• Kann mir jemand erklären, wie das funktionieren soll?


    Habe gerade ich der Bucht etwas für mich unerklärliches gefunden....


    http://www.ebay.de/itm/Magazin…EFENDER-160-/191326251604


    bzw. hier


    http://www.ebay.de/itm/Magazinbeute-Bienenkasten-Bienenbeute-2-Zargen-Langstroth-ERGO-250-/201169037778?pt=Spezial_Landwirtschaft&hash=item2ed69be9d2


    Es geht jetzt nicht selbst um die Beute, sondern rein um die Funktionsweise der CHEMIEFREIEN VARROA-FALLE.


    Gruß GM

  • Kann mir jemand erklären, wie das funktionieren soll?


    Auf (trotz des futuristischen Aussehens) sehr herkömmliche Art und Weise. Sie wenden die Puderzuckermethode an.
    Sie zeigen´s im Video.


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."

  • Auf der Homepage wird erklärt, der Gitterboden sei die Varroafalle, indem sie die Rückkehr der Milben in den Stock verhindert.


    Im Video wird erklärt, dass eine Interne Pollenfalle die Milben von den Bienen streift. Am Ende wird dann auch noch Puderzucker verwendet.


    Alles in allem nix Neues unter der Sonne und viel Werbeversprechen.


    Allerdings, das von Doro verlinkte "Mullerbrett" sieht interessant für den Zweck der Ablegerbildung o.dgl. aus.


    MfG André

  • :lol: Oh, so ne Gitterboden Falle hab ich vom Hersteller auch bereits mitgeliefert bekommen. Meine Varroen kommen auch nicht wieder rein.
    Bloß raus gehen sie auch nicht so ohne Weiteres :-?


    Wie eine Art Pollenfalle die Varroa zwischen den Vertiefungen der Biene rausbringen soll ist mir persönlich jetzt ein wenig schleierhaft.


    Auf jeden Fall sicher gute Geldbeutelwirkung.


    Findet


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Danke für die Info's hatte schon etwas ähnliches vermutet, nur ganz kappier ich das noch nicht - Puderzucker über längere Zeit zieht Wasser und wenn die Bienen sich durchzwängen müssen verlieren Sie die Pollen :evil:


    Kann nach meiner Meinung nix sein - ich hoffe dieses Weltbild stimmt.


    Aber Doro, das Mullerbrett ist bestimmt einen eigen Eintrag im Forum wert.


    Ich habe auf jedenfall mindestens eines im nächsten Jahr.


    Gruß GM

  • Hm, beim Brett hab ich igendwie das Brett vorm Kopf,
    wie die Milben denn zu den offenen Brutzellen kommen sollen, wenn die flugunfähigen Jung-/=Pflegebienen im oberen Bereich festgehalten werden durch die Konstruktion?
    Unten kommt die Königin hin und soll für weitere 5,5 Tage alte Brut sorgen, offene Brut kommt auch dorthin,
    ich gehe jetzt mal davon aus, mit Pflegebienen, ansitzend?
    Wer sitz auf denen? Richtig!
    Die sind also schon mal mit untern...
    die, die auf sämtlichen Flugbienen sitzen, die sich unten sammeln ebenfalls.


    Die Milben nutzen die Pflegebienen doch als Vehikel, um sich in die passenden Brutbereiche bringen zu lassen und dort abzusteigen.
    Ist das sicher, dass die Varroas aktiv oben von den Jungbienen runterhopsen und sich wie irre alle zu Fuß auf den Weg nach unten machen, weil es da duftet und sie dort jetzt keiner vorbeibringen mag?


    Wie sind denn die Erfolgsraten so mit dem Brett? Ich hab auf die Schnelle nix gefunden. Jetzt nur Brett, keine Varroamittel zusätzlich.


    Mir kommen ehrlich Zweifel auf :confused:


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • Halt, nicht normalen Puderzucker, es gibt modifizierten. Der papt nicht zusammen, kann nur im Moment den Link per Smartphone nicht hersuchen.
    Es gibt einen langen Thread zu Varroa und Puderzucker, mit sehr unterschiedlichen Meinungen.

  • Marion :


    jupp hab ich auch gerade gecheckt.


    Die Milben sind mit in der Brut.


    Angenommen, du tust das Brett rein und nur die Queen in die untere Zarge mit einem Honigrähmchen hast fast eine Totale BauErneuerung. die zurückkehrenden Sammlerinnen erwarten weiterhin da Flugloch an gleicher Stelle und kehren zu Königin zurück. Ein Aufstieg in die oberen Zargen wird durch das Mullerbrett verhindert.


    Jetzt gibt es für mich 2 Szenarien


    a) die oben ziehen eine neue Queen
    b) die oben ziehen Keine neue Queen.


    (aber erstmal egal)


    Wenn die alte Königin in der unteren Zarge anfängt Eier zu legen (davon gehe ich mal am ersten Tag von aus) hast du dann irgenwo zwischen dem 5. und 7. Tag den Zeitpunkt, an dem die Milben zu den unverdeckelten Zellen nach unten wollen.


    Innerhalb dieser Zeit hast oben die Jungbienen die das Fliegen anfangen und aufgrund Ihres Wissens weiterhin im 1. Stock beim Mullerbrett ein und Ausfliegen, evtl. verfliegen die sich und gelangen zur Alten. (auch egal)


    So und jetzt der K(n)ackpunt:


    "Ca. 11 Tage vermehrt sich die Milbe in der Brutzelle. In den nächsten 4-13 Tagen klammert sie sich ständig blutsaugend an eine Jung- bzw. Ammenbienen, um die Reifung bis zur Eiablage zu erlangen." (aus www.Bienenwohl.com)


    Das bedeutet also, das Mullerbrett müsste dann ganze 24 Tage im Stock bleiben :oops:


    Evtl. doch zu früh gefreut - gibt also dann einen (alt)Ableger (unten) und einen (Neu)Ableger (oben) mit deutlich reduzierten Milben. Evtl. dann noch einmal mit Milchsäure am 11. Tag (kurz vor dem Schlupf der neuen Queen) behandeln und einmal hoffen.


    Ob es klappt k.A. und davon jede Menge.


    Gruß GM

  • Hallo Gerhard,


    ich bin mir nicht ganz sicher, ob wir uns richtig verstehen.
    Mir ging`s gar nicht darum, wie lang das Brett oben drin bleiben muss und dass Neubau und Ablegerbildung dabei entstehen. Mir ging es erst einmal um das Wirkprinzip dahinter.
    Oben ist die Queen raus, d.h. die letzt gelegten Stifte brauchen 21 Tage bis zum Schlupf, da arbeitet man aber dagegen an, indem oben verdeckelte Brut und unten offene Brut und eine Zarge MW hinkommen sollen, damit Platz ist für die oben abfliegenden und unten eintreffenden Flugbienen.


    Also, oben verdeckelt, dauert theoretisch 14 Tage, dann ist der Schlupf beendet.
    Meiner Erfahrung nach gibt es aber leider selten oder nur mit vorher schon in der Betreibsweise geführten Tricks komplett gleichgeartete Waben zur schönen planmäßigen Auftrennung. Soll heißen: da ist leider normalerweise verdeckelte und unverdeckelte Brut zusammen drauf. Was macht man denn dann?


    Unten die offene Brut bzw. die frischen Stifte der Königin, dann kommen unten alle Flugbienen rein, denn alles ist ja untergesetzt und hat das alte Flugloch.


    Oben schlüpfen Jungbienen reichlich, die wären jetzt bevorzugtes Milbenvehikel und eigentlich Pflegebienen aber die haben ja nix zu pflegen, die kommen nicht nach unten, fangen aber früher an zu Flugbienen zu werden, eben weil sie nicht pflegen und weil`s oben keinen Flugdienst gibt.
    Oben ist Weisellosigkeit zusätzlich.


    Was nun nicht wie gewünscht funktioniert in meiner Theorie ist:
    Die Milben kommen nicht auf dem Buckel der Pflegebienen in Kontakt mit den Brutzellen unten. Sie können nicht wie üblich von der Ammenbiene in diese absteigen.
    Ob sie unter diesen Bedingungen nich eher alle wie irre in die paar wenigen übrigen offenen Brutzellen oben verschwinden und diese mehrfach parasitieren anstatt sich aktiv von der Biene runter zu bewegen und selbstständig zu Fuß nach unten zu laufen auf das Feingitter, weil sie unten in die Brut wollen?


    Ich frag mich, ob sie nicht eher mit den Jungflugbienen nen kleinen Ausflug machen und sich freuen, wenn die sich mal verfliegen um ein paar cm und dann unten landen, zumal unten ja auch Weiselrichtigkeit herrscht und es lecker nach Königin riecht...
    Meiner Erfahrung nach fliegen sich weisellose Brutscheunen mehr oder auch weniger ein bißchen leer, wenn weiselrichtige Völker in der Nähe stehen, erst recht, wenn das ganze nur eine Zargenfront weiter unten den Eingang hat, da gehen sie sogar zu Fuß ins andere Flugloch.
    Weisellosigkeit oben führ dann noch zum Drohnenmagnetismus mit ebenfalls Huckepackmilbenvolk, die können wieder umsteigen usw.


    Ich wüßt gern, wer das Brett eingesetzt hat und wie die Milbenzahlen sind, die da auf dem Gitter sein sollen. Das müßte doch herrliche Werbefotos ergeben: das ganze Feingitter voller toter Varroas, warum knipst man so was denn nicht für so eine Demonstration? :wink:
    Und wie sind die Milbenzahlen des oben verbliebenen Ablegers ohne weitere Behandlung? Reicht das aus?


    Immer noch mehr als skeptisch


    Marion,


    die lieber TBE macht, da weiß ich genau, wer wann wo ist und wer was und wie und zu welchem Zeitpunkt auf den Deckel kriegen muss, damit Ruhe ist.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • @ Marion


    Ja, ich kann deine Gedanken vollkommen nachvollziehen. Ich denke nur das Gitter wenn es teuer ist kostet mich keine 50 € im Selbstbau und eines mal bauen nur zum Test, kann ich mir gerade noch leisten. Ich bin zwar sehr sparsam, aber irgendwie klingt das im Augenblick für mich noch logisch. Allerdings werd ich gleich bei meinem ersten Prototypen eine Veränderung einbauen. Eine Aufstiegssperre für Milben.


    Der Grundgedanke ist, dass die schlüpfende Jungbrut und damit die schlüpfenden Varroen durch den Geruch der frischen Brut (aus der unteren Etage) nach Unten in die Falle gelockt werden sollen. Ob es funktioniert wird sich zeigen.


    Wenn es klappt bin ich happy und wenn nicht, kann ich ja die Falle anderen Interessierten mal anbieten.


    Ist auf dem Mullerbrett eigentlich ein Gebrauchsmusterschutz oder Patent drauf?


    Gruß GM


    PS:
    Wäre mal schön, wenn mir noch jemand schreibt, wie Ihr die schönen Fotos von den Waben etc. macht. Ich schaff das nicht, weder mit Kamera noch mit 8M Handycam


    :-(