Beutenkäfer in Italien ?

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    es sollten überhaupt Bienen lokaler Herkunft angeboten werden- günstig ist ein relativer Begriff und vom Zeitpunkt des Verkaufs abhängig. Bei Verkäufen von Völkern sollten die Verkäufer den Ertragswert mit einrechnen - Investitionen, die sich innerhalb von 3 Monaten amortisieren, erreicht man sonst nicht. Also warum verschenken praktisch einige Imker vor der Frühtracht ihre Völker unter dem Preis von importierten Kunstschwärmen?

  • Ein Kollege aus unserem IV sagt auf solche Fragen immer:

    Wie nennt man Menschen, die Schwierigkeiten beim Lesen haben? Richtig: Legastheniker.

    Wie aber nennt man Menschen, die nicht rechnen (können)? -> Imker!

  • Hier wird verwechselt wer etwas kauft.

    Mit dem günstigen Preis erkauft sich der Bestandsimker weniger Importbienen in seiner Nähe.

    Egal ob es einem gefällt oder nicht Bienen werden zu nidrigen Preisen aus aller Welt importiert.

    Dem wird man nichts entgegen setzen, wenn man diejenigen, die schon Bienen haben darüber Inforniert, dass Importbienen schlecht sind. Wenn man heimische Bienen in seiner Umgebung haben will, muss man halt selber investieren. Wer sich egal wie einen Preis ausrechnet, der über einem Postpaket aus Italien liegt, der soll sich bitte nicht beschweren, wenn Neuimker sich Ihre Bienen irgendwo bestellen. Der Preis wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Nicht durch fiktive Gewinnrechnungen einer möglichen Tracht. Der Imker vor Ort kann evtl. dazu mit Information und örtlicher Näher leichter verkaufen. Er kann aber auch durch abschreckendes Verhalten aus sicht eines Anfängers einen Trotzkauf im Internet herbeiführen.

  • Hi,


    vielleicht liegt dann aber der Fehler in der Ausbildung oder


    in dem Verständnis des Neuimkers.


    Der Verkäufer darf den Preis nicht nach wirtschaftlichen Punkten kalkulieren,


    der Neuimker aber danach Einkaufen?


    Sorry, aber ein Neuimker der sich Bienen aus dem Ausland bestellt, dürfte bei mir nicht auf den Hof.


    Gruss Joachim

  • Wenn ich das hier so lese, muss ich leider immer wieder denken was für ein Schmarn.


    Meine Erfahrung zu dem Thema Paketbienen ist viel mehr, das Neuimker die diese Kaufen, einfach nicht wirklich Wissen woher sie ihre Bienen bekommen sollen.


    Ich habe gerade wieder ein Imkerduo kennen gelernt, welches jetzt mit jeweils zwei Kunstschwärmen beginnen möchte.

    Beuten und alles gekauft, die Bienen bei einem Händler in HH bestellt. Lieferung jetzt in den nächsten zwei Wochen, die glaubten auch wirklich das sie Deutsche Bienen kaufen würden, da sie in HH kaufen und der Händler natürlich nicht damit wirbt das es Importbienen sind. Kostenersparniss haben sie damit aber auch nicht. Ein Kunstschwarm liegt jetzt geliefert bei 150€, für den Preis bekommt man hier regelmäßig Völker mit Beute (wir haben in den letzten Jahren sehr viele Altkmker die aus Altersgründen aufgeben) und selbst ohne Beute wären Wirtschaftsvölker günstiger gewesen, allerdings steht hier das bekannte Problem im Raum, ein Volk bei einem Händler zu bestellen ist aber auch einfach und gut zu finden, sie machen ja genug Werbung. Lokale Völker zu finden ist da schon schwerer, 8nline bleibt da Ebay Kleinanzeigen (da muss man aber erst einmal dran denken das man da Bienen bekommen kann, wäre mir nie eingefallen damals), Imkermarkt (denn habe dank des Forums damals gefunden, aber das Angebot da ist sehr Abhängig von der Region), bekannte Imker (so denn man denn welche hat), Köeinanzeigen des Landesverbandes (wenn man die denn kennt). In S-H gibt es dann noch die Zeitschrift des Landesverbandes, die ist hier noch die dominierende Verkaufsplattform, nur diie meisten Jungimker treten ein wenn sie schon Völker haben oder gerade bekommen. Fällt also auch weg.


    D.h. sehe ich das Problem viel mehr im Bereich des leider oft fehlenden Bewusstseins für die Problematik (woher auch?) und dem fehlenden Wissen (was man aber hätte recherchieren können).


    Der einfachste Weg diese Problematik abzustellen, ist in meinen Augen der Aufruf vor dem Völkerkauf in einen Verein einzutreten (selbst wenn es nur für das erste Jahr ist wenn man sich nicht wohlfühlt) und dort rumzufragen. Die meisten Vereine helfen gerne bei der Erstausstattung mit Bienen.

  • Der Verkäufer darf kalkulieren, wie er will. Er soll sich nur nicht wundern, wenn dann woanders gekauft wird.

    Den Neuimker muss man dann auch nicht auf seinen Hof lassen. Nur wie sagen wir das seinen Bienen und Käfern?

  • Der Verkäufer darf kalkulieren, wie er will. Er soll sich nur nicht wundern, wenn dann woanders gekauft wird.

    ...wie sagen wir das seinen...Käfern?

    Seinen Käfern brauchst Du es nicht zu sagen, im Gegenteil: Seine Käfer werden zu Dir kommen und es Dir selber sagen. Dann werden es aber bereits Deine Käfer sein, die die Botschaft weitertragen, weil zuvor einige partout nicht auf fachlich fundierte Ratschläge, Aufrufe etc. hören wollten.

  • Ich glaub, da muss man im Moment sehr Vorsichtig sein mit der Meldung...

    Auf dem Dokument ist keine Dienststelle, kein Name, keine Unterschrift...

    Auch auf den offiziellen Kanälen ist nichts zu vernehmen...


    Ich zweifle auch an Bienenimporten aus Argentinien... erstens kann das kaum rentieren (Luftpost solcher Pakete = teuer).

    Laut hier exportierte Argentinien im Jahr 2016 gerade einmal Bienen im Wert von 185'000 USD. Die 1'000 Völker wären dann ja fast das gesamte Exportvolumen Argentiniens...

    Frankreich ist zwar Nettoimporteur von Bienen, es gibt aber auch genügend exportierende Länder in Europa: Italien, Belgien, Slowakei.

    Oh und ich merk gerade... unter "Live Bees" gehen wahrscheinlich auch Hummeln!

  • Aus Argentinien dürfen schon seit Jahren keine Bienenvölker mehr importiert werden. Die letzten Jahre wurde der Import immer strenger. Bis vor längerem die USA gesperrt wurde, bis auf Hawai - Hawai gesperrt seit Mai 2010). Es blieben noch der legale Königinnenimport aus Argentinien, Australien und Neuseeland. Kunstschwarmimport nur noch aus Neuseeland. Ob diese Ausnahmen Argentinien, Australien und Neuseeland noch aktuell sind müsste man im EU Recht nachschlagen. Ohne Veterinärbehörden auf beiden Seiten, Versender und Importeur, geht da jedenfalls nix, zumindest nicht legal.


    Vor kurzem hat eine Argentinische Imkerei stolz Fotos auf FB gestellt mit hunderten Königinnen, die sie verpackt haben und die per Flugzeug nach Spanien gingen. Auf den Fotos sieht man auch Hinweise auf Veterinärdokumente. Es dürften also nach wie vor Bienenköniginnen aus Argentinien in die EU importiert werden.