Imkern mit angepassten Brutraum Hans Beer

  • Hallo Drohn,


    ich enge auf 5 bis 7 BW ein aber ich weiß nicht ob das nach Bärmann ist!
    Ich habe oft beobachtet, dass am Schied und dahinter unterm ASG sich eine Bienentraube bildet und darunter sind auch Drohnen.
    Jetzt lach nicht, aber ich kann Drohnen riechen und finde, dass sie stinken! Diese Gassen stinken bei mir einfach stark nach Drohnen! Die Drohnen sitzen gerne am Rand des Brutnestes in den Randgassen und da wo sie sitzen werden die Zellen kürzer, manchmal werden sie bis zur MW abgenagt, obwohl sie früher Brut haben und der Wabenabstand sich nicht geändert hat.


    Daher nehme ich an, dass dieser Bereich für die Drohnen frei gemacht wird oder die Kö stiftet nicht gerne in den von Drohnen gefüllten Gassen, warum auch immer.
    Diese Beobachtung habe ich oft bei Völkern festgestellt, die ich auf 6 oder 7 BW eingeengt und statt des normalen Schieds ein Abtrennschied verwendet habe, da ich dahinter einen kleinen Ableger gebildet habe. Bei anderen Völkern, die genauso eineengt waren aber normales Schied haben, wo Bienen inkl. Drohnen sich dahinter sammeln können, waren solche abgenagten Randwaben nicht auffällig.

  • Bitte erkläre kurz den Unterschied von Deinen Schieden.


    Mit "normalen Schieden" meine ich 6 mm Holzplatten, die die Maße einer BW haben ==> Alle Bienen kommen dahinter, wo ein leerer Platz von etwa 5 BW vorhanden ist und nichts wie MW oder was anderes hängt.


    Mit Abtrennschieden, meine ich Schiede, die die Innenmaße der Brutzarge haben, also bienendicht das Brutnest trennen. Die Bienen können nicht dahinter kommen und damit wird die 12er Brutzarge zu einer 8er Zarge. Ich verwende diese Abtrennschiede, wenn ich einen Ableger im leeren Raum hinterm Schied neben das Volk bilden möchte. Auf die Ablegerbrutwaben kommt eine Folie, so dass der Ableger ganz bienendicht vom Volk getrennt ist und nach hinten fliegt.

  • Hallo,


    heute habe ich an einem Stand die erste komplette Durchsicht des Jahres gemacht. (5 Völker, Dadant-Holzbeuten, an der Nordseite eines Hauses, einige Völker bekommen ein wenig Morgensonne, die anderen Nachmittagssonne.) Die meisten Völker hatten gerade Brut auf 2 Waben, wobei der Brutbereich etwa so groß war wie eine gespreizte Hand (verdeckelter Bereich bestenfalls handtellergroß).
    Alle Königinnen gesehen (dreimal rot, zweimal grün).


    Ich habe die Schiede gesetzt, und es sieht jetzt größtenteils so aus:
    Wand - Futter - Brut - Brut - Futter - Baurahmen - Schied - Futter - Futter


    Also inkl. Baurahmen 5 Waben vor dem Schied. Ich vermute mal, dass das eigentlich etwas viele sind, zumal das Brutnest noch dermaßen klein ist? Aber es ist halt noch Anfang März, nachts bleibt es sehr kalt, ich hatte Angst, dass sonst für die nächsten Wochen nicht genug Futter vor dem Schied wäre. Oder ist diese Sorge unbegründet? Kommen die Bienen, solange es nicht längere Zeit tagsüber fröstelt, problemlos an die Futterwaben hinter dem Schied?


    Bisher haben sie nicht besonders viel verbraucht, aber das ist ja auch kein Wunder, weil sie nur wenig gebrütet haben. Jetzt soll es einige Tage lang tagsüber sehr schön werden, gutes Flugwetter, da vermute (und hoffe) ich, dass das Brutnest sich kräftig ausdehnt. Dann wird aber der Futterverbrauch auch sprunghaft steigen...


    Kommentare, Tips, Hinweise?


    Grüße,
    Robert

  • Hallo,


    schaut bei mir auch nicht anders aus. Die beiden verbliebenen Völker sitzen beide noch sehr eng in einer etwa handballgroßen Traube über 4-5 WG. Deren Sitz hat sich in diesem Jahr kaum verändert. Zwischen die Oberträger gelegte schmale Futterteigstreifen (zwecks Futterkontrolle aufgelegt) werden nicht angerührt. Bevor sich da in den Kisten nicht wirklich was verändert, werde ich nicht drin herumfuchteln, die Bienen sind noch nicht in Frühlingslaune.


    Gruß Sven

  • Hallo Sven,


    ist es bei Euch noch so kalt? Bei uns ist heute ernsthaft der Frühling ausgebrochen, alle Völker flogen stark, die Sammlerinnen an Schneeheide und Krokussen konnte man auf 6 Meter Entfernung sehen. In der Broschüre von Reiner zum Imkern in Dadant ist Schied setzen ja erst im April vorgesehen, aber morgen sind bis zu 17°C angesagt, und ich habe mir zu Herzen genommen, was Bernhard (und auch der Drohn) hier schrieben: lieber früher stören, wenn noch nicht so viel Brut da ist. Dafür sollten sie dann die nächsten Wochen ungestört sein können.
    Ich hoffe, ich habe das richtig verstanden...


    Grüße,
    Robert

  • Hallo Robert,


    ja hier war noch kein einziger Flugtag (in Bezug auf die Temperaturen). Schneeglöckchen sind noch nicht ganz draußen, Krokusse auch nicht. Am neuen Standort (20 km weiter) ist die Natur schon deutlich weiter, da sind es auch immer 2-3 Grad mehr. Dazu stehen die Bienen so, dass sie die Morgensonne abbekommen, da fliegt bei Sonnenschein mal die ein oder andere Spürbiene aus, kehrt aber unverzüglich zurück weils morgens trotz Sonne noch viel zu kalt ist. Nachmittags, wenns wärmer ist, sind die Bienen im Vollschatten, dann fliegen auch keine Bienen mehr aus. Nicht gerade günstig, aber bis ich sie an den neuen Standort bringe, sollten sie wenigstens etwas lockerer auf den Waben sitzen. Vielleicht klappt es ja in der kommenden Woche, bin gespannt.


    Gruß Sven

  • Hallo,


    ich hab heute in der Mittagspause 4 Völker durchgesehen, da mich der Tip von Markus beschäftigt hat, zu einem fest gelegten Zeitpunkt zu schieden ohne auf die Region, die Bienenrasse oder anderes Rücksicht zu nehmen.


    Bei einem Volk ist Brut auf 2 Waben, davon verdeckelte Brut in der Größe von einem Euro, darum herum in der größe des Bodens einer Bierflasche offene Brut, 90% davon Eier. Pollen ist noch so gut wie keiner in den Waben. Ich hatte Mühe, bei der Bienenmasse die Brut überhaupt zu finden.


    Bei den anderen 3 Völkern ist Brut in der Größe von einer 2 Euromünze da, nur einzelne sind verdeckelt. Schaut aus, als ob die grad erst anfangen mit legen.


    Angenommen ich hätte vor 3 Wochen reingeschaut, hätte ich nicht gewusst, welche Waben ich vor und welche ich hinter das Schied hängen sollte.


    Ich hab dann die Völker auf 3 Waben gesetzt, da alles darunter wenig Sinn macht. Von der Volkstärke könnten sie locker 6 Waben komplett besezten wenn ich so viele vor das Schied getan hätte. Das nur um zu zeigen, das es sich nicht um Mickerlinge handelt.




    Und nicht das jemand meint es handelt sich um Carnica, die ohnehin spät zu brüten anfangen, nein es sind Buckfast aus 3 verschiedenen Herkünften. So viel dazu, das Buckfast kaum eine Brutpause einlegen.

  • Günther, Du imkerst doch auch in anderen klimatischen Gefilden. Ich finde nicht, dass wir nun einen Wettstreit lostreten sollten, wer wie schnell sein Schiet aus der Hüfte zaubert. Wenn man damit noch unsicher ist, sollte man durchaus noch eintragende Pollenträgerinnen und konstante Temperaturen abwarten. Ich traue dem Sonnenschein noch nicht. Ich rechne noch mit einem Kälterückschlag.

  • Hallo Günther.
    Ich habe am Wochenende meine Buckis auch geschiedet.
    Es war auch nur minimal bis gar keine Brut in den Völkern. Hab sie auf vier bis fünf Waben + Drohnenrahmen eingeengt.
    Alle Völker waren am Pollen eintragen (Krokus, Hasel, Winterlinge und Schneeglöckchen. Die Weide hat noch keine Kätzchen).
    Ich denke auch, dass man den Termin schon etwas regional anpassen muss.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Bei einem Volk ist Brut auf 2 Waben, davon verdeckelte Brut in der Größe von einem Euro, darum herum in der größe des Bodens einer Bierflasche offene Brut, 90% davon Eier. Pollen ist noch so gut wie keiner in den Waben. Ich hatte Mühe, bei der Bienenmasse die Brut überhaupt zu finden.
    Bei den anderen 3 Völkern ist Brut in der Größe von einer 2 Euromünze da, nur einzelne sind verdeckelt. Schaut aus, als ob die grad erst anfangen mit legen.
    Angenommen ich hätte vor 3 Wochen reingeschaut, hätte ich nicht gewusst, welche Waben ich vor und welche ich hinter das Schied hängen sollte.


    So ist es auch bei mir.:daumen: