• So jungs, hier mal ein Phänomen, dass ich noch nicht beobachtet habe. Da ich nicht wusste wo sonst hin, deshalb hier bei den Einsteigern :-)


    Bei mir ist getern, sozusagen über Nacht das 2. Bienenvolk geflohen. Schade, dass ich keinen Zaun drum rum gebaut habe. Ja und es ist schade, da beide Völker 2-zargig gut da standen.


    Gut, jetzt muss ich zugeben, das erste ist zwischen Sonntag den 05.10.2014 und Sammstag den 11.10.2014 geflüchtet und das 2. zwischen Samstag den 11.10.2014 10.00 Uhr und 12.10.2014 15.00 Uhr.


    Was blieb zurück?
    Beim ersten Volk ca. 20 tote bienchen gebuckelt - also verhungert und 5-10 die nicht aus den Waben gekommen sind. Ansonsten war alles leer. An Varroa war nicht viel drin, ca. 15 Milben in der ehemaligen Hauptgassebrut und etwas drum rum, also unter 100 in 6 Tagen, sollte also nicht das Problem sein. Die Vorwoche waren es ca. 20. Ameisen o.ä. gekrabbel nicht vorhanden auch keine Mäuse.
    Beim 2. Volk waren es an dem Tag ca. 50 Milben und in der Vorwoche 18 - also 3 pro Tag. Zurück blieben ein halb voller Honigraum und sonst nix.


    Bei einem weiteren Volk habe ich einen deutlichen Rückgang an Bienenmasse bereits jetzt beobachtet. Brut ist noch da, unverdeckelt ca. 1 Handflächengröße voll. Der Vorhandene Bienenmasse sitzt aktuell auf 6-7 Rähmchen, zuvor waren es ca. 20 !!! *heul*


    Zum aktuellen Umfeld: Die Natur ist leer und es gab schon den ersten Reif, also an Blüten in der freien Natur ist nicht zu denken, evtl. steht noch was geschützt in bebauter Ortslage. Anfang September hatten die auch genügend Honig in den Waben. 11 ausgebaute Zanderwaben im Obergeschoss sollte doch eigentlich mehr als genug sein, dann noch etwas im UG.


    Also irgendwo ist da der Wurm drin, seh nur leider aktuell nicht wo. Hat irgendwer einen Tipp?


    Gruß GM

  • Bist Du Dir sicher, was den Varroadruck angeht? Mal nach Kot in den leeren Zellen geguckt? Klingt nach 'Varroafluchtschwarm'...

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Deine Bienen haben sich enstschieden es der asiatischen Schwester gleich zu machen. Zu viel Varroa im Volk, keine Tracht mehr -> also wird gewandert, da der Imker nicht will, machen's die Bienen auf eigene Faust.


    Schade nur, das sie nicht wissen wohin.

  • Tote Buckelbienen sind eher ein Indiz für Räuberei, als für Varroa. Dass keine bis kaum verdeckelte/unverdeckelte Brut vorhanden war spricht auch nicht unbedingt für einen Varroaschaden bzw. varroabedingten Auszug, sowas planen die Bienen ja nicht im voraus. Wenns denen zuviel wird, flüchten die erstmal von den Brutwaben, aber nicht unbedingt gleich aus der Beute. Du wirst da eher ein Problem mit den in diesem Jahr nicht gerade selten vorkommenden Versagerqueens haben.


    Gruß Sven

  • Mitte August 1x Schwammtuchbehandlung von oben bestehend aus 3 x Schwammtuch einlegen mit ca. 50 ml AS 65% ad.ved.us im Abstand von 4 Tagen (Sa, Mi, So und bis Sonntag liegen lassen). (Beute 2 Zargen a 11 Rähmchen)


    Vor Schwammtuchbehandlung waren die Fallzahlen 10 - 15 Milben pro Woche im Zeitraum von 3 Wochen.
    W#hrend Behandlung Sa - Mi 40 - 100 Milben; Mi - So und So-So ähnliche Zahlen, danach fallend, Mitte September waren es dann ca. 5-10 pro Woche.


    Dachte, dass es erstmal gut sei und wollte auf Winterbehandlung warten :-(


    Ja, ich weiß ich muss das nächstes Jahr besser aufschreiben, aber jetzt ist es erstmal für Einsicht zu spät.


    Gruß GM


    PS: ich habe gehört es gibt günstige Schwärme aus Italiene :evil:

  • Erstes Schwammtuch am Tag X
    killt offene Brut, bestiftet bis Tag X-8


    Zweites Schwammtuch am Tag X+4
    killt Inhalt aller nach Tag X bestifteten Zellen


    Drittes Schwammtuch am Tag X+8
    killt Inhalt aller nach Tag X+4 bestifteten Zellen


    Das bedeutet: In einem Zeitraum von mindestens X-8 bis X+8 =16 Tagen wird später auch dann nicht eine einzige Biene schlüpfen, wenn die verdeckelte Brut nicht geschädigt wurde.
    In einem älteren Thread hat Henry als Ladung der nächtlichen(!) Schwammtuch-Granate 22ml gekühlte(!) AS angegeben. Eine Tuch-Bombe je Zarge.
    Du scheinst deutlich überdosiert zu haben. Hast Du auch noch ungekühlte AS tagsüber verwendet?


    Ich denke, Du hast auch der verdeckelten Brut etwas zu viel verpasst.
    Die Lebensdauer der Altbienen verlängert so eine dreifache Verätzung auch nicht wirklich.


    Ich bin sicher, dass da für einen Fluchtschwarm kaum noch genügend Fluchtbienen vorhanden waren:
    Wie lange lebt so eine kurzlebige, erfolglos brutpflegende Sommerbiene?
    Wie lange wird bei der angewendeten Methode nur gestorben, aber nicht gesund geschlüpft?


    Totbehandelt.


  • In einem älteren Thread hat Henry als Ladung der nächtlichen(!) Schwammtuch-Granate 22ml gekühlte(!) AS angegeben. Eine Tuch-Bombe je Zarge.
    Du scheinst deutlich überdosiert zu haben. Hast Du auch noch ungekühlte AS tagsüber verwendet?


    Hallo Foxin,


    ich bin zwar kein Schwammtuchanwender, aber rechnen kann ich noch. Also er hat zwei Zargen - macht nach deiner Beschreibung 44 ml / Zarge. Er hat ca. 50 ml. genommen. Wenn man mal das ca. weg lässt, wären das gerade mal 13 % zu viel dosiert. Gut ich bin jetzt kein AS Schwammtuchpabst, aber für die Aussage "Du hast deutlich überdosiert" bzw. "Totbehandelt" finde ich das doch etwas zu übertrieben.


    Ich finde den Varoafall grundsätzlich zu hoch. Aber da mir bisher (auf Holz klopf) noch kein Volk eingegangen ist, fehlt mir hier der Vergleich. Aktuell liegen meine Fallzahlen bei rund 4-6 Milben / Woche. Bei einem Volk höher, da behandel ich aktuell noch (nicht mit AS). Hier könnte ich tatsächlich noch Probleme bekommen. Aber das mehr wegen der Bienenmasse.


    Gruß
    Frank

  • Die Aussage zu Tode behandelt kann man so nicht gelten lassen, bzw. genauer definieren.
     
    Ich verdampfe über zwölf Tage hinweg fast einen halben Liter Ameisensäure und das ohne Königinnenverluste.


    Meines Erachtens ist Mitte August zu spät für die Erstbehandlung, da ich schon Mitte Juli behandele, habe ich hier schon die Verdoppelung der Milben verhindert und in diesen Monaten ist die Verdoppelung meist ein Todesurteil. Mitte August erstmals behandeln und bis dann die Wirkung, auch in die Brut einsetzt, dann ist es schon Anfang September und da sollte normalerweise schon die Auffütterung abgeschlossen sein.


    Wenn die Bedingungen im Bienenvolk für eine Verdunstung optimal sind dann sind 50 ml Ameisensäure auf 8 Stunden wenn man es abends einlegt morgens verdunstet, zu mindestens hatte ich oft solche Völker dabei und diese Schockbehandlung ist für mich das zu " Tode behandeln " und nicht die Menge auf 24 Stunden und auch nicht die Dauer.

  • Verdunstungsfläche für 2 Zargen: zwei (2!) Schwammtücher.


    Verdunstungsfläche, Temperatur der Säure und Temperatur der Außenluft (Austauschluft) beeinflussen die Konzentration in der Stockluft, die auch durch die Zelldeckel der Brutflächen dringt.


    Wurde eigentlich beim "Nachweis der Wirksamkeit der AS auch in die verdeckelte Brut" jemals nachgewiesen, dass nur die Milben tot waren? Und alle Puppen lebten? Und ohne Schäden schlüpften?


    Berichtet wurde aber z.B. über sterbende, gerade schlüpfende Jungbienen.
    Schützt die Puppenhaut wirklich wirksam vor Säuredämpfen? Ich glaube nicht daran!