Kurze Vorstellung und gleich ne Standortfrage

  • Hallo zusammen,


    mein Name ist Christian, ich bin 37 Jahre alt und möchte gerne im nächsten Jahr meine ersten zwei Völker in unserem Garten beheimaten.
    Unser Garten hat ca. 3000m2, es befinden sich neben einigen Stauden auch Obstbäume, Wein, Beerenstauden im Garten.


    Nun meine Frage, ich habe etwas Sorge, dass die Bienen nicht genug Nektar finden könnten. Woran erkenne ich, ob ein Standort geeignet für die Bienenzucht ist? Wo sollte man definitiv keine Bienen halten?
    Unser Grundstück liegt an einem Berg, ist auf der einen Seite in ca. 2 km Stadtnah, auf der anderen Seite vom Berg ist ein Dorf, auch ca. 2 km entfernt. Der Garten grenzt an unseren Stadtwald, auch ein Rapsfeld liegt nicht weit (ca. 1-2 km) entfernt.
    Wie weit entfernt begeben sich die Damen zur Nahrungssuche?


    Viele Dank für eure Tips, ich freue mich auf das neue Hobby:Biene::Biene::Biene::)


    Grüße aus dem Lipperland


    Christian

  • Hallo Christian,


    wegen Nahrungsangebot solltest sehen, dass das ganze Jahr über etwas blüht. Nur Raps geht auch, aber da hast evtl. das Problem mit Nachfüttern, etc. Der Wald honigt auch, aber auch nicht immer. (nur 2 Trachtquellen nach deiner Angabe)


    Der Südhang ist besser als Nordhang. Du kannst ja auch etwas für deine Bienen anbauen, da aollten deine 30 ar schon reichen für 2 Völker. Aber bitte unterschiedliche Pflanzen mit unterschiedlichen Blühzeitpunkten.


    Wie weit deine Bienen fliegen ist unterschiedlich. Nicht jede Art fliegt die meist genannten 3 km und schon gar nicht, wenn das bessere Futterangebot direkt vor der Haustüre steht. Du gehst doch bestimmt auch lieber zum Metzger um die Ecke als in den Supermarkt in der nächsten Großstadt wegen eine Scheibe Wurst. Machen Mädels wird sogar ein Flugradius von 5 km nachgesagt - obs stimmt k.A.


    Gruß GM

  • :lol: Klassische Buckfast-Antwort: bis zu 10km. Oder mehr.
    (Br. Adam imkerte im Dartmoor, wo wirklich außer Heide nix wuchs, und in einem Jahr hatte er Kleehonig - der Klee wuchs aber 10km vom Volk).

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,


    guckst Du mal hier:http://www.homecrossing.de/beespace/


    Und dann keine direkten Sorgen machen, denn Deine Bienen werden sich ernähren, es ist eher eine Frage der gesamten Umgebungssituation.
    Am besten ist eine Versorgung mit dauerhafter Tracht ohne große Lücken. Raps z.B. stellt eine sog. Massentracht dar, d.h. Nektar in Hülle und Fülle, so viel, dass es eine kurze Phase richtig viel Eintrag bringt, sie brauchen dann Platz, damit der Honig auch untergebracht werden kann und nicht im Brutnest landet.
    Dann muss der Rapshonig aber weggenommen werden, denn er kristallisiert sehr schnell - auch in den Waben bereits.
    So gibt es eben ein paar Besonderheiten.
    Insgesamt ist genauso eine gute Pollenversorgung wichtig, denn es geht um die Proteinversorgung, insbesondere die Brutaufzucht hängt davon ab.
    Wenn viel Monokulturen in der Umgebung sind, insgesamt viel Landwirtschaft, dann ist außerdem die Gefhr groß, dass Deine Bienen Kontakt mit ausgebrachten Spritzmitteln haben, und auch die Angaben, dass alles nach Vorschrift und bienenungefährlich sei, heißt hier leider rein gar nichts!


    Die Pflanzen im eigenen Garten sind zwar schön und gut, insbesondere auch für andere Insekten, auch wirs Du mit jedem Jahr der Bienenhaltung mehr auf die Flora achten überall, jedoch machen ein paar Stauden und drei Obstbäume kein Bienenvolk satt. :wink:


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper