Füttern mit Eimer

  • Hallo Zusammen,
    diese Glasschaummaterial hatte ich im letzten Jahr- hatte eine Probe erhalten - bei drei Völkern im Einsatz.
    Es ist zwar eine saubere Sache aber genau wie edlBeetFit schreibt beginnt das Material zu bröseln.
    Gruß Eisvogel

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010


  • Hi Patrick,


    Das Problem was ich habe ist, das dadurch das sich Unterdrück aufbaut irgendwann eben nichts mehr nachläuft, soll es aber wenns leer ist...

  • Warum tut es denn eine richtige Futterzarge nicht?:confused:
    Wenn zu dieser Jahreszeit (lies: nach der Ernte) keine 20€ für ne vernünftige Futterzarge da ist - dann tun mir die Bienen aber leid.:roll::evil:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • N`Abend Klaus!


    Wenn nix mehr nachläuft, insbesondere bei der Verwendung eines Blumenuntersetzers (ich nehme an, die mit den Rillen auf glattem Untergrund, sodass immer ein bisschen Luft zwischen Topfunterseite und Untersetzer bleibt?!), dann muss ich doch mal weiterfragen, mit was du fütterst? Sirup? Zuckerwasser? Falls ja, welches Mischungsverhältnis? Kalt oder warm angesetzt?
    Unabhängig davon ist es logisch, dass bei einem (möglicherweise) glatten Eimerrand und einem (möglicherweise) innen komplett glatten Untersetzer ein unvermeidbarer, austrittsvermeidender Unterdruck entsteht, da beide Flächen, insbesondere wenn verbunden durch eine mehr oder minder dickflüssige Flüssigkeit, dicht schließen. Und so stark können die Bienen an dieser Minifläche vermutlich gar nicht saugen, dass sie weiterhin etwas durchkriegten.


    Ich stimme ansonsten sabi(e)ne und den Anderen (tw.) zu, dass du arg spät dran bist mit füttern und das du daher sehr schnell schauen solltest, dass du das nötige Futter in die Völker kriegst. Ob du nun eine gekaufte FZ oder einen richtigherumstehenden Eimer / Wanne / Schüssel / Topf / sonstigen zweckentfremdeten, lebensmittelechten Haushaltsgegenstand :wink: nimmst, ist dabei konkret erstmal egal.
    Hauptsache Futter ohne Bienenverluste zügig in die Waben.


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Soweit war ich schon, aber im Eimer baut sich immer Unterdruck auf so das der Untersetzer gar nicht erst voll läuft... Wenn ich den Eimer belüfte läuft der Untersetzer über


    So, nochmal ganz ab von den berechtigten Einwürfen zur späten Fütterung, und der Tatsache, dass Futterzargen zum Füttern von Bienen konzipiert wurden und gut und sicher funktionieren, es außerdem wenig Zeit gibt zum Tüfteln und für Testläufe.
    Dem Klaus ging es um die Eimerfrage und warum.


    Hast Du diesen wichtigen Schritt der Lochbohrung in den Eimerrand auch durchgeführt? :u_idea_bulb02:
    Also: ein Loch oder mehrere, die bei umgedrehten Eimer gefüllt mit Flüssigkeit (welche jetzt auch immer),
    der im Untersetzer gleichmäßig mit dem Rand aufliegend zu stehen kommt, wenn das Ganze aufgestellt ist, dann unterhalb des Flüssigkeitsspiegels sich befinden?
    Wenn Huhn oder Pute oder sonstiger Abnehmer nun also die Flüssigkeit aus dem kleinen Differenzrand zwischen Eimer und Untersetzer aufnimmt, sinkt der Spiegel ab,
    er sinkt irgendwann unter das Niveau diese Löcher,
    durch die dringt dann Luft in den Eimer (in dem bis dahin ein Unterdruck herrscht, ja, ganz richtig), und die Flüssigkeit dafür entsprechend aus dem Eimer in diese Rinne, Spiegel wieder oberhalb der Bohrlöcher - Schluß mit Nachlaufen, usw.


    Mit Wasser bei den Hühnern funktioniert das ganz einwandfrei - selbst schon so hergestellt, das geht auch mit einem am Rand gesetzten kleinen Schlitz, der oft einfacher anzubringen ist als ein Bohrloch; muss nur definitiv unterhalb des gewünschten Füllspiegels liegen mit seiner Länge.


    Bei Fertigsirup z.B. könnt ich mir denken, dass die Viskosität der ganzen Sache ggf. größere Bohrlöcher abverlangt, damit`s funktioniert. Prinzipiell müsste es aber auch damit gehen.
    Mach die Löcher ein wenig größer und versuchs nochmal


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Die Dichte von Sirup ist ca. 1.4. An der Luftblase im Eimer "hängt" also mehr Masse als in der Hühnertränke. Die nachströmende Luft durch das Löchlein wird stärker noch gedehnt, als bei Wasser. Es ist folglich sehr wahrscheinlich, daß die Konstruktion am Ende eine Riesensauerei macht, wenn der Eimer einfach aufschwimmt und das letzte Futter überläuft. (... wie es leider auch nicht selten bei den Eimern mit Siebdeckeln passiert. )

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • DA könntest Du Recht haben!
    Zu Ende testen auf gefliestem Boden ist also angesagt, oder Pflasterstein auf dem Eimer Selbstbau und Getrickse ad ultimo *gg*
    Dazu ist jetzt eh kein Zeit mehr. Ab morgen wirds kälter.
    Selbstbau ist halt nix, meistens.


    (Unsere Hühnertränke ist auch wieder ne Komerzielle!)

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • Dazu ist jetzt eh kein Zeit mehr. Ab morgen wirds kälter.
    Selbstbau ist halt nix, meistens.


    Gurkenglas, Löcher in den Metalldeckel (dünner Nagel, max 1mm), Zuckersirup rein, zudrehen und mit dem Deckel nach unten in die Leerzarge stellen.
    Die Bienen zuzeln die Plörre durch die Löcher direkt aus dem Glas.


    Oder halt Schüsseln/Wanne mit Zweigen als Schwimm- und Aufstiegshilfe. Dann aber auch 2-3 längere Zweige schräg reinstellen, so dass die Bienen auch über die langen Zweige die fast leere Wanne verlassen können. Sonst kommen die evtl die glatten Wände hoch und verenden in der Wanne.


    Stefan

  • Danke für die vielen Hinweise, besonders Marion, die beim Thema geblieben ist. Für alle anderen, für die es wichtiger war zu erwähnen, das die Fütterung sehr spät ist: ja, das ist sie und wie alles im Leben hat das seinen Grund und ich wünsche all diesen Kritikern von ganzen Herzen Gesundheit und nicht 6 Wochen Bewegungsunfähigkeit und Krankenhausaufenthalt wie es mir widerfahren ist.

  • Hallo Klaus!


    Das mit den Futtereimern funzzt ganz gut.
    Habe es die ersten beiden Jahre erfolgreich praktiziert.
    Du musst beim Umstülpen darauf achten, dass nicht so viel raussabbert.
    Habe da übrigens nie den Zucker eingerührt.
    Einfach in so n 5 Liter Eimer 3 Teile Zucker und 2 Teile Wasser rein.
    Umkippen über einem Eimer, dann kann es runter sabbern und dann über das Volk drauf.
    Leerzarge drüber und gut ists.


    Dieser Trick funzzt im übrigen auch recht gut mit einem Gurkenglas mit Löchern.
    Da kann man Ableger füttern.


    Aber es wird von den meisten abgelehnt die Methode, weil es schnell schief gehen kann und du ne mega Räuberei auslöst.
    Drum nimm zukünftig lieber eine Futterzarge.

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Gärt ein Stülpgefäß, dann entsteht darin statt Unter- Überdruck. Die freiwillig nicht abgenommene Plörre ergießt sich dann über die hilflosen Bienen. Selbst Futterflaschen und Zungenfütterer hat man zu Zuckermischzeiten vor der Verwendung erst ausgebrüht, weil das Problem bekannt war.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Aber schon sehr sehr teuer, hab ich auch aber vom Bau
    Und so super wies am Anfang ausschaut ist es eh nicht, zerbröselt mit der Zeit, ich hab es nicht mehr in Betrieb


    Hallo edlBeeFit.
    Wie ist es möglich, das Glas bröselt? Du hast sie warscheinlich vorher nicht gewaschen und das mußt Du, da der Abrieb noch dazwischen ist.
    Bienensiggi

  • Hallo!
    Ich kenne jemanden, der weit über 100 Völker mit Eimern füttert und ich selbst mache es auch noch so und zwar mit leeren 5l-Schlagsahne-Eimern (Kantine oder Eisdiele). Die Deckel bekommen 10-30 Löcher Ø2mm (je nachdem, wie schnell das Futter abgenommen werden soll), Sirup in den Eimer, Deckel fest drauf, umstülpen über leeren Eimer, 1-2mal drücken, damit über den rausgedrückten Sirup, ein Unterdruck entsteht, warten bis nichts mehr tropft und dann ohne den Eimer zu drücken auf 2 Holzleisten in einer Leerzarge draufstellen. Ich habe den Eimer immer schon vorbereitet (umgestülpt, Vakuum) und lasse ihn dann umgedreht auf dem Leereimer stehen, bevor ich die Beute öffne, dann hat er auch aufgehört zu tropfen, wenn man soweit ist, dass er drauf soll.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿