Was ist mit den Insekten überhaupt?


  • Es müsste eigentlich nicht Umweltschutz sondern Menschenschutz heißen.


    DAS ist es, was die Menschen begreifen müssten!


    Der "Natur" ist es nämlich völlig egal, ob Menschen gerne Äpfel, Kirschen oder sonst was zu bestäubendes essen.
    Der "Natur" ist es auch völlig egal, ob da welche rumlaufen, die sich großspurig die "Krone der Schöpfung" nennen.


    Aber uns sollte das nicht egal sein.
    Und wir müssen endlich merken, dass wir jemandem ins Handwerk pfuschen, der viel mehr Macht hat, als wir uns es vorstellen können.


    Frage nur, wie bekommt man das in manche Köpfe rein?


    Gruß Doro

  • Ja das waren noch Zeiten, so vor 20 Jahren, als es noch kein elektrisches Licht gab und uns die Erleuchtung ausschließlich mit Kerzen aus Bienenwachs zuteil wurde.


    deine Ironie kannst du ruhig stecken lassen.
    denn 1) sind die Insekten deutlich weniger geworden, WEIL es eben schon so lange elektrisches Licht gibt und 2) hat sich die Lichtverschmutzung gerade in den letzten 20 Jahren exponentiell vervielfacht. Man denke nur an die vielen hässlichen Gewerbegebiete die aus Steuergründen x-fach redundant in die Landschaft an den Ortsrändern geklatscht werden, also nahe der bisher noch relativ unbeleuchteten Außengebiete. Gerne mit besonders leuchtkräftiger Reklame und Logo-Schildern und Flutlichtlampen, die weit hinaus in die Landschaft strahlen. Man denke an den generellen Landschaftsverbrauch, der ebenfalls erst in den jüngsten 20 Jahren besonders stark zugenommen hat und praktisch immer mit entsprechend schädlicher Beleuchtung einhergeht.


    Nein,nein,nein.
    Bei uns gibt es sehr viele Wälder die nicht "geputzt" werden.
    Und die Autos, selbst 50 Millionen, vermögen einen Bestand nicht dermassen zu dezimieren.
    Lichtverschmutzung gibt es schon sehr lange.
    Aber auch bei uns gibt es kaum noch verschmutzte Scheiben.


    siehe meine Antwort an maybee, und es ist ja klar, dass weder Lichtverschmutzung noch einer der anderen genannten Gründe alleine verantwortlich ist. Aber es sind doch die wesentlichen Gründe hier genannt worden und jeder für sich hat einen gewaltigen Effekt und ja, ich meine, die vielen Autos haben auch einen enormen Effekt, einfach, weil es so unglaublich viele sind und sie rund um die Uhr fast flächendeckend unterwegs sind.
    Was dabei nämlich vergessen wird: Die Insekten sind nicht gleichmäßig in der Landschaft verteilt, sie bevorzugen bestimmte Strukturen, u.a. auch Straßen weil diese sich stark erwärmen und nachts lange wärmer sind als die Umgebung, von Straßenlampen nachts ganz abgesehen. Dies führt dazu, dass die Autos auch noch genau da fahren, wo eine besonders hohe Insektendichte vorhanden ist, was den Gesamteffekt weiter verstärkt.


    Und dass der überbordende Autobestand seinerseits einen Bedarf nach Versiegelung von Landschaft nach sich zieht, der seinerseits wieder vielen Lebensräumen von Insekten den Garaus macht, kann man ruhig auch den Autos direkt zuschreiben.


    Gruß
    hornet

  • Auf den Film vom SWR von gestern wollte ich auch schon hinweisen. Da wurde es ja auch schon ganz deutlich gesagt und gezeigt. Neben dem "neuen" Pestiziden die einen sehr großen Anteil an dem Verschwinden haben kommen halt noch alle anderen Faktoren dazu. Von denen die Autos mMn auf den hintersten Plätzen zu finden sind. Im Film wurde noch einmal ganz deutlich gesagt das es vor allem, neben den Neo´s, auch an den mangelnden "Wiesen" sind. Wenn man heute mal über´s Land fährt denkt der (Achtung Klischee) "doofe Städte" oh schön alles Grün. Aber wenn man dann mal genau hinschaut es es auch wirklich nur grün. Also nur Mais und kurz gemähtes Gras. Also irgendwie für Insekten/Tiere genauso nutzbare wie eine Industriebrache eines Stahlwerkes....
    Hat doch auch ein anderer User vor ein paar Tagen so schön gesagt das seine Damen fast nix mehr finden er aber im "Naturram Berchtesgardener Land" (oder so ähnlich) wohnt.
    Keine Ahnung wie spät es ist aber wenn es noch nicht nach 12 ist dann doch sehr kurz vor 12...



    P.S. Außer Mücken fliegt hier in Bremen auch wesentlich weniger als früher.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Marakain () aus folgendem Grund: Edith sacht da war noch was

  • Hat doch auch ein anderer User vor ein paar Tagen so schön gesagt das seine Damen fast nix mehr finden er aber im "Naturram Berchtesgardener Land" (oder so ähnlich) wohnt.
    Keine Ahnung wie spät es ist aber wenn es noch nicht nach 12 ist dann doch sehr kurz vor 12...


    .



    Nun ich denk, da meinst Du mich.


    Auf die Frage, wie spät es ist!? - Nehmen wir mal den Biologen Wilson, der im Buch: Welt ohne Bienen zitiert wird:


    Wenn die Bestäuber sterben, dann sterben als nächstes die Vögel.
    Nach den Vögeln kommen die Quaker und Kriecher, dann die ersten Säugetiere.
    Der Mensch wird nicht sterben, aber er wird zurückfallen ins tiefste Mittelalter. Krieg, Barbarei und Hungersnöte werden an der Tagesordnung sein.
    Die Menschen werden beten, daß Insekten und Unkraut zurückkehren.


    Dieses Verslein erzähle ich immer am Schluss meiner Vorträge.


    Nun, den Vögeln und den ersten Quakern geht es schon an den Kragen.
    Und: remember: the hedgehogtante!


    Was die Hungersnöte und Kriege betrifft, switch on the TV!


    Soviel zur Frage, wie spät es ist!


    Griass Simmerl

  • ...alles Grün. Aber wenn man dann mal genau hinschaut es es auch wirklich nur grün. Also nur Mais und kurz gemähtes Gras. Also irgendwie für Insekten/Tiere genauso nutzbare wie eine Industriebrache eines Stahlwerkes....



    Nanana, du wirst doch nicht die aktuelle, moderne Landwirtschaft als industriell bezeichen.....


    Druck und wech

  • Hallo !


    Die Industriebrache ist für die Natur und die Insekten nützlicher als die landwirtschaftliche genutzten Flächen.


    Ja Werner, genau wie wir es damals bei Saarcarnica gesehen haben ....


    ... die tollsten Bracheflächen .... und nebenan gleich die Edelkastinie ....


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Moin, ich und meine blöde Wortklauberei. Ich meinte mit "Industriebrache" ein noch aktives Stahlwerk (ich fahr fast jeden Tag an einem vorbei auf dem Weg zur Arbeit weshalb mir das wohl so präsent ist) und da gibt es wohl ähnlich viel zu holen wie halt auf einem verblühten Rapsfeld usw.
    Das richtige Wort wäre wohl Industriewüste gewesen?
    Eine wirkliche Industriebrache also z.B. ein 20 Jahre stillgelegtes Stahlwerk (da isses wieder ;) ) bringt wohl mehr als ein verblühtes Rapfsfeld ;)


  • Der Mensch wird nicht sterben, aber er wird zurückfallen ins tiefste Mittelalter.


    z. B. hier: Der Mensch braucht Bienen
    http://www.medizin-und-technik…_INSTANCE_0000/maximized/


    Das könnte vielleicht eine Antwort darauf sein. Hab ich zuerst gefunden und mich geärgert darüber:
    http://www.deutschlandradiokul…ml?dram:article_id=154577


    so viele Widersprüche und Unlogik in einem Artikel....
    keine Pflanzen mehr? - esst doch Tiere (woher nehmen?)
    zu viel Ca? - Zitronenlimo (woher nehmen?)


    Wenn so was veröffentlicht wird, da muss noch einiges in einige Köpfe rein!

  • Fakt ist doch, dass der Druck auf die Böden weltweit immer weiter zunehmen wird. Eine steigende Weltbevölkerung will ernährt werden, fossile Rohstoffe möchten durch erneuerbare wie bspw. Biogas ersetzt werden; der Lebensstandard steigt, die Industrie muss wachsen, mehr Häuser werden gebaut & Flächen versiegelt, gleichzeitig werden die nutzbaren Flächen durch Erosion, Wüstenausbreitung und menschliche Vergiftung/Verseuchung immer weniger.
    Keine guten Aussichten für die Biodiversität allgemein. Mit viel Aufwand kämpft man vor Ort in Gemeinden, dass mal ein paar Flächen für zumindest kurze Zeit mit Bienen-/Insektenweiden bepflanzt werden, während man gleichzeitig in den Medien lesen muss wieviel Fläche gleichzeitig überall unwiderbringlich verloren geht. Wie hier schon geschrieben wurde, der Mensch entzieht sich selbst die Lebensgrundlage.