Kommerzielle Bienenhaltung: Ertragsrechnung - Eure Einschätzung

  • Andere Leute die Knete abnehmen, dafür muss man nicht lernen.:wink:


    Wer nimmt denn da irgendwem was ab? Der Bänker bekommt die Kohle überreicht, ohne jegliche Druckmittel einsetzen zu müssen. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied. Die Gier nach mehr ist dafür verantwortlich.


    Wenn ich mehr Honig bekommen möchte, als ich selbst verwerten kann, dann würde ich mir ein paar GPS-Tracker besorgen und diese bei den deutlich erfolgreicheren Imkerkollegen an den Imkerfahrzeugen anbringen. Dann kann man das schön gemütlich von zu Hause aus verfolgenn, wann die sich wo herumtreiben, da brauchts keine 10 Jahre, um irgendetwas in Erfahrung zu bringen.


    Aber ich bin ja zufrieden mit dem, was meine Damen leisten.


    Gruß Sven

  • Letzte Aktivität von Senfhead, heute 11.15 Uhr.
    Irgendeine Stellungnahme zu den falschen Zahlen? Fehlanzeige. Irgendeine andere Stellungnahme, die Missverständnisse auflösen könnte? Ebenso nicht. Weitergehende Informationen? Hab ich auch nicht gefunden.
    So nicht. Ich bin dann mal weg.

  • Wenn ich mehr Honig bekommen möchte, als ich selbst verwerten kann, dann würde ich mir ein paar GPS-Tracker besorgen und diese bei den deutlich erfolgreicheren Imkerkollegen an den Imkerfahrzeugen anbringen. Dann kann man das schön gemütlich von zu Hause aus verfolgenn, wann die sich wo herumtreiben


    Ich befürchte das wird nicht ganz reichen.
    Sei denn, er holt danach dir Honigräume ab :wink:


    Und vergesst mal die Kredite, die gibt ihm niemand für Betriebsgründung in der Imkerei.


    Also 25 kg find ich gut, viel besser als wenn er 100 ansetzt.
    150 Völker ist gut machbar für Einen, den daraus resultierenden Ertrag für Zwei, das wird Nichts...und schon gar nicht beim Verkauf in der Abgabe.
    Dieses Jahr 4,00 Blüte und 4,20 Raps bei Abgabe ab 500 kg und in 12 Jahren noch nicht erlebt das am Preis nachgefeilscht oder nicht bezahlt wurde.
    Ich renn aber auch nicht von A nach B, sondern arbeite mit 3 Händlern die sich so ein Verhalten nicht unbedingt auf die Fahnen schreiben wollen und sich um jeden Kunden der verloren geht ärgern...deutscher Honig ist halt rar.


    Neben dem Studium bestimmt ne super Sache, für das richtige Leben zu eng kalkuliert, als Nebenerwerb top für den Vermarkter...blöd für den Imker.

  • Ich empfehle das Buch "Bienenhaltung als Erwerb" von Böttcher, das gibt's noch antiquarisch recht preiswert, und da stehen Kalkulationswerte für alles drin - wenn auch in D-Mark anno 1958.
    Es hilft jedenfalls ganz gut, um sich ein Grundgerüst zu zimmern.


    Die Alternative wäre, das Excel anzuwerfen, und sich eine mehrseitige Tabelle mit allem und jedem* selbst zu erstellen - und dann mal ein Jahr lang mit der Stoppuhr rumlaufen, um zu wissen, wieviel Arbeitszeit TATSÄCHLICH anfällt, was die wahren Kosten sind, und wie was bewertet wird.
    Das geht dann insgesamt deutlich mehr in die Tiefe, als dein Steuerberater dir erzählen kann.:lol:


    Eine Neugründung ist schweineteuer - aber einen abgebenden Betrieb zu übernehmen, wird in den meisten Fällen noch teurer, weil die Betriebsausststattung meist nicht mehr zeitgemäß ist, oder -Gottbewahre- im falschen Maß ist.


    *: ich meine damit tatsächlich ALLES aufschreiben - Zeit/Geldeinsatz/etc.
    Wenn man daraus sehen kann, daß man im Sommer viele Tage mit 36h hat, und im Winter Langeweile - dann sollte man mal nachdenken, ob das alles so richtig ist...
    Ansonsten lügt man sich selbst was in die Tasche.


    Ein weiterer Knackpunkt ist die Vermarktung - der Mehrwert der Selbstvermarktung der Produkte ist extrem viel höher als wenn man nur den Honig an Aufkäufer liefert.
    Es fällt ja nicht nur Honig an, sondern auch andere Bienenprodukte wie Propolis, Pollen, etc.
    Das muß man eisern durchrechnen, und erst dann Entscheidungen treffen.
    Selbstvermarktung muß einem liegen, oder man schließt sich zusammen - ebenso bei Wanderungen.


    Und als letztes: man ist sehr, sehr häufig auf Kollegen angewiesen, und die sollte man nicht aus Ego-Gründen verprellen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • ...Die Annahmen sind aus dem europäischen Ausland verwendet worden, wo 2,50€ noch mehr Wert als hier. Entschuldigung dafür!


    wo bitte soll das sein?



    Das Ziel ist es nicht Schleuderhonig zu Schleuderpreisen zu verkaufen!


    Bei einer echten Vollkostenrechnung hier in BW mit echten Mietkosten etc bin ich der Meinung geht deine Rechnung nicht auf


    Gibt es hier Personen, die Ihren Honig an Großhändler verkaufen? Gerne auch via PN.


    nicht bei Lieferung an den Großhandel egal zu welchem Preis


    Damit will ich nicht den Großhandel schlecht machen


    Das sind auch nur einfache Geschäftsleute die einfach nur rechnen können


    Hier in BW sind etwa die Hälfte der erfahrenen und Honigproduzierenden Imker Rentner oder sie stehen kurz davor


    Sie brauchen sich nicht selber versichern und bessern ihre Rente mit der kargen Erlös aus der Bienenhaltung auf! Sie brauchen sich also nicht mit der Grundversorgung im Alter beschäftigen.


    Daran ist auch im Grunde nichts verwerfliches, vor rausgesetzt sie machen auch eine Vollkostenrechnung


    Doch viele von diesen sind einfach nur gute Imker. Sie haben jedes Jahr Honig übrig, den sie nicht an ihrer Haustür verkauft bekommen. Was machen sie mit dem Honig? Sie fahren ihn zum Händler laden den dort ab und nehmen was sie bekommen. Egal ob es Kostendeckend ist oder nicht. Auch da kann man nur eingeschränkt einen Vorwurf draus machen. In guten Jahren ist es dann so, dass sich der Händler aussuchen kann von wem er Honig kauft und von wem nicht. In schlechten Jahren suchen sie Honig und zahlen gut.


    Das sind die Gesetze des Marktes


    Und das ist dein Rahmen, ob man damit klar kommt bleibt jedem selber überlassen


    und ob sich das ganze rechnet, muss jeder für sich beantworten


    es braucht nicht nur Mut
    es braucht auch viel Können und Erfahrung


    Wörkoholiger sind bevorzugte Kandidaten um Berufsimker zu werden

    Das nötige Startkapital für so ein Vorhaben sollte auch nicht unbedingt durch eine Bank finanziert werden.


    Wenn man aber so viel Geld schon auf der Seite hat, ist zu Überlegen ob man das nicht in etwas Investiert, bei dem man es wieder zurück bekommt.


    Am Besten noch gut verzinst.


    https://www.freitag.de/autoren…faehrdet-die-menschheit-2

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von toyotafan () aus folgendem Grund: es hat noch ebs gefehlt


  • Hallo Toyotafan, kann deine Meinung voll und ganz teilen.


    Habe gerade deinen interessanten Link gelesen und habe mich direkt erschreckt bei dem Gedanken, dass ich als Hobbyimker mit Schuld am Aussterbenden der Bienen sein könnte.


    Irgendwie, ist etwas wahres dran. Diese 700.000 Hobbyimker in Deutschland kompensieren immer wieder die massiven Ausfälle bei den Bienen und zwar so unauffällig wie möglich.
    Anders gesagt, sollten die Bienen nur bei circa 5 % Berufsimker aufgehängt sein, dann würde die Politik wahrscheinlich ganz anders reagieren.


    Irgendwie schon erschreckend!

  • Hallo Marakain


    Meine Aussage weiter unten, zählte mehr für Träumer.


    Wenn einer den Imkerberuf lernt, dann ist er nach 2-3 Jahren bestimmt ein guter Imker, aber das er dann schon von den Bienen leben kann, glaube ich nicht. Für den Aufbau einer guten Imkerei braucht er dann bestimmt noch 2 Jahre, also insgasamt 5 Jahre. Nur Spezialisten schaffen es schneller.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Der gute Kaufmann kalkuliert vorsichtig. Wird in der Kalkulation ein niedriger VK angesetzt und es rentiert sich damit kann man doch starten und dann beginnen einen Teil des Honigs selbst zu vermarkten. Dann wird es umso rentabler. Viele neuselbständige gehen doch kaputt weil sie von riesigen Umsätzen ausgehen. Allerdings hätte ich nach dem Prinzip der Vorsicht eine Ernte von 10 KG im Schnitt pro Volk angesetzt. Oder es gibt verlässliche Zahlen aus der Gegend über Jahre hinweg. Und Völkerverlust müssen immer eingeplant werden.

    Wo kämen wir den hin wenn jeder fragt wo kämen wir den hin und keiner geht um nachzusehen wo wir hinkämen

  • Mit genügend Startkapital kann man sich neben Material auch Know How einkaufen.
    Aus den Überschüssen einer Kleinimkerei eine Erwerbsimkerei mit 200+ Völkern aufzubauen, dauert echt lang! Das ist genau das, warum hier viele schreiben, dass es echt schwierig wird.

  • Letzte Aktivität von Senfhead, heute 11.15 Uhr.
    Irgendeine Stellungnahme zu den falschen Zahlen? Fehlanzeige. Irgendeine andere Stellungnahme, die Missverständnisse auflösen könnte? Ebenso nicht. Weitergehende Informationen? Hab ich auch nicht gefunden.
    So nicht. Ich bin dann mal weg.


    Don't feed the troll?
    :eek:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)