Gebührenbescheid Feuerwehr 352 €

  • Gestern am 18.10 hatte ich Post von der Freien und Hansestadt Hamburg, Behörde für Inneres und Sport.
    Gebührenbescheid über 352,00 € für einen Schwarmfang im Mai in der Hamburger Innenstadt.
    Schwarm wurde mir privat gemeldet und hing auf 8 Meter Höhe in einer Linde. Da habe ich die Feuerwehr gerufen. Von Kosten war weder im Telefonat mit der Feuerwehrleitstelle noch beim Einsatz die Rede.


    Hat jemand Erfahrungen mit solchen Gebührenbescheiden?


    Gruß aus der Hansestadt, in der das Leben teuer ist.
    Gunnar

    Meine Bienen fliegen zu 100 % mit flüssigem Sonnenschein.

  • Soweit ich weiß,
    gibt es viele Gegenden, wo offiziell der Einsatz der Feuerwehr nur kostenlos ist, wenn es um Menschenleben geht. Und wie man bei uns in der Pfalz immer sagte:" Wer bedellt, bedahlt "!
    Viele Grüße
    Wolfgang, dem dieser Gebührenbescheid aber so was von ins Kontor hauen würde

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo Gunnar. Die Gebühren sind schon von der Höhe in Ordnung. Wer die Musik bestellt, bezahlt sie, ist doch klaar.
    Daher immer vorher die Frage, was kostet das?


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • vor ca. zwei Jahren bekam ich einen Anruf von der Feuerwehr, daß ein Schwarm im Baum vor einer Schule hängt. Ich bin hin u. mußte feststellen,daß der Schwarm in einer Höhe von ca. 15m saß. Es war Freitagnachmittag. Bei einem Rückruf zur Feuerwehr gab ich zu Bedenken, daß sich der Schwarm über das Wochenende mit Sicherheit auflöst u. eine Anfahrt zu aufwändig wird. Die Feuerwehr kam mit Drehleiter vor Ort. Von Kosten war keine Rede u. es kam auch keine Zahlungsaufforderung. Wenn ich nicht zum Schwarmfang bereit gewesen wäre, hätte sich die Tierrettung/Feuerwehr selbst darum kümmern müssen u. hätte den zusätzlichen Aufwand der Schwarmvermittlung gehabt. Mit diesem Argument würde ich bei der Gebührenstellen vorsprechen. Von Kosten war bei den von der Feuerwehr vermittelten Schwärmen nie die Rede. Die einfangenden Imker nehmen doch der Feuerwehr die Arbeit ab. (ein Glas Honig für die Vermittlung ist jedoch für mich selbstverständlich)

  • Hallo Gunnar,


    ich denke auch, dass du an dem Bescheid nicht vorbei kommst.


    Aber kannst ja dann nächstes Jahr einen "Drehleiterhonig" anbieten und diesen natürlich etwas teurer verkaufen um die Kosten wieder reinzubekommen.


    Nicht Ärgern, sondern als Marketing Instrument benutzen. Hoffentlich hast den Schwarm durchgebracht, so dass er dir das gerettet werden mit hoffentlich ganz viel Honig versüßen kann.


    Ich würde da zumindest vesuchen die Gebühren zu drücken und dafür der Stadt einen Portion leckeren "Rettungshonig" zu überlassen, die Sie dann sicherlich auch bei offiziellen Anlässen verschenken könnte.


    Liebe Grüße


    Jürgen

    Nicht jeder, der mir Honig ums Maul schmiert, meint es auch wirklich gut mir mir. :wink:

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  • Hallo,


    Hier unten in Frankreich kann man die Feuerwehr zwar informieren. Hilft aber nicht.
    Sie greift bei Bienenschwärmen nicht mehr ein, sondern verweist auf örtliche Imker.
    Das finde ich auch gut, solange der Schwarmfang keine Akrobatien in luftiger Höhe erfordert (Unfallgefahr), oder der Schwarm keine öffentliche Gefahr darstellt.


    LG, Norbert

    "Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.

  • Ich lese da: Gebühren gelten nicht, wenn Tiere in Not gerettet werden.


    Rufe dort an, geh hin und rede mit denen. Dass Du von ja einem Notfall ausgegangen bist und die Feuerwehr Dich nicht daraufhingewiesen hat, dass dies kein solcher Notfall sei.


    Der Versuch lohnt.

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  • Ja Himmel Ar... und Zwirn, was sind das schon wieder für Beiträge.....


    Du mein lieber Daniel Düsentrieb schenkst dir am besten solche Beiträge....

    Wer solche Streifen zum Einsatz bringt sollte die Streifen im Smoker abglimmen lassen u. die Gase über einen Schlauch in die Wabengassen einblasen. Es dauert mit Sicherheit etwas länger, dafür ist es aber Brandsicher.




    Viele Grüße,


    Maxikaner

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Maxikaner () aus folgendem Grund: Geändert weil vorheriger Beitrag geändert wurde

  • N`Abend Gunnar!


    Unschöne Situation, in der du da steckst. Unabhängig von entsprechenden Verordnungen und / oder sonstigen Vorgaben und Regelungen habe ich den Eindruck, dass du da wohl kaum um (ohne Streß) um die Kosten herumkommen wirst.
    Weil:

    Zitat

    Schwarm wurde mir privat gemeldet und hing auf 8 Meter Höhe in einer Linde. Da habe ich die Feuerwehr gerufen. Von Kosten war weder im Telefonat mit der Feuerwehrleitstelle noch beim Einsatz die Rede.

    verstehe ich so, dass der "besorgte Bürger" :wink: dich anruft ob des Schwarmes und du dann die Feuerwehr eingeschaltet hast. "Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch!" sagt man bei uns dazu.
    Wenn du der Behörde die Situation wie von mir verstanden schilderst, kommst du m. E. aus der Nummer trotzdem nicht raus, da vermutlich keine Gefahr für Menschen im Verzug war?!
    Alternativ kannst du natürlich auch dem Bürger, der dich rief, versuchen die Kosten zu übertragen. Würde ich nicht tun, denn ich befürchte, dass du in deinem Gutmenschentum, welches ich dir in der Situation einfach mal unterstelle, schlichtweg übereifrig gehandelt hast und du somit im juristischen Sinne die Verantwortung und somit die Kosten für den Einsatz zu tragen hast.


    Dennoch, so oder so, viel Erfolg!
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • In Hamburg gibt es ein Schwarmtelefon des Landesverbandes, dass die Schwärme dann an nahe gelegene Imker weiter meldet. Ich finde es wichtig, dass Schwärme eingefangen werden, damit sie Hausbesitzern keinen Ärger verursachen und Imkern keine unkontrollierten Quellen von Milben oder Paenibacillus Sporen bescheren.
    Kosten würde ich nie weiterreichen an einen Schwarmmelder. Die Feuerwehr droht schon seit Jahren immer mal wieder mit der Kostenübernahmeerklärung. Tierrettung als Argument hat bisher meist immer funktioniert. Allerdings habe ich noch nie etwas bezahlt und kenne in Hamburg auch niemanden. Vor allem war bei diesem Einsatz von Kosten keine Rede. Daher meine Verwunderung.


    Feuerwehrbeteiligung ist die Ausnahme. Die allerallermeisten Schwärme gehen so oder auch mit Feuerwehr nicht.
    Ich finde verloren gegangene Schwäme ärgerlich, und Schwarmeinzüge machen meist viel Arbeit oder die Bienen sind gar nicht zu retten.


    352 Euro ist dann doch etwas viel Holz für einen Schwarm.


    Gruß, Gunnar

    Meine Bienen fliegen zu 100 % mit flüssigem Sonnenschein.

  • Würde auch auf "Tiere in Not" oder "Tierrettung" plädieren und auf jeden Fall Einspruch gegen diesen Bescheid einlegen. Kosten bei der Feuerwehr werden in der Regel immer dann erhoben, wenn es sich um "Privatvergnügen" handelt, aber Bienenrettung ist kein Privatvergnügen, sondern ein Dienst an die Allgemeinheit, an den Naturschutz uvm.

  • Gegen einen Gebührenbescheid kann man Widerspruch einlegen. Ich würde das machen und mit Tierrettung begründen und damit, dass von Kosten vorher keine Rede war.
    Mehr als den Widerspruch ablehnen können sie ja nicht.
    Auf die Frist achten!


    Viel Erfolg
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Dem Drohn sein Drohn hatte sich mal als Welpe während der Katzenpirsch unter die Garage gejagt und da musste auch die Feuerwehr kommen.
    Die kamen mit Drehleiter. Der Drohn fand dann mit Hilfe der Feuerwehrtaschenlampe (guter Trick) wieder aus seinem Bau. Der Spaß kostete den Drohn 320 Teutonen für den Einsatz. Eine Kiste Bier wollten die Jungs von der FFW nicht.


    dD