können Nachkommen einer standbegatteten F1 Buckfast-Königin Stecher werden?

  • Ich habe mal ein Frage an erfahrene Buckfast Imker,


    können die Nachkommen einer diesjährigen standbegatteten F1 Buckfast-Königin Stecher werden?


    Danke für eure Antworten und bis bald - Trigona

    Auch wenn die Biene einen gestreiften Rücken hat, ist sie noch lange kein Tiger!

  • ganz "gewöhnliche" Landbienen - dunkle Rasse, Carnica und deren Mix, Buckfast und deren Mix etc. - was eben so in der Landschaft um den Bodensee herum so existiert.

    Auch wenn die Biene einen gestreiften Rücken hat, ist sie noch lange kein Tiger!

  • :roll: Wenn man sie nur ruppig genug behandelt, kann man aus jedem Volk einen Stecher machen.
    Die Rasse ist da völlig egal.
    Wenn die Völker hungern, werden sie übrigens ebenfalls agressiv.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Sabi(e)ne - ich befürchte, mit deiner Aussage hast du den Nagel (und ich die Bienen) auf den Kopf getroffen. Ich bin Jungimker und habe meine im Juli 2014 erhaltenen Ableger zu ruppig - oder zu unbeholfen behandelt - und die Bienen lehren uns vieles durch ihr nachträgliches Verhalten. Meine Bienen haben die Sommer/Herbst Behandlung hinter sich, sind genügend aufgefüttert, nun lasse ich sie in Ruhe bis die Winterbehandlung kommt. Ich hoffe, dass sie mich bis dahin nicht mehr mit einem Bären assoziieren. Ein zu euphorisches "Liebesbekenntnis des Neuimkers seinen Schützlingen gegenüber, kann ins andere Extrem kippen, so nach dem Motto, "kannst mich ja gerne haben, aber lass mir Luft zum atmen". Ist ja bei uns ähnlich!

    Auch wenn die Biene einen gestreiften Rücken hat, ist sie noch lange kein Tiger!

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  • :wink: Die meisten Anfänger haben irgendwie mehr oder weniger Angst vor den Bienen, und arbeiten dann tw. sehr hektisch, mit Folgen.
    Tief durchatmen, Rähmchen erst mal lockern, bzw. Platz schaffen, und die Wabe zuerst ziehen, die am weitesten vom Flugloch weg ist.
    Ich arbeite ausschließlich mit Nelkenöltüchern - ich hab nicht mal mehr einen Smoker.:wink:
    Der Vorteil liegt darin, daß der Effekt vom Nelkenöl nach dem Eingriff recht zügig wieder weg ist.
    Durch den Rauch wird aber das ganze Volk in Alarmstimmung versetzt, und braucht ziemlich lange, bis alles wieder seinen gewohnten Gang geht.
    Mit den Tüchern maulen sie zwar hörbar, aber sonst passiert da nix, sie fliegen auch nicht auf, wenn man sie wegnimmt.
    Für uns ist das die beste Lösung überhaupt.


    Nachtrag: Copyright by Radix ;-)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hi.
    Das kann passieren, dass die Stecher werden.
    Wie bei jeder anderen Rasse auch.

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Trigona : es ist keine Schande, im Vollschutz zu imkern - egal, was dein Umfeld sagt.
    Du bist nagelneu in diesem Gebiet, und hast vermutlich auch noch einen knorrigen Lehrer, dem Stiche schon lange nichts mehr ausmachen.
    Es sollte aber gar nicht erst zu Stichen kommen - egal ob du Anfänger oder Profi bist.
    Also behandelt man die Bienen *hust* zärtlich.
    Man quetscht oder rollt sie nicht, und man hat es vor allem nicht eilig.
    Ich bin real selbst allergisch, und muß Vollschutz tragen - aber ich hab schon lange keinen Stich mehr kassiert, nicht mal mit dicken Handschuhen.
    Man braucht Zeit, den Bienen Gelegenheit zur Flucht zu geben, und überhaupt zu sehen, was da auf der Wabe überhaupt los ist.
    Wenn da zu viele Bienen drauf sind, und du nicht in die Zellen gucken kannst, dann tipp ihnen mit einem Finger gaaaanz vorsichtig auf die Rücken, als wenn du ein Küken streicheln würdest, und sie gehen weg, und du kannst in die Zellen gucken.
    Das ist nichts, was schnell geht, und bevor du unter Zeitdruck an die Bienen gehst, laß es lieber.


    Bevor du an die Bienen gehst, solltest du dir vorher überlegen, was du sehen/kontrollieren willst, und wie weit du dafür das Volk aufmachen willst.
    Dann stell dir das alles vor, du sollst es sozusagen einmal im Kopf durchspielen, dann dein Werkzeug bereit legen, durchatmen, und anfangen.
    Wenn du durch bist, dann dasselbe rückwärts, Wabe für Wabe, bis das Volk wieder zu ist.
    Sehr hilfreich ist in den ersten Jahren auch ein billiges Diktiergerät, wo du erzählst, was dir an welchem Volk aufgefallen ist.
    (mit einem Volk kann man sich noch alles merken, was wann wo wie war, aber bei größeren Völkerzahlen wird das echt schwierig :wink:).
    Wenn dir eine Wabe aus der Hand fällt, tritt zurück und warte, bis sie sich beruhigt haben - Panik hilft da nicht.


    Ansonsten empfehle ich im Sommer ausgiebige Fluglochbeobachtungen - allein die Pollenfarben zu zählen und zuzuordnen ist interessant, und ebenso das allererste Drohnenvorspiel :lol: (die sind LAUT).


    Was ich eigentlich sagen will, ist, daß die Bienen extrem auf ihre Bearbeiter reagieren - bist du nett zu ihnen, sind sie es auch zu dir.
    Für Bienen braucht man ne Menge Empathie.:Biene:


    Nachtrag: und NIE eine Wabe falsch herum wieder einsetzen - das irritiert das ganze Volk für Tage.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Trigona


    In der Hinsicht kann ich Sabine nur Recht geben. Im Schutz zu imkern ist keine Schande - und es beruhigt gerade am Anfang ungemein. Der eigene Stress ist weg, man ist automatisch ruhiger, man behandelt die Bienen ruhiger - und die Bienen sind ruhiger.
    Es kann sein, dass man durch den Schleier schlechter sieht. Aber ich seh selbst die Stifte noch - das reicht.
    Mit Handschuhen fühle ich mich unbeholfen. Also lasse ich sie weg. Aber zu wissen, dass sie mich nicht ins Gesicht stechen können, reicht bei mir, dass ich ruhig genug imkere, dass sich meine Bienen nicht durch mich gestört fühlen.


    Ich hatte deine Frage so verstanden, dass die Nachfahren einer F1, also die F2 Generation sich als Stecher herausstellt. Das kann man, wie gesagt nicht genau voraussagen. Wenn aber gemeint ist, dass sich ein Volk im Laufe der Zeit im Verhalten verändert, dann liegt Sabine genau richtig. Der wichtigste Faktor ist dann die Behandlung der Bienen durch den Imker. Alle anderen Streßfaktoren spielen auch eine Rolle. Namentlich Hunger, gewittrige Wetterlage und hohe Varroabelastung sind Faktoren, die immer wieder für gereizte Bienen sorgen. Aber Faktor 1 bist du, bzw. deine innere, wie äußere Ruhe mit der du an die Bienen gehst.


    Also - Teufelskreis durchbrechen und Schutzkleidung anziehen. Dann kannst du sie evtl. bald wieder weglassen.


    Gruß
    Ludger

  • Hallo,


    die Stecherbezeichung ist so ne Sache.
    Es gibt sie, es gibt tatsächlich Völker, wo man sich nicht auf 20 m nähern kann, schon wird man zum Verfolgten. Anfliegen und draufhalten.
    Ein Newbee beklagte sich jetzt des öfteren, Stecher am Hausstand, neu gekaufte Völker, angelblich sanftmütige F1 usw.
    Könnte ja sein, Fehlkauf im Gutglauben eben.
    Deckel auf und los auf alles. Ich war nicht dabei.
    Dann war unter seinen Ablegern auch noch ein Stecher und noch weitere nicht so freundliche (?) Bisschen viel Zufall.
    Wegen neuer gesundheitlicher Großproblematik mit den Stichen bin ich dann an seiner Stelle mit der neu eingetroffenen Königin hin zum Umweiseln und hab mich auf alles gefasst gemacht.
    Es kam: nix. Bisschen nervös waren sie, mehr aber auch nicht.
    Ob das alles so richtig notwendig war mit der ganzen Umweiselei, frage ich micht eigentlich nicht mehr...


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper