Was darf ein Bienenhaus kosten

  • Du brauchst kein Bienenhaus, es ist nicht notwendig...


    Okay.


    ...und unwirtschaftlich.


    :roll: Quatsch!


    Mit Honig kannst Du das nicht reinverdienen.


    Muss man ja auch nicht zwingend wollen...
    Es gibt Menschen, die machen Marmelade selbst, obwohl der Aufwand in der heutigen Zeit wohl kaum in sinnvollem Verhältnis zum Einzelhandelspreis liegt.
    Es gibt Menschen, die kaufen sich ´ne blöde Bienenkiste, nur um den Immen beim Fliegen zuzuschauen und degradieren Honig gar als Beiwerk.
    Es gibt auch Menschen, die sich freuen, wenn alles so hübsch beisammen ist in ihrem Bienenhaus und manche, die gar auch bei Regen in einem solchen sitzen...bei der Lektüre alter Literatur...umgeben von den eigenen Immen.


    Es gibt tausend Gründe, die für ein Bienenhaus sprechen...und ebensoviele dagegen.


    Was hast Du von einem Bienenhaus mit 9 Völkern, wenn Du vielleicht irgendwann 30 haben willst?


    Wenn´s mal so weit ist, hat er ein Bienenhaus mit 9 (oder 12) Beuten am einen Standort und ein bis 2 weitere am selben oder einem weiteren Standort...
    Das nennt man dann Streuung...


    ...die viel Geld in ein Bienenhaus gesteckt haben, aber bei anderen Investitionen durchaus kleinlich vorgehen, auch wenn sie vielleicht wichtiger wären.


    Und wer beurteilt die Wichtigkeit? Du, oder doch der betreffende Imker selbst? Soweit ich den Fred-Anfang gelesen habe, ist alles unbedingt nötige bereits inkludiert...


    ...deren Handhabung Freude macht.


    Und genau dies könnte ein Anlass sein, für ein hübsches Bienenhaus zu plädieren. (Selbst wenn nur Zanderkisten drin stehen...:cry:)


    Auch in einen eigenen Wachskreislauf, mit Mittelwandpresse, ein Wachs-Entseuchungsgerät oder anderes.


    ...für 9 Völker...:roll:


    Ich meinte einfach, dass ein Bienenhaus nicht notwendig ist...


    Nö, aber schön isses, eins zu haben...


    ...ich keine gebrauchten Beuten kaufen würde


    Genau...DU eben...


    ...und wenn Du anderer Meinung bist, ist es auch gut.


    Dies rehabilitiert dich ! :liebe002:


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."

  • Danke für deine Meinung, Mirko.


    Dazu ist nur noch zu sagen, dass mir ein eigener Wachskreislauf, bei dem Du die Augen verdrehst, bei 9 wie bei 20 Völkern gleich wichtig erscheint, ebenso ein Entseuchungsgerät. Warum sollte ich bei einer kleinen Völkerzahl keinen Wert auf Wachs legen, das ohne Faulbrutsporen ist?Da tue ich wenigstens den Bienen was Gutes. Vom Bienenhaus haben sie nichts. Letztendlich muss man dann dem Fragesteller antworten, dass er diese Frage ausschließlich selbst entscheiden kann. Für mich also darf ein Bienenhaus NICHTS kosten. Und nicht mal dann würde ich es nehmen. Und dem Fragesteller kann ich daher seriös nur eines antworten:


    Das, was es Dir wert erscheint.

  • Richtig kleiner Bär,
    da sind wir uns dann wohl doch einig. Noch eins wegen des seuchenfreien Wachses. Das kannst Du in Österreich nicht wissen, aber bei uns in Trossin sitzt ein guter Onkel, der liefert Mittelwände die seuchenfrei sind. Dazu brauche ich keine eigene Matscherei in Küche, Keller oder Jausenstube :-). Das Gerät nennt sich übrigens Kochtopf und das brauche ich für andere Dinge. Aber auch hier, obwohl wirtschaftlicher Unsinn, gilt das Gleiche wie für ein Bienenhaus. Wenn es einem das wert ist, warum nicht.
    Viele Grüße
    Wolfgang, der in einem Bienenhaus in Maishofen bei Zell am See zur Imkerei angefixt wurde

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Es steht auf einen Grund das dem Landkreis gehört und es gibt einen Nutzungsvertrag.


    Koste es, was es dir wert ist. Wenn du es günstiger erwerben kannst, als der Gesamtneupreis des Inventars, würde ich für den Kauf plädieren.
    Jedoch nicht, ohne Augenmerk auf folgendes:
    Wenn ich persönlich wiedereinmal ein Bienenhaus kaufen würde, dann entweder mit Grund und Boden oder zerlegbar.
    Solch ein Gebäude wächst einem ans Herz und es wäre traurig, wenn man es am Ende eines -wie auch immer gearteten- (Nutzungs)vertrages aufgeben müsste.


    Mein Turm z.B. ist zerlegbar und gleichwohl an anderer Stelle zu errichten. Mein Pavillon ist ortsfest installiert. Ein Zerlegen führte zu dessen Vernichtung. Hätte ich also die Flurstücke, auf denen er errichtet wurde, nicht miterwerben können, hätte ich den Erwerb verworfen. Ich habe den Pavillon samt umliegendem Gelände (ca. 2000m2 gekauft. Die Immen können somit belästigungsfrei aus- und einfliegen und ich auf eigenem Grund und Boden (derzeit Brachland) für Obstbäume und weitere Bienenweide sorgen.


    Wenn du die Wirtschaftlichkeit des Erwerbs eines Bienenhauses in die Waagschale wirfst, dann verzichte auf den Kauf!
    Wegen des Erwerbs des Pavillons verzichte(te) ich auf den einen oder anderen Urlaub und erreiche allein hierdurch den rein finanziellen Ausgleich. :u_idea_bulb02:


    ...ein eigener Wachskreislauf, bei dem Du die Augen verdrehst...


    Obgleich es sicherlich gute Gründe für einen eigenen Wachskreislauf gäbe, würde ich diesen nicht überbewerten. Ganz sicher werde ich -wenn sich eines traurigen Tages die unbedingte Notwendigkeit ergibt- diesbezüglich gänzlich auf Mittelwände verzichten und auf Naturbau umstellen.
    Mein persönlicher Wachskreislauf besteht im Ausschmelzen allen überschüssigen Wachses und Tausch des entstehenden Blockwachses gegen Mittelwände aus dem sächsischen Trossin.
    Selbige sind seuchenfrei und bedeutend ebenmäßiger, als ich sie mit meiner alten Rietsche-Mittelwandgussform hinbekäme. Eine Neuanschaffung lehne ich aus mannigfaltigen Gründen ab. Das Wachsschmelzen ist mir schon Manscherei genug und doch allemal lohnend, wenn ich bei dem Tauschgeschäft knapp 1o,-€ je kg spare im Vergleich zum reinen Mittelwandkauf.


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."

  • Nich Wachsschmelzen hier, da schimpft demnächst einer...


    Zur Wertermittlung hilft eine Pro- und Kontraliste. Was spricht für den Kauf genau dieses Hauses, was dagegen? So kann man sich leichter Klarheit verschaffen, welche Vor- und Nachteile der Erwerb dieses Hauses für Dich mit sich bringt. Wie schon erwähnt kannst nur Du den Wert festlegen. Jede genannte Summe von anderen ist in jedem Fall nicht zutreffend für Dich.
    Trockener geht auch: Neupreise aller Utensilien raussuchen, wie lange schon in Gebrauch? Wie lange schätzungsweise noch in Gebrauch? Zeitwert ermitteln, zusammenrechnen.
    Ich könnte mir vorstellen, dass ein schön gelegenes Bienenhaus in punkto Erholung durchaus einem Kurzurlaub gleichzusetzen ist.

  • Nich Wachsschmelzen hier, da schimpft demnächst einer...


    Ok. War OT-verdächtig...:oops:


    ...Utensilien..., wie lange schon in Gebrauch? Wie lange schätzungsweise noch in Gebrauch? Zeitwert ermitteln, zusammenrechnen.


    Kann man machen, wenn´s einzig um die Utensilien geht. Aber wie bewertest du dann preislich das Bienenhaus an sich?


    Ich könnte mir vorstellen, dass ein schön gelegenes Bienenhaus in punkto Erholung durchaus einem Kurzurlaub gleichzusetzen ist.


    Zustimmung meinerseits. Kurzurlaub...täglich...bei jedem Schritt in die heiligen "Hallen"... Ich liebe es. :liebe002:


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."

  • Wie ich das Bienenhaus bewerte? Genau so. Da kann man doch auch rausfinden, was mich die Erstellung eines vergleichbaren Hauses kostet. Da gibt es auch Richtwerttabellen.
    Aber diese dröge Berechnung würde ich eh nicht anwenden. Das scheint nicht ganz unmissverständlich rüber gekommen zu sein. Da ist mir der Bauch, der bessere Ratgeber.