Gibt es stummelfluegelige Jungbienen ohne Varroa?

  • Hallo Zusammen,


    ich wollte fragen, ob es stummelflügelige Jungbienen gibt ohne Varroa.


    Ich habe eine TBE durchgeführt und die Bienen in brutfreien Zustand 2x mit OX (fargt nicht wie!) bzw MS behandelt.
    Die Völker sind so gut wie milbenfrei, doch vor den Fluglöchern nach einer langen Flugpause finde ich vereinzelte Jungbienen mit Stummelflügel. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Völker keine Milbenlast haben, da ich nochmal eine Kontrollbehandlung durchgeführt habe und dabei wie erwartet kaum Milben gefallen sind.


    Es sind nur wenige flugunfähige Bienen und deren Zahl ist im tollerierbaren Bereich, mich wundert das nur, weil ich dabei keine Milbenbelastung feststellen kann. Ich war der Meinung, ohne Milben, gibt's sowas nicht!


    Bei der letzten OX-Behandlung war bestimmt einige offene Brut oder Stifte dabei, könnte die Säure bzw die Kälte solche Stummelflügel auch verursachen?


    LG Salsero

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Ja. Durch Verkühlen (zu niedrige Brutnesttemperatur).


    Danke sehr, das war auch mein erster Verdacht. Sowas wird sonst ausschließlich mit hoher Milbenbelastung begründet. Ich kenne es von Geflügeln aber auch vereinzelt bei der Kö-Zucht, dass bei unpassenden Temperaturen verstummelte Flügelchen oder Füßchen entstehen.


    Das ist zwar nicht schlimm, aber ein Ergebnis von termingenauen Besprühen bei jedem Wetter.

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Die Bienen könnten ja noch eine hohe Virenbelastung haben. Dann treten die Symptome ebenfalls auf. Die verkrüppelten FLügel sind ja "nur" eine Sekundärerscheinung einer hohen Varroabelastung.


    Gruß
    Reiner

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Die Bienen könnten ja noch eine hohe Virenbelastung haben. Dann treten die Symptome ebenfalls auf.


    Falls das der Fall ist, was kann ich gegen eine Virenbelastung unternehmen? Ist das ein Nachteil von Verzicht auf AS,? Meine Völker hatten die letzten 2 Jahre nie richtig viele Milben gehabt, da ich sehr drauf achte. Auch bei den ersten sommer Behandlungen kamen nur wenige Milben runter.


    Können sich die Viren ohen Milben verbreiten? ich dachte eigentlich nicht!

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Man hat in Untersuchungen alle Varianten gefunden: Viele Milben und wenig Viren; viele Viren und wenig Milben; Viele Milben und viele Viren;...


    Also ja, die Viren können sich auch ohne Milben verbreiten. Und teilweise schlagen sie dann auch zu, trotz "funktionierender" Behandlung (die aber zu spät erfolgte).


    Altwaben rausschmeißen soll helfen. Sicher helfen alle das Immunsystem stärkende Maßnahmen. Gut im Futter stehen lassen (Pollen), keine Belastung des Darms (mit irgendwelchen Teemischungen, ätherischen Öle,...), keine Vergiftungen,...


    Gruß


    Bernhard

  • dieses Viren gedings das ist schlicht und einfach nicht zutreffend


    das sagen uns doch nur die Leute die von der Chemie-Industrie Geld für solche Studien bekommen.


    Vor der Varroa gab es diese Missbildungen immer nur in Verbindung mit Unterkühlung


    Seit es die Neonics gibt wird dieses Schadbild mit Varroa-Schaden gleich gesetzt


    Als es Varroa gab aber noch keine Neonics da gab es diese Verkühlte Brut auch nur um die Eisheiligen


    Seit es die Neonics gibt tauchen diese verkrüppelten Bienen vor allem ab dem Sommer also nach der Rapsblüte nach dem sähen des Mais etc. auf und kaum noch im zeitigen Frühjahr!


    Übrigens dieses Jahr tauchte es auf weil es mal wieder Eisheilige Frostperiode gab!


    und es gibt diese Beobachtungen auch in Australien ohne Varroa und nur dort wo intensive Landwirtschaft betrieben wird!


    und noch was:


    Varroa-Schäden werden auch größer nach Unterkühlung!


    daher haben wir dieses Jahr auch so Probleme!


    nicht wegen der langen Brutperiode sondern wegen Eisheiligen und PSM


    Und es ist bekannt, das PSM einen großen negativen Einfluss auf die Bruttemperatur haben


    Also was sagt uns der ganze Mist mit den Viren?


    Es ist die gleiche Märchenstunde wie die zu 2008

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von toyotafan () aus folgendem Grund: hab zu schnell gepostet

  • Toyotafan hat absolut recht.
    Jeder Mensch ist grundsätzlich eine Bakterien- und Virenschleuder - siehe grad aktuell Ebola, oder damals mit der Vogelgrippe..
    Aber trotz hohem Durchseuchungsgrad bekommen nur relativ wenige eine akute Infektion.
    Bei den Bienen ist es komplizierter, weil die ein eher externes Immunsystem haben, statt wie Säuger ein internes.
    Wenn dann subletale Dauervergiftungen eintreten, wie bei den Neonics (muß ich nochmal erklären, wie lange die tatsächlich wirken?), dann kommen nicht nur die Bienen nicht mehr klar damit, sondern der ganze Humus stirbt, und damit das gesamte Bodenleben.
    Die Neonics sägen uns grad wirklich den Ast ab, auf dem wir sitzen...:evil:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Danke für eure Antworten.


    Eine Unterkühlung kann gut zutreffen, da ich 2x alle Waben ziehen und besprühen musste und zwar bei kaltem Wetter.


    Ich habe hier keine Landwirtschaft und kein Raps oder ähnliches. Die nächsten landwirtschaftlichen Felder sind etwa über 2 km entfert und mit Getriede angebaut. Also die Umwelt ist hier noch Gott sei dank in Ordnung.


    Lg Salsero

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Salsero ()

  • Danke für eure Antworten.


    Ich habe hier keine Landwirtschaft und kein Raps oder ähnliches. Die nächsten wirtschaftliche Felder sind etwa über 2 km entfert und mit Getriede angebaut. Also die Umwelt ist hier noch Gott sei dank in Ordnung.


    Lg Salsero


    Moin,
    ja, das habe ich auch eine ganze Weile angenommen. Aber die Bienen fliegen bei guten Wetter, wie dieses Jahr, auch bis zuu 3,5 km weit.
    Sonst hätte ich zu Hause gar keinen Rapshonig ernten können. Von den Kiefern konnte der nicht kommen.
    Zur Zeit fliegen sie zum Ölrettich, auch so ungefähr 2 km entfernt.


    Übrigens habe ich mich aber auch schon gefragt, wie es kommt, daß bei wenigen Milben so viele Stummelflügel unterwegs sind. Das lies sich aber mit Ameisensäurebehandlung (Schwammtuch) eindämmen. Ein par Milben kamen auch noch runter.


    Es ist aber auch so ein Phänomen, daß dieses Jahr einige schwache Völker schwach blieben, sogar trotz Verstärkung.


    Grüße ralf_2

  • Die Bienen könnten ja noch eine hohe Virenbelastung haben. Dann treten die Symptome ebenfalls auf. Die verkrüppelten FLügel sind ja "nur" eine Sekundärerscheinung einer hohen Varroabelastung.


    Gruß
    Reiner


    Wo soll denn die hohe Virenbelastung herkommen? Ohne Varroa keine hohe Virenbelastung.


    Es ist sicher Unterkühlung die Ursache, wahrscheinlich durch PSM ausgelöst.