Honig säuerlich

  • Hallo Ihr!


    Folgende Situation:
    Einige meiner Honiggläser im "Vorrat" sind im oberen Zentimeter leicht säuerlich/gärig - weiter unten/tiefer normal schmeckend.
    Entweder haben die nachträglich Wasser gezogen (Luftfeuchtigkeit, ich habe auf diesen Gläsern Kunststoffdeckel ohne Einlagen) oder der Honig hatte beim Schleudern noch einen zu hohen Wassergehalt.
    Kann es an den Deckeln liegen?


    Was tun?
    Einlagen in den Deckeln nachlegen?


    und der Honig?
    die obere Schicht abtragen und entsorgen und den restlichen Honig zügig verarbeiten (Backen z. B.)
    oder den restlichen Honig leicht erwärmen und neu abfüllen (natürlich zum Eigenverbrauch - oder nächstes Jahr zum Füttern)?


    Sicher hat der/die Eine oder Andere einen Tipp,
    würd mich freuen
    sonnigen Sonntag
    Klaus


  • Entweder haben die nachträglich Wasser gezogen (Luftfeuchtigkeit, ich habe auf diesen Gläsern Kunststoffdeckel ohne Einlagen) oder der Honig hatte beim Schleudern noch einen zu hohen Wassergehalt.
    Kann es an den Deckeln liegen?


    Wenn es Gläser vom deutschen Imkerbund sind, kann es sein, dass der Honig nachträglich Wasser gezogen hat. Neutralgläser sind ohne Einlage konstruiert und auch so dicht. Wahrscheinlicher ist, dass der Honig vorher schon zu feucht war.


    Was tun?
    Einlagen in den Deckeln nachlegen?


    zu spät.


    und der Honig?
    die obere Schicht abtragen und entsorgen und den restlichen Honig zügig verarbeiten (Backen z. B.)


    das geht problemlos, selbst die oberste Schicht kannst du für den Hausgebraucht, insbesondere wenn du damit bäckst verbrauchen.



    oder den restlichen Honig leicht erwärmen und neu abfüllen (natürlich zum Eigenverbrauch - oder nächstes Jahr zum Füttern)?


    das ist eher kontraproduktiv, weil es den Gärungsprozess noch beschleunigt.


    Ich hoffe die Mengen sind nicht zu groß. Ich habe übrigens vor wenigen Tagen ein Rezept für Lebkuchenbrot hier im Forum gesehen. Da wurden recht große Mengen Honig eingesetzt.


    Gruß
    Ludger

  • Oder Klaus,
    Du machst daraus Met oder Honigessig. Der Honig ist ja eh schon auf dem halben Weg dahin. Und jetzt wird mir auch klar, warum jemand grinst wie ein Honigkuchenpferd.
    Die Plastedeckel für die normalen Rundgläser halten übrigens nicht ewig. Sie haben eine recht filigrane Dichtlippe und es gibt die Empfehlung bei der Widerverwendung der Gläser die Deckel genau anzusehn und evtl. öfters mal zu tauschen. Also nicht wie bei den Unterhosen in der Bundeswehr, also Müller tauscht mit Schmidt, Mayer mit Schulze, sondern tatsächlich einfach wegwerfen und neue drauf. Aber an Sauberkeit oder Wassergehalt kann es auch liegen. Hatte ich auch schon, kleine Menge, musste ich eben selbst essen. Macht noch nicht besoffen, leider.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo zusammen,


    also ich hatte dieses Jahr auch eine Charge gäriger Frühtracht. Nach einigem Hin- und Her habe ich den grössten Teil an einen Händler verkauft, besser gesagt verschenkt. Was der damit macht ist mir schnuppe... Die einschlägigen Metumarbeiter waren auch nicht wirklich interessiert.


    Den Rest macht mir ein Freund zu Met. Das mit dem Met ist nicht so mein Ding, aber ich werde ihn wohl kosten und dann entscheiden, was ich damit anstelle.


    Nach der Aktion bin ich aber extrem misstrauisch geworden und ehrlich gesagt schmeckt mir Frühtrachthonig nicht mehr, weil ich immer die leicht säuerliche Note im Abgang herausschmecke, wahrscheinlich nur Löwenzahn...


    Gruß Jörg, Sommertrachtfan

  • Hallo zusammen,


    säuerlich , ja Jörg das hatte ich auch Wassergehalt 17,6% , wollte ihn schon entsorgen. Hohen Neuendorf sagte dann schöner Löwenzahnhonig mit Raps. Somit hatte ich wieder was dazugelernt.


    Schönes Wochenende allen


    Enrico

  • Moin,


    nur zur Info, die Deckeleinlagen (die übrigens Bestandteil des geschützen Warenzeichens sind), dichten entsprechend ab.
    Und das recht zuverlässig, da sie komplett auf dem Glasrand aufliegen und vom Deckel angedrückt werden.


    Gruß,
    Helge

  • Wenn man die Anti-DIB-Glas Brille mal abnimmt kann man das auch an dem Abdruck sehen, den der Glasrand in der Deckeleinlage hinterlässt.
    Vorausgesetzt man schraubt es vernünftig zu....


    Gruß
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • :lol: Falscher Dampfer.....
    Kauft euch mal in der Apotheke eine Schachtel pH-Sticks für den sauren Bereich.
    Honig ist grundsätzlich sauer, jedenfalls das, was ich so in den Kisten habe.
    Sogar der plattsüße Raps hat einen sauren pH-Wert.
    Falls ihr probieren wollt - Obacht - es gibt auch fast kein Leitungswasser, was pH7 (neutral) hat.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo zusammen,


    ich habe bei einem Eimer das gleiche Problem. Oberflächer hat wegen falscher Rührung mit Rapido viel Schaum gehabt. Der schaum riecht säurlich und schmeckt auch so.


    Ich habe die Oberfläche großzügig abgeschabt. Der Honig darunter schmeckt normal. Ich werde daraus Futterteig machen, also mit Puderzucker das Wassergehalt auf etwa 10% reduzieren und im Frühjahr verfüttern. Spricht was dagegen?
    Falls Hefe doch im Honig vorhanden sind, dann können sie sich bei 10% Wassergehalt nicht vermehren, dachte ich.


    Lg Salsero

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant