in Österreich gibts Stunk

  • Wohlgemerkt handelt es sich um eine Aktion der Landwirtschaftskammer, eine staatliche Institution...


    "Den Nutzen kommunizieren..." - eine altbekannte Strategie.

  • Ich glaube die Bauern sind etwas schlauer als die Kammer...


    Persönlich erscheint mir die ökologische (nein nicht ökonomische) Landwirtschaft in Österreich mit am weitesten Entwickelt und aufgrund von deren Strukturen dort am Sinnvollsten. Es kommt mir auch so vor, dass die Ökoprodukte aus Ösiland den süddeutschen Raum überfluten.


    Außerdem bin ich überzeugt, dass die Bauern dieses Jahr ihre Bodenbearbeitung anpassen werden, soweit Sie können.


    Gruß GM

  • Schön, dass du so optimistisch bist. Ich denke, auch bei uns wird irgendetwas in der Richtung kommen. Schau dir die Artikel in topagrar an. Es geht nicht ohne, das wird den Landwirten "eingetrichtert".

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hab die Erfahrung, dass wenn die Maisstoppel gleich weg sind (richtig kaputt), gibt es im Herbst und Winter keinen Lebensraum für den Maiszünsler. Aber da muß eben bei der Feldarbeit leider langsam gefahren werden :confused: und dann im 2. Schritt tief in die Erde rein.


    Ob das ganze jetzt wirklich der Erfolg ist oder nicht, kann ich nicht sagen, auf jedenfall hab ich damit gute Erfahrung gemacht. Ist eben wie der Streitpunkt bei uns mit der richtigen Behandlung der Varroa :roll:

  • Ich für meinen Teil,
    denke mir bereits ein Zusatzplakat aus oder eine Schablone für die Spraydose. Die Zusatzparole könnte z.B. lauten " ... und die Erde ist doch eine Scheibe".
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • In dem Zusammenhang,
    eine Frage an die Nicht-Legasteniker.
    Kann man schreiben " und wer hat die dicksten Kartoffeln ?" oder besser " und wer hat die dickesten Kartoffeln ? "
    Viele Grüße
    Wolfgang, aus einem pfälzer Bauerngeschlecht

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • ich habe das Gefühl man bereitet die WELT da draußen vor, dass wenn diese 2 Jahre rum sind man wieder die Neonics haben muss immerhin ist der BERLAKOVICH ja wegen den Bienen gestolpert!
    das ist das erste mal, dass ein Minister wegen den Bienen gehen durfte!

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!


  • Interessant, aber es bleiben viele Fragen offen.


    Hier aus dem obigen Link ein interessanter Auszug:
    Zitat Beginn:
    Während in Untersuchungen in Baden-Württemberg eindeutig die in den Maisbeizmitteln enthaltenen Neonicotinoide als Ursache für die hohe Bienensterblichkeit ermittelt wurden, konnte dies in Österreich nicht in dieser Eindeutigkeit festgestellt werden. Freilich ergaben die Versuche der Grazer Forscher, dass Neonicotinoide, so die Bienen mit diesen in Berührung kommen, deren Immunabwehr stark vermindern. Es macht sie beispielweise anfälliger für den Deformed wing virus, der für die Honigbiene tödlich sein kann.


    Virenkrankheiten und die Varroamilbe setzen den Bienenvölkern am stärksten zu. Carl Crailsheim, der seine Bienenvölker in Graz, also nicht im landwirtschaftlichen Gebiet, stehen hat, weiß dies aus eigener Erfahrung: In seiner Anfangszeit als Imker vor 30 Jahren habe er so gut wie keine Bienenvölker verloren. Das hat sich in den vergangenen Jahren geändert.
    Zitat Ende!


    Hier wird das auch so bemerkt, dass Neonicotinoide in manchen Gegenden anscheinend nicht die überragende Rolle bei der Bienensterblichkeit sein soll, anderswo wiederum schon.


    Ich bin ich sehr nah (knappe 20 km) von der österreichischem Grenze entfernt und habe auch anscheinend nicht hauptursächlich diese aufgeführten Probleme mit den Neonicotinoiden.
     
    Ich habe hier schon öfters kundgetan, dass eine erfolgreiche Imkerei nicht überall in den Gegenden Deutschlands möglich ist, warum dies so ist weiß ich nicht, anscheinend hat es doch irgendwelche Zusammenhänge mit der Regionalität, wobei ich keinerlei Zweifel aufkommen lassen möchte, dass die Bienensterblichkeit unmittelbar mit den Neonicotinoiden zu tun hat, aber wie schon beschrieben mancherorts sehr problematisch, mancherorts weniger problematisch.

  • Die Korrelationen zwischen Bienensterben und übermäßigem Pestizidgebrauch sind unverkennbar. Insbesondere der Neonicotinoide. Nachdem nun auch Fasane, Hasen, Kaninchen und Rehe reihenweise krepieren - wir finden hier immer mehr verendete Rehe -, nachdem nun auch Frösche von Viren (Ranavirus) befallen werden und sogar Seehunde an Viren draufgehen, nachdem Fledermäuse an Pilzerkrankungen draufgehen,...nach all diesen Vorkommnissen sollte doch mittlerweile zu erkennen sein, daß das Prinzip der Neonicotinoide Chemie plus Natur so funktioniert, wie es konzipiert wurde: Der Organismus wird geschwächt, das Immunsystem wird geschwächt und die Natur schlägt zu. Das Prinzip umfaßt also zwei Teile: Erstens die Wirkung der Chemie (Schwächung des Immunsystems) und zweitens die Natur, also die Krankheiten.


    Daß Varroa oder Viren bei den Bienen den zweiten Part spielen, ist ja kein Grund, die Ursache hinter der Ursache nicht finden zu können. Man muß nur wollen!


    Und es wird ja auch in Studien gefunden, daß Neonicotinoide Viren bei Bienen begünstigen: http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=24581&p=387873#post387873


    Nur die Ergebnisse werden ignoriert von gewissen Kreisen, sonst hätte man schon längst die Notbremse gezogen.


    Es geht schon lange nicht mehr nur um die Bienen, es geht um den Naturhaushalt. Spätestens seitdem die Neonicotinoide im Oberflächen- und Grundwasser angekommen sind, geht es auch ums uns. Denn es ist im Trinkwasser.


    Daß einige Gegenden noch nicht dermaßen betroffen sind, wie hier, liegt am Wasser und dessen Vorkommen und Verteilung in der Landschaft. Wer höheres Grundwasser und mehr Oberflächenwasser hat, der wird mehr auch mehr Probleme bei den Bienen haben. (Je nach Art der Landwirtschaft rund herum.)


    Wir erinnern uns:
    "Mit Premise gibt es zwei Wirkungsweisen. Bei mittlerer und hoher Aufnahme verursacht Premise daß die Termiten aufhören, Futter aufzunehmen und aufhören sich gegenseitig zu putzen, es führt zu Desorientierung und Tod.
    Premise Plus Nature kommt zur Wirkung bei geringerer Aufnahme. Im Gegensatz zu Termitengiften die als Kontaktgift oder Abschreckungsmittel funktionieren, ist Imidacloprid hiermit in einer Klasse für sich alleine.


    Genause wie Keime Krankheiten und Infektionen beim Menschen verursachen, so verursachen Mikroorganismen, besonders Pilze die natürlicherweise in der Erde vorkommen, Infektionen bei Termiten. Pilzsporen heften sich an der Kuticula der Termiten fest, keimen aus und durchdringen sie und verursachen schließlich deren Tod. Aber mit Hilfe von Mutter Natur haben Termiten einen Weg gefunden, in diesem feindlichen Bodenmilieu zu überleben.


    Die Gewohnheit der Termiten, sich selbst und andere Termiten in der Kolonie zu putzen, ist ein elementarer Bestandteil ihres Abwehrsystems. Diese instinktive Gewohnheit ermöglicht es den Termiten, die Gefahr durch Pilze beinahe völlig zu eliminieren; Termiten entfernen die Sporen bevor sie keimen und somit Krankheiten verursachen können .


    Premise Plus Nature unterbricht diesen natürlichen Abwehrprozess. Nachdem die Termiten dem Mittel ausgesetzt waren, putzen sich die Termiten nicht mehr und kümmern sich nicht mehr umeinander. Premise unterbinded ihre Methode, sich gegen Pilze zu wehren, und schlußendlich fallen sie Krankheit und Tod zum Opfer."
    siehe auch: http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=29826&p=320587#post320587