Beutenkäfer in Italien ?

  • ...das ist ja korrekt.
    Bloß was bringt so ein "Diagnosestreifen", der den Käfer nicht umbringt oder einsperrt? Für mich ist es damit ein unnützes Spielzeug. Was nützt es zu wissen, dass der Käfer in den Völkern da ist, aber man ihn ungestört wieder "laufen und fliegen" läßt?
    Nach meinem Dafürhalten sollte man Diagnose mit Bekämpfung kombinieren.


    Sehe ich ja genau so. Mir persönlich wären Ölfallen am liebsten. Man sieht den Befall und hat die Viecher gleich. Hab schon mal überlegt mir welche im Tiefziehverfahren zu basteln, er ist zwar noch nich da, aber bei meiner Völkerzahl würde ich für nen Selbstbau auch ne Weile benötigen.


    MfG

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • Hallo @all,
    wozu denn basteln?
    Es geht viel einfacher:


    CD Case Small Hive Beetle Trap


    Diese Variante gefällt mir sehr gut. CD-Hüllen liegen sowieso rum (seit Musik im MP3-Format erhältlich ist) oder sind für kleines Geld zu beschaffen und sie sind schmal genug, um zwischen Oberträger und Deckel (einer jeden Beute) Platz zu finden.


    Gute Idee... :daumen:


    Als Köder dient ´ne Art Teig:

    Zitat

    Mischen Sie 1/4 Tasse Sojamehl, 2 Esslöffel Borsäure, 3 Esslöffel Erdnussöl und 1/8 Tasse Wasser zu einer Kuchenteigähnlichen Konsistenz.
    Legen Sie nur wenig von diesem Köder im Inneren der CD / DVD-Falle aus.
    {Quelle: Bee Hive Journal, 13.02.2009, sinngemäß übersetzt}


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."

  • Hallo Mirko,


    hast du dir mal die Gefahrstoffeinschätzung zu Borsäure angesehen? ->Wikipedia
    Die LD_50 Werte sehen ja noch nicht so besorgniserregend aus, aber eine Substanz mit der REACH Einstufung 'besonders besorgniserregend' (fortpflanzungsgefährdend), möchte ich nicht in meine Völker einbringen.


    Gruß
    Ludger

  • ...hast du dir mal die Gefahrstoffeinschätzung zu Borsäure angesehen?


    Nein :oops: hatte ich nicht und hege nun nach der Lektüre ebenfalls Besorgnis.
    2 EL Borsäure überschreiten dann sicher wesentlich die genannten 5,5%, welche als reproduktionstoxisch angesehen werden. :eek:


    Dennoch finde ich diese Falle (an sich) ob ihrer Einfachheit fein. Auf der genannten Website wurden noch andere mögliche Köder genannt.
    Einer davon wäre schlicht Pollen mit Honig...(Bait #2, der einzige ohne Gift)
    Vielleicht wäre auch ein innerlicher Speiseölanstrich praktikabel...wer weiß...:confused:


    Da es die Käfer gern dunkel haben und sich deshalb in dunkele Winkel (Fallen) zurückzuziehen belieben, kann ich die Anwendung von "Kästchenfallen" (CD-Hülle, Doppelstegplatte und dergleichen) irgendwie nachvollziehen


    Die "Ölbadfallen" sind allerdings auch interessant.
    Ihre Wirkungsweise beruht auf 3 "Mechanismen".
    1. Bienen jagen die Käfer, bis diese sich in eine dunkle Ecke zurückziehen (können). Bei dieser Jagd fallen sie gerne mal vom Rahmen ab auf den Boden (somit in die Ölbadfalle)
    2. Nach der Methamorphose ausserhalb der Beute versuchen die Käfer in die Beute zu gelangen. Sie krabbeln durch´s Flugloch und fallen ins Ölbad, noch bevor sie irgendeinen Rahmen erreichen.
    3. Larven müssen zum Verpuppen aus der Beute heraus gelangen. Dies tun sie munter durchs Flugloch oder den offenen Boden. --> Falle.


    Fazit: Alles, was kleiner ist, als die Maschenweite und am Boden entlang muss, fällt in die Falle.:u_idea_bulb02:


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."

  • Hallo Mirko,


    vom Handling her, sind diese flachen Kästchenfallen sicherlich die einfachsten. Das Geschwappe mit in Öl schwimmenden Käferlarven klingt mir auch nicht besonders appetitlich. Die im Rähmchen angebrachten Fallen, brauchen den Platz eine Rähmchens und werden sicherlich in der Tracht verbaut. Mir wäre eine Falle am liebsten, die wie eine Bienenflucht/Reuse funktioniert. Einmal angelockt, findet der Käfer den Weg nicht mehr heraus.


    Gruß
    Ludger

  • Nein :oops: hatte ich nicht und hege nun nach der Lektüre ebenfalls Besorgnis.
    2 EL Borsäure überschreiten dann sicher wesentlich die genannten 5,5%, welche als reproduktionstoxisch angesehen werden. :eek:


    Was ich nicht verstehe: Warum nicht erst Nachdenken oder ein bischen googlen bevor man so was hier als "Tipp'" reinschreibt!???! Lebensmittel und Borsäure. Mahlzeit! Und wir wundern uns über Lebensmittelskandale und schlechte Honig-Publicity.

  • Och, jetzt muss ich dem Mirko aber mal beistehen.
    Man merkt dem Beitrag doch die Begeisterung an, da war er halt unbedarft und fix -
    und überhaupt hat er soooo viele saugute Beiträge geschrieben,
    da darf dat auch ma vorschnell gewesen sein!


    Es kann ja ein Moderator noch was wegmoderieren für alle die, die durch Weiterlesen nicht klar im Vorteil sind :wink:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Bei (Öl-) Fallen zwischen den Waben darf man aber die Zarge nur ganz vorsichtig abheben, denn sonst schwappt der Käse die Waben entlang.


    Das mit der Borsäure (Boric Acid im englischen Orginaltext) habe ich auch erst durch nachschlagen gelesen und mit Erschrecken darauf reagiert, was die da drüben so in ihre Völker stellen.


    Stefan