Bienen "auslagern" über Winter

  • Hallo.


    Ich müsste bzw. würde gerne ein Stück Garten umbauen. Kann ich die Bienen jetzt noch (bevor Sie in die Wintertraube gehen) auf einen mehrere KM entferntem Stand bringen und Sie im Frühjahr wieder zurück auf den alten holen oder spricht etwas dagegen (z.B die nach der Fütterung schwer beladenen Waben, die brechen könnten)?


    Wegbringen sollte ja theoretisch diese Tage Abends machbar sein nachdem der Flugbetrieb endet oder?


    Was wäre denn der geeignete Zeitpunkt Sie wieder zu holen? Kurz vor der Kirschblüte?


    Danke und eine schöne kurze Woche!

  • Hallo.


    mehrere KM entferntem Stand bringen und Sie im Frühjahr wieder zurück auf den alten holen oder spricht etwas dagegen


    Wegbringen sollte ja theoretisch diese Tage Abends machbar sein nachdem der Flugbetrieb endet oder?


    Ja.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Coole Antwort.
    zwei sich wiedersprechende Fragen mit "Ja" zu beantworten.


    Nein, es spricht (soweit ich weiß) nichts gegen diese Vorgehensweise und
    ja, du kannst die Bienen nach dem Flugbetrieb verstellen.


    Ich würde einen Abend bevorzugen, an dem das Wetter vorraussichtlich am nächsten Tag Flugbetrieb ermöglicht.
    Zurückholen geht auch schon an einem schönen Tag vor der Kirschblüte. Zur Weide vielleicht, je nachdem an welchem Platz da mehr zu holen ist.

    Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. (Mark Twain)

  • Ich hatte mir auch mal ähnliche Gedanken gemacht, aber mit anderer Motivation:


    Ich hätte die Möglichkeit, meine beiden Völker in einem leerstehenden Stall zu überwintern - ich dachte, dadurch dass es darin nicht ganz so kalt wird, kommen die Bienen besser über den Winter.
    Macht das Sinn? Dadurch, dass die Bienen im Winter ja nicht fliegen, dürfte es kein Problem sein, wenn der Stall nicht so offen ist, wie ein freies Feld....


    Grüße,
    David

  • Hallo David,
    überwintern im Stall, geschlossenen Raum, aus Angst die Tiere habe es zu kalt macht keine Sinn.
    Die Kälte ist nicht das Proplem der Bienen im Winter.
    Es gibt fast jeden Winter einzelne Tage an denen die Temperaturen so sind, dass Bienen zum abkoten kurz ausfliegen. Im Stall führt dies zum Chaos.


    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Außerdem ist es im Stall nicht so kalt und daher verharren die Bienen auch nicht in der Winterstarre und wollen mehr fliegen als draußen. Daher kommen die nie zur Ruhe, hören nicht auf zu brüten und haben dadurch andere Probleme (mehr Milben, mehr Futter verbrauch usw.)

  • Außerdem ist es im Stall nicht so kalt und daher verharren die Bienen auch nicht in der Winterstarre ... und haben dadurch andere Probleme (mehr Milben, mehr Futterverbrauch usw.)


    Möglich, Hobbit.
    Dagegen spricht allerdings, dass Bienen in warmhaltigen Beuten und/oder im Bienenhaus einen geringeren Futterverbrauch vorweisen, als solche in Freilandaufstellung.
    Sie haben auch nicht signifikant mehr oder weniger Milben. Auch verhungern sie nicht so leicht neben gefüllten Futterwaben, weil sie die Möglichkeit haben (und nutzen), auch an dieses Futter zu gelangen, wenn die Temperaturen es hergeben.
    Bewegung/Beschäftigung allerdings -> bedeutet Wärmeentwicklung -> bedeutet Brutlust. (siehe Frühjahrsreizung) Gut möglich also, dass der erste Brutsatz etwas früher erzeugt wird, was sich auf die allgemeine Jahresentwicklung allerdings nicht sonderlich auswirkt.


    @Juniper
    Der Unterschied zw. einem Bienenhaus und deiner Stall-Variante dürfte in der Ausflugmöglichkeit liegen, wenn du deine Beuten winters nicht an einer mit Fluglöchern versehenen Außenwand deines Stalles aufstellst.


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."

  • patrick


    Wenn der andere Standort mehr als 3 km (Luftlinie!) entfernt ist, kannst Du die Bienen zu jeder Jahreszeit dorthin verstellen. Die Stöcke werden aber jetzt nach der Einfütterung recht schwer sein.


    Du solltest immer nach Ende des Flugbetriebs und mit möglichst wenig Erschütterung transportieren.


    Bruchgefahr besteht normalerweise nur bei Waben im Naturbau oder frisch ausgebauten Kunstschwärmen.


    Na denn Hau-ruck! Quirin

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Quirin () aus folgendem Grund: Präzisierung der Entfernung

  • Hallo Patrick,
    ich mußte im letzten Winter meine Völker verstellen ( ca. 120 km im Einachs PKW Anhänger) weil der Nachbar ein Gerüst aufgestellt hat und immer wieder ein bißchen Flugbetrieb herrschte. Die fortlaufende Störung durch eventuell rücksichtlose Handwerker erschien mir das größere Risiko. Das Verstellen an sich ist kein Problem, es sollte meiner Meinung nach nicht zu kalt sein damit Bienen, die sich aus der Traube lösen und auf den Beutenboden fallen dort nicht verklammen sondern wieder aufsteigen können. So 12 Grad aufwärts.
    Die Kisten habe ich abends zu gemacht und verladen, gestartet bin ich am nächsten Morgen.
    Grüße Rubio

  • Hallo Quirin, Rubio.


    Ja es handelt sich um einen komplett anderen Stand, ca 15km entfernt. Mein Onkel hat dort seine Bienen stehen und noch Platz für meine 3 Gartenvölker.


    Normal würde es mir auch ausreichen, die Bienen 2m nach vorne auf die Fläche mit Hackschnitzeln zu setzen und dann das Gartenstück zu bearbeiten.


    Da aber voraussichtlich direkt neben dran bald ein Bauvorhaben inkl. Abriss anstehen könnte (keine 2m entfernt) ist es glaube ich besser für die Handwerker, die Bienen und meine Nerven wenn Sie ruhig am Waldrand stehen können :)


    Morgen Abend weiß ich mehr und kann abschätzen ob 2m nach vorne genügt, falls nein, mache ich am Freitag Abend dicht und verbring Sie Samstag morgen. Freu mich schon drauf, Zweizarger, fertig eingefüttert + 2 Treppen *schwitz* :D


    Danke für eure Antworten!

  • Patrick, rückst du sie morgens 2m nach vorn, hast du sie tagsüber 2m hinter der Beute (also am alten Standort) im Gras sitzen. :Biene:
    Bring sie lieber zum Onkel, da hast du Ruhe...die Nerven und die Bienen...und die Handwerker auch...und das Gras...und die Hackschnitzel...Ruhe allerorten...:liebe002:


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."