Füttern mit Eimer

  • Hallo liebe Imkergemeinde,


    ich möchte gern mit einem umgedrehten Eimer auf einem Blumentopfuntersatz futtern. Hat jemand Tips oder Anleitung dazu?


    Vielen Dank für ein paar Tips

  • Funzt so nicht, deshalb gibt es da keine Anleitung. Eimer bis oben hin füllen mit Sirup oder Zuckerwasser, Deckel drauf, in dem ganz kleine Löcher sind und dann den Eimer umdrehen und aufsetzen. Das geht meist gut, wenn sofort ein Unterdruck im Eimer ist. Sonst läuft die ganze Soße aus. Deshalb stelle ich die Eimer nur rein, mit Korken als Schwimmhilfe und man hat keine Sauerei und Räuberei.
    Außerdem sollte sich um diese Zeit die Frage gar nicht mehr stellen, denn die Einfütterung sollte jetzt langsam abgeschlossen sein!

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Moin Klaus!


    Sch...lechte Idee.
    Dir wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit fast die gesamte Futterflüssigkeit auslaufen, sich einmal ihren Weg mitten durch das darunterliegende Volk bahnen und beim Austritt aus dem Volk ("idealer"weise durch einen offenen Gitterboden, schlimmstenfalls durch`s Flugloch) früher oder später von einer der derzeit aktiven Spürbienen eines anderen Volkes gefunden werden. Diese wird die Information über die erfreuliche Futterquelle zeitnah an ihre Stockgenossinen übermitteln, welche dann ebenfalls sehr zeitnah und in nicht zu unterschätzender Menge die Futterquelle ausbeuten. Zugleich sind sie natürlich in Aufruhr und suchen die unspezifische, weil idealerweise nicht duftende Futterquelle. Immer weiter....bis sie entweder die Futterquelle unter / vor dem Volk gefunden haben oder aber das Volk selber. Das ist ja immerhin mit der Beseitigung der Kleberei in der Beute beschäftigt und somit tendenziell geschwächt in seiner Verteidigungsfähigkeit. Wenn alles völlig schiefgeht, dann erwischt der Futterflüssigkeitsschwall die Königin und schwemmt sie von der Wabe / erstickt / umhüllt sie. Dann hast du binnen kürzester Zeit ein sich zumindest weisellos fühlendes Volk mit nochmal herabgesetzter Verteidigungsmoral...Ergebnis ist und bleibt das Gleiche.
    Zumal, sollte die prophezeite Räuberei ausbrechen, mit dem möglichen Ende des ausgeraubten Volkes nicht zwingend das Ende der Räuberei einhergeht. Die angefixten Bienen suchen dann an ähnlich aussehenden Gegenständen weiter nach Futter, sprich an und schlimmstenfalls in den anderen Beuten.


    Daher:
    Wenn Fütterung mit dem Eimer, dann diesen richtig herum in Leerzarge auf Folie aufsetzen und oben Stroh reinpacken, sodass es gut überhaängt und auch die Beutenwände innen berührt (als Kletterhilfe für die am Futter befindlichen Bienen). Dann Futter einfüllen und ruhig schlafen können. Füttern natürlich in der Dämmerung.


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Natürlich gibt es diese Methode, z.B. mit einer Dose. Diese bekommt seitlich randnah ein oder mehrere Löcher. Steht dann die Dose mit Öffnung unten im Untersetzer, müssen diese Löcher unterhalb des Untersetzerrandes bleiben. Dann klappt das durch Unterdruck geregelte Nachfließen.


    Meine Hühner bekommen so ihr Wasser, 5-Liter-Behälter. Das läuft nur aus, wenn sie es umwerfen...

  • Hier die Anleitung für die selbstgebaute Hühnertränke nach dem Prinzip, das funktioniert sicher.


    Mit SIRUP drin (!) würde ich das auf jeden Fall erstmal umdrehen und eine gute Zeit lang in einem geschlossenen, am besten gefliesten Raum:wink:, stehen lassen und gucken, was passiert...


    Und gegen absaufende Bienen einen so knappen Abstand von Untersetzerrand und Eimerrand wie möglich wählen.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hier die Anleitung für die selbstgebaute Hühnertränke nach dem Prinzip, das funktioniert sicher.


    Mit SIRUP drin (!) würde ich das auf jeden Fall erstmal umdrehen und eine gute Zeit lang in einem geschlossenen, am besten gefliesten Raum:wink:, stehen lassen und gucken, was passiert...


    Und gegen absaufende Bienen einen so knappen Abstand von Untersetzerrand und Eimerrand wie möglich wählen.


    Soweit war ich schon, aber im Eimer baut sich immer Unterdruck auf so das der Untersetzer gar nicht erst voll läuft... Wenn ich den Eimer belüfte läuft der Untersetzer über

  • Hallo


    Nehmt es mir nicht übel, aber eine Hühnertränke hat bei den Bienen nichts zu suchen. Wenn man schon mit dem Eimer füttern will, dann sollte man sich Futtereimer kaufen, die haben ein Sieb im Deckel eingeklebt und man kann sie umgekehrt auf 2 Leisten oder direkt auf die Waben auflegen. Es ist in diesem Fall auch eine bessere Futteraufnahme an kalten Tagen für die Bienen möglicht. Bei welchem Imkerhandel es die Eimer gibt kann ich jetzt gerade, nicht sagen, die kosten auch nicht mehr als ein Glas Honig.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • N`Abend Klaus!


    Zitat

    aber im Eimer baut sich immer Unterdruck auf so das der Untersetzer gar nicht erst voll läuft


    Dann ist doch alles hervorragend. Wenn du um diesen Umstand weisst, kann doch nichts passieren.
    In welche Richtung zielt deine Frage hinsichtlich Tipps zu dieser Methode der Fütterung denn konkret?


    Schönen Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo Patrick
    Ich lese gerade das Du noch Stroh zur Fütterung nimmst,ich habe mir bei der Imkerei Dehner - Bienen einen 30 kg Eimer mit Misapor Schaumglasschotter gekauft ( Schwimmende Steine) kosten 15,90 €. Eine super Sache,kein ertrinken der Bienen mehr und sauber.
    Gruß Bienensiggi

  • Aber schon sehr sehr teuer, hab ich auch aber vom Bau
    Und so super wies am Anfang ausschaut ist es eh nicht, zerbröselt mit der Zeit, ich hab es nicht mehr in Betrieb

    Nur wir Imker können funktionierende Varroa Abwehr schaffen, sicher nicht die Chemie