Bienengeeignete Stauden, die nicht vom Reh gefressen werden

  • Na das ist ja mal sinnig.
    Ein Tor darf sein, der Zaun dazu nicht. Vielleicht fehlt da ein "h"?
    Die Hecke ist doch nie dicht; und wie ist es mit Trockenmauern, dürfen die denn sein? Irgendwas Wild-dichtes muss doch zum Tor genehmigt werden.
    Seltsame Regeln in Hessen.


    Gut, dass die Buchen nicht Tracht-relevant sind. Denen geht es hier nämlich gerade vom "Neuwild" an den Kragen, besser gesagt an die Rinde.

  • Vielen Dank für eure antworten und sorry fürs OT

    Schneeglöckchen, Märzenbecher?

    Na wat denn :)

    Scilla? Muscari?


    Die Beschreibung von Muscari trifft zu. Ich kann mich sogar an einigen Blüten in einer Gartenecke davon erinnern.
    Aber so viele Blüten waren es doch nicht, obwohl diese Ecke mittlerweile mit dieser Pflanze bodendeckend voll ist. Es kann sein, dass diese Ecke im Herbst gemäht wurde und die Zwiebeln dann keine Kraft für Blüten übrig hatten. Aber dieses Jahr habe ich mit viel Mühe sie beim Unkrautrupfen verschont, wenn keine reiche Blühte kommt, kommt der Rasenmäher wieder :lol:

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • wenn keine reiche Blühte kommt, kommt der Rasenmäher wieder :lol:


    Klingt komisch, aber immer wenn ich einer Pflanze konsequent gedroht hab (oder sie schon geistig entsorgt hatte), fühlte diese sich bei ihrer Ehre gepackt und gedieh.


    Einen Blütenteppich wünscht,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Am Freitag zwei fette Töpfe mit Staudensonnenblumen ausgepflanzt. Am Sonntag war'n se ab...
    Kann man Killerbienen auf Rehe ansetzen? :evil: Und wo bleibt eigentlich die Rehragoutfliege, wenn man sie braucht?


    Ich träume von gefülltem Rehkrustenbraten mit Honig überbacken...
    Kikibee


  • weißt jemand zufällig, welche Zwiebel(blumen) schon Ende September aus dem Rasen wachsen und ähnliche Blätter wie Schneeglöckchen oder Merzenbecher haben?


    Ich habe sie sowohl dieses Jahr als auch letztes Jahr beim Rasenmähen verschont, aber ich kann mich an keine Blüten davon erinnern!


    nun weiß ich es, es sind Kleine Traubenhyazinten und sie werden fleißig angeflogen, obwohl sie zu einer Zeit blühen, in der vieles anderes blüht.
    Die verdrängen bei mir die Krokusse und daher werde ich sie umsiedeln. Krokusse finde ich wichtiger, da sie den ersten Pollen anbieten.

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant


  • Moin,
    nö - meine Winterastern haben sie dieses Jahr schon zum zweiten mal abgefressen - ich glaub' ich kann die ersetzen. Blühen werden sie nun sowieso dieses Jahr wohl nicht mehr. Jedenfalls lief das voriges Jahr so.


    Sonnenblumen beißen sie auch zumindest erst mal ab.... wenn's nicht viiiiele sind.


    Rehe fressen wirklich fast alles. Zumindest kosten sie ausgiebig und merken erst spät, daß es nicht schmeckt. Aber putzig sehen sie aus.... :))


    Allerdings gibt's hier soviel Brombeeren, daß sie die nicht schaffen, Weißdorn genauso.


    Grüße ralf_2

  • Moin,

    ist zwar schon etwas her mit dem Thema, aber ich hol es mal wieder hoch, weil wir, Christine und ich, gerade etwas verzweifeln.

    Meine Eltern haben an der Ostsee ein kleines Häuschen, dass wir fit gemacht haben (lange Geschichte...)

    Der hintere Teil des Gartens grenzt durch einen kleinen Wall (Windschutz Teil 1) an ein Feld, was regelmäßig bestellt wird.

    Auf dem Wall wollten wir eine Hecke aus allem pflanzen, was piecksig ist, damit da das Wild nicht in den Garten kommt:
    Weißdorn, Sanddorn, Schwarzdorn, Stechpalme, Berberritze, Heckenrose, Feuerdorn.

    Nachdem die Büsche letzten Winter ein wenig angeknabbert worden sind, haben die Rehe dieses Jahr nahezu ganze Arbeit geleistet. Nahezu alle oben genannten Pflanzen sind bis auf 40/50cm runter gefressen worden.

    Christine könnte einen Schreikrampf kriegen.....

    Selbst den einen Sanddorn, der gut 1m hatte, ist ratzekahl gefressen.....

    Habt ihr mittlerweile noch ein paar gute Tipps? Mehr Pflanzen? Enger setzen?

    Ansonsten bleibt nur noch einen Schutzzaun ziehen, der nur semi funktionieren wird, da unsere Nachbarn alle Lücken in ihren Zäunen/Hecken haben, die Rehe also von vorne rankommen, oder Verbißmittel (Blutmehl, etc.) einsetzen.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Es ist und bleibt mühsam. Wir erschweren mit grobem Baumschnitt (sperrigen Ästen) den Zugang und lassen schon 2m vorher alles wuchern, was kommt. Die Zielpflanzen schneide ich ein-, zweimal im Jahr etwas frei, so dass sie Luft und Licht bekommen. Inzwischen wächst es an vielen Stellen und die Rehe laufen außen rum. Immerhin such die Wildschweine inzwischen meist leichter zugängliche Wiesen auf. Lücken und Trampelpfade durch den Verhau gibt es bei uns auch.

  • Moin, Moin... Andreas : Irgendwie sind Deine Aussagen etwas widersprüchlich: Wenn die Schutzhecke gegen das Wild endlich dicht ist, wird das Rehwild doch auch von vorne und über die Nachbargrundstücke kommen...

    Mein Tip zur Vergrämung: So viele wie möglich CD´s mit rottefestem Draht auf dem Wall aufhängen. Die müssen viel blinkern. Als Verbissschutz und vielleicht zusätzlich leisten Estrichmatten gute Dienste. Die Matte rund formen und mit Kabelbindern zusammenbinden. Im Baumarkt gibt es auch wellenförmig geformte "Verbinder" , die mensch durch die Maschen stecken und zur Stabilisierung mit der anderen Hälfte in Erdboden versenken kann.

    Vor ein paar Jahren haben meine Frau und ich mal 200 oder 300 solche Gestelle aus einem Brombeerdickicht befreit, wo sie Kirschen und Ahorne geschützt hatten Wir brauchten dafür dann nix bezahlen. Heute setzen wir diese Dinger sehr erfolgreich überall dort ein, wo wir etwas neu pflanzen, bei Bäumen, Büschen und Stauden. Die Lebensdauer beträgt hier bei nicht salzhaltiger Luft etwa geschätzte 15 Jahre. Sie sind aber ja auch nicht ganz billig.

    "Gebt mir einen Grund für Euren Optimismus!"

    Max Czollek, 2019

  • Einzäunen (Gattern sagen die Förster) hilft allenfalls gegen Rehwild. Gegen Wildschweine braucht man einen robusten, untergrabsicheren, festen Zaun, ansonsten drücken die sich überall durch, auch durch die dornigste Hecke, wenn sie dahinter Interessantes wittern. Da lockt schon ein einziger Obstbaum oder der Kompost oder die Regenwürmer in der PSM-freien Wiese.

    Die beste Strategie: Entspannen und gewähren lassen. Mehr Aufwand ist für ein nicht ständig bewohntes Grundstück kaum realisierbar für einen zuverlässigen Schutz.

  • Wir sind seit 2 Jahren auf einfachem Wildzaun umgestiegen. Den gabs beim Förster als eine Schonung ausgezäunt wurde zum 0 Tarif. Die Maschen werden nach oben größer, er ist leicht und fällt nicht so sehr in der Landschaft auf. Bei uns fegte der Bock immer die Stämmchen der selbst gezogenen gepflanzten Bäume (Linde und Ahorn) kahl, was dann das Ende für den Baum war. Ein Gestell aus 3 Stangen als Anwuchshilfe und den Wildzaun darumgenagelt und jetzt ist Ruhe.
    Gruß Micha

  • Moin,

    danke für eure Antworten.
    Christine und ich haben das heute auch noch mal lang und breit über die einzelnen Möglichkeiten diskutiert und in wie weit es Sinn macht, noch mal was anderes zu probieren (Verbißbänder, CD's im Baum/Strauch, Blutmehl als Verbißmittel, mehr Sträucher, Flatterband, etc.) und sind doch immer wieder auf den gleichen Schluss gekommen:
    Wahrscheinlich geben wir viel Geld für Pflanzen und das ganze Gedöns aus, aber nur ein Zaun schützt im Endeffekt wirklich.

    Wir werden uns wohl einen Forstzaun (oben größere Maschen) zulegen. Die 100€ (70€ alleine für die Pfosten) sind allemal besser investiert als noch mal viel Geld für Stauden und Gehölze ausgeben und gefrustet sein, wenn die Hecke immer noch nichts geworden ist.

    Für eine Totholzhecke oder 2m Wildwuchs haben wir leider keinen Platz in der Tiefe, da gleich hinter dem Wall, den wir bepflanzen wollen, das Feld anfängt....

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool: