Bienensauna

  • Ein Ultraschall-Luftbefeuchter ist als Option für das Seriengerät der 'Bienensauna' g............... der eine oder andere Widerspruch aufgeklärt.


    Grüße,
    Robert


    Hallo Robert,
    mit Deiner Analyse und Schlussfolgerung und das was man da aus den zugänglichen Informationen an Schluss ziehen kann, stimme ich mit Dir überein.
    Viele Dinge die Du hier ansprichst, habe ich mit Florian am Telefon erörtert. Ich habe ihn als offen und auskunftfreudig erlebt. Als Imker habe ich aber gemerkt, dass er keinen praktischen Hintergrund an Bienenwissen hat, weshalb einige Aussagen etwas schöngefärbt und angelesen sind bzw. wirken.
    Ich stehe diesem Projekt aber ganz klar positiv gegenüber.


    Und was mich auch derzeit etwas wundert, dass die Jungs von der 'Bienensauna' hier nicht ein klein wenig mehr den Fragen - berechtigt und kritisch - entgegen kommen. Die Internetseite ist schön gestaltet, die Worte und Texte sind wohl formuliert. Gefällt mir. Alles ok. Hier aber im Forum, wäre es angebracht ein klein wenig mehr Klarheit zu schaffen. Hier sitzen die Anwender und wirklichen Käufer und Praktiker und nicht jene, die weil es gerade hipp ist, so eine Geldeinsammelaktion für einen 'guten Zweck' zu unterstützen.


    Kritik hin oder her. Zwei Beispiele:
    Luftbefeuchter > ist dabei oder muß der extra bezahlt werden? Geht's auch ohne?
    Stromanschluss 220 Volt / 48 Volt > beides möglich oder entweder oder?


    Aber vielleicht kommt Gamefinder@ dem zuvor und bieten allen Interessierten sein Erfindung/Eigenbau für 120 Euro an. Ich würde dann auch zu meiner Aussage stehen: "Wenn's funktioniert mit Deinem 120 Euro Gerät, werde ich Dir sofort 10 Geräte abkaufen..." Ironie... grins...


    Jonas

  • Ein ähnliches Gerät gibt es seit Jahren von Peter Wohlmut, Österreich. Ich habe mir es letzts Jahr für ca. 150 Euro gekauft, konnt es dann aber doch nicht einsetzen, weil mir (noch) die Heizplatte fehlte. Jetzt wollte ich gerade einen Link reinstellen, aber das Gerät wird auf seiner HP nicht mehr beschrieben (http://www.wpedro.at/).....


    Bienenhummel



    Über archive.org konnte ich auch den weiter unten im folgenden Zitat beschrieben Text "Bekämpfung" finden.


    .
    ... Das Gerät selbst wird nicht mehr direkt beworben. Warum ist mir nicht bekannt.
    Mit Eingabe 'Varroa' in den Suchbegriff kommt das hier:
    http://www.wpedro.at/bienen_be…roa/bekaempfung/index.php
    ...
    Jonas


    Hier findet man dann das Foto mit dem Aufdruck "Varroakill".


    Sucht man danach bekommt man eine ausführlichere Beschreibung zur Funktionsweise, was für Bastler auch von Interesse sein sollte :


    www.wpedro.at/assets/betriebsanleitung_varroakill_web.pdf


    Außerdem gibt es weitere (abenteuerliche) Geräte, da die Produktbezeichnung nicht (international?) geschützt zu sein scheint.

  • Genial wäre es, wenn sich die Bienensauna auch auf das Volk aufsetzen ließe.
    Gibt es offensichtliche Gründe, warum das nicht funktionieren sollte?


    http://richard-rossa.squarespace.com/entwicklungsschritte
    "[...]wird die erwärmte Luft mit Ventilatoren direkt vom aufliegenden Gerät nach unten in die Beute gedrückt. [...] flüchten die Varroen in den unteren, kühleren Bereich, um später wieder auf die Bienen zurückzugehen. Und es gibt es immer noch eine Wärmedifferenz von 2°C in der Beute.
    ...
    Wegen der erkannten Nachteile, wird das Gerät auf die Behandlung von unten umgestellt. In dieser Phase wird das besondere Augenmerk auf einen möglichst hohen Wirkungsgrad der Behandlung gelegt: Die Beute ist von unten dicht abgeschlossen. Durch die natürlich aufsteigende Wärme (Konvektion) wird eine gleichmäßige Durchwärmung des Innenraums der Beute erreicht. Nach der Erwärmungsphase sind die Temperaturunterschiede kleiner als 1°C. So verringern sich die Fluchtmöglichkeiten der Varroen, weil es keine kühleren Zonen mehr gibt. "

  • http://richard-rossa.squarespace.com/entwicklungsschritte
    "[...] Die Beute ist von unten dicht abgeschlossen. "


    ...genau da sehe ich oder dort liegt ein Knackpunkt.
    Auf allen Darstellungen ist eine Öffnung vorne zu sehen und unten ist auch alles offen.


    Dort soll - so habe ich erfahrenl:
    a) die Luft für die Senkung des CO2-Gehaltes einfließen / oder der Luftaustausch - so genau weiß ich das auch nicht
    b) das Gerät oder der Schlauch für die Luftbefeuchtung reingesteckt werden
    c) der erforderliche hohe Boden, in welches die 'Bienensauna' eingeschoben werden soll, soll unten offen sein


    Kurz: ich bekomme die verschiedene Aussagen leider nicht so zusammen, da sich da einiges widersprechen zu scheint..


    Wir können hier noch unendlich lange weiterhin vermuten und gedankliche Kombinationen anstellen, es wird uns nicht weiterhelfen, wenn die Jungs von der 'Bienensauna' nicht selbst die offenen Fragen aufgreifen und beantworten. Ich halte mich hier ab sofort zurück und warte ab, was an Ergebnissen bei der Behandlung der Völker mit den im Frühjahr ausgelieferten Geräten berichtet werden wird. Punkt. Alles andere ist für mich verplemperte Zeit.


    Jonas

  • Hallo, ich habe mir nicht das ganze Thema durchgelesen, der Link genügt mir. Es ist schon so viel erfunden worden, was man nicht gebrauchen kann, ich brauche die Bienensauna nicht.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)


  • Und gleich im ersten Absatz sowas: "Ameisensäure zum Beispiel tötet zwar die Milbe. Sie schwächt aber auch die Bienen, und sie kann sich im Honig ansammeln, sodass sie später der Mensch auf der Frühstückssemmel hat."
    Ist zwar technisch nicht falsch, aber es wird ein falscher Eindruck erweckt. Richtig wäre es gewesen zu erwähnen, dass bei der üblichen Behandlung nach der letzten Honigernte eben keine Ameisensäure im Honig landet. Oder das mit dem Honig einfach weglassen...


    Auch sonst finden sich nicht ganz richtige Angaben im Artikel, z.B. wird der Eindruck erweckt, dass es die Einschub-Bienensauna inkl. elektrischem Hochspannungsmilbenvernichter bereits gäbe.


    Und die Angabe"Im Moment zahlen wir bei jedem Exemplar 500 Euro drauf" löst bei dem akteuellen Verkaufspreis von 500 Euro (ursprünglich hieß es mal 400 Euro) auch etwas Verwunderung aus. Produktionskosten pro Stück 1000 Euro!? Vielleicht, wenn man nur von 10 Stück ausgeht...


    Das wird immer seltsamer...


    Grüße,
    Robert

  • http://richard-rossa.squarespace.com/entwicklungsschritte
    "[...]wird die erwärmte Luft mit Ventilatoren direkt vom aufliegenden Gerät nach unten in die Beute gedrückt. [...] flüchten die Varroen in den unteren, kühleren Bereich, um später wieder auf die Bienen zurückzugehen. Und es gibt es immer noch eine Wärmedifferenz von 2°C in der Beute.
    ...
    Wegen der erkannten Nachteile, wird das Gerät auf die Behandlung von unten umgestellt.


    Hallo Robert,


    allein der Umstand, dass es trotz Ventilator noch 2 Grad Temperaturdifferenz in der Beute gibt, deutet doch darauf hin, dass das Prinzip der Umluftventilation nicht verstanden oder vernünftig umgesetzt wurde. In Motorbrütern sämtlicher namhafter Hersteller gibt es keine 2 Grad Temperaturdifferenz. Da gibt es nichtmal ein halbes Grad. Genau aus diesem Grund schlüpfen die Küken in solchen Geräten auch zeitlich in einem sehr kleinen Zeitfenster, was nicht möglich wäre, würde die Temperatur im Gerät dermaßen stark differieren.


    Brutgeräte mit Heizquelle von unten sind mir bis heute nicht bekannt geworden :wink:. Vielleicht waren auch die Ansätze der Ventilation nicht die Richtigen. Die in großen Motorbrütern zum Einsatz kommenden Ventilatoren (die eine gleichmäßige Temperaturverteilung garantieren!) haben eher die Größe eines Motorkühlerlüfters, wie er in jedem KFZ verbaut ist. Mit so kleinen PC-Lüftern, braucht man da gar nicht anzufangen. Und gegen solche großen Lüfter können die Bienen wedeln wie sie wollen, dagegen kommen die garantiert nicht an.


    Zur Dauerwärmeverabreichung gibts keinen eigenen Thread, ich meine aber irgendwo mal was dazu geschrieben zu haben, auch zu den hellen Milben. Nur wo genau, ist mir grad nicht geläufig. Bei sehr gut wärmegedämmten Beuten kommste mit etwa 10 Watt pro Beute hin, hatte da eine 25 Watt-Birne unter einer Doppelbeutenkiste mit 2 Einsätzen à 8 Waben DNM. Lego vom Feinsten sozusagen. Allerdings auch mal eine 40 Wattbirne drin, die aufgrund eines Thermostatfehlers zur Überhitzung (und vielleicht erst dadurch zum Milbentod) geführt hat.


    Gruß Sven

  • Hallo,
    nach Prof. Wolf Engels und Peter Rosenkranz (Apidologie 1992) ist es nicht möglich, ganze Völker mit Erhitzung (Hyperthermie) zu behandeln. Die Bienen versuchen mit heftiger Ventilation zu kühlen. „Dies führt zu Bienen- und nicht selten zu Königinnen-Verlusten, erlaubt keine exakte Temperaturführung während der Behandlung und ergibt nur eine unzureichende Milbenabtötung“, heißt es auf Seite 379.
    Quelle:
    http://www.apidologie.org/arti…435_1992_23_4_ART0006.pdf

  • ...
    Richtig wäre es gewesen zu erwähnen, dass bei der üblichen Behandlung nach der letzten Honigernte eben keine Ameisensäure im Honig landet.


    Noch richtiger wäre es zu erwähnen gewesen, dass Ameisensäure bereits natürlicher Bestandteil des Honigs ist, bzw. dass auch Bienen Ameisensäure produzieren...


    Gruß Andreas

  • Hallo Robert,


    allein der Umstand, dass es trotz Ventilator noch 2 Grad Temperaturdifferenz in der Beute gibt, deutet doch darauf hin, dass das Prinzip der Umluftventilation nicht verstanden oder vernünftig umgesetzt wurde. In Motorbrütern sämtlicher namhafter Hersteller gibt es keine 2 Grad Temperaturdifferenz. Da gibt es nichtmal ein halbes Grad. Genau aus diesem Grund schlüpfen die Küken in solchen Geräten auch zeitlich in einem sehr kleinen Zeitfenster, was nicht möglich wäre, würde die Temperatur im Gerät dermaßen stark differieren.


    Doch beim anfahren gibt es diese Temperaturdifferenz immer, darum müssen solche Brüter auch immer erst hochgefahren werden


    Und wie kleiner der Brüter umso kleiner die Temperaturdifferenz, ist ja wohl eh klar


    Ich hab ja schon weiter vorne mal geschrieben, nicht Leistung zählt sondern Zeit, das ich die Temperaturdifferenz auch sehr gering, und Bienen arbeiten ja erst dagegen wenn es über die 35° geht, und haben dann aber keine Chance mehr die Temperatur zu halten

  • Und die Angabe"Im Moment zahlen wir bei jedem Exemplar 500 Euro drauf" löst bei dem akteuellen Verkaufspreis von 500 Euro (ursprünglich hieß es mal 400 Euro) auch etwas Verwunderung aus. Produktionskosten pro Stück 1000 Euro!? Vielleicht, wenn man nur von 10 Stück ausgeht...


    Das wird immer seltsamer...


    Grüße,
    Robert


    Hallo lieber Robert,


    was ist denn an einem Produktionspreis von 1000 Euro merkwürdig? Die Bienen-Sauna ist ja keine einfache Heizplatte, sondern kommt mit Lüftern, Heizerelementen, Steuerrechnern und Netzteil oder Akku. Da es hier um 600 Watt Leistung aufwärts geht, sind die Elemente keineswegs günstig. Nur in einer größeren Serie wird sich der Preis drücken lassen.


    Herzlichen Gruß,


    Florian von der Bienen-Sauna