Dachbodenfund

  • Hallo Tommy,


    Gratulation! Da hat sich der Weg auf den Dachboden aber gelohnt. Beneidenswert! Ich tippe bei den bauchigen Körben auf eine Herkunft aus dem südlichen Deutschland. Ich werde aber mal ein bisschen in alter Lektüre schnüffeln. Hebe die Dinger bloß gut auf!


    Herzliche Grüße
    Bernd


    P.S. Im 2. Jahrgang 1920 des Archiv für Bienenkunde von Prof. Ludwig ARMBRUSTER habe ich in einem Artikel von Ulrich BERNER "Geschichte der Betriebsweise der deutschen Bienenzucht in den Grundlinien" auf Seite 13 ein Bild von einem Odenwälder Stülper gefunden, der große Ähnlichkeit mit Deinem Fund hat. Der Korb war oben mit einer Strohhaube abgedeckt.

  • Guten Morgen!


    Im Bienenmuseum Münstertal im Südschwarzwald, dessen Besuch sich immer lohnt, falls man in der Nähe ist, habe ich einen solchen Korb mit einem Aufsatz unter der Bezeichnung 'Odenwälder Stülper' gesehen. Wenn ich die Quadersteine auf dem Bild in Beziehung zur Größe setze, scheinen mir diese hier auf dem Bild aber einen größeren Durchmesser zu haben.
    Eine Aufnahme habe ich in meinem Archiv aber leider nicht gefunden.
    Mit einer totalen Brutraumentnahme nach der Abschleuderung, wie es jetzt manche machen in ihren Körben (Suche dürfte hier im Forum erfolgreich sein), einem selbstgebauten Varroaschubladenrahem darunter dürfte es möglich sein, damit zu imkern. Der obere Durchmesser dürfte für einen Liebig-Dispenser passen.
    Der untere Zugang für die Bienen müsste über ein in das Bodenbrett eingeschnittenen Zugang gehen wie beim allemanischen Rumpf. Auf der Seite des BV Villingen (Schwarzwald) ist die alte Betriebsweise beschrieben.
    Viel Erfolg damit zu imkern.


    Herzliche Grüße
    Andreas

  • Hallo,
    Die "Kugeln" sind Bruträume. Sie sind, soweit ich´s sehe, oben und unten offen.
    Unten is klar...hat ja jeder Korb.
    Oben offen (oft aber nur ein Loch von 8cm ähnlich dem Spundloch zum Füttern im Deckel alter Beuten) diente dazu, einen weiteren Korb als quasi Honigraum aufzusetzen. Dieser wurde dann mit Speilen am Brutraumkorb befestigt.
    Die vorderen eher walzenförmigen Körbe könnten also solche AufsetzHonigräume sein.
    Die zwei Ringe (im Bild vordere Reihe 2.von links) und der dahinter sind Erweiterungsringe. Sie weisen oben und unten nahezu gleiche Durchmesser auf.
    Körbe wurden nach unten erweitert. Man stellte den bewohnten Korb am angestammten Platz auf einen solchen Ring, schon konnte nach unten weitergebaut werden.
    Man nutzte also den Bautrieb um den Schwarmtrieb zu verzögern.


    Schöne Körbe hast du da. :daumen:
    Ich verspüre etwas Neid...:oops:


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."