Gezielt Eigenschaften in Linien einbauen....

  • Hallo zusammen,


    der Drohn stellte mir folgende Aufgabe, die ich nicht lösen konnte.


    Nun hab ich etwas darüber gelesen und würde wie folgt vorgehen.


    Die Eine Tochter der S 156 lasse ich mit Drohnen der R238 begatten. (verzeiht mir bitte das ich nicht weiß wie man ein Pedigree erstellt)
    Nun hätte man sagen wir die R156.
    Die Töchter der R156 würde ich wieder mit R238 Drohnen verpaaren (also Tante und Neffe)
    Dies müsste evtl. Nochmal wiederholt werden wenn die gewünschte Eigenschaft noch nicht so ausgeprägt wäre.


    Mich würde interessieren ob ich komplett auf dem Holzweg bin oder ob es schon ein bisschen "warm" ist :daumen:


    Evtl. macht mir der Drohn eine Musterlösung?



    Vielen Dank schon mal und viele Grüße,



    Maxikaner

  • "Die Natur betrügt uns nie. Wir sind es immer, die wir uns selbst betrügen."


    Stimmt!


    Ich denke der Drohn hat zumindest einen Schimmer davon, welch Aufwand nötig ist diese "einfache" Aufgabe zu Lösen!
    Die Teorie ist schon sehr schwierig und umfangreich, die Praxis noch schwieriger und umfangreicher. (Hygiene ist rezessiv)
    Und dies nur in EINER Eigenschaft
    Bei Zweien schon Schwieriger, bei Dreien....Annahern!
    Und Testen,(Stickstoff,- Kosten!!) Testen....
    Ich weiß das ich kein Züchter bin und danke den Züchtern auf meinen Knien für ihre glücklich machende Arbeit!!


    Papier und Praxis
    klaffen hier weit auseinander


    db

  • Hallo Wasgau Immen,


    mir ging es jetzt nicht um die Schwierigkeit, mir ging es nur um die Vorgehensweise. Zum Beispiel die Tanten / Neffen Anpaarung.
    Ich hab auch gehört, dass um Eigenschaften "vererbungssicher" zumachen stellenweise Inzucht Durchgänge gemacht werden.


    Ich finde das Thema so interessant, dass es mich sehr interessiert. Mir geht es in erster Linie nur um die Vererbungslehre bzw. das vorgehen um selektiv an Eigenschaften zu arbeiten.
    Nachdem der Drohn hier mein interesse geweckt hat, möchte ich jetzt eben gerne eine Antwort, von wem auch immer :wink:



    Grüße



    Maxikaner

  • Na, vielleicht ruft noch einer "warm" - und dann?


    Aber Topfschlagen wollteste doch nicht eröffnen hier oder? :wink:


    Ich käme mir als Anfänger anmaßend vor und es nicht in den Sinn, ein Züchterspezifikum mit zeitlichem und sonstigem Riesenaufwand auf theoretische Diskussionsschritte zu reduzieren.
    Das ist Kratzen an der Oberfläche, und ich vermute einfach mal, dass man das gar nicht mit einem brauchbaren Ergebnis diskutierend klären kann.


    Der Drohn wollte wohl eher ein bißchen sticheln? :-D


    Nicht falsch verstehen,
    ich emfpinde das, als ob ein Schüler nach dem ersten Halbjahr Physik in seiner Begeisterung mit einem Atomphysiker eine Proffesuraufgabe besprechen wollte

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • Nicht falsch verstehen,
    ich emfpinde das, als ob ein Schüler nach dem ersten Halbjahr Physik in seiner Begeisterung mit einem Atomphysiker eine Proffesuraufgabe besprechen wollte


    Keine Angst Marion, ich versteh es nicht falsch :p_flower01:


    Aber an der Uni Freiburg hat sich auch ein 14 Jähriger zum Physikstudium eingeschrieben :wink:
    Aber Spaß beiseite, der Atomphysiker kann mir auch was zu Protonen und Elektronen erklären.
    Mir geht es nicht um eine 100% Anleitung und das auf dem Weg der Zucht viele Variablen sind ist mir auch bewusst.
    Nachdem mich der Drohn neugierig gemacht hat, interessiert mich einfach wie ein Züchter vorgehen würde bei so einer Aufgabenstellung.
    Um mehr geht es mir gar nicht.



    Grüße,
    Maxikaner

  • Maxikaner : der Gag daran ist doch nicht, was du durch diese Anpaarungen gewinnst, sondern was du an anderen Eigenschaften rausschmeißt.
    Und was raus ist, ist für gewöhnlich für immer raus.
    Ebenso kann es sein, daß du eine nicht-passende Kombi kriegst, die kurzlebig ist, oder gar nicht propolisiert - sehr ungesund.
    Und so weiter.
    Das ist ein Spiel mit sehr vielen Variablen - dagegen ist Schach ein Kindergartenspiel.


    Und deshalb vermehre ich nur - Zucht ist was anderes, da sollte man SEHR genau wissen, was man tut.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen


  • der Drohn stellte mir folgende Aufgabe, die ich nicht lösen konnte.


    Moin Max,


    du bist wohl nicht der einzige, der diese Aufgabe nicht lösen konnte. Gibt es hier überhaupt jemanden, der das kann? Dann würde ich gerne eine Bestellung fürs nächste Jahr aufgeben :cool:@ Drohn??? Am besten gekoppelt mit maximalen Honigerträgen bei ausgezeichneten Schlechtwetterflugeigenschaften, bei gleichzeitiger PSM-Toleranz.


    edit: und Imkerfehlerresistenz.


    Gruß Sven

  • bei gleichzeitiger PSM-Toleranz.


    Gruß Sven


    Das wiederum lieber Sven wird gerade gebaut. Im letzten Imkerfreund war ja ein Bericht zur Transgenen Biene.
    Bienen sind weniger resistent gegen Toxisische Stoffe, deshalb wird ihnen in das Genom der Biene gezielt Bausteine von Schädlingen eingesetzt da diese von Haus aus resistenter gegen Toxisische Stoffe sind. Das Ziel dieser ganze Forschung ist die PSM resistente Biene.


    Nochmal zu meiner Frage zurück, ich war am Samstag in Donaueschingen und hab mir den Vortrag über Ludwig Armbruster angehört. Dabei wurde kurz auf seine Leistungen eingegangen. Es würde das Beispiel der Gold gelben Ligustica angeführt, die längere Flügel bekommen sollte, da sie in einer windigen Gegend gehalten wird. Es gab ein Diagramm auf der zu sehen war wie die Anpaarungen mit einer Nigra gemacht wurden um gezielt längere Flügel zu bekommen. Das Ergebnis war dann in der Xen Anpaarung eine Goldgelbe Ligustica mit langen Flügeln.


    Jetzt hat mich das so fasziniert und ich hatte die Aufgabenstellung vom Drohn noch im Kopf, dass ich mir dachte irgendjemand kann mir die Vorgehensweise bei solchen Zuchtzielen sagen.



    Viele Grüße,


    Maxikaner

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  • Es gab ein Diagramm auf der zu sehen war wie die Anpaarungen mit einer Nigra gemacht wurden um gezielt längere Flügel zu bekommen. Das Ergebnis war dann in der Xen Anpaarung eine Goldgelbe Ligustica mit langen Flügeln.


    Hallo Max,


    längere Flügel sind ein äußeres Merkmal. Das bedeutet, dass Du da anhand der Flügellänge sofort selektieren kannst, bevor Du die Königinnen in Begattungseinheiten unterbrinst.


    Beim Putztrieb gehts aber um einen Merkmal das Wesen betreffend. Diesen erkennst Du frühestens im darauffolgenden Jahr daran, dass im Volk die Varroa nicht so recht zu Potte kommt. Sowas ist sehr sehr aufwändig, weil ein sehr langer Zeitraum vergeht, bis man erste Ergebnisse sieht.


    Gruß Sven

  • Beim Putztrieb gehts aber um einen Merkmal das Wesen betreffend. Diesen erkennst Du frühestens im darauffolgenden Jahr daran, dass im Volk die Varroa nicht so recht zu Potte kommt. Sowas ist sehr sehr aufwändig, weil ein sehr langer Zeitraum vergeht, bis man erste Ergebnisse sieht.


    Etwas OT, aber ist es nicht so, dass die Cerana die Milbe in Schach hält in dem sie befallene Zellen eben nicht putzt sonder zu lässt?

    mein Fahrradlicht ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und ich ganz knapp hinterher