mal eben 1500 Milben gepurzelt. In den nächsten Tagen gibt es die zweite Runde.


    Mir ist klar, dass die Aktion viel zu spät stattgefunden hat und dass es unsicher ist, ob sie den Winter überleben. Mea culpa! Ob die Bienen das toll finden, nochmal ganz auseinander genommen zu werden, wage ich auch zu bezweifeln. Die Literatur sagt zumindest, dass es sie nicht umbringt, und die vielen aus der Brut aufgetauchten Milben noch sechs Wochen an den Bienen nuckeln zu lassen, hätte die Sache definitiv nicht besser gemacht.


    Auch ist die Behandlung mit Milchsäure etwas aufwändig, aber es handelt sich ja auch nicht um das normale Vorgehen, sondern um einen Notfall. Da kann ich mich auch mal hinstellen, um ein Volk Rähmchen für Rähmchen zu behandeln. Vermutlich geht so eine Oxalsäure-Bedampfung mit allen Vorbereitungen aber auch nicht wesentlich schneller.


    Ich werde mal beobachten, was jetzt so daraus wird. Zukünftig wäre das schon mal eine Notfall-Option für mich, im Zweifelsfall die dann sowieso milbengeschädigte Brut zu opfern, damit der Rest überleben kann. Drohnenschneiden ist nicht anders.


    Oxalsäure war nur einen zweite Option für mich, da ich sie erstens erst hätte besorgen müssen, ich mir zweitens die Möglichkeit offen halten wollte, nochmal nachzubehandeln, und drittens die Milchsäure mir erst mal sympathischer war.


    Schöne Grüße
    Kikibee

    With lots of room for improvement.

  • Vermutlich geht so eine Oxalsäure-Bedampfung mit allen Vorbereitungen aber auch nicht wesentlich schneller.


    ich denke doch. zumindest wie ich zugesehen hatte war das schnell passiert. Man liest zwar überall, man müsse alle löcher für 10 Minuten abdichten, Aufgrund Mäusegitter und noch eingeengtem Flugloch auf 2-5 cm wurde von hinten begast. Hab dabei gut beobachten können ob/wo und wie es qualmt, aber es ging nur minimal zum Flugloch hinaus und hinten war auch kaum was zu sehen. Bei einer Verdampfung (zum demonstrieren was da raus kommt von 1gr) im freien ohne Einleitung in eine Beute war das eine beeindruckende Wolke die da ausgestossen wurde.


    Bei 1 Zargigen Völkern konnte man bei abgenommenem Deckel auch innen die Verteilung gut mitverfolgen.


    Ohne Abdichten sind 5 Völker in max. 10 Minuten behandelt gewesen und die Bienen zeigen kaum eine Reaktion dabei, lediglich ein paar haben zum Flugloch heraus geschaut und beim Blick durch die Folie war innen kein Unterschied zu dem noch nicht behandelten erkennbar.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Ich habe im Oktober wegen des hohen Milbenfalls eine Mehrfachbehandlung mit dem Varrox-Verdampfer vorgenommen (vier mal im Abstand von 4 bis 5 Tagen). Das Ergebnis war deutlich, die Verträglichkeit gut.
    Das mit der Gefährlichkeit der Anwendung ist wohl eher der Blödheit der Anwender geschuldet. Natürlich arbeite ich mit Atemschutz. Außerdem muss ich während der Behandlung ja nicht die Nase in das Magazin halten. Vor allem die elektrischen Pfannenverdampfer erlauben hohe Arbeitssicherheit
    Auch die Träufelbehandlung ist für den Imker gefährlich - wenn es zwischendurch selbst eine kräftigen Schluck nimmt.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)