• Hallo,


    ich möchte im nächsten Jahr einen Stand von mir von Carnica auf Buckfast umweiseln. Dazu möchte ich belegstellenbegattete Königinnen kaufen, die zunächst solo mit Begleitbienen zu mir kommen und dann in kleine Ableger eingebracht werden. Diese möchte ich Anfang September mit den umzuweiselnden Völkern vereinigen, nachdem dort die Königinnen entfernt wurden. Wie mache ich das am besten in den 1,5-DNM-Zargen?
    A. Platz im Wirtschaftsvolk schaffen, ein Schied neben die letzte Wabe hängen und den Ableger in den freigemachten Platz hängen. Nach einigen Tagen das Schied ohne Rauchgabe ziehen. Wirtschaftsvolk im Warmbau (derzeitiger Stand), Ableger hinter dem Wirtschaftsvolk.
    B. Wie A., aber Kaltbau mit zunächst getrennten Fluglöchern.
    C. Platztausch des Ablegers mit dem Wirtschaftsvolk, nach einigen Tagen die Königin aus dem verstellten Wirtschaftsvolk entfernen und das Wirtschaftsvolk dem Ableger zuhängen, wieder zeitweilige Trennung mit einem Schied. Warmbau oder Kaltbau?
    D. Wie C., aber die Waben aus dem Wirtschaftsvolk bienenfrei ohne Schied zuhängen und die Bienen aus dem Wirtschaftsvolk über das Flugloch einlaufen lassen. Hier dürfte es egal sein, ob Warmbau oder Kaltbau.
    E, F, G...?


    Gruß Ralph

  • Hallo Ralph,


    Na da hast du ja was vor und die Gefahr das eine anders rassige Weisel abgestochen wird, ist im September eher gering. Deshalb würde ich 2 Stunden nach dem entfernen der alten Weisel, die ich auf dem Zusatzkäfig mit der neuen Königin zerdrückt habe, wegen dem Geruch, nur die Königin in eine Wabengasse mit Futterteigverschluß einhängen. Würde das aber erst bei einem Volk ausprobieren. Die Bienen der Ableger kannst du dann, nachdem sie sich vollgesaugt haben, den entsprechenden Völkern auf Anflugbrett schlagen. Oder du machst aus den Ablegern einen Kunstschwarm oder auch zwei, da kannst die die neuen Königinnen ganz sicher zusetzten.
    Ich habe es vor kurzen bei einem Volk auch so gemacht und habe die Brutwaben des Ablegers DNM aus dem die Königin stammte auch in die 1,5 Zarge gehangen, weil ich keine bebrüteten 1,5 Waben mehr hatte. Ich mußte 4 frisch ausgebaute Waben rausnehmen und habe da jetzt 6 Normalwaben in der 1,5er Zarge. Muß ich aber nun über den Winter so lassen, aber das ist nichts Halbes und nichts Ganzes.


    Freu dich auf noch ein paar andere Tipps.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Wie mache ich das am besten in den 1,5-DNM-Zargen?
    A. ...
    B. ....
    C. ...
    D. ...


    E.
    Im August sämtliche Brutwaben aus den Völkern, dafür Mittelwände geben, die Völker mehrere Stunden weisellos lassen und dann die neuen Königinnen unter Futterteigverschluß zusetzen.


    Die Brutwaben aller Völker als Brutscheune behandeln.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo Ralph,


    ich führe bei mir die Umweislung wie in A.
    Hauptsache man arbeitet ruhig. Bei mir sind es immer 3-DD-Waben-Ableger, die ich einfach in den Vollvölkern hinten einhänge. Ich habe es ohne Schied gemacht, aber drauf geachtet, dass die Kö nicht gerade auf der Randwabe spazieret. Die 3 Ablegerwaben habe ich im Block entnommen und rein gehängt, sodass der Ableger und seine Kö sich kaum gestört fühlten. Annahme war immer sehr gut.


    lg Salsero

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • ...wie in A....
    im Block entnommen und rein gehängt, sodass der Ableger und seine Kö sich kaum gestört fühlten


    Dito. Alles ruhig und einwandfrei. Königin in der Wabengasse.


    (Ich vermute die TBE incl. Umweiselung kommt nicht so sehr für Dich in Frage wegen Deiner Hyperthermiebehandlung?, sonst würde ich die on Top 1 setzen)

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • .....die ich auf dem Zusatzkäfig mit der neuen Königin zerdrückt habe, wegen dem Geruch,......


    Vielleicht OT, vielleicht gehört es aber auch genau hierher: Ich frage mich immer wieder, wenn ich solche Aussagen lese, ob Bruder Adam unrecht hatte oder ob es sich einfach nur noch nicht überall rumgesprochen hat:

    Zitat

    Die Annahme einer Königin ist nicht durch den Geruch bestimmt, sondern durch ihr Benehmen. Eine vollreife Königin, also eine, die sich schon längere Zeit in Eiablage befindet, verhält sich ruhiger und kann mit absoluter Sicherheit zugesetzt werden, unter voller Mißachtung aller bisher als unumgänglich betrachteten Vorsichtsmaßnahmen. Der Geruch oder Volksgeruch — falls es einen gibt, was ich bezweifle — spielt keine Rolle in der Annahme. Es ist ausschließlich das Verhalten der Königin.

    Quelle: http://www.pedigreeapis.org/biblio/artcl/BAKassel60de.html


    Gibt es neuere Erkenntnisse, was sagt eure Erfahrung?


    Bin gespannt. :)

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • Da stelle ich mich immer aufs Neue dahinter.


    Das Problem sind aber die Versandköniginnen. Die sind gekäfigt worden, dann verpackt und verschickt, entnommen, aufbewahrt, was auch immer.
    Das sind dann schon keine super, vollreifen, in Eilage befindliche Königinnen mehr.
    Und wenn man die nicht zum Prozentsatz x riskieren will, dann lohnt sich schon der ein oder andere Kunstgriff, zB. der mit dem Start im Ableger, wo man sie erst einmal wieder in Eilage bringt.
    Dann hinüber ins Volk, da sehe ich nun kein Problem drin.


    (Vor 10 Tagen hab ich Königinnen 1:1 einfach in den Völkern überkreuz getauscht; abgepflückt und jeweils auf sem Sitzplatz der anderen auf der Wabe wieder hingesetzt. Top. Keine Unruhe, kein gar nix., und die haben sofort weiter gelegt, wie sich eine Woche später am Brutnest sehen lies.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • E. Im August sämtliche Brutwaben aus den Völkern, dafür Mittelwände geben, die Völker mehrere Stunden weisellos lassen und dann die neuen Königinnen unter Futterteigverschluß zusetzen.


    ...ich führe bei mir die Umweislung wie in A.
    Hauptsache man arbeitet ruhig. Bei mir sind es immer 3-DD-Waben-Ableger, die ich einfach in den Vollvölkern hinten einhänge. Ich habe es ohne Schied gemacht, aber drauf geachtet, dass die Kö nicht gerade auf der Randwabe spazieret. Die 3 Ablegerwaben habe ich im Block entnommen und rein gehängt, sodass der Ableger und seine Kö sich kaum gestört fühlten. Annahme war immer sehr gut.


    ... wie in A.
    ...
    im Block entnommen und rein gehängt, sodass der Ableger und seine Kö sich kaum gestört fühlten.

    Dito. Alles ruhig und einwandfrei. Königin in der Wabengasse.


    (Ich vermute die TBE incl. Umweiselung kommt nicht so sehr für Dich in Frage wegen Deiner Hyperthermiebehandlung?, sonst würde ich die on Top 1 setzen)



    Hallo,
    vielen Dank für die Beiträge. Zuspruch habe ich wohl vorwiegend für die Variante A. bekommen. Aber auch die Variante E. von Wald&Wiese bietet sich für mich an, da im Rahmen der Entmilbung mit untergesetzter Halbzarge letztlich ein Kunstschwarm aus dem Wirtschaftsvolk wird. Ich möchte beide Verfahren kombinieren:

    • Die Versandkönigin wird in einen Kleinkunstschwarm 200g eingeweiselt, um mit einer geringen Varroabelastung zu starten.
    • Die Entmilbung der Wirtschaftsvölker mit untergesetzter Halbzarge erfolgt Juni/Juli.
    • Der aus dem Wirschaftsvolk entstehende Kunstschwarm baut neben der letzten Fangwabe neue Naturwaben. Erfahrungsgemäß werden in dieser Zeit ca. 5 neue Waben 1,5-DN gebaut. Damit bleibt die für das Einsetzen des Ablegers erforderliche Lücke.
    • Anfang September wird der Ableger eingesetzt. Nun ist die Zarge voll, es ist viel Brut vorhanden, der Wabenbau ist erneuert, die Varroa ist hinreichend dezimiert.


    Marion : Bruthyperthermie in Kombination mit OS-Bedampfung ist für mich eine absolute Notbehandlung, die ich bei zusammenbrechenden Völkern einsetzen kann. Im Regelfall würde ich aber andere Verfahren bevorzugen.


    Gruß Ralph

  • :p_flower01: Oh, sorry, Ralph, ich dachte, das läuft zumindest anteilig regelmäßig.

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    Hans Kasper