Schadet die Varroa ausgewachsenen Bienen?

  • Wieder mal eine Frage aus der Kathegorie "Extrem-Anfänger": Schadet die Varroa "nur" der Brut, oder auch den ausgewachsenen Bienen? D.h. wenn ich in der brutfreien Zeit ein stark befallenes Volk habe, muss ich sofort behandeln, um dem Volk noch eine Chance zu geben, oder kann ich es getrost mit der Restentmilbung in vier Wochen mitmachen?

  • Hallo HerbertP!


    Die Bienen, die durch die Varroa befallen sind, werden natürlich geschädigt. Um diese Zeit kann man mit einer Behandlung nichts mehr retten. Die befallenen Bienen sind schon geschädigt und somit kurzlebig. Mit einer weiteren Vermehrung bis zur Restentmilbung ist auch nicht zu rechnen. Ich würde bis zur Restentmilbung warten.


    MfG
    Honigmaul

  • Bei Brutfreiheit dann bitte auch sofort.
    Wozu auf einen Termin im Kalender warten?
    Wenn ein starker Befall vorliegt, dann ist die Frage, wie hoch ist der Schaden an den vorhandenen Bienen schon? Wie geschädigt sind sie schon geschlüpft? Wie oft werden sie von Milben jetzt noch angestochen und wieviele der vorhanden gesunden Bienen erleiden das jetzt noch?
    Genau das kann man durch eine solche vorgezogenen Behandlung erreichen - Brutfreiheit vorausgesetzt -
    weitere Schäden und neue Schäden vermeiden.
    Letztlich ist aber die Weiche eigentlich gestellt durch die Menge der gesund erbrüteten Winterbienen. Nebenkriegsplätze durch Fraß an adulten gibt es aber durchaus.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Danke für die Antworten


    Es wäre aber möglich, bei diesem Volk die Restentmilbung vorzuziehen. Brutfrei ist es eh, d.h. man könnte sofort Oxalsäure draufgeben.

  • Ups, jetzt hat sich ein Posting überschnitten. Gut, in dem Fall behandle ich sobald wie irgendwie möglich, und berichte euch nachher, wie es ausgegangen ist.

  • Hallo !


    Bei Brutfreiheit dann bitte auch sofort.
    Wozu auf einen Termin im Kalender warten?


    Liest DU den Drohn ?
    Der schreibt hier anderes.


    Letztlich ist aber die Weiche eigentlich gestellt durch die Menge der gesund erbrüteten Winterbienen. Nebenkriegsplätze durch Fraß an adulten gibt es aber durchaus.


    Die Entscheidene es nicht.


    Wir haben in diesem Jahr das erstemal seit Jahren weider alle Völker behandelt, 1x Langzeit.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Eine weitere Überlegung ist, daß die Bienen wegen des "Juckens" unruhig sitzen und entmilbt eher zur Ruhe kommen.

  • Ich würde JETZT die Tage nutzen in denen es noch relativ warm ist und die Luftfeuchte hoch (vorausgesetzt ich imker nicht in DE ;) ), und OS verdampfen. Zum Träufeln ist es zu warm. Ausserdem würd ich mir diese Option noch offen halten.

  • Dann musst du Waben ziehen... Ist eine Option, aber nicht meine. (Königinnenverlust durch quetschen) und ich will die Bienen eigentlich jetzt weitgehend in Ruhe lassen und keine Waben mehr ziehen.


    Teelicht haste aber? Hier ein gutes Video dazu... https://www.youtube.com/watch?v=kUh8n4dRLd8


    Wichtig zu wissen ist halt, je feuchter es ist desto besser funktioniert die Behandlung und die Bienen sollten noch relativ locker sitzen. Abends wirkts besser als Morgens.

  • Eine Anfängerfrage an die Erfahrenen:
    Muss ein Volk unbedingt brutfrei sein um es mit Oxalsäure zu behandeln? Ich weiß, die Milben in den Zellen werden nicht erreicht aber die auf den Bienen sitzenden doch wohl, das müßte doch insgesamt entlastend wirken??


    Danke für Antworten
    Grüße Rubio