Imkern mit wenig Aufwand

  • Hallo allerseits,


    über einen Zeitungsartikel bin ich zunächst auf die Bienenkiste aufmerksam geworden. Ich hatte mich vor einer Weile schon mal mit dem Gedanken getragen, ob Imkern nicht ein Hobby für mich wäre. Abgeschreckt wurde ich damals aber von Aussagen wie "man braucht Anfangsinvestitionen von mindestens 1600 €" und "im Sommer muss man pro Woche 2-3 Stunden aufbringen". Die Versprechungen der Bienenkiste klingen da für mich interessanter: wenig zeitlicher Aufwand und deutlich geringere Anfangsinvestitionen.


    Durch einiges Lesen hier im Forum habe ich verstanden, dass man mit mindestens zwei Völkern starten sollte (das wäre für mich auch gleichzeitig erstmal die Obergrenze). Mein Wunsch geht dahin, dass ich pro Woche im Sommer bereit wäre 15-30min zu investieren - Sichtkontrolle und den ein oder anderen einfachen Handgriff, der getan werden muss. Zur Honigernte (1-2x pro Sommer, richtig?) kann es dann auch mal mehr sein, das ist klar,sollte aber auch im Bereich 0,5 Tage bleiben. Warum? Ich habe drei Kinder im Alter von 8 Wochen bis 4 Jahre - mit denen möchte ich den großteil meiner Freizeit verbringen, nicht mit den Bienen. Ich möchte, dass die Kinder viel über die Natur lernen (geht hier auf dem Dorf auch ganz gut), da wären eigene Bienen sicher auch gut für (wenn die Kinder bei verschiedenen Dingen dabei sein oder sogar ein wenig mithelfen können). Mit wieviel Zeitaufwand gerade im Sommer würdet ihr rechnen, unter der Maßgabe "nur das nötige tun" und nicht als "Bschäftigungstherapie"?


    Durch verschiedene Diskussionen hier im Forum habe ich verstanden, dass die Bienenkiste zwar einfach aufgebaut ist, aber von der bewirtschaftung nicht unbedingt einfach bzw zeitoptimal. Das scheint mir eher auf eine Beute mit Rahmen zuzutreffen. Die Vielfalt dort ist für mich aber erstmal noch verwirrend. Nur ganz grundsätzlich: was sollte man wählen, wenn man das ganze zeiteffizient und mit niedrigen Kosten betreiben will?


    Zur Ausrüstung: sollte man bei zwei Völkern schon eine Schleuder anschaffen? Ich habe zB bei der Bienenkiste gelesen, dass man mit 15kg Honig pro Volk und Jahr rechnen sollte (somit also 30kg bei 2 Völkern). Entspricht ds in etwa euren Erfahrungen? In einer ersten schnellen suche habe ich bei 3-2-1-meins eine Edelstahlschleuder mit 120W Elektromotor für 270€ gefunden. Scheint mir ein fairer Preis, ist sowas für den Anfänger tauglich? Klar geht es immer besser, toller und teurer - ich muss die endliche Ressource Geld aber auf verschiedenes aufteilen, nicht nur auf ein Hobby "Bienen", daher wäre "preisgünstig aber (hinreichend) gut" die Maßgabe.
    Wir essen geschätzt 1.5-2 Gläser Honig im Monat, den wir derzeit von einem Imker im Nachbardorf holen. Die Imkerei wäre vor allem für den Eigenbedarf und evtl zum Verschenken an Verwandte und Freunde. Außerdem eben um den Kinder ein weiteres "Naturerlebnis" zu bieten. Kann man eigentlich wenn man zwei Völker hat noch in die Sommerferien fahren, sagen wir mal 2-3 Wochen Urlaub im August oder muss man dann zu hause bleiben, weil immer wieder was zu tun ist?


    Wo würde ich mit einer Erstausrüstung die den oben genannten Vorgaben entspricht preislich etwa liegen? Geht das unter 500€? Ist preiswert - anfängertuaglich - wenig Zeitaufwand überhaupt machbar?


    Vielen Dank schonmal für Eure Antworten. Ich bin gespannt, was ihr schreibt, ob meine Wünsche erfüllbar sind oder ob ihr es mir gleich alles wieder ausredet :-)


    Viele Grüße,
    Nr15

  • Hallo Nr.15,
    500€
    -2 x Kasten a 100€
    -2 x Volk a 100 €
    ============
    100 €
    da bleibt nicht mehr viel Luft.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo Nr15,


    du möchtest einen Tipp für folgende Vorgaben?

    ...ein Hobby für mich
    ...pro Woche im Sommer 15-30min
    ...Zur Honigernte (1-2x pro Sommer...)...im Bereich 0,5 Tage...


    Ganz ehrlich? Klar und direkt?
    Versuch dich mit dem Imker im Nachbardorf (von dem du deinen Honig beziehst) dergestalt anzufreunden, dass du mit deinen Zwergen jederzeit seine Stände besuchen kannst (um ihnen die Natur nahe zu bringen). Schaue ihm alle 2-3 Wochen bei der Arbeit über die Schulter und biete ihm an, ihn bei der Honigernte tatkräftig zu unterstützen.


    So bleibst du zeitlich unabhängig für Freizeitaktivitäten und Urlaub, finanziell reichen deine 500 € für´ne Menge Honig von o.g. Imker und die Schleuderanschaffung sparst du obendrein.


    Genau dies verstehe ich unter der Maßgabe:

    "nur das nötige tun"...


    ...in Verbindung mit dem Begriff "Hobby"


    Nebenbei bemerkt:
    Eine eigene Schleuder ist immer eine gute Sache, bei 1-2 Völkern jedoch eher dekadent.


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."

  • Zitat

    Ich habe drei Kinder im Alter von 8 Wochen bis 4 Jahre - mit denen möchte ich den großteil meiner Freizeit verbringen, nicht mit den Bienen. Ich möchte, dass die Kinder viel über die Natur lernen (geht hier auf dem Dorf auch ganz gut), da wären eigene Bienen sicher auch gut für (wenn die Kinder bei verschiedenen Dingen dabei sein oder sogar ein wenig mithelfen können). Mit wieviel Zeitaufwand gerade im Sommer würdet ihr rechnen, unter der Maßgabe "nur das nötige tun" und nicht als "Bschäftigungstherapie"?


    Hallo,
    beratungsresistent bist du anscheinend nicht.
    Mein Vorschlag wäre, spar dir dein Geld und suche dir einen Imker bei dem du nächstes Jahr "mitmachen" kannst. Du lernst dabei etwas über Bienen, hast aber nicht gleich die Verantwortung dafür am Hals. Die Familie, also Frau und Kinder haben bestimmt auch die Gelegenheit, sich das ganze mal anzuschauen. Vor allem siehst du mal wieviel Zeit wirklich benötigt wird. Wenn du feststellst das die Imkerei wirklich etwas für dich und deine Familie ist, hast du im Folgejahr noch etwas mehr Geld in der Hinterhand und vor allem einen Imker der dich als Bienenpate unterstützen kann/würde.
    Das ganze ist nur als gutgemeinter Rat zu verstehen und kann dir deine Entscheidung nicht abnehmen.

    Grüße, Horst -- Wer nichts macht, kann nie etwas richtig machen. --

  • Hallo Nr. 15,


    mit 500 EUR und deinem Zeitaufwand kannst du schon mit zwei Völkern starten. Pro Kiste liegst du mit Rähmchen / Wachs und Zubehör bei rund 150 EUR. Dann noch nen Ableger für 50 EUR und noch Einsteigerzubehört für noch mal rund 100 EUR. Dann sind deine 500 EUR weg. Dazu noch ne Unterstützung vom Imker im Nachbardorf (bei dem du ggf. auch schleudern kannst). Zeitaufwand ist so eine Sache. Theoretisch reicht das aus - und wird auch nur von April bis Juli benötigt. Aber Anfangs guckt man doch genauer hin. Man ist halt neugierig und da ist man schnell bei einer Stunde / Woche. Ich habe zwar nur zwei Kinder (im Alter von 1 und 3 Jahren) und bin im letzten Jahr angefangen mit der Imkerei - aber das bekommt man schon unter einen Hut.


    Vielleicht wäre es jedoch Anfangs eine Möglichkeit, dass du dir ein oder zwei Völker von dem Imker aus der Nachbarschaft mietest? Der kann also ein oder zwei Völker bei dir in den Garten stellen, ihr bearbeitet die Völker gemeinsam (oder wenn du keine Zeit hast halt nur er alleine) und über die Honigernte wird man sich auch bestimmt einig. Nach einem Jahr bist du dann fit genug um selber Bienen zu halten und kannst den Zeitaufwand besser einschätzen.


    Wenn es unbedingt eine Schleuder für zwei Völker sein sollte, reicht auch eine ohne Motor. Ist aber trotzdem noch Luxus.


    Urlaub machen geht gut im August. Ob drei Wochen ist so eine Sache und erfordert gute Planung. Zwei Wochen sollten aber ohne Probleme gehen.


    Honigmenge kommt auf zig Faktoren an. Ist dein Volk geschwärmt, wird es weniger bzw. fällt ganz aus. Wie ist das Wetter? Wie ist die Trachtsituation in deiner Gegend? Mit 15 Kilo liegt man in normalen Jahren im unteren Bereich. 30 Kilo / Volk sollten normalerweise drin sein. Es gibt auch Imker / Standorte und Aussagen von 50 bis 100 Kilo / Volk. Aber das ist dann wie mit den Anglern ;-) Der Durchschnitt pro Volk liegt laut dem Deutschen Imkerbund (je nach Region) zwischen 20 und 40 Kilo.


    Welche Kiste du nimmst ist fast schon Glaubensfrage. Wenn du meinen Vorschlag mit dem Mieten annimmst, kannst du ja gucken, wie gut du mit der Kiste vom anderen Imker klar kommst. Ich persönlich hatte erst Zander und jetzt Dadant. Ich wollte halt keine 30 Kilo Honigräume schleppen und die Bruträume immer abheben. Aber wie gesagt - ist eine Glaubensfrage.


    Bis die Tage


    Frank

  • dass ich pro Woche im Sommer bereit wäre 15-30min zu investieren


    Nichts für ungut. Aber wenn Du im Zweifelsfall nicht auch bereit wärst, spontan viele Stunden aufzubringen, weil Du etwa Deine Völker wegen eines Faulbrutfalles mit Hilfe sanieren musst oder nen Schwarm wieder einfangen, bei dem Dein wöchentliches Zeitkontingent schon fürs Leiter suchen oder Schwarmfangrohr kaufen drauf geht, solltest Du Deinen Stellplatz für die Bienen besser einem interessierten Imker zur Verfügung stellen.


    Dem kannst Du dann sicherlich im Sommer immer 15-20 Minuten beim Arbeiten zugucken.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Hallo Nr. 15,


    den Rat den dir Mirko und die anderen gegeben haben sind wirklich die besten. Warum? Imkern ist für die meisten ein Hobby (für manche auch Neben oder Haupterwerb). Es ist ein Hobby bei dem man Verantwortung für Lebewesen übernimmt.
    Ich kenne die Definition von Hobby so: "Mit maximalem Aufwand ein minimales Ziel verfolgen :wink:"
    Zugegeben das minimale Ziel gibt es in der Imkerei nicht, aber den Maximalen Aufwand.
    Stell dir vor das wäre ein Modellflieger Forum in dem du fragst was du machen sollst, weil du deine Flieger nicht selber bauen möchtest, da du nicht genug Zeit hast. Die Antwort wäre kaufen, allerdings wenn du nur 500€ hast, ist es auch Essig mit dem Flieger, das leuchtet jedem irgendwie ein.


    Also bitte überlege dir deinen Plan nochmal. Interessierst du dich für Bienen nimm Kontakt zu deinem "Honigdealer" auf und frag ob du helfen kannst oder mal mit Imkern. Wenn du das 1e Saison gemacht hast und du auf den Geschmack gekommen bist, stellst du dir die Frage nach dem Geld nicht mehr. D fällt dann lieber der Familienurlaub 1mal kleiner aus und es wird eine gescheite Schleuder gekauft. Wenn der Funke nicht überspringt wäre Imkern sowieso nichts für dich gewesen.


    Und denke dran der Spruch " Wer billig kauft, kauft 2mal" zählt in der Imkerei doppelt....



    Viele Grüße,


    Maxikaner

  • Hi Nr.15,


    hier mein Senf zum Thema:
    1.) Ich glaube, daß man mit ganz wenig Geld- und Zeiteinsatz ganz toll imkern kann, egal mit welcher Kiste!
    2.) Das Problem ist zumindest bei mir der Kopf! Ich mache Sachen gern nachhaltig, auf solider Basis aufgebaut, betrachte gern alle 100.000 Möglichkeiten, um dann den "alleroptimalsten" Weg für mich zu finden. das hängt wahrscheinlich sicherlich auch mit dem enormen Suchpotential der Imkerei (ernst gemeint!) zusammen.
    3.) Wenn die Beiträge liest, dann wird Dir sicher auffallen, daß die Leute (=Imker) vielleicht nur 1, 2 Tage pro Woche 15min/Volk ihre Völker praktisch betreuen. Aber sie grübeln alle 24h pro Tag über diese Arbeitsgänge oder ihre letzten Fehler... Und kostet Zeit und Nerven, ist aber schön!


    Gruß Jörg, Suchti


    PS: Hast Du auch einen Vornamen, muß auch nicht Dein richtiger sein?

  • Hi, 500 Euro kommen nicht hin, weil neben der Beute ja auch noch Mittelwände, Futter, Gläser, Fachliteratur etc. gekauft werden müssen. Also Betrag mal verdoppeln, dann passt es.
    12 - 15 Minuten kommt hin, wenn man schon zig Jahre imkert, aber auf keinen Fall für einen Anfänger.
    Würde mich dem Rat anschließen, zunächst mal woanders zuzugucken.
    Viele Grüße
    apirita

  • Hi, 500 Euro kommen nicht hin, weil...


    Naja, was heißt das denn? 500€ als Einstieg oder pro Jahr oder was?


    Wenn man "richtig" anfangen will, dann sind 500€ nix, dann würde ich lieber den zehnfachen Betrag einplanen... Mir tuts schon nicht mehr weh und meine Frau sagt auch nichts mehr solange ich noch die Familienurlaube irgendwie finanzieren kann.


    Gruß Jörg, der gerade seine Investitionen für 2015 gerechnet hatte und nun grübelt, wie er das hinkriegt

  • Ich habe in meinem ersten Bienenjahr tatsächlich 1500-2000€ ausgegeben und bin nicht größer eingestiegen als Du.


    Ok, ich hatte auch das "Rundum-Sorglos" Paket eingerechnet: Bücher, Bienenlehrgang, komplette Montur (Schutz und Werkzeuge), Beuten, Rähmchen, Mittelwände, Bienen... KEINE Schleuder (die habe ich im Jahr danach erst gekauft)
    Unter 1000€ wirst Du es meiner Meinung nach nicht oder nur schwer schaffen, ernsthaft anzufangen (ausser Du kaufst benutzte Beuten, das ist für mich aber nicht "ernsthaft").


    Zudem ist die Zeitplanung von Dir auch utopisch. Profis schaffen es sicher, für ein Volk pro Woche unter 10 Minuten aufzuwenden, aber gerade als Anfänger wirst Du deutlich mehr Zeit benötigen (und auch wollen, weil Du einfach vor der Beute stehst und beobachtest).


    Was Deinen Plan angeht, die Kinder einzubeziehen: unser Sohn hat mit 5 Jahren angefangen, ein klein wenig zu helfen... Vorher stand er bestenfalls im Weg.


    Mit den Voraussetzungen die Du hast, würde ich Dir eher raten, mit dem Start noch ein paar Jahre zu warten.


    EDIT: oh, ich sollte mir mit dem Schreiben nicht zwei Stunden Zeit lassen, es sind schon unzählige ähnliche Antworten eingetroffen.

  • Moin Nr. 15!
    Ich weiß wie es ist, wenn man sich für etwas begeistert und eigentlich dazu positive Antworten haben möchte;-)
    Aber du fragst ja auch nach realistischen Möglichkeiten und bekommst realistische Antworten.
    Eigentlich wurde hier auch schon alles dazu gesagt, denn wenn du dich für einen Bienenschwarm entscheidest ist das wie eine Entscheidung für einen Hund oder eine Katze oder meinetwegen Huhn oder ähnliches, die sollen ja auch nicht nur so nebenbei laufen.
    Denn auch wenn die Biene "nur" ein Insekt ist, ist ein Schwarm ein komplexes Gebilde, mit dem man sich lange auseinander setzen muß, bevor man es versteht.
    Zeitlicher Aufwand ist je nachdem, wie intensiv du dich mit den Bienen beschäftigen willst zumindest von März/April bis Juli/August bestimmt 1h pro Woche pro Volk.
    In Kurzform, damit du dir ein Bild machen kannst: Ab März muß man die richtigen Maßnahmen ergreifen, damit das Volk gut ins Jahr startet, im April/Mai fangen die Völker an sich zu teilen, ein Schwarm kann entstehen und wegfliegen, was ggf. nicht gewünscht ist, im Mai/Juni muß 1x Honig geerntet werden, was bestimmt einen halben Tag bis Tag kostet, im Juli wird ein zweites Mal geerntet, danach ist spätestens die Behandlung gegen Varroa dran und das Einfüttern der Bienen für den Winter, was bis spätestens Ende September abgeschlossen sein sollte.
    Sollest du irgendwo zwischendrin falsche Maßnahmen ergriffen haben, so kann es dir passieren, daß du irgendwann ohne Bienenvolk dastehst, weil es abgehauen oder gestorben ist und es gibt nicht enttäuschenderes, wenn die Kiste leer ist.
    Von daher sollte man sich sicher sein, wenn man sich Bienen zulegt und auch Zeit haben, sie zu betreuen.
    Kostentechnisch gibt es nach oben keine Grenzen, bedenke aber, daß du auch für eine Bienenkiste, bei der du dann ggf. keine Schleuder brauchst, auch mit 100-150€ pro Kiste rechnen mußt plus Schwarm und Erstausrüstung wie Schleier, Smoker, Besen, etc. Die oben angesetzten 400€+ sind ganz gut für 2 Völker.
    Wenn du zu deinem Imker im Nachbardorf einen guten Draht hast, dann biete ihm wie schon geschrieben an, daß er 1-2 Völker bei dir in den Garten stellt, die du dann 2015 mit betreust.
    So kannst du dir erklären lassen, wie der Superorganismus Bienenschwarm funktioniert, ihr könnt euch im klaren werden, ob Bienen auf lange Sicht gesehen für euch was sind und ggf. ergibt sich daraus ja auch eine Kooperation mit dem Imker, sodaß du einen einfachen Einstieg in die Imkerei bekommst, ggf. auch Ableger, sprich Jungschwärme für's Jahr 2016, um dann selber an den Bienen zu arbeiten.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Hallo,


    ich habe dieses Jahr mit 2 Völkern angefangen.


    500.-€ sind machbar, aber wenn Du infiziert bist, wird es schnell mehr. Dann reichen Dir 2 Völker nicht mehr.


    Der _notwendige_ Zeitaufwand für Durchsicht liegt bei mir irgendwo bei 5-10 Minuten pro Woche und Volk. Aber man will ja auch seine Neugier befriedigen, also schaut man schon mal länger. Besonders wenn die Bienen in der Nähe sind. Da ist die Verlockung dem Fluglochbetrieb zuzusehen sehr groß.


    Dann die Zeit für dieses Forum, Artikel im Internet, Bücher. Wenn Du auf das Fernsehprogramm verzichten kannst ist das aber kein Problem.


    Mit der Schleuder würde ich warten. Da findest Du bestimmt einen Verein, wo Du eine leihen kannst. Oder Du machst Presshonig. Eine sehr gute Anleitung von Bernhard findest Du im Forum.


    Langer Rede kurzer Sinn: Für das Geld, dass Du am Anfang aufwenden musst, kannst Du viel Honig kaufen. Aber der eigene Honig ist am süssesten und aromatischsten. Frag mal Deine Kinder nachdem sie das erste Stück Wabenhonig von den eigenen Bienen gefuttert haben. Dazu kommt, dass die Bienen unvergleichliche Naturkundelehrer sind. Gerade wenn Du selbst naturverbunden bist.


    Ach ja, lass die Finger von der Bienenkiste. Ich habe einige Bekannte, die damit angefangen haben. Inzwischen sind sie alle bei Magazinen gelandet.


    Viele Grüße


    Tom

    Auch eine eierlegende Wollmilchsau gibt keinen Honig.