Schleichendes Völkersterben ?

  • Danke Mika


    für deine Beschreibung! Ich denke dein "Erfolgsgeheimnis" ist: du kontrollierst die Bodeneinlage sehr oft und genau??? Hast die Milbensituation also ständig im Blick und jeder kleine Anstieg wird sofort bemerkt....


    Mirko,
    man kann Oxalsäure auch sublimieren ;) (OX zugelassen, Anwendungsform aus Anwenderschutzgründen nicht in D, jedoch in Ö und CH)
    Eine Behandlung nach dem 31.12. (+-) oder gar während der Tracht kommt für mich jedoch sicher nicht in Frage...



    Bienenhummel



  • sag ich doch, die letzten 10 Jahre verpennt :
    https://www.youtube.com/watch?v=ohlIkIf94_Q


    Gruß
    Helmut

  • Moin Hornet,


    man kann eine gemessene Dosis bis unter die Nachweisgrenze verdünnen. Dann ist sie darin nicht mehr nachweisbar, es seie denn, man konzentrierte auf. Wirksam ist sie aber... Diese Studie gab es. Inzwischen könnte man vermutlich den Nachweis der Substanz auch in der verdünnten Lösung führen...


    Die dazumaligen Versuche belegten jedenfalls, dass ein Nichtnachweis kein Nachweis des Nichtvorhandenseins des Stoffes wie der Wirkung war.


    Substanzen, die als Beize 40 Gramm pro ha Aufwandmenge haben, und von denen 0,8 Gramm wirklich systemisch von den Pflanzen dieses Hektars aufgenommen werden und dabei einen wirksamen Fraßschutz bewirken, sind nun mal extrem toxisch. Diese 0,8 Gramm sind immer noch 800 000 000 Nanogramm, und in der Größenordnung liegt die Dosis, die ein Artikulatenleben auf etwa ein Drittel seiner Dauer kürzt... Hinzu kommt der größere Rest, der ebenfalls und wahrscheinlich mehr tötliche Folgen hat.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Moin, moin,


    im Übrigen möchte ich gar nicht bestreiten, dass es auch imkerliche Fehler, Schlampereien und eine subletale Betriebsweise geben kann und gibt. Auch nicht, dass ich dergleichen schon gesehen oder teils auch selber verübt hätte. Auch die Varroa gibt es, und auch in 2 Größen.


    Aber eine der Sachen, die man heute als Imker falsch machen kann, ist: Sich nicht gegen die PSM zu wehren.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Wie wehren? Gestern vor meinen Fluglöchern, diese Beizen gab es immer schon und anscheinend muss es sein oder es gibt nichts anderes, aber die Bauern müssen sich auch ihre Existenz sichern, bzw. ihre Familien über Wasser halten. Ein Teufelskreis auch für die Landwirte. Übrigens Brotweizen braucht die meiste Düngung.


  • Aber eine der Sachen, die man heute als Imker falsch machen kann, ist: Sich nicht gegen die PSM zu wehren.


    Das wird wohl fast jeder hier so sehen.


    Edit: Doch nicht. :-) Naja, wir sollten als Imker halt dahinter sein, dass so gut wie möglich darauf geachtet wird, dass das Eingesetzte nicht insektenfeindlich ist, und dass nur Neues kommt, das so unkritisch wie möglich ist. Den Hebel vernünftig "in die eine Richtung" drücken. Es gibt genug Leute, die ihn in die andere Richtung drücken.

  • Moin Franz Xaver,


    an der roten Farbe kann gar keiner erkennen, was die Wirkstoffe sind, die soll nur die versehentliche Verwendung als Nahrung oder Futter verhüten. Man sieht allerdings deutlich, dass das nicht unter der Erde liegt.


    Und es gibt tatsächlich sehr verschiedene Wirkstoffe, mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen. Eine Schädigung der Bienen, direkt oder indirekt kommt bei vielen in Frage.


    Gemeinsam ist denen Wasserlöslichkeit, Persistenz und höchste Wirksamkeit, ein Eingriff in ein komplexes und vom Eingreifenden nicht einmal bemerktes Wirkungsgefüge.


    Wie wehren? Man kann sich schlau machen und argumentieren, kann demonstrieren, mit den Bauern reden... Es gibt so viel.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...