Entwicklung der Varroa

  • Moin Leute,


    mit der Entwicklung meine ich jetzt nicht die Entwicklungsstadien, sondern vielmehr die Verbreitungsgeschwindigkeit in unserem Lande.
    Die alten Hasen sind gefragt die noch Zeiten erlebten, in denen Varroa ein Fremdwort war.
    Stagniert die Varroaverbreitung, ist sie noch zunehmend, oder ist die Verbreitung eingedämmt und rückläufig? Gruß Klaus

    mir egal wer dein Vater ist, solange ich hier angel latscht hier keiner übers Wasser.

  • Moin Leute,


    mit der Entwicklung meine ich jetzt nicht die Entwicklungsstadien, sondern vielmehr die Verbreitungsgeschwindigkeit in unserem Lande.
    Die alten Hasen sind gefragt die noch Zeiten erlebten, in denen Varroa ein Fremdwort war.
    Stagniert die Varroaverbreitung, ist sie noch zunehmend, oder ist die Verbreitung eingedämmt und rückläufig? Gruß Klaus


    Die Varroa ist überall. In quasi jedem Bienenvolk. Wie soll man da von zunehmend, eingedämmt oder rückläufig sprechen? Sorry, deine Frage ist komplett sinnlos.


    Und jetzt beginnt das gleiche mit dem Kleinen Beutenkäfer. Und der Asiatischen Riesenhornisse. Die neue Nosema. Abseits der Imkerei: Kirschessigfliege, Walnussfruchtfliege, Marssonia, Tigermücke etc etc, alles in den letzten paar Jahren. Pro Jahr mindestens zwei neue Seuchen. Wilkommen in einer Welt, die Pandoras Büchse beiseite gelegt hat und dafür Pandoras Wasserwerfer in Betrieb genommen hat... :evil:


    Grüße,
    Robert

  • Sorry Robert,
    ich sprach erfahrene Nutzer an.
    Gruß Klaus

    mir egal wer dein Vater ist, solange ich hier angel latscht hier keiner übers Wasser.

  • Moin Leute,


    mit der Entwicklung meine ich jetzt nicht die Entwicklungsstadien, sondern vielmehr die Verbreitungsgeschwindigkeit in unserem Lande.
    Die alten Hasen sind gefragt die noch Zeiten erlebten, in denen Varroa ein Fremdwort war.
    Stagniert die Varroaverbreitung, ist sie noch zunehmend, oder ist die Verbreitung eingedämmt und rückläufig? Gruß Klaus


    Moin Klaus,


    ich bin jetzt leider auch nicht der "Erfahrene" Imker den du suchst, da ich leider noch nicht geboren war als die Varroa eingeschleppt wurde.
    Zu deiner Frage, die kannst du dir ganz leicht selbst beantworten. Wann hast du das letzte Volk gesehen, das absolut keine Milben hatte? Und selbst wenn es jetzt jemanden in Deutschland gibt der einen Stand hat, an dem es keine Milben geben würde, was würdest du daraus ableiten? Wäre deshalb die Varroa auf dem Rückzug?
    Die Antwort auf deine Frage ist, dass die Varroa weder auf dem Rückzug noch auf dem Vormarsch ist, weil alle Völker in Deutschland befallen sind. Es gelingt nicht die Milbe zu 100% zu eliminieren, daher werden die Milben immer in den Völkern bleiben. Es gibt Jahre mit mehr oder weniger Milben, aber auf dem Rückzug wird sie niemals sein....



    Ich entschuldige mich. Das ich nicht der Erfahrene bin, der dir diese Antwort gibt.


    Grüße,


    Maxikaner

  • Schade, ich habe gedacht, ein langjähriger Imker hätte mir dazu was sagen können. Z.B.:
    In den 90iger Jahren hatten wir weniger Probleme mit der Varroa, oder
    in den 90iger Jahren hatten wir mehr Probleme mit den Viechern, oder
    von den 90iger Jahren bis heute hält es sich die Waage, je nach Wetterlage ein Jahr mal mehr, mal weniger Befall. Eine gravierende Zunahme oder Abnahme ist in den letzten Jahren nicht erkennbar.
    Schade, hätte ja sein können. Gruß Klaus

    mir egal wer dein Vater ist, solange ich hier angel latscht hier keiner übers Wasser.

  • Hallo Klaus,


    ja, ist leider so. Manche Leute kommen mit den Milben meistens klar, manche nicht und andere sagen "sie kommen in Wellen". Sicher hängt das sehr stark von den örtlichen Gegebenheiten (Landwirtschaft usw.) und der Betriebsweise zusammen. Auch scheinen einzelne Bienenabstammungen (Zuchtlinien) unterschiedlich empfindlich zu reagieren. Also nichts genaues weiß man nicht! Tolle Ideen mit den entsprechenden Illusionen wurden schon zur Genüge produziert...


    Ich bin aber trotzdem gegen Pessimismus in diesem Zusammenhang!


    Gruß Jörg

  • Hallo Klaus,
    Ostseeküste ist schon mal gut,
    aber 0,49 Uhr, hast aber noch keine Schlafstörungen, oder ?
    las mich doch auch mal, ne !
    Nun zu deinen Fragen : als die Varoatose in den Achtzigern zu uns kahm waren die Völker in den ersten Jahren ja noch nicht so stark mit der Milbe durchsetzt wie Heute.
    Sommerbehandlung, totale Bruterneuerung, so wie Heute gab es nicht, war ja auch ervorderlich
    es gab eine Behandlung mit den unterschiedlichsten Mittel, ob zugelassen oder nicht, immer unter dem Motto, bist du Gottes Sohn so hilf dir selbst.
    Aber die Bienen haben es in der Regel überlebt.
    Auch ein Teil der Milben, gezwungener maßen wurden es immer mehr, so das wir nach und nach die Dichte von Heute haben
    Somit sind auch ganz andere Maßnahmen für die Bekämpfung erforderlich.
    Schwankungen in der Dichte der Milbe sind Heute von Brutzyklus der Völker abhängig,
    das beste Beispiel haben wir jetzt 2014,
    Milben , Milben und immer noch kein Ende, auch das ist nur auf den langen Brutzyklus zurück zu führen,
    also, keine Schwankung, oder sind es mehr oder weniger geworden,
    wird es nicht bald Kälter, wird die Milben dichte noch höher, hohe Verluste sind die Folge,
    Haben wir Pech, ist der Anfangsbestand für 2015 noch Höher als 2014
    über den Rest darf ich noch nicht nachdenken.
    Also Klaus, es ist nichts eingedämmt, auch nichts rückläufig.


    Gruß Jürgen

  • Hallo Klaus!


    Ganz von Anfang an war ich beim Varroaproblem auch nicht dabei. Aber ich habe das Geschehen mit bekommen. Am Anfang waren die Imker alle hilflos und es wurden alle nur erdenklichen Methoden angewandt. Die meisten waren wirkungslos, oder aus heutiger Sicht ein Wahnsinn. Nach kurzer Zeit kam dann das Varroamittel Apistan auf den Markt und wurde als Wundermittel gefeiert. Das waren Streifen, die nach der Honigernte einen Monat lang ins Volk eingehängt wurden und den Wirkstoff ab gaben. Die Wirkung war phänomenal und hielt bis zur nächsten Behandlung an. Man darf jetzt aber nicht den Fehler machen und sagen, damals kam man mit einer einmonatigen Anwendung aus. Offensichtlich hielt das frei gesetzte Mittel nach dem Entfernen der Streifen noch längere Zeit an, wodurch bis zur nächsten Behandlung die Schadschwelle nicht erreicht wurde. Doch nach ein paar Jahren traten schon die ersten Resistenzen auf. In der Zwischenzeit wurden die anderen Varroabekämpfungsmethoden entwickelt, insbesondere wurde auf die Rückstandsfreiheit Wert gelegt.


    An der alljährlichen Entwicklung der Varroa wird sich nicht viel geändert haben.


    MfG
    Honigmaul

  • Hallo Jürgen,



    das verstehe ich nicht. Wenn die Milbe im Volk ist, vermehrt sie sich. Im Grunde reicht doch eine lange Saison, wie in diesem Jahr, und die Katastrophe hätte folgen müssen. Waren die Behandlungsmittelchen damals erfolgreicher in Bezug auf die Milbenpopulation im Winter?



    Milben , Milben und immer noch kein Ende, auch das ist nur auf den langen Brutzyklus zurück zu führen,


    Oder liegts vielleicht auch an den Bienen, die durchbrüten, egal obs trachtet oder nicht? Sah es diesbezüglich vor 30 Jahren anders aus?


    Gruß Sven

  • Mein Pate, Gotthabihnselig, hat die ersten Jahre die Varroa mit einem Milbenmittel für Schweine aus Polen behandelt, bis AS aufkam.
    Ich hab Windeln gesehen, die in mehrfacher Schichtdicke mit Milben voll waren - die hätte man nicht mehr zählen können.
    Da frag ich mich aber schon, warum heute so relativ wenig Milben im Vergleich zu damals schon die Völker killen?
    DDT war damals schon weltweit geächtet, das kann's also nicht gewesen sein. Aber was war es dann?


    (und ich bin glücklich darüber, daß ich spät genug mit der Imkerei angefangen habe, um die grausigen Verbrennungen nicht miterlebt zu haben. Einer aus dem Verein hat sich damals deshalb aufgehängt.):-(

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Zitat

    Da frag ich mich aber schon, warum heute so relativ wenig Milben im Vergleich zu damals schon die Völker killen?


    Eine Erklärung dafür wäre, dass sich die Viren, die durch die Varroa übertragenen werden, erst flächendeckend verbreiten mussten.


    Eine 2. Erklärung wäre, dass füher tatsächlich gar nicht mehr Milben vorhanden waren, diese aber durch die angewendeten Mittel sehr plötzlich abfielen. Bei den jetzigen Thymol und auch AS Anwendungen ist der Milbenfall doch auf mehrere Behandlungen und mehrere Monate aufgeteilt. Ich kann mich noch erinnern, bereits einen Tag nach dem Einhängen des Apistanstreifens war der Milbenfall voll im Gange. Nach dem Schlupf der letzten Brutzelle war auch die letzte Milbe gefallen. Der Abfall war genau so schlagartig wie er angefangen hatte, auch wieder zu Ende.


    MfG
    Honigmaul

  • Vielen Dank für die Antworten. Einiges ist nun klarer für mich geworden. Gruß Klaus

    mir egal wer dein Vater ist, solange ich hier angel latscht hier keiner übers Wasser.