Relationen die erstaunen

  • ich habe eine erstaunliche Feststellung bei der Einfütterung und Milbenbehandlung gemacht:


    Ich habe je Bienenvolk insgesamt 33kg Weizensirup gefürttert und dazu 2,2kg Honig mit Regennwasser zugemischt(5-8% dem Sirup eingerührt macht 6,5% Honiganteil)


    Bei der Sommerbehandlung gegen Milben, habe ich von Juli bis jetzt, im noch warmen Oktober, 8 Plättchen Thymovar eingelegt a 4g Reinthymol, macht 32g Reinthymol.
    Von September bis Ende Oktober träufle ich noch 3 mal 7 ml 3% ige Oxalsäure bei jeder Nachfütterung(falls trotz Thymolbehandlung noch Milben fallen im Sept bis Okt). Das macht dann 21 ml Oxalsäure plus den ca 50 ml Oxalsäure bei der Restentmilbung in der Adventszeit. Macht dann 21ml+ 50ml = 71ml x 0.03 = 2,13 g reine Oxalsärekristalle.


    Nun das verwunderliche Verhältnis:


    33kg Zucker zu 2,2kg Honig
    32g Thymol zu 2,13g reine Oxalsäure


    also recht exakte proportionale Relationen.
    Nur, dass die Oxalsäure am schädlichsten für Bienen und der Honig am gesündesten für Bienen ist, es also umgekehrt proportional ist.


    Gruß
    Moritz


    P.S. Thymol wirkt nur, wenn man früh genug behandelt und wenn der Kasten so dicht wie nur irgendmöglich ist. Es geht auch nur bei einzargiger Überwinterung, also optimal bei Dadant.

  • [QUOTE=MoBerliIch habe je Bienenvolk insgesamt 33kg Weizensirup gefürttert und dazu 2,2kg Honig mit Regennwasser zugemischt(5-8% dem Sirup eingerührt macht 6,5% Honiganteil)[/QUOTE]


    Des isch koi Schwob.


    Gruß
    Werner

  • Und solche Belehrungen? :eek:


    Von September bis Ende Oktober träufle ich noch 3 mal 7 ml 3% ige Oxalsäure bei jeder Nachfütterung


    Damit verkürzt Du die Lebenszeit der bis dahin entstandenen Winterbienen und schädigst sie!!
    Träufeln ist eine Behandlung zur Restentmilbung bzw. im brutfreien Zustand und nur 1xig anzuwenden.


    By the way gibt es mathematische Rechenexempel, die alles Mögliche an Zusammenhang suggerieren, wo im realen Leben jedoch keiner ist.
    Nennt man Fehlschluss. "Cum hoc ergo propter hoc" genannt, das bezeichnet einen logischen Fehler bzw. auch eine Scheinkorrelation :wink:
    *Klugscheißmodus aus* :cool:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Was ich nicht so richtig vestehe an der ganzen Sache, wenn mann sich richtig beliesst oder bei y..tube Filme, Bücher, usw. kann man eigentlich weing falsch machen. Was aber hier an vielen verschiedenen Varianten aufgetischt wird, verwundern mich solche Fehler dann doch nicht.
    Ich kam neulich bei dem Thema auch ins Grübeln.

  • Ja, aber das hat dann auf keinen Fall mit PSM zu tun!
    Warum meinen manche Imker immer wieder, das Rad neu erfinden zu müssen? Konkret: es gibt gute Behandlungskonzepte, da muss man nicht neues probieren und Thymol und Ox gleichzeitig, die jetzt eh nicht wirkt, außer Bienenverluste gibt und dann das Ganze noch in schwindelerregenden Dosierungen.
    Kopfschüttel!!!

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Zitat beetic: "Damit verkürzt Du die Lebenszeit der bis dahin entstandenen Winterbienen und schädigst sie!!"



    Ich mach die 3 mal 7ml Beträufelung mit 3%iger Oxalsäure ja nur, wenn noch zu viele Milben fallen. Meistens brüten die Völker noch bei uns im Weinbauklima auf 1-3 Waben und können sich dann gesund erneuern ohne Milben. Deshalb füttere ich ja auch noch, dass die Brut gut gefüttert wird. Selbst wenn die Kästen schon schwer genug sind (Kippkontrolle), gebe ich nochmal 2 kg. Aber oft sind sie leicht, dass ich die Futtertasche mit 4-7kg nochmal fülle. Thymol leg ich natürlich zusätzlich noch 1-2 Platten momentan drauf, hilft gegen Reinvasion und schädigt nicht so die Bienen.

  • Ich mach die 3 mal 7ml Beträufelung mit 3%iger Oxalsäure ja nur, wenn noch zu viele Milben fallen.


    Hallo Mo,


    lies doch bitte auch nochmal den Link in meinem Beitrag.
    Es ist egal warum Du Dich zu diesem Schritt entschieden hast, er ist nicht richtig. Bereits im Juli, ganz sicher aber im August und erst recht danach entstehen langlebige Winterbienen. Die pflegen nicht, die sammeln nicht, die machen nix. Sie fressen sich Reserve an und hängen rum.
    SIE sind vorgesehen wegen ihrer Langlebigkeit das Frühjahr zu erleben bzw. zum Brutstart zeitig im neuen Jahr ihre Reserven dazu herzugeben. Bis zur Einwinterung sterben Dir die anderen, NichtWinterbienen weg. Die arbeiten sich ab.


    ALLE gemeinsam bekommen die OS ab bei der Träufelung! Wer da von den Winterbienen was mitbekommen hat, darf nicht nochmal teilnehmen, denn dann reicht es eben nicht mehr für die Vorsehung.
    Und die anderen sterben außerdem auch noch früher als üblich dadurch und fehlen!


    Nicht nur im Weinbauklima brüten die Völker noch, das tun sie anderswo auch, sonst müsste ja kein Imker auf die brutfreie Phase im Winter warten :wink:
    Dieses Brüten sollte nicht als Freifahrtschein oder Fähigkeit zur "Erneuerung" interpretiert werden, es ist auch was anderes als das Brüten im Juni z.B., da ist Bienendurchsatz und Aufholen oder Zuwachs durchaus drin.


    So war`s gemeint


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • @ MoBerli: Sorry, aber das liest sich ein bisschen so, als würdest Du auch beim Abfüllen des Honigs noch mal das Doppelsieb unter den Quetschhahn stellen, weil zwischen Schleuder und Hobbock ja noch ein Pollenhöschen reingefallen sein könnte. Ehrlich, niemals die selben Bienen mehrmals mit OS baden!

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter