Regeln bezügl. des Aufstellortes

  • Gibt es Regeln/Gesetze bezüglich des Aufstellortes einer Beute (Bund oder Land?)?


    Wie bereits geschrieben, wohne ich in einer ländlichen Gegend zur Miete in einem 3-Parteienhaus, die nächste größere Stadt hat 15.000 Einwohner (nur als Vergleich). Garten habe ich leider keinen, aber im Wohngebit um uns herum am Ortsrand habe ich genügend unbebautes Gelände.


    Worauf muss man achten? Muss man bei der Gemeinde vorsprechen?

  • Hi Paul,


    denke an den alten Spruch "Gehe nicht zu deinem Fürst, wenn du nicht gerufen wirst".
    Bienenhaltung ist nicht genehmigungspflichtig, einzig die Anmeldung beim Vet. Amt. Musst du machen.
    Du brauchst außerdem noch die Genehmigung des Grundstückseigentümers, am besten ist wenn man sich da etwas schriftliches geben lässt, dass er der Haltung von Bienen statt gibt.


    Für alles weitere was mit dem Aufstellen von Bienen zu tuen hat (Himmelsrichtung) gibt es hier schon einige Fäden.



    Viele Grüße,


    Maxikaner

  • Und wenn du in keinen Verein gehst, mußt du die Bienen auch selbst bei der Tierseuchenkasse anmelden.
    Und du brauchst für die zu kaufenden Bienen unbedingt ein Gesundheitszeugnis, und solltest vorher abchecken, ob du vielleicht in einem AFB-Sperrbezirk wohnst/in einem die Bienen aufstellen willst.
    Das hört sich gruselig an, aber wenn du das nicht weißt, kann es mit der Imkerei wieder ganz schnell vorbei sein....:oops:


    Das ist übrigens etwas, was ich mittlerweile bei vielen Antworten hier an Anfänger vermisse: was mit dem AFB-Status des Aufstellungsorts und der gekauften Völker ist?.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Gibt es Regeln/Gesetze bezüglich des Aufstellortes einer Beute (Bund oder Land?)?


    Wie bereits geschrieben, wohne ich in einer ländlichen Gegend zur Miete in einem 3-Parteienhaus, die nächste größere Stadt hat 15.000 Einwohner (nur als Vergleich). Garten habe ich leider keinen, aber im Wohngebit um uns herum am Ortsrand habe ich genügend unbebautes Gelände.


    Worauf muss man achten? Muss man bei der Gemeinde vorsprechen?


    Hallo Paul. Natürlich kannst du bei der Gemeinde vorsprechen und nach einem Grundstück fragen, denn einfach so Bienen in die Felder-Wälder stellen geht garnicht. Zumindest muß du den Grundstücksbesitzer um Erlaubnis fragen.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Wenn


    einzig die Anmeldung beim Vet. Amt. Musst du machen.


    dann:


    was mit dem AFB-Status des Aufstellungsorts und der gekauften Völker ist?.


    Die Anmeldung beim Veterinäramt muss ja "spätestens mit Beginn der Bienenhaltung" erfolgen. Es spricht also auch nichts dagegen, die Din A4 Seite mit (Imker-)Adresse und (Bienen-)Aufstellungsort schon vorher auszufüllen. Spätestens dann bekommt man mitgeteilt, ob dort evtl ein Sperrbezirk ist.


    Auch nicht "schlecht" ist ein Check, ob die Bienenhaltung mit in der eigenen Privathaftpflichtversicherung abgedeckt ist. Bei mir jedenfalls wären wenige (denke bis 3, müsste da genau nochmal nachschauen) Bienenvölker mit meiner Haftpflicht mit versichert. Da ich jedoch im Imkerverein bin, sind es so viele, wie ich im Herbst für das nächste Jahr angebe.


    Stefan

  • Hallo !


    Gibt es Regeln/Gesetze bezüglich des Aufstellortes einer Beute (Bund oder Land?)?


    ......


    Worauf muss man achten? Muss man bei der Gemeinde vorsprechen?


    Ja, es gibt Regeln zum Aufstellen, die hier aber ganz allgemein beantwortet werden müssen,
    da Du nicht bereit bist Deine Herkunft / Standort für Deine Bienen zu offenbaren.


    Hessen:
    http://www.llh.hessen.de/downl…stellung_in_Hessen_51.pdf


    Worauf DU achten mußt:
    Eigne Dir ausreichendes Wissen vor beginn der Bienenhaltung an !


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Und wenn du in keinen Verein gehst, mußt du die Bienen auch selbst bei der Tierseuchenkasse anmelden.


    Das ist aber je nach Bundesland unterschiedlich. Nicht in allen Bundesländern besteht für Bienen Beitrags- und Meldepflicht.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Hallo Paul,


    ja in Bayern gibt es auch Regelungen. Bin mir aktuell nicht zu 100% sicher, denke allerdings das du pro Volk 50qm Grundfläche haben solltest.


    Hierin solltest Du in Bayern die aktiven Belegstellen finden, http://www.lwg.bayern.de/bienen/info/zucht/28937/.
    Solltest Du in solch einem aufgeführten Bereich sein, ist dir ggf. die Bienenrasse vorgeschrieben. (Solltest eine Belegstelle selbst aufbauen wollen, musst Du alle Bienenvölker in diesem Bereich umweiseln. Voraussetzung für die Genehmigung)


    Hier etwas über die Amerikanische FaulBrut in Bayern https://apisnetz.de/afb_liste_BY.php


    Vom Baugesetzbuch bist hier frei, weil Beuten sind keine Gebäude (solange kein Gartenhaus, Bienenhaus, etc.). Auch Ortslage unprobelmatisch und bei ausreichender Grundstücksgröße können die Nachbarn es nicht verbieten.


    Was Du tatsächlich für die Anmeldung benötigst ist unklar, denn das wissen die Vetrinärämter (beim Landratsamt eingegliedert) selbst nicht so genau. Gesundheitszeugnis kann gefordert werden, muß aber nicht, aber trotzdem schön wennst es hast, falls ja etwas schief geht. Meldung über Aufnahme muss aber da hin und die jährliche Meldung über Bestandszahlen (über welchen Weg auch immer - Hi-Tier vom Landwirtschaftsamt kennt leider noch keinen Bienen Stand März 2014).


    So bis hierher, war das staatliche, jetzt geht es zu deinem Grund und Boden - ach ja, den hast ja nicht. Also Grundstück pachten und solange es im Pachtvertrag nicht ausgeschlossen wird (wie z.B.in manchen Kleingartenanlagen) ist es dann kein Problem. Aber besser wenn vorher mit Eigentümer abgesprochen, da sonst der Vertrag nicht verlängert wird.


    Gruß GM

  • Also meine nette Veterinärin hat bei der Meldung der Bienen gleich die Anmeldung beim Amt für Ernährung und Landwirtschaft übernommen und mir so die Betriebsnummer zukommen lassen.


    Ansonsten muss man sich halt selbst anmelden.

  • Um das Thema etwas aufzuwärmen:


    Ausgangslage: Aufstellung von Bienenvölkern auf einer Streuobstwiese im Außenbereich, Eigentümer der Wiese bin ich selbst.



    Ich habe des öfteren schon von folgendem Hinweis gelesen:

    Zitat

    Der Name, die Anschrift und die Telefonnummer der Imkerei sind bei der Aufstellung von Bienenvölkern im Außenbereich an deutlich sichtbarer Stelle anzubringen. Die Schriftgröße sollte so gewählt werden, dass diese auch von Passanten aus 5 -10 m Entfernung zu lesen ist.


    Meine Frage dazu wäre jetzt: Ist das eine Vorschrift mit irgendeinem rechtlichen Hintergrund oder ist dies lediglich eine Empfehlung?

  • Grundsätzlich ergibt sich das aus § 5a der Bienenseuchen-Verordnung:
    "Der Besitzer von Bienenvölkern, die nur vorübergehend an einen anderen Ort verbracht werden, hat an dem Bienenstand ein Schild mit seinem Namen und seiner Anschrift sowie der Zahl der Bienenvölker in deutlicher und haltbarer Schrift gut sichtbar anzubringen."
    Aus welchem Abstand man das Schild lesen können muss, steht da freilich nicht.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Grundsätzlich ergibt sich das aus § 5a der Bienenseuchen-Verordnung:
    "Der Besitzer von Bienenvölkern, die nur vorübergehend an einen anderen Ort verbracht werden, hat an dem Bienenstand ein Schild mit seinem Namen und seiner Anschrift sowie der Zahl der Bienenvölker in deutlicher und haltbarer Schrift gut sichtbar anzubringen."
    Aus welchem Abstand man das Schild lesen können muss, steht da freilich nicht.


    Wolfgang


    Hallo Wolfgang,


    vielen Dank für die Info. Die Formulierung "die nur vorübergehend an einen anderen Ort verbracht werden" bedeutet aus meiner Sicht auch das diese Infotafel für deinen dauerhaften Bienenstand nicht nötig ist. Sehe ich das richtig?