Was darf ein Bienenhaus kosten

  • Hi Leute,


    ich hätte die Möglichkeit ein bienenhaus mit 9 Volkern und Schleuter zu übernehmen.


    Das haus ist in einem guten Zustande nur etwas Farbe musste drauf, es wurde von erfahrenen Zimmermännern gebaut und ist baujahr 1989. Es steht auf einen Grund das dem Landkreis gehört und es gibt einen Nutzungsvertrag für noch 30 Jahre. Das kostet im Jahfr 50 Euro. Nun zu meiner Frage was darf es kosten. Zu den Volkern sind Beuten, Rähmchen Oberfütterer und sonstiges Zuberhör dabei.

  • Hallo Rehauer
    Ich hatte ein Bienenhaus gekauft. Es war mit Küche, Schleuderraum, Bienenstand für 49 Bäuten, Schlafzimmer.
    Hatte einen eigenen Brunnen und Toilettenhäuschen.
    Preis 500 €
    Gruß Bienensiggi

  • Rehauer


    Das ist schwer zu sagen. Es ist hier weder Größe noch Bauart angegeben. Was ist gegen Ende des Erbbaurechts?


    Sind die 9 Völker das Maximum oder passen da noch mehr rein?


    Was für Beuten?


    Tip:
    schau mal was das Zeug neu kostet. Dann schaust, wie lange Du das noch schätzungsweise nutzen kannst und nimm den Dreisatz. Neupreis geteilt durch (16 Jahre + weitere Zeit bis zur Entsorgung) * weitere Zeit der Entsorgung. Da kommst ungefähr auf den Wertverlust im Mittel. Nicht berücksichtigt ist ein höherer Wertverlust direkt nach Kauf. "Billigartikel" mit einer geringen Lebensdauer wie z.B. Rähmchen würde ich nicht mit rechnen. Ein Bienenvolk wird im Frühjahr meist so um die 100 € -150 € gehandelt, allerdings unterschiedlich von Region zu Region.


    So kommst ungefähr auf einen Preis, den ich als maximalen Kaufpreis bezeichnen könnte. (Hier noch einen Abschlag hinzu wegen Gebrauchtware). Allerdings mußt sagen, dass das Objekt nur soviel wert ist, wie ein Käufer bereit ist zu zahlen.


    Und vergiss bitte nicht die evtl. anfallenden Abrisskosten nach 30 Jahren.


    Gruß GM

  • Hi.
    Einige Infos wären schon noch nötig.
    Um welches Beutensystem handelt es sich und wie alt sind die Beuten und vor allem, um welche Schleuder handelt es sich, wie alt ist sie und in welchem Zustand ist sie? Ist sonstiges Gerät, wie Werkzeug, dabei?
    Wichtig ist auch, in welchem Zustand sind die Völker und wie wurden sie auf den Winter vorbereitet?
    Gibt einen Verhandlungspreis?


    Grüße Tobi

  • Also die Beuten sind Zander Falzlos von Seber und Lang und zwischen 12 und 8 jahre alt die Böden sind aber erst dieses jahr erneuert worden. Es ist eine Tangentialschleudern mit Motor für 4 waben und sie ist von 1999. Es passen weitere 3 Volker rein, die 9 vorhandenen wurden 2 mal mit Ameisensäuere gegen Varoa behandelt und dann mit 24 Kl Flüssigfutter aufgefüttert. An weiterem Werkzeug gibt es noch ein Endeckulungsgeschier das war alles an Werkzeug. Den Vertag kann man weiter verlängern weil es an einem Wasserschutzgebir
    et steht.

  • So Rehauer,
    jetzt nimmst Du mal den Rechenschieber :-) nein, natürlich den TI 3o und legst ihn ganz behutsam auf die Seite. Nun fragst Du dich, was Du bereit bist, für die Hütte zu bezahlen.
    Was ist dir die Hütte wert? Und genau das ist ihr Wert.
    @ Bienensiggi: Das waren doch noch Ostmark oder gar Reichsmark, hast Du das auch ordentlich umgerechnet :-)?
    Die Hütte ist genau das wert, was irgendjemand tatsächlich dafür bereit ist zu zahlen. Da hängt wesentlich mehr dran, was eben nicht in Geld umzurechnen ist wie ein paar alte Zanderbeuten.
    Alles grober Unfug. Viel wichtiger als die Anzahl der Beuten ist doch auf was Du selbst Wert legst. Ist sie einfach und bequem für dich erreichbar? Gefällt dir die Gegend? Bist Du gerne dort?
    Zurück zur Frage, was darf ein Bienenhaus kosten? Alles ist die richtige Antwort. Dürfen darf es alles und vielleicht gibt es auch jemanden, der das bezahlt.
    Ein Bienenhaus an der ehem. Autobahnabfahrt Brehna hat bei gleicher Beschaffenheit und Größe einen anderen Preis als eines an der Côte d' Azur. Dabei ist es unerheblich wieviele alte Beuten mit neuen Böden drin stehen.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Zur hier gestellten Frage kann ich nur sehr klar und kurz antworten: Lass es. Du brauchst kein Bienenhaus, es ist nicht notwendig und unwirtschaftlich. Mit Honig kannst Du das nicht reinverdienen. Die Beuten kaufe lieber neu. Was hast Du von einem Bienenhaus mit 9 Völkern, wenn Du vielleicht irgendwann 30 haben willst?

  • Zitat

    Was hast Du von einem Bienenhaus mit 9 Völkern, wenn Du vielleicht irgendwann 30 haben willst?

    Ich hab meines extra nur für 9 Völker gebaut damit ich nicht in Versuchung komme mehr zu halten:-D Was hat denn der Verkäufer für eine Preisvorstellung?
    Gruß Hermann

  • Komisch,
    bei einem Garten mit Laube fragt auch keiner, ob man mit der Gemüsezucht den Pachtzins und die Ablöse jemals wieder rein bekommt. Es geht doch nicht primär ums Geld, jedenfalls nicht bei einer so geringen Völkerzahl, aber ihr führt euch auf, als wäre die kleine Imkerei eine Aktiengesellschaft, die vor ihren Gläubigern, ihren Aktionären ständig Rechenschaft ablegen müsste. Ihr schreibt seitenlange Exel-Tabellen, streitet euch über die Abnutzung, verrechnet das, was man bei einer Geldanlage damit verdient hätte und setzt dann bei der Völkerzahl 9 ein. Ihr seid eindeutig im falschen Film und ihr habt es immernoch nicht gemerkt.
    Also, wenn ich ins Kino gehe, freue mich auf den neusten Ballerfilm und sehe dann Kevin Kostner, dann weiß ich wohl, dass ich im falschen Film bin.
    Viele Grüße
    Wolfgang, der wesentlich grober rechnet, wenn er rechnet und das im Kopf

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • ... ihr führt euch auf, als wäre die kleine Imkerei eine Aktiengesellschaft, die vor ihren Gläubigern, ihren Aktionären ständig Rechenschaft ablegen müsste.


    Das halte ich jetzt für eine leichte Übertreibung. Ein Garten mit Laube dient im allgemeinen nicht der gewerblichen Gemüsezucht. Ich muss lediglich vor mir selbst Rechenschaft ablegen, ob die Ausgaben für mein Hobby halbwegs im Einklang mit einer wirtschaftlichen Vernunft stehen. Das muss ohnehin jeder für sich entscheiden. Ich habe schon Imker kennengelernt, die viel Geld in ein Bienenhaus gesteckt haben, aber bei anderen Investitionen durchaus kleinlich vorgehen, auch wenn sie vielleicht wichtiger wären. Und Imker, die unentwegt über den schlechten Honigpreis jammern, aber einige tausend Euro in den Bau eines Bienenhauses gesteckt haben. Ich würde lieber in gute Technik investieren, deren Handhabung Freude macht. Auch in einen eigenen Wachskreislauf, mit Mittelwandpresse, ein Wachs-Entseuchungsgerät oder anderes. Ich meinte einfach, dass ein Bienenhaus nicht notwendig ist, ich keine gebrauchten Beuten kaufen würde und wenn Du anderer Meinung bist, ist es auch gut.