sind schon genug Winterbienen gemacht?

  • Hallo,


    nach der heutigen Durchsicht ist klar, dass die Brutnester verhonigt sind. Leider!!! Es ist keine Brut mehr da. Die Königin sucht, findet aber nichts. Da ich nur sehr wenig leere Waben habe, hab ich nur eine getauscht. Meine AS-Behandlung nach der Auffütterung hat wohl zusätzlich dazu geführt, dass betroffene Brut entfernt wurde. Leider kam gleichzeitig Tracht rein.


    Meine Fragen:


    Sind denn schon genügend Winterbienen erzeugt im Oktober?
    Sollte ich noch was anderes tun, als die eine Wabe zu tauschen?


    Gruß Markus

  • Hi Tom,


    also meine Bienen sitzen in der Heroldbeute 10 Waben mit inzwischen zu vielem Futter. Da es ein Nachzügler war, nicht auf 2 Zargen, sondern auf einer. Ich glaube wenn ich jetzt nichts tue, dann gibts wohl kein Volk mehr bis in den Frühling.


    Gruß Markus

  • Hallo !


    also meine Bienen sitzen in der Heroldbeute 10 Waben mit inzwischen zu vielem Futter. Da es ein Nachzügler war, nicht auf 2 Zargen, sondern auf einer. Ich glaube wenn ich jetzt nichts tue, dann gibts wohl kein Volk mehr bis in den Frühling.


    Jungvölker überwintern bei uns immer nur auf einer Zarge ....
    .... wir sehen keinen Vorteil in Zweizargenüberinterung !


    Ich würde Ihnen Platz schaffen, zwei Randwaben raus (außen),
    Leerwaben rein (einseitig).


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo Bienenknecht,


    warum hängst Du die Leerwabe nicht in die Nestmitte? Da eh kein Brutnest da ist, dürfte es nicht so eine große Rolle spielen. Allerdings ist auch kein Futterkranz da...
    Die Randwaben sind aber auch voller Futter, nicht wie die ehemaligen Brutwaben, die nur zu 1/3 Futter in den Zellen. Also jede Zelle zu 1/3 gefüllt.


    Gruß arkus

  • Hallo Markus,
    vor allem solltest Du die Völker in Ruhe lassen, wirst es nicht glauben aber an zu viel Futter ist wohl noch kein Volk zu Grunde gegangen.
    Halte deine Finger still, den Überschuss an Futter entnehme dann im Frühjahr nach dem Reinigungsflug, da kann zu viel Futter in Zusammenhang mit einer Frühtracht für die Brutentwicklung hinderlich sein.
    Winterbienen werden nicht im - Oktober von den Völkern geschaffen sondern im August / September, und Überwintern nur über die Nahrungsaufnahme ( Futter )
    Ob genügend Bienen im Kasten sind musst Du selbst einschätzen, sonst hilft da nur noch ein zu schwach geratener Ableger zur Verstärkung.


    Gruß Jürgen

  • Hallo
    ich würde nur eine Wabe wechseln. Die letzte Wabe raus und die Leerwabeauf die 3. oder 4. Position,. Dann können die Bienen in kürzester Zeit wieder ein Brutnest herrichten, mehr würde ich aber nicht machen. Für ein Brutnest auf 2-3 Waben dürfte es vor dem Winter noch reichen.
    Wir haben hier bei uns ein Phaceliafeld in 1,5 km Entfernung und Senf in 2 km Entfernung und die Zugwaage zeigte auch eine leichte Zunahme von etwa 1 kg im Schnitt an.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Danke erst mal für die Beruhigung.
    Hatte vor 4 Wochen schon mal gefragt, wegen sehr kleinem Brutnest, im Forum gesammelte Meinungen empfahlen eher abzuwarten. Leider kam in diesem ersten Jahr bei mir noch eine Bienenallergie hinzu, die mich gerade in den letzten 2 Monaten dazu brachte, nur wenig riskannte arbeiten (bez. eines erneuten Stichs) tun zu lassen, da ich vor der hyposensibilisierung nicht gestochen werden durfte. Dazu kam Fütterung, AS- Behandlung. Varoen gibts keine mehr. Allerdings hab ich meiner Meinung auch die restlichen Eier der Königin durch häufige AS Schwammtuchgabe zerstört. + einkommende Tracht... nächstes Jahr weiss ichs besser...


    Liebe Grüße und Dank


    Markus

  • Hallo Markus,
    mit Leerwaben am Rand verschaffst du dem Volk jetzt keinen Vorteil, sorry Knecht. :liebe002:
    Im Frühjahr/Sommer würden die Immen den im Brutnest überschüssigen Honig in solche Randwaben umtragen, nur deshalb aber, weil der Platz für Brut benötigt wird.
    Letzteres ist aber jetzt nicht der Fall und ein Umtragen in die Randbereiche findet nicht statt.


    Du sagst, die Zellen im Brutnestbereich wären derzeit zu 1/3 gefüllt, also noch nicht verdeckelt...
    Solches Futter wird noch von selbst umgetragen...in die Randbereiche der betreffenden Wabe(n)...d.h. die dortigen Zellen werden gänzlich gefüllt und verdeckelt (wenn die Temperatur dies ermöglicht) und der (noch nicht vorhandene) Futterkranz wird gebildet. Andere Zellen (Brutnestmitte/Wintersitz) werden frei (die Wintertraube sitzt gern auf offenen+leeren Zellen) und möglicherweise noch bebrütet. (dies jedoch nicht zwingend)


    Du könntest also Jürgens Rat befolgen und dich auf deine Hände setzen.


    Gleichwohl wird es kein grober Fehler sein, Reinhards Rat zu befolgen, wenn du sonst keine Ruhe findest.
    Beschränke dich aber hierbei tatsächlich nur auf eine einzige Wabe. Den Eingriff würde ich abends kurz vorm Dunkelwerden folgendermaßen erledigen:
    1. Entnimm auf einer Seite die Randwabe und die darauffolgende Wabe. (beide sollten ausschließlich oder größtenteils bedeckeltes Futter enthalten)
    2. Entnimm auf der anderen Seite die Randwabe. (belasse ansitzende Bienen vorerst auf den entnommenen Waben!)
    3. Rücke "das Brutnest" auseinander und stelle an Position 3 oder 4 (Randwabe mitzählen) die bereitstehende Leerwabe (Ausgebaute Wabe! keinesfalls eine Mittelwand!)
    4. Rücke nun den gesamten Rähmchenblock in der Beute dergestalt zusammen, dass nur noch Platz für je eine Randwabe links und rechts bleibt.
    5. Stoße nun die Bienen von allen entnommenen Waben zurück in die Beute.
    6. Wähle aus den drei Waben diejenige, welche keinerlei offenes Futter enthält und stelle sie beiseite (sie kommt später ins Wabenlager)
    7. Ritze nun die Zelldeckel an der Außenseite der ersten Randwabe mit der Entdeckelungsgabel auf (nicht klassisch entdeckeln! nur aufritzen!) und hänge sie an ihre Stelle in die Beute.
    8. Tue dasselbe mit der 2. Randwabe, hänge sie ebenfalls in die Beute und schließe dieselbe.
    9. Fertig


    Warum Randwaben aufreißen?
    1. Das Futter an dieser Stelle kann im Winter sowieso nicht erreicht werden. (Beutenwand; kalt)
    2. Die eingestellte Leerwabe darf in keinem Falle leer bleiben!!!
    3. Das Futter in den aufgeritzten Zellen wird sofort umgetragen (und zwar in die eingestellte Leerwabe; Futterkranz)
    4. (Nebensache) Das Umtragen erzeugt Bewegung = Erzeugt Wärme. Wärme könnte die Königin veranlassen, auf der eingestellten Leerwabe einige Stifte abzusetzen. (wenn nicht, auch gut)


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."