nur 6kg einfüttern?

  • Hallo zusammen,


    vergangenes Jahr Habe ich bei meinem Volk 12kg Apiinvert eingefüttert was immer noch 2kg unter dem ist was in Büchern (einfach Imkern Dr. Liebig und 1mal1 des Imkerns) beschrieben wird, kam aber sehr gut über den Winter.
    Jetzt habe ich mit zwei Imkerkollegen gesprochen die angeblich nur 6kg einfütten.
    Das so wenig eingefüttert wird habe ich bis jetzt auch hier noch nicht gelesen. Was haltet ihr davon?


    Danke gruß MIMI

  • Zitat

    Was haltet ihr davon?


    Nichts!


    Hallo Mimi!


    Es kommt natürlich sehr auf die Umstände an. Es könnte sein, dass die Bienen noch sehr viel Futter selbst eingetragen haben. In unserer Gegend ist das auf alle Fälle nicht so. Ich bin ein Verfechter von eher zu viel einfüttern als zu wenig. Im Frühjahr kann man ohne Mühe ein, zwei oder drei überzählige Futterwaben entnehmen und für die Ablegerbildung verwenden. Da ist nichts vergeudet.


    Andererseits sollte im Frühjahr das Futter aus gehen, dann fangen die Probleme an. Im schlimmsten Fall verhungern die Völker und alle Mühe war umsonst.


    MfG


    Honigmaul

  • Es ist unrelevant wieviel du einfütterst, es ist nur wichtig wieviel in der Beute ist. Es soll Standorte geben, die Wegen Springkraut und Senf mittlerweile komplett auf eine Einfütterung verzichten.
    Deine konkrete Frage lässt sich nur mit einer Glaskugel beantworten.....


    Grüße,


    Maxikaner

  • Hallo
    meine Völker haben zum teil kein Futter bekommen da die Völker nochmals aus der Luzerne reichlich Nektar eingetragen haben. Ich hatte mich entschlossen den Honig in den Völkern zu belassen!Die höchste Futtermenge die ein Volk bekommen hat waren 8 Liter Apiinvert Lösung.Manche Völker wo ich nicht gefüttert habe, haben jetzt noch 6-8 Honigwaben im Honigraum.Den Honigraum habe ich zu 3/4 mit Folie abgedeckt um die Bienen zu verleiten den Honig noch um zu tragen da ich nur in einer Zarge überwintere.Ende Oktober wird dann der Honigraum abgenommen.Diese Methode wende ich schon ein paar Jahre an und es klappt ganz gut.Die Völker haben im Frühjahr eine sehr gute Entwicklung und besetzen zur Rapstracht schon 2-3 Segeberger Zargen.Manche Imker füttern bis zu 20 kg Futter und noch mehr ein, dies bleibt mir zum Glück erspart!


    Grüße aus Thüringen

  • Hallo,


    die Frage wieviel einfüttern kann man nur korrekt beantworten, wenn man die Volksstärke und die Menge des bereits vorhandenen Futters kennt. Auch das Trachtangebot im Spätsommer spielt eine Rolle, die allerdings oft überschätzt wird, da , wie zur Zeit hier, fleißig Trachtflug stattfindet, die eingetragenen Mengen aber oft gleich verbraucht werden.
    Lediglich der Polleneintrag spielt für die Spätwinter/Vorfrühlingsversorgung eine Rolle.


    Ich selbst füttere bei Überwinterung auf 2 DNM-Zargen oder 1 DNM 1,5 meist um die 15-18 kg ein, so das im September die Völker > 20 kg haben.
    Es macht keinen Sinn, mit dem Futter zu geizen, weil jede Notfütterung im Frühjahr Murks ist.


    Überzählige Futterwaben im Frühjahr zu Trachtbeginn kann man, wie hier schon erwähnt, gut mit Ablegern verwerten oder aber man bewahrt sie für die nächste Wintereinfütterung auf.
    Insgesamt ist die Einfütterungsmenge eine Erfahrungssache und abhängig von Standort, Grad des Abschleuderns, Volkssituation (Jungvolk/Altvolk) und Überwinterungsstärke.


    Quirin

  • Hallo, nochmal zum Berechnen des Winterfutters. Ein Quadratdezimeter beiderseitig verdeckelte Futterwabe entspricht 300g Winterfutter. Somit kann man gut das vorhandene Futter berechnen und auch die Menge die je nach Beute und Volksstärke notwendig ist. Buckfastbienen füttert man sicherheitshalber 1-2 kg mehr ein, als das übliche.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo, nochmal zum Berechnen des Winterfutters. Ein Quadratdezimeter beiderseitig verdeckelte Futterwabe entspricht 300g Winterfutter. Somit kann man gut das vorhandene Futter berechnen und auch die Menge die je nach Beute und Volksstärke notwendig ist. Buckfastbienen füttert man sicherheitshalber 1-2 kg mehr ein, als das übliche.


    Du meinst QuadratDEZIMETER, also 10 cm x 10 cm beidseitig für 300 g Winterfutter oder ?!

  • Du meinst QuadratDEZIMETER, also 10 cm x 10 cm beidseitig für 300 g Winterfutter oder ?!


    Wer Lesen kann, ist klar im Vorteil :lol:


    Max hat es doch schon auf den Punkt gebracht, nur die Waage sagt einem, wann`s genug ist, kann sein, dass man dann nur 2kg eingefüttert hat - so what? Das heißt gottseidank nicht, dass sie auf 2 kg überwintern sollen. :wink:


    Oder - auch ne Möglichkeit - man hat nur so kleene Fürzchen von Völkern, die nicht mehr als 6 kg benötigen :cool:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Eine feststehende Menge an jedes Volk zu verfüttern halte ich nicht für richtig sondern es kommt darauf an was am Ende drin ist.
    Ich wiege die Völker vor der abschließenden Fütterung und füttere soviel nach das ca. 18 kg Futter in den Völkern sein sollten.
    Die unterschiedliche Stärke der Völker beachte ich dabei nicht.Das Wiegen hat den Vorteil das ich die Völker nicht mehr durchschauen muss.

  • Erstmal danke für eure Antworten.
    Ich habe jetzt 4 der 5 Völker mit 8 kg eingefüttert. Nach der letzten Durchschau bis zur Oxalsäurebehandlung im Dez. kann ich nun sagen, dass bei allen vieren von 10 Waben gut 8 gefüllt und verdeckelt sind mit Futter. Dies sollte nun auf jeden Fall reichen.
    Mit 6kg ist mir das dann doch etwas zu heikel auch wenn es wie auch schon geschrieben wurde oft reicht :)

  • auch ne Möglichkeit - man hat nur so kleene Fürzchen von Völkern, die nicht mehr als 6 kg benötigen :cool:


    Ey...Du solltest doch wissen, dass gerade die kleinsten Völker am meisten zehren...die größeren umso weniger...
    Bei den größeren wird die nötige Heizleistung auf mehrere "Schultern" verteilt. Das Einzelwesen muss also dementsprechend weniger Heizkraft aufbringen...
    Tja und Kraft kommt von Kraftstoff... So ist das...:liebe002:


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."