Maschendrahtzaun für Bienen problematisch?

  • Guten Tag miteinander,
    da ich nun erfolgreich umgezogen bin und meine Bienen auch einen neuen Platz bekommen haben, müssen sich meine Bienen und ich auf die Umgebung neu einstellen.
    Bis jetzt konnten sie immer raus aus der Kiste und los, wo hin auch immer sie wollten.
    Die neue Situation ist aber, dass ca. 8 m vor dem Flugloch ein Maschendrahtzaun (Masche Standartgrösse ca. 5-6 cm im Quadrat) mit einer Höhe von ca. 2,5 Meter + Stacheldraht oben drüber steht.
    Als ich dann mal bei besten Sonnenschein beim Zaun stand, ist mir aufgefallen, dass einige Bienen die kurze Strecke durch die Maschen nehmen und einige leider auch den Draht ignorieren. Momentan ist ja die Fliegerei nicht so stark im Gange, aber man macht sich natürlich Gedanken, ob da nicht was ver(schlimm)bessert gehört! :confused:


    Für mich stellt sich die Fragen, sehen die Bienen den Maschendrahtzaun überhaupt und gibt es sonstige Probleme oder Verletzungen durch diesen Zaun.


    Ich könnte ja den Zaum mit Kletterpflanzen begrünen, damit die Bieen den Zaun besser wahrnehmen, stellt sich nur die Frage, welche Pflanzen geeignet sind.
    Da ich für das Gelände auch verantwortlich bin und mir der Zaun nicht gehört, muss ich gewisse Sachen beachten. Der Zaun darf natürlich nicht beschädigt werden. Ich suche also nach Möglichkeit eine Pflanze wie die Zaunwinde http://pixabay.com/de/zaunwind…ig-unkraut-garten-169050/, welche den Zaun begrünt und im Frühjahr wieder frisch von untern hoch wächst.
    Der Stiel soll sich also nicht von Jahr zu Jahr verdicken und sich somit wieder halbwegs leicht aus dem Zaun entfernen lassen wenn er nach einem Jahr abgestorben ist. Die Pflanze soll jedes Jahr neu wachsen, ohne das ich etwas dafür tun muss. Die Bienen sollen sich natürlich auch bedienen können. Der Boden ist ähnlich einer Waldwiesen (Lichtung) beschaffen und somit müssen die Pflanzen sich auch dem Grasgegenüber durchsetzen können.


    Gibt es solche Pflanzen? Oder andere Frage, mache ich mir wegen dem Zaun zu viele Gedanken...!


    Wie immer danke ich schon im vorraus für eure erfahrenen Tipps!!!



    P.S.: Ich kann meiner neuen Gemeinde gar nicht genug danken für den schönen Platz, welchen ich zur Pflege erhalten habe! So zusagen beste Lage und rund um eingezäumt!

  • Die fliegen seit Jahren durch und/oder drüber, ich habe auch nie ein Problem erkennen können. Ich sah noch keine gegen den Draht fliegen... Also eher zu viele Gedanken.


    An meinem Maschendrahtzaun versuche ich so einjährige Ranker wie verschiedene Bohnen. Wachsen hoch, Blühen, erbringen neue Bohnen und verdorren im Spätherbst (jetzt). Wird im Frühjahr neu gesteckt.

  • Hallo Bienenmicha,


    Warum unbedingt den fremden Zaun begrünen. Wennst wirklich was tun willst, kannst da in 1 m Abstand - so dass Du zwischen Zaun und Pflanzen durchgehen kannst auch z.B. Fichten oder Corifee pflanzen und ähnlich einer Hecke schneiden. Wennst Glück hast honigen Fichten oder Tannen. Aber bitte Vorsicht beim Schneiden, immer nur gemäßigt schneiden und zwar so, dass noch weiterhin Grün am Zweig ist. Gut - köpfen kannst die Pflanzen auch auf halber Höhe, sieht eben dann etwas ulkig aus.



    Ansonsten könntest evtl. Wein anpflanzen, und darauf achten, dass die Ruten nicht durch den Zaun wachsen, sondern die Haupttriebe nur auf einer Seite des Zaunes sind und die "Haltewurzeln" sich am Zaun festkrallen. Beim Wein hast allerdings Probleme beim Rückschnitt, da beim falschen Schnittzeitpunkt der Wein "verblutet".


    Achja, kannst ja auch Dalien oder andere halbhohe Gewächse davor pflanzen...


    Gruß GM


    PS: persönlich habe ich etwas gegen Efeu. Aber so gut wie alle Pflanzen verdicken ihre Triebe.


  • Warum unbedingt den fremden Zaun begrünen. Wennst wirklich was tun willst, kannst da in 1 m Abstand - so dass Du zwischen Zaun und Pflanzen durchgehen kannst auch z.B. Fichten oder Corifee pflanzen und ähnlich einer Hecke schneiden. Wennst Glück hast honigen Fichten oder Tannen. Aber bitte Vorsicht beim Schneiden, immer nur gemäßigt schneiden und zwar so, dass noch weiterhin Grün am Zweig ist. Gut - köpfen kannst die Pflanzen auch auf halber Höhe, sieht eben dann etwas ulkig aus.


    Danke schon mal für die Antworten.
    Der Eingezäumte Bereich hat bereits 3 riessige Lärchen und andere grosse Gehölze, jede Menge wildwachsende Brombeer und Himbeerpflanzen sowie einen Waldwiesenboden mit jede Menge Wurzeln von den Bäumen und was da noch so rumwächst. Das Grundstück ist auch nur auf unbestimmte Zeit geliehen und somit kann ich nur hoffen, dass die Gemeinde nicht irgend wann auf die Idee kommt, das sie das Grundstück besser nutzen könnte. Die Fluglöscher schauen ca. in Richtung Süd-Ost und ich wollte die Morgensonne schön auf die Bienenkästen leuchten lassen. Wenn ich dann einen haufen Büsche zusätzlich davor baue haben die Bienen von der Sonne nichts mehr ausserdem wächst das Gehölz ja nicht so schnell, wie z.B. irgend welche Winden ect.


    Hinter den Kisten und da wo meistens der Wind herkommt wird sowieso aussreichend begrünt (bzw. ist es das schon) mit Weissdorn, Wildrosenbüschen und was sonst noch so geht. Meine Frau besteht noch auf einen Apfelbaum.


    Also wie schon geschrieben, mir geht es in erster Linie um den Zaun (leichter Bewuchs für eine bessere Sichtbarkeit im Fall der Fälle)und ob die Bienen damit ein Problem haben oder nicht. Ansonsten bin ich über jeden Sonnenstrahl an dem Ort dankbar, weil die grossen Gehölze schon ausreichend Schattenspenden. :daumen:

  • Hallo Micha,
    schau mal , das ist ein Abstand von ca, 1,30 m
    Gruß Jürgen


    Danke, das beruhigt ja schon mal, Jürgen.
    Aber die Kapuzinerkresse scheint mir auch eine gute Idee zu sein. Weis jemand, ob die Bienen die Büten befliegen? Essen kann man sie ja auch noch und Gesund soll sie sein. Ja was will man den noch! Danke!! :p_flower01:



    Eine Zwischenfrage mal noch mittendrin. Weis jemand, ob Bienen sich mit Hühnern vertragen? Oder picken die Hühner die Bienen vom Flugloch weg?!?

  • Bienen mit Hühnern geht gut, nur den Totenfall vor der Beute sieht man nicht mehr, die werden weggeräumt, sobald sie nicht mehr direkt vor dem Flugloch liegen.

    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Ich bin mir ja nicht sicher, was das Thema hier macht - aber na gut.


    Bienen und Hühner geht - man hat halt manchmal Kacke auf dem Dach der Beuten und an den Füßen, wenn man die Bienen bearbeitet
    - und mir ist mal ein Huhn "erstochen" worden, es schien aber so, als sei es ohnehin nicht mehr fit gewesen.


    Der Bienenfreund

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21