• Hallo,
    verwendet von Euch jemand Fluglochkeile aus Holz als Mäuseschutz während des ganzen Winters?
    Hintergrund: ich wollte in diesen Tagen schon Mäusegitter anbringen, da ich den ganzen Oktober über verreist bin. Das ist natürlich eher zu früh, weil die Bienen noch reichlich Pollen eintragen, den sie dann am Gitter abstreifen. Eine Imkerkollegin meinte daraufhin ich solle doch erst einmal Keile einlegen - die solle ich dann aber später gegen die Gitter eintauschen, weil die Holzkeile den Winter über sonst zu sehr aufquellen...
    Das wiederum ist mir doch ein bisschen kompliziert und vor allem finde ich es nicht so toll, die Bienen Anfang November dann noch einmal aufzuscheuchen, weil ich die Keile rausstemme und die Gitter einlege. Mit dem Mäuseschutz komplett bis Anfang November warten ist mir auch etwas heikel.
    Also: Fluglochkeile jetzt rein und drinlassen - eine Alternative?


    Kai

  • Natürlich kannst du Holzkeile verwenden, solange sie flach genug sind. Das einzige Problem von Holzkeilen im Winter ist, dass sie durch Totenfall und Schnee schneller verstopfen können, weil sie durch einen flachen Flugschlitz (statt vergittertes Flugloch) funktionieren.
    Beides (Schnee und größerer Totenfall) sollte aber bis Dezember noch keine Rolle spielen.


    Ansonsten eben größere (höhere) Fluglöcher und ein grobes (8mm) Gitter davor, du wirst schon nicht gleich in einem Gebiet mit Zwergmäusen leben.
    Der Tausch der Keile/Gitter ist überhaupt kein Problem, auch nicht im Winter. Muss aber gar nicht sein, ein 8mm Gitter reicht auch.


    Was meinst du, was in einem alten Baum im Verlaufe eines Winters so alles abgeht, ohne dass die Bienen daran sterben?
    Denke mal an Stürme, Spechte - da rührt sich einiges im Verlauf der Zeit und viele Bäume bewegen sich fast ständig im Wind.
    Oder Beuten, die im Wald stehen? Da klatscht immer wieder mal ein Schneebatzen von oben drauf und macht Rummms, das können die Bienen schon ab!


    Das bißchen Kratzen beim Tauschen der Keile kriegen die nicht weiter mit oder können zumindest damit locker fertig werden.


    Meine Empfehlung ist: (Grobes) Gitter schon jetzt davor und fertig. Halt so, dass eine Querstrebe des Gitters mit dem Beuten boden abschließt, so dass keine unnötig hohe Hürde entsteht. Abgestreifter Pollen stört nicht, die tragen sowieso viel mehr ein als sie brauchen und es kommt immer auch trotz Gitter mehr als genug rein.
    Erst mal Keile geht aber auch - du kannst ganz nach Gusto vorgehen.


    Gruß
    hornet

  • Hallo,
    verwendet von Euch jemand Fluglochkeile aus Holz als Mäuseschutz während des ganzen Winters?

    Ich!

    Hintergrund: ich wollte in diesen Tagen schon Mäusegitter anbringen, da ich den ganzen Oktober über verreist bin. Das ist natürlich eher zu früh, weil die Bienen noch reichlich Pollen eintragen, den sie dann am Gitter abstreifen. Eine Imkerkollegin meinte daraufhin ich solle doch erst einmal Keile einlegen - die solle ich dann aber später gegen die Gitter eintauschen, weil die Holzkeile den Winter über sonst zu sehr aufquellen...


    die trocknen auch und quellen wieder ab :wink:
    In den ersten Jahren meiner Bienenhaltung habe ich im Winter noch Gitter vor die Fluglöcher gemacht, aber mehrmals beobachtet, dass die im Laufe des Winters durch den Totenfall, den die Bienen rausschaffen wollen, aber nicht durchs Gitter kriegen, verstopfen. In den letzten Jahren hatte ich nur noch die Holzkeile (Beuten von Wagner mit den Originalkeilen) und bisher noch keine Mäuse drin.
    Die Keile klemmen schon ein bisschen (dafür bleiben sie aber auch drin), aber da ich da erst im Frühjahr wieder dran gehe störts die Bienen und mich nur wenig.

  • Ich verwend auch den ganzen Winter über die Fluglochkeile und hatte noch nie einen Mäuseschaden. Ich meine auch, das gefällt den Bienen besser.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Und ich verwende keine *Mäusekeile 7mm* mehr. Selbst in die Original Bergwinkelböden -beworben mit integierter Mäusesperre- sind Spitzmäuse eingedrungen. (Und kamen bei der Winterbehandlung auch dort wieder raus.)
    Im Winter 12-13 hatte ich in 9 von 11 Völkern zumindest zeitweise Mäuse und die entsprechenden Probleme. Jetzt nur noch Gitterstreifen, einfach vors Flugloch gezweckt. Null Maus im letzten *Winter*.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Ich verwend auch den ganzen Winter über die Fluglochkeile und hatte noch nie einen Mäuseschaden. Ich meine auch, das gefällt den Bienen besser.


    Kann man machen, ich dreh die Keile aber über den Winter so, das der Flugschlitz oben ist, dann verstopft der nicht so schnell durch Totfall. Sicherer ist zusätzlich ein Gitter.


    Viel Erfolg und beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich verwende auch Mäusekeile und hole die erst im Frühjahr wieder raus wenn es richtig warm mit entsprechendem Flugbetrieb ist. Und wenn sie ein bißchen klemmen nehme ich halt den Stockmeißel. Das geht schon....

  • Ich hole den Fred noch einmal nach oben da mich die Frage nach der Notwendigkeit eines Mäusegitters ebenfalls beschäftigt.


    Ich habe schon die ganze Zeit die Fluglochkeile in meinen 3 Beuten eingelegt.
    Eine Beute ist von Bergwinkel, der Keil hat einen Spalt von ca. 7mm.
    Die anderen beiden Beuten sind nachgebaut. Deren Keil hat einen Spalt von ca. 6mm.


    Und ich verwende keine *Mäusekeile 7mm* mehr. Selbst in die Original Bergwinkelböden -beworben mit integierter Mäusesperre- sind Spitzmäuse eingedrungen. (Und kamen bei der Winterbehandlung auch dort wieder raus.)
    Im Winter 12-13 hatte ich in 9 von 11 Völkern zumindest zeitweise Mäuse und die entsprechenden Probleme. Jetzt nur noch Gitterstreifen, einfach vors Flugloch gezweckt. Null Maus im letzten *Winter*.


    Hmm, hat dein Keil eventuell einen größeren Spalt? Produktionsfehler? Wenn ich mir den Keil anschaue kann ich mir nicht so recht vorstellen das da eine Maus durchpasst.
    Oder gibt es auch sehr kleine Mäuse? Vielleicht eine Art mini - Spitzmaus?


    Ich habe es versäumt ein Mäusegitter beim Onlinehandel mit zu bestellen. Im Baumarkt bekomme ich vermutlich nur ganze Rollen.
    Daher die Frage Mäusegitter wirklich notwendig?
    Ich habe ein Gitter mit Maschenweite 1cm x 1cm hier liegen was ich zweckentfremden könnte.
    Reicht dann vermutlich nicht?


    Gruß
    Markus

    Seit 16.4.2014 aktiver Imkerneuling. :daumen: 8 Völker auf Dadant. :)


  • Ich habe ein Gitter mit Maschenweite 1cm x 1cm hier liegen was ich zweckentfremden könnte.
    Reicht dann vermutlich nicht?


    Hallo Markus, dicke Mäuse und Ratten bleiben draußen. Spitzmäuse kommen gut rein. Mäusegitter hat 8 mm und richtig spitzmaussicher sind 6,3 mm.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)