Ameisen und Ohrenzwicker an/in Beute - Problem?

  • Hi,


    ich habe folgende Situation und wollte wissen, ob es ein Problem ist:


    Ich hab ständig Ameisen auf dem Varroa-Schieber laufen. Weiterhin sind dort immer wieder Ohrenzwicker, die ich auch in der Deckeleinlage des Innendeckels und in den Ritzen des Außendeckels habe.




    Stellt das ein Problem dar?
    Bisher habe ich die Viecher jedes Mal abgekehrt und die Ohrenzwicker den wartenden Hühnern verfüttert.


    Sollte ich in der Nähe evtl. eine Behausung für Ohrenzwicker aufbauen, oder lockt das noch mehr an?


    Stellt das überhaupt ein Problem dar oder dürfen die da sein? (Außer beim Varroa-zählen, da ist natürlich eine geölte Windel drin)



    Gruß,
    Marcel

  • Hallo Marcel,
    der Ohrzwicker stellt kein Problem für die Völker dar. Sie dringen auch nicht in die Völker ein sonder suchen trockene Plätze wie Du beschrieben hast.
    Die Tiere den Hühnern zum fraß vorwerfen ist aber krottenfalsch. Der Ohrzwicker ist ein Nützling im Garten.
    Die Ameisen - wir reden hier nicht von den Hügel bauenden Waldameisen? - sind auch kein wirkliches Problem auf der Windel, zumal Du ja mit geölter Windel arbeitest.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Ohrenzwicker und Ameisen habe ich auch auf den Windeln der Segeberger, die entsorgen da so einiges. Ich konnte jetzt beobachten, das die Ameisen um noch lebende Milben einen Bogen machen, tote aber schaffen sie fort.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Moin zusammen!


    Ohrenkneifer (so heissen sie hier), Ameisen inkl. ganzen Häufchen ihrer Eier / Puppen, Kellerasseln und sonstiges Getier sitzt mit Ausnahme des Winters beinahe ganzjährig in den für die Bienen unugänglichen Bereichen der Beuten, schwerpunktmäßig in der Falz am Deckel.
    Sie stören die Bienen meines Erachtens nicht, sondern nutzen in erster Linie die meist trockenen und vor allem angenehm warmen Versteckmöglichkeiten. Ich lasse sie daher gewähren und erfreue mich an den "Untermietern" meiner Völker.
    Die Ameisen auf den Varrroaschiebern greifen dort zudem vermutlich noch Nahrungsreste wie fallenden Pollen und Körperteile toter Bienen, Varroen und Ähnliches ab. Also auch nicht verkehrt.


    Sonnige Grüße
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Mir war so das es den gleichen Thread schon mal gab???
    Ich hab jedenfalls keine Ameisen aber dafür nen großen Haufen Ohrenkneifer in den Beuten und bisher auch noch keine Probleme dadurch erkennen können...

  • Danke euch allen!


    Mir ist durchaus bewusst, dass Ohrenzwicker Nützlinge sind... darauf zielte auch die Frage ab mit alternativen Behausungen...


    Ich war mir nur nicht sicher, ob sie dort, wo sie jetzt in der Beute sind, Schaden anrichten oder nicht!



    Gruß,
    Marcel

  • Hallo,


    ganz uneingeschränkt locker sehe ich die Ohrenkneifer nicht, wenn sie wie bei mir bei einem Stand extrem gehäuft die Beuten aufsuchen. Solche Massen hatte ich zuvor noch nie gesehen, aber ich wusste, dass sie an sich harmlos sind. Doch habe ich bemerkt, dass sie in solchen Massen durch ihre Kotkrümel doch für eine ganz erhebliche Verschmutzung sorgen, z.B. unter dem Deckel, auf und unter der Dämmplatte. Häufiger stören, abschütteln und rausfegen hilft, dass es ihnen nicht zu angenehm wird und nach einiger Zeit werden es doch wieder ganz von selbst wenger.


    Ameisen(-nester) allerdings würde ich an und in den Beuten nicht dulden, egal welche. Insbesondere rate ich dazu, die Fütterer auf Ameisen zu kontrollieren.


    Hatte heuer einen Fall, da haben Ameisen den Fütterer gefunden, Ameisenstraße gebildet und Zehntausende sind gekommen, die meisten sind zwar ertrunken, aber es kamen immer mehr. Das Futter war sehr rasch für die Bienen unattraktiv und verloren, da die ertrinkenden Ameisen offenbar Ameisensäure abgesondert haben. Zumindest roch das Futter entsprechend und die Bienen des betroffenen Volkes haben es nicht mehr abgenommen.
    Wer das nicht mitbekommt und 10 Liter und mehr auf einmal füttert und erst nach einer Woche wiederkommt, kann noch mal von vorne anfangen und hat eine Woche und das Futter verloren.


    Gruß
    hornet

  • Hi,


    diese Verschmutzungen durch Ohrenzwicker habe ich eben auch. Man sieht im Innendeckel, zwischen den Deckeln usw. immer wieder Kotkrümel.


    Ich würde in die Nähe mal ein paar umgedrehte Blumentöpfe stellen, dass sie eine Ausweichmöglichkeit haben, wenn ich sie wieder abschüttle.



    Bei Ameisen habe ich noch kein Nest gefunden. Meist laufen auf dem Schieber zwischen 3-5 Stück herum, wenn ich ihn ausgezogen habe. Im Fütterer oder in der Beute selbst, habe ich noch keine gefunden!



    Gruß,
    Marcel

  • Hallo Marcel,
    die umgedrehten Blumentöpfe sind schon einmal ein gute Anfang.
    Aber bitte mit Holzwolle oder Stroh füllen und trocken stellen bzw. hängen. Beim Hängen aber darauf achten, dass die Ohrzwicker auch die Töpfe zu Fuß erreichen.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo erstmal zusammen,


    ich bin neu und habe zu diesem Thema direkt meine erste Frage:


    In unserem Garten haben Waldameisen seit nun zwei Jahren einen recht großen Ameisenhaufen gebaut.
    Da ich plane meine Völker in ca. 50m Entfernung zu stellen, frage ich mich, ob die Ameisen ein Thema für die Bienen darstellen werden.


    Wie weit sollte der Abstand sein, oder gibt's da keine Probleme?


    Vielen Dank für eure Antworten, ich freue mich bereits sehr auf mein neues Hobby.


    Viele Grüße


    Chris

  • Moin , Moin aus Hamburg,
    bei einem gesunden ,starken , Bienenvolk sollte es keine Probleme geben. Du solltest aber in jedem Fall den Stand so aufbauen, das er zumindest nachträglich mit wenigen Handgriffen Ameisensicher umgebaut werden kann.


    Mit besten Grüßen aus dem Norden
    Gandalf

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)