Flugloch im Winter generell einegen

  • Hallo zusammen,


    leider find ich zu "Flugloch einengen" keine richtigen Ergebniss und zu "Flugloch" alleine zu viele. Deshalb hier ganz kurz:



    Meine Bienen sitzen in Dadant-Beuten von Wagner. Diese haben schon den standardmäßig mitgelieferten Keil eingesetzt, der aber auf etwa 30 cm auf ist.
    Normalerweise wurden Wespen o.ä. immer gleich am Flugloch abgefangen. Die Bienen haben sich aber mittlerweile weit zurückgezogen. Heute hatte es wenigstens mal 1°C nachts.


    Nun habe ich heute beobachtet, dass teilweise 3-4 Wespen auf einmal in die Beute geflogen sind und nicht direkt wieder rauskamen. Es wirkte so, als wären so längere Zeit in der Beute.



    Ist dies noch normal? Machen die Wespen mehr Probleme? Sollte ich das Flugloch auf wenige Zentimeter einengen?


    Bienenmasse scheint vorhanden, auf die Klopfprobe hört man sie auf jeden Fall kurz Brausen!




    Gruß!

  • Hallo Marcel,


    ich bin Fan von einseitigen Fluglöchern. Im Sommer so bis 1/2 Beutenbreite, oft so 10cm, im Herbst eher 5cm. Im Winter (ab morgen bei mir) mache ich die Fluglöcher wieder so 10cm auf und tackere die Mäusegitter davor. Die paar Wespen, die jetzt noch herumfliegen sind totgeweiht, die machen m.E. in ordentlichen Völkern keinen Schaden.


    Gruß Jörg


  • Ist dies noch normal? Machen die Wespen mehr Probleme? Sollte ich das Flugloch auf wenige Zentimeter einengen?


    wichtig ist das Mäusegitter. Mäuse und vor allem Spitzmäuse (die keine Maus ist, weil sie nicht zu den Nagetieren sondern wie Maulwurf zu den Insektenfressern gehört) gehen im Herbst/Winter gerne in Bienenkästen, wenn kein Gitter (oder wie bei mir sehr niedriges Flugloch) vorhanden ist.


    Die Folge sind dann leere Rähmchen (Kaltes Wachs zerbröselt wie Papierasche) und tote Bienenvölker.


    Stefan

  • Später haben sie auch den Frische-automaten entdeckt: penetrant anklopfen, dann kommt Frischware raus :-?

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Später haben sie auch den Frische-automaten entdeckt


    Ein Rat den gerne jeder liest und sofort versteht. Und dann dauert es doch genau bis zum darauffolgenden Winter (bei dem es tatsächlich das erste Mal evident wurde), bis man erstmalig selber was TUT.


    Grünspecht, Buntspecht, Meise und Maus.


    Leidgeprüfte Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Meine neue Zweitwaffe:
    Nr. 1 muss anlernen - dauert noch ein bißchen aber dann bringt der auch Marder und Füchse zur Strecke :lol:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Lästert nicht - der war gerade eben schon mit am Bienenstand, :Biene:
    Kletterübungen sind schließlich auch wichtig,
    Meisen am Bienenautomaten erschrecken geht ja schon.
    Playmobilfiguren sind out,
    wir sind schon älter als auf dem Bild und verprügeln jetzt Stofftiere :roll:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • ... wenn kein Gitter (oder wie bei mir sehr niedriges Flugloch) vorhanden ist.


    Stefan


    Reichen dazu schon die Vorsatzkeile, die man bei Segeberger/Frankenbeute in das "normale" Flugloch schiebt? Die haben eine Durchlasshöhe von ca. 6-7mm, solang sie sich nicht durch Feuchtigkeit verziehen oder abgenutzt sind.
    Meine Holzbeute hat scheinbar standardmäßig einen sehr niedrigen Eingang, den ich mit einem Keil nochmals verschmälert hatte.


    Mäuse springen bis zu 20cm hoch...


    Gibt es auch Erfahrungen zu Ständen, bei denen die Auflagehöhe, bzw. das Bodenstück etwa in Kniehöhe (40-50cm über Grund) ist?
    Ich weiß zwar, dass Mäuse auch gern klettern, aber ob sie auch Akrobatik betreiben, um an den guten Stoff zu kommen, weiß ich wiederum nicht. Ich weiß auch, dass Mäuse im Herbst ggf. auch in Autos reinschleichen, ich hatte mal welche im Handschuhfach, die haben in Folie verschweißte Zigarillos angefressen ... :evil:


    Oder sollte man besser beides benutzen, egal in welcher Höhe über Grund, egal wie niedrig der Einlaß ist?
    Gegen Spechte und Meisen sollen ja angeblich grobmaschige Netze um den Stand im Abstand von etwa 20cm zur Beute helfen. Nicht die billigen Netze, sondern reell aus Nylonschnur geflochten, mit Maschenweite um 20mm. Das müsste die Art Netz sein, die man auch zur Ladungssicherung auf Anhängern verwendet.


    Gruß Andreas

  • Was mich noch interessieren würde, wie groß muß das Flugloch bei einem zuen Boden (wie z.B. bei einer HBB) bleiben, damit eine Sauerstoffversorgung gewährleistet ist?


    Ich sag jetzt einfach mal, wenn alles ganz dicht ist und der Luftaustausch nur über das Flugloch erfolgen kann.

  • Was mich noch interessieren würde, wie groß muß das Flugloch bei einem zuen Boden (wie z.B. bei einer HBB) bleiben, damit eine Sauerstoffversorgung gewährleistet ist?


    Ich sag jetzt einfach mal, wenn alles ganz dicht ist und der Luftaustausch nur über das Flugloch erfolgen kann.


    Die Frage kann ich Dir zwar nicht beantworten aber über den Winter habe ich die Fluglöcher immer komplett geöffnet. Mäusegitter ab November. Bis jetzt habe ich damit keine negativen Erfahrungen gemacht.