Imkern mit wenig Aufwand

  • Ich hab dieses Jahr mit 5 Volker angefangen. 12er Dadant
    Gekauft:
    - 6 Beuten (ohne Honigräume inkl. ASG Boden Deckel ...)
    - 4 Honigräume
    - alle Rähmchen mit Pilzköpfe
    - 3 Beutenböcke á 2Beuten
    - Werkzeug & Co.
    - Farbe für alles
    - 6 NassPro
    - ZUCKER (für Ableger und Schwarmfütterung)
    - Sirup (Winterfutter)
    - Mittelwände
    - Auf und Ab Rührer
    - Paar Eimer
    - imkerverein
    - 1 Wirtschaftsvolk mit 10 ausgebaute Honigwaben
    - 1 Ableger
    - 1 begattete Kö
    - 1 Unbegattete KÖ
    - Kurs
    - und bestimmt was was ich noch vergessen hab [emoji6]


    nicht gerechnet Bücher ect.


    1800€


    Jetzt fehlen aber noch paar Honigräume inkl. Rähmchen für nächstes Jahr und im Moment nur eine freie Kiste (ob das reicht [emoji6])

    mein Fahrradlicht ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und ich ganz knapp hinterher


  • 1.) Ich glaube, daß man mit ganz wenig Geld- und Zeiteinsatz ganz toll imkern kann, egal mit welcher Kiste!


    Das glaube ich auch!
    Mit 500,-€ kommst Du locker hin. Du mußt Dir nur im klaren sein, daß es in den Folgejahren nicht dabei bleibt... Wenn Du Glück hast, kannst Du Dir vielleicht gebrauchtes Equipment kaufen, vielleicht schenkt oder überlässt Dir ein Imker günstig Ableger oder Schwärme und eine Schleuder ist bei 2 Völkern auch nicht nötig- die könntest Du dir erstmal leihen. Wenn Du keinen Raps in Deiner Nähe hast, kannst Du auch nur 1x pro Jahr schleudern, das würde den Aufwand minimieren. Wie viel Zeit man für seine Bienen aufwendet, hängt mit Deiner 'Betriebsweise' zusammen, die wirst Du Dir erst im Laufe der Jahre zurechtstricken, zudem fehlt am Anfang einfach die Routine und jeder Handgriff dauert länger. Ich unterstütze die Aussagen meiner Vorredner- am besten wäre es, einem Imker in Deiner Nähe ein Bienenjahr lang nicht nur über die Schulter zu gucken, sondern mit anfassen zu dürfen- dann erübrigen sich viele Fragen.

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Hallo Nr. 15,


    ich hatte vor Jahren ähnliche Probleme Familie und Vollzeit-Job mit dem Beginn des neuen Hobbys "Bienen" unter einen Hut zu bekommen.
    Allerdings waren meine Einschränkungen weniger finanziell, sondern mehr zeitlich, was nicht heisst, dass ich mit grossem Vermögen gesegnet bin.


    Es gibt die Möglichkeit mit wenigen Eingriffen ein Bienenvolk zu führen, auch als Anfänger. Grundlage sollte aber auf jeden Fall eine fundierte theoretische Ausbildung sein. Danach ein Pate oder Mentor, der auch verfügbar ist, wenn Fragen auftauchen, und das nicht nur anfangs sagt.


    Meine "Grundausbildung" habe ich vor Jahren beim "Bienen Bert" gemacht. Das hatte den Vorteil, dass Du alle theoretischen Grundkenntnisse und viele Variationsmöglichkeiten an 2 Wochenenden vermittelt bekommst. Gerade für Interessierte, die nicht ein halbes Jahr oder mehr jedes Wochenende den Bienen widmen können oder wollen, der meiner Meinung nach ideale Einstieg.


    Die Details für den nächsten VHS-Imker-Kurs im Januar 2015 vom "Bienen Bert" findest Du auf seiner website:
    www.imker-honig-bienen-bert.info


    Viel Glück!


    Petra

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  • Guten Morgen,


    ich denke auch, dass man mit 500,- € am Anfang auskommt, wenn man mit dem Material von anderen entdeckeln und schleudern kann.
    Und man kann auch mit nur einem Volk beginnen, wenn man so gut vernetzt ist, dass man kurzfristig eine Brutwabe, eine Futterwabe oder eine Ersatzkönigin oder auch nur eine Kiste für einen Schwarm benötigt. Die Mitgliedschaft in einem Verein oder wenigstens die enegere Bekanntschaft mit anderen Imkern ist da notwendig.
    Eigenbrötler müssen mehr eigenes Material vorhalten und eben auch finanzieren.


    Auch die wöchentliche Arbeitszeit kommt mir bei 1-2 Völkern durchaus realistisch vor. Allerdings glaube ich, dass das Erlernen der Imkerei mehr Zeit in Anspruch nimmt. Ich habe einen Kurs bei der Volkshochschule gemacht. 6 x Mittwoch abend 1,5 Stunden Theorie, 6 x Samstag morgens 3-4 Stunden Praxis. Und solche Kenntnisse wie sie da vermittelt werden sollte man nach meiner Meinung schon erworben haben, bevor man die Verantwortung für ein Bienenvolk übernimmt.
    In der Praxis stellt sich dann ja auch erst heraus, ob es einem wirklich Spaß macht.


    Gruß
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Es ist schon irgendwie witzig. Da geben viele Leute >2T€ für ein Radl aus um steile Berge hoch zufahren oder für ein Brett um vor dem Wind übers Wasser zu surfen. Vom dem dazu notwendigen Funktionsgewand ganz zu schweigen. Viele Familien geben pro Jahr viele T€ aus um mal zwei Wochen in Urlaub zu fahren. Wieviel T€ kostet uns der fahrbare Untersatz pro Jahr.
    Tiere und deren Haltung sind offenischtlich der Gesellschaft nicht mehr viel wert, auch wenn die Investition sich über viele Jahre hinweg erhält und der Familie und dem Einzlenen einen hohen Nutzwert bringt.


    Gruß
    Reiner

  • Hallo zusammen,


    reiner :
    Bei Bienen gebe ich Dir völlig recht, bei Hunden, Katzen oder Pferden habe ich das allerdings noch nie beobachten können.


    @all:
    Wirtschaftliches Denken, auch bei einem Hobby, kann ich sehr gut nachvollziehen.
    Billig ist nicht gleichzusetzen mit preiswert.
    Falsche Sparsamkeit oder gar Geiz kann ich nicht verstehen.


    Wer sich ein Hobby nicht leisten kann, der sollte es bleiben lassen.


    Petra

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  • Der Hintergrund für die "neue Sparwut" ist wohl weniger falscher Geiz, als vielmehr das Ende des Zeitalters der Konsumkredite, mit denen genannte Hobbies, Fahrzeuge, Häuser und Urlaube in der Vergangenheit bezahlt wurden. (Oder auch nicht.) Die Löhne steigen eben nicht so schnell, wie die Preise für Konsumgüter. Kommt bald wieder die Zeit, in der es nur Geistlichen und Beamten finanziell möglich ist, Bienenvölker für den Eigenbedarf an Honig zu halten?


    Der Trend zum Selbstbau und zu den "Einfachbeuten" (Achtung: Reizwort...) kommt nicht von ungefähr sondern stehen als Zeichen der Zeit in einem größeren Zusammenhang. Es schlägt bald wieder die Stunde der "Volksbeute" für die einfachen Leute. Die restliche Imkerei wird wohl irgendwann wie eine Kolchose staatlich organisiert werden. Größer, schneller, weiter, subventioniert und durch durch Bestimmungen aller Arten geregelt. (Sprich: fremdbestimmt.)


    Herbststimmung.


    Die Augen reibend,


    Bernhard

  • Hallo Reiner,


    hast Du irgendwelche Erkenntnisse, dass hier jemand zweimal im Jahr auf die Malediven zum surfen fliegt aber für die Imkerei nur 500,- € investieren will?
    Wahrscheinlich gibt es die wirklich. Aber ganz ohne Zweifel gibt es auch solche die tatsächlich ein knappes Budget zur Verfügung haben ohne ansonsten im Luxus zu schwelgen.
    Und die dürfen natürlich auch Bienen halten. Wenn der Eine oder Andere hier auch gerne eine Mindestinvestitionssumme gesetzlich vorschreiben würde.


    Gruß
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Bernhard :
    wenn ich von einem Bekannten höre, wie sein Umsatz mit "Premium-Futter" und Leckereien sowie sonstigem SchnickSchnack für Hund und Katze in den letzten 2 Jahren gewachsen ist, dann gilt Deine These wohl nur für die Bienen und nicht allgemein für Haustiere.

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  • Also, ehrlich, ich weiß nicht wo Euer Problem ist.


    Auch ich habe mit 2 Ablegern (klein)angefangen.
    Wenn mann sich ein neues Magazin kauft, ist dieses (inkl. Rähmchen) viel günstiger als eine neue, unhandliche Bienenkiste für 245,-teuronen.


    Das Schöne an der Bienenhaltung ist doch, ( im Gegensatz zu Hund-Katze- und Pferdhaltung, die wo ständig nur Arbeit undGeld kosten) dass in der Imkerei meistens Geld reinkommt.



    Also....mittlerweile isses bei mir so, dass mir meine Bienen seit Jahren meinen novemberlichen Jahres-Urlaub auf den Kanaren finanzieren :lol:


    Ich versteh nicht, warum Imker immer jammern und einen auf "geizig" machen.
    sind wir doch mal ehrlich. Imkern ist ein Hobby, welches neben Spass an der Freude auch noch "Taschengeld" einbringt, oder etwa nicht?:wink:
    (Es sei denn man(n) "imkert" in einer Bienenkiste:cool:)


    Dem Threaderöffner empfehle ich wärmstens bei seinem Honiglieferanten oder anderem Imker in seiner Nähe als "Patenkind" mitzuimkern.
    Bei gefallen an der Bienenhaltung würde ich mir ein anständiges Magazin (Dadant oder DNM1,5:wink:) kaufen.
    In einem Magazin kann man(n) genauso "einfach" nix tun wie inner Bienenkiste. :u_idea_bulb02:
    Das Magazin lässt einem aber die Möglichkeit, etwas zu tun, wenn´s sein muss.


    Sonnige Grüße
    Regina


    P.S. ....Wer für ein "Hobby" keine Zeit übrig hat, der sollte erst gar nicht damit anfangen.

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

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