Imkern mit angepassten Brutraum Hans Beer

  • Honig auf Teufel komm raus und auf industrielle Landwirtschaft mit PSM wettern. Da passt für mich was nicht...


    Ich habe Herrn Beer gehört und bin (...mit vielen anderen) vor dem Ende des Vortrages gegangen. Mehr muss ich wohl nicht sagen.

  • Mr freeze,@all,
    nur starke, gesunde Völker tragen einen Überschuss an Honig ein.
    Der Honigkübelindex ist auch bezüglich des Volkszustandes kein unwichtiger!
    Pressing ist für mich der falsche Ausdruck, angepasster Brutraum trifft die Betriebsweise besser.
    Man kann mit dem Schied anpassen, oder aber mit dem Magazin :-)).
    Beer kann natürlich ziemlich polarisieren, auch bei mir.
    Es ist aber nicht alles falsch was er berichtet :-).


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • am 10.01.2015 in Soltau


    Das ist ja nun nicht so weit. Da müsste ich eigentlich echt mal hinfahren. Danke für den Hinweis.
    Und zum "Pressing"-Vorwurf: Wenn ich das aus dem Buch noch richtig in Erinnerung habe, wird bei der Betriebsweise von Herrn Beer der erste Honigraum (½-Zarge) nicht abgeschleudert, da sich der Futterkranz ja hierher verlagert. Also kein Auspressen um jeden Preis.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Zitat

    Pressing ist für mich der falsche Ausdruck, angepasster Brutraum trifft die Betriebsweise besser.

    Jetzt schäme dich mal nicht, mit Pressing nennt man das Kind beim Namen, angepasst ist verschämt. Wenn man den Bienen nur eine Ecke Futter gönnt und Honig und Pollen ausgetragen werden muss, nur um den Honigkübelindex zu erfüllen und sich dann noch schämen, wenn man das Ding beim Namen nennt? Irgendwie erinnert mich das an die rumänische Bettlerszene in Stuttgart. Die einen krümmen sich auf dem Boden und der eine kommt stündlich und kassiert.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Nicht nur Bettlerdarsteller - auch Vergleiche hinken oft.


    Die Arbeit mit dem Schied ist die einzige, bisher erfolgte Korrektur der unnatürlich großen Durchmesser heutiger Bienenwohnungen. Und - wenn richtig angewandt -, ist es ein wichtiger Schritt auf die Bienen zu.


    Wer das Brutnest und dessen dynamische Selbstorganisation nicht versteht, der wirft besser mit Brutzargen nach den Bienen. Je mehr desto besser. (Ob das den Bienen wirklich Gutes bringt?)


    Eine umfassendere Antwort stelle ich zusammen, sobald ich zeitlich etwas mehr Luft habe.

  • Hi Leute !


    Also ich sehe das nicht so mit dem Pressing. Es geht um die Bruttemperatur und Schwarmverhinderung sicher auch um den Honig.
    @ Remsi ich denke mal du hast dir das Video nicht angeschaut er hat es auch wissenschaftlich belegt. Und ich denke sie kennen den Hans Beer bestimmt nicht oder sie haben die
    wissenschaftlichen Arbeiten nicht für ihn gemacht .
    Und noch was jeder kann und möchte doch so imkern natürlich im sinne der Bienen wie ihm es liegt und gefällt .


    Mfg Sven

  • Eine umfassendere Antwort stelle ich zusammen, sobald ich zeitlich etwas mehr Luft habe.


    Ich hab durch das Zusammentragen und in den Kontext stellen von Informationen schon viel gelernt, mir fehlt oft für eine dermaßen weitreichende Recherche schlicht die Zeit. Ich könnt jetzt auch einfach auf's Sternchen klicken, aber manchmal kann man ja auch öffentlich 'Danke' sagen. Also:


    Vielen Dank für die Arbeit!


    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von rase () aus folgendem Grund: Fehlerteufel

  • Eng halten mit Schied ist für mich nicht das Thema, sehe ich eher in positiver Richtung - aber massenhaft Pollen aus den Völkern nehmen?


    Wenn ich an den Pollenmangel ab Juni bei uns denke, dann würde ich da ganz massive Gewissensbisse bekommen...

  • Hallo freeze!


    Ich bin ja weiß Gott kein Hans Beer Verfechter mit Dadant, aber den herausgenommenen Pollen muss man ja als Imker nicht einschmelzen, sondern kann den gerne bei Pollenmangel wieder den Völkern zurück geben, oder?


    Was hindert dich daran?


    Man könnte es auch an die Trachtbedingungen angepasste Betriebsweise nennen, wenn man so will...

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Freeze, es steht auch nirgends geschrieben, dass Du in diesem, Deinem Falle im Juni den Pollen aus den Völkern zu holen hast!
    Bei Pollenmagel wird nämlich kein überschüssiger Pollen entstehen, und folglich würde der gesammelte dann drinbleiben dürfen.


    Überschüssige Pollenbretter kommen in Zeiten des Überflusses aber raus bzw. Lenkung der Pollenlagerung findet statt,
    Schlagworte wie "Pollenentnahme" suggerieren Dinge, die so nicht gemacht werden.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Zitat

    Also ich sehe das nicht so mit dem Pressing. Es geht um die Bruttemperatur und Schwarmverhinderung sicher auch um den Honig.
    @ Remsi ich denke mal du hast dir das Video nicht angeschaut er hat es auch wissenschaftlich belegt. Und ich denke sie kennen den Hans Beer bestimmt nicht oder sie haben die
    wissenschaftlichen Arbeiten nicht für ihn gemacht .
    Und noch was jeder kann und möchte doch so imkern natürlich im sinne der Bienen wie ihm es liegt und gefällt .


    Hallo Sturnus,
    um Gottes Willen,die Imkergurus kommen und gehen. Jeder Imker muss sehen, wie er unter seinen Bedingungen zurecht kommt. Wenn ich alles geglaubt hätte, was sich Referenten ausgedacht haben, wäre es um meinen Ertrag schlecht bestellt. Für mich ist der Unterhaltungswert eines Vortrages wichtig, denn mein Problem ist, dass mir der Glaube verloren gegangen ist. Ich schmunzle gerne darüber, was sich Leute so ausdenken.
    Obwohl ich es schriftlich habe, dass ich zur wissenschaftlichen Arbeit fähig bin, habe ich nicht die Arbeiten für Hans Beer gemacht. Wie sollte ich auch. Für wissenschaftliche Erkenntnisse sollte man von jeweils 100 Völkern unter denselben Bedingungen Daten erheben und das ist mit Bienen schlecht möglich und so viele Völker habe ich auch nicht.


    Die Wortkosmetik, welche hier betrieben wird, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die natürliche Lebensgrundlage des Volkes über das Absperrgitter gedrückt wird oder die Bienen gezwungen werden dies selbst zu machen.


    "Natürlich" im Sinne der Bienen ist diese Betriebsweise nicht. Bienen wollen die Art erhalten und schwärmen. Mit dem Pressing soll das verhindert werden. Keine Pollen im Brutnest sollen schwarmdämpfend sein, allerdings darf mann, frau und biene sich dann auch nicht über Pollenmangel beschweren. Hier wird zum Beispiel von Pollenmangel gesprochen. Ist bei uns nicht der Fall. Auch schwärmt nicht jedes Volk, welches Pollen im Brutraum lagert. Viele Faktoren kommen da zusammen. Meine wenigen Völker sind sicher nicht beweiskräftig aber die Ausrichtung des Flugloches bzw. die Beschattung erscheint mir wichtig. In südlichen Ländern kann man beobachten, dass Beuten (Dadant Blatt)einen Vorbau haben.


    Sturnus, wenn man bei voll entwickelten Völker ein Volltracht im Wald hat, wird von vielen Völkern Wildbau hinter dem Schied ausgeführt. Das ist für den Imker ärgerlich. Er muss dann entweder eine Schlachtfest durchführen oder das Wanderrisiko auf sich nehmen.


    Eigentlich sollte man für Dadant zwei Sätze Beuten haben. Einen für die Überwinterung und einen für die Honigbetriebsweise. Mir war das Arbeiten über Kopf zu beschwerlich, deshalb habe ich auf Dadant umgestellt. Wenn jetzt der erste Honigraum bleibt, bin ich da, wo ich weg wollte. Insofern ist die Vorgehensweise von Luffi optimal. Wenn Bretschko besser ausgeführt hätte, was man heute weiß, hätte ich auch noch Zander. Mir bleibt nichts Anderes übrig als Waben hinter dem Schied zu belassen, sie können bei der Umweislung entnommen und an bedürftige Völker verteilt werden.


    Zum Schluss ist noch das Honigraummanagement zu kritisieren. Ob ich da mit Bernhard einig gehe? Aber die Türme!


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Wenn nachweislich auftretende, reproduzierbare Dinge bei Völkerzahlen >100 beweisen sind, dann sollten Einzelerscheinungen auch vom so Argumentierenden nicht breitgetreten werden.
    Wäre regelmäßiger Wildbau ein Problem bei der Betriebsweise, dann gäbe es sie so wohl für Leute mit 100 Völkern plus und Wanderung nicht.


    Ich sag jetzt mal ganz platt:
    andere haben auch fette Völker und Volltracht ohne Wildbau und nu?


    Pauschal ist meistens nix.
    Und Wildbau hinterm Schied kann man hinkriegen, das geht! Bestreiten will ich hier gar nichts :wink:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Zitat

    Und Wildbau hinterm Schied kann man hinkriegen, das geht! Bestreiten will ich hier gar nichts

    Schnauf, endlich hat das jemand auch gesehen. Leute mit über 100 Völkern haben keine andere Wahl. Sie müssen Honig ernten (herausquetschen), denn sie leben davon, meint ein Berufsimker aus dem Rieselfeld (bei Münster?). Ich, der auch eine gewisse Poesie in der Bienenhaltung sehe, finde das nicht amüsant in meiner bescheidenen Imkerei. (Habe ich doch schön gesagt)
    Dass hier kein Zweifel aufkommt, ich gönne allen fette Völker und Volltracht ohne Wildbau. Nur ich habe nicht lauter fette Völker:roll::wink:.
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol: